Elite-Partner hat Rechnung nicht über Paypal beglichen, nun soll ich über Inkasso zahlen - wer ist im Recht?

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6 Antworten

Abgesehen von der Hauptforderung nichts bezahlen, allenfalls Zinsen, sofern im rechtmäßigen Rahmen.

Fast alle von derartigen Inkassounternehmen aufgeführten Inkasso-Kosten und -Gebühren sind unzulässig, da sie regelmäßig gegen die sog. "Schadenminderungspflicht" ihrer Mandantschaft verstoßen. Das sind neben den Kosten für die Beauftragung des Inkassobüros selber häufig "Telefon- und Postpauschalen", "Mahnkosten des Mandaten", geradezu absurde "Kontoführungsgebühren" etc. etc.

Hier klar und deutlich machen, dass du nur bereit bist, die berechtigte Hauptforderung des Mandanten zu begleichen und du eine detaillierte Neuaufstellung der Kosten/Forderung verlangst unter Berücksichtigung o. g. Schadenminderungspflichten. Auch ein dezenter Hinweis, dass man anderweitig bereit sei, Strafanzeige gegen das Inkassobüro wegen gewerbsmäßigen Betruges zu stellen, kann angebracht sein.

Die Hauptforderung (und etwaig zulässige Zinsen) solltest du indes mit Schuld befreiender Wirkung direkt an "EP" bezahlen, nicht an das Inkassobüro. Abgesehen von der rechtlichen Zulässigkeit dieser Strategie ist dabei nämlich zu bedenken, dass "EP" kein wirkliches Interesse daran hat, den Fall weiter zu verfolgen, wenn diese die Hautforderung beglichen bekommen haben und du denen im Rahmen eines Schreibens - an EP - mit entsprechendem Ungemach drohst und ihnen signalisierst, dass du durchaus gewillt bist, ihnen (und dem Inkasso-Büro) gehörig auf den Wecker zu fallen! ;-)

Sinnvollerweise lässt du dir bestätigen, dass mit dem Ausgleich der Hauptforderung alle Ansprüche beglichen sind.

Ansonsten bleibt nur der Weg zum Verbraucherschutz/Anwalt

Karstens oder Kevins Antwort wäre eigentlich nichts hinzu zu fügen. Wenn folgendes Detail nicht wäre:

Achja aus dem Inkasso-Schreiben geht hervor, dass dir mir nicht nur die 32 € anlasten, sondern alle 9 Monate, so als hätte ich noch nie was bezahlt! Allein das kann ich widerlegen mit Hilfe von Auszügen.

Deswegen fürchte ich, dass die eigentliche Ursache ganz woanders liegt. Vielleicht haben die die Paypal-Zahlungen nicht richtig verbucht. Das würde einiges erklären. Aber ernst nehmen musst du das nicht, wenn das Geld nachweisbar von deinem Paypal-Konto abging. Mache dir sicherheitshalber entsprechende Screenshots von deinem Paypal-Konto.

Ich würde die Chance ansonsten nutzen, direkt fristlos zu kündigen. Dort hat es eh zu viele inaktive Fake-Profile, die nie wieder reinschauen oder die einen ständig auf Porno-Seiten locken wollen. Und gemacht wird dagegen wohl auch nichts.

Ich würde dem Inkasso nun folgendes schreiben: "Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Bei der Behauptung, dass ich noch nie etwas gezahlt hätte, handelt es sich um eine unverschämte Lüge. Gerne lege ich vor Gericht Kontoauszüge vor. Sollten Sie mich weiterhin belästigen, werde ich nicht zögern, gegen Sie vorzugehen (Strafanzeige wegen gewerblichen Betruges/Nötigung, negative Feststellungsklage, Beschwerde beim Aufsichtsgericht). Ich diskutiere nicht und lasse mich nicht einschüchtern. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien."

Leider nehmen einen viele Inkassos nur dann wirklich ernst, wenn man die entsprechenden Signalwörter, wie beispielsweise "Anzeige" fallen lässt. Dann landest du in den Topf "genauer draufgucken, lässt sich nicht einschüchtern". Und genau dann, wenn wirklich mal jemand genauer drauf schaut und denen womöglich ein Licht aufgeht, dass die Unfug treiben, genau dann hat man auch eine Chance, dass die ganz schnell zurück rudern.

Erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort. Also ich hab noch mal nachgeforscht und es sind nicht die Rechnungen der letzten Monate, sondern das sind alle bis vertragsende im September zu zahlenden Rechnungen. D.h. die wollen jetzt das ganze Geld auf einmal haben. Sie zeigen halt auch null kullanz, die Rechnung im Mai ok, die habe ich wirklich nicht gezahlt, aber die Rechnung vom Juni war am 09.06 fällg und wurde nun am 20.06 beglichen, dementsprechend keine 2 Wochen zu spät. Würde halt auch gern wissen, warum die Rechnung von einem Monat auf den nächsten nicht mehr über Paypal gezahlt wurde.   Aber von EP bisher keine Reaktion weder am Telefon noch über Email -.- Ich schicke morgen den Widerspruch an Inkasso und EP per Einschreiben los und dann bin ich gespannt.

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@Nefrit

ok, das verändert die Sachlage etwas. Dass das über Paypal nicht ging, bedeutet zivilrechtlich:

1. Der Anbieter kommt in sogenannten Annahmeverzug. Sprich: Das Angebot zu bezahlen war ja da. Nicht dein Problem, wenn das nicht mehr genutzt wird. Gemäß BGB sind sämtliche Folgekosten nicht dein Problem.

2. Die Kündigung von denen war rechtswidrig. Ohnehin dürfen die nicht 100% der Grundgebühr bis Vertragsende fordern.

Melde dich ansonsten ggf. nochmal via PM, wenn du eine Antwort hast. Ich schaue hier nicht so oft rein wie beispielsweise bei GuteFrage.

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@mepeisen

Vielen Dank, aber hat sich jetzt zum Glück alles geklärt, hätte jetzt gerne noch die 7 € für die Einschreiben zurück xD aber naja egal, geklärt!

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Hast Du mal nachgeschaut, ob sich die AGB von EP hinsichtlich der Zahlungswege geändert haben? Nicht, daß PayPal als Zahlungsmethode inzwischen ausgeschlossen ist. So klingt das nämlich in der Mahnung.

Zu EP und den dortigen Geschäftsmethoden findet man ganze Bände von Kundenbeschwerden im Internet. Ich selber hatte vor Jahren eines der EP-Opfer beraten. Da mahnte EP über Jahre hinweg immer wieder vermeintlich geschuldete Gebühren an. Auch mit Klage wurde gedroht. Passiert ist dann aber nichts. Da diese Person in der Schweiz wohnt weiß ich nicht, ob EP auch bei in Deutschland wohnhaften Personen von einer gerichtlichen Geltendmachung absehen würde.

An Deiner Stelle würde ich gründlich prüfen, ob und ggf wann Dir die neuen Zahlungsarten mitgeteilt wurden. Ein Anbieter muß nämlich auf geänderte AGB aufmerksam machen und darf sie nicht irgendwo stillschweigend verstecken.

EP ist den Verbraucherzentralen wohlbekannt. In der Vergangenheit hatten die schon desöfteren mit EP zu tun. Laß Dich beraten über das richtige Handeln. Und laß Dich von EP nicht durch Mahnungen und Drohungen einschüchtern.


Die AGB´s haben sich im April tatsächlich geändert,allerdings steht da nichts über Paypal. Ich habe auch schon über Telefon und Email gefragt, warum der Beitrag nicht über Paypal abgebucht wurde. Es kam in beiden Fällen noch keine Antwort. Ich habe die fehlende Summe überwiesen und bete, dass die den Inkassoblödsinn sein lassen. Achja aus dem Inkasso-Schreiben geht hervor, dass dir mir nicht nur die 32 € anlasten, sondern alle 9 Monate, so als hätte ich noch nie was bezahlt! Allein das kann ich widerlegen mit Hilfe von Auszügen.

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@Nefrit

Nach meiner persönlichen Erfahrung geht bei EP alles rein schematisch. Ich fürchte daher, Inkassoschreiben bleiben Dir nicht erspart. Allerdings mangelt es EP angesichts zahlreicher verlorener Prozesse dann offenbar an Mut den Gerichtsweg zu beschreiten. Also: Nur nicht bange machen lassen!

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@Nefrit

Die AGB´s haben sich im April tatsächlich geändert,allerdings steht da nichts über Paypal

Das wäre auch vollkommen egal. Die rechtliche Lage ist recht einfach:

Der Anbieter hatte einen gültigen Zahlungsweg. er hat dich nicht informiert. Insofern gab es seitens Anbieter sogenannten Annahmeverzug. Sämtliche Folgekosten (sogar die Zinsen) musst du nicht verantworten.

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Du zahlst die offene Hauptforderung nach und widersprichst gegenüber dem Inkassobüro, untersagst telefonische Kontaktaufnahme und die Einmeldung in die Schufa.

Fertig.

Hallo, natürlich nicht ignorieren, sondern vernünftig an Elite-Partner und an den Inkassodienst schreiben, mindestens Einwurf-Einschreiben. Nur das zahlen, was ihnen für die 2 Monate zusteht.

Viel Glück

Barmer

Also von Elitepartner kam heute endlich Antwort: Alle Rechnungen beglichen, Sie gestehen die Schuld ihrerseits ein und ich kann wieder ruhig schlafen! Nochmals vielen Dank an alle die geantwortet haben und meine Nerven beruhigt haben :)

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