Inkassofirma sagt, sie haben Vollstreckungstitel zerschreddert nach meiner Zahlung - Was nun?

4 Antworten

wie kann ich prüfen ,ohne Titel und ohne Pfändungsbeschluß, das die Forderung zurecht bestand.

Ich komme selbst aus der Inkassobranche ( 3 Jahre MA in einem großen Inkasso /Mitglied im BDIU) und würde ebenfalls so vorgehen wie von Snooopy155 empfohlen wenn ich absolut sicher sein will das das Inkassobüro , oder ein MA des Inkassos nicht irgendwann erneut versuchen wird Taler aus dem Titel zu ziehen

Die beschwichtigenden telefonischen Aussagen der Inkasso Call Center Damen waren gestern und sind morgen vergessen ;)

Das der Titel angeblich zerschreddert wurde glaube ich nicht und klingt wenig glaubwürdig

Meiner Meinung nach flunkert hier der Inkassoladen

Wetten das ?

Und was könnte ich machen, wenn die versuchen würden, mich erneut bezahlen zu lassen? Würde dann das Erledigungsschreiben und meine Kontoauszüge als Beweis ausreichen, dass ich die titulierte Forderung bereits gezahlt habe?

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Du zitierst ja selbst schon die besagte Stelle - § 371 BGB - also fordere von dem Inkassounternehmen eine öffentlich beglaubigte Anerkennung, dass die Schuld erloschen ist. Drohe ihnen auch, wenn sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, dass Du dann einen Anwalt mit der Beibringung beauftragst. Der Chef des Unternehmens weiß spätestens dann, dass das mit Kosten für ihn verbunden ist.

Alle andern Zusagen oder Aussagen von dem Inkassobüro sind wertlos.

richtig !

denn auch eine Inkassofirma hat für Geschäftsunterlagen eine Aufbewahrungsfrist von sechs bis ( ?) zehn Jahre.

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Snooopy / Genau so ist es richtig !

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Ärger mit Inkasso und Anwalt

Hallo! Ich bin neu hier und ziemlich verzweifelt. Ein Anwalt will hier jetzt gegen uns das Verfahren eröffnen, weil wir eine Forderung nicht begleichen.

Folgender Sachverhalt:

Inkassounternehmen X fordert insgesamt 89,14 EUR . Hauptforderung 23,74, Mahnkosten 10 und der Rest 55,40 waren Inkassokosten (Inkassogebühr, Kontoführung, Adressermittlung, Auslagen für schriftliche Mahnung, Inkassoauslagen).

--> Auf diese Forderung haben wir reagiert indem wir nachgegoogelt haben ob so hohe Inkassokosten zulässig sind. Ergebnis war: Nicht höher als Rechtsanwaltskosten und die haben wir mit 32,50 gefunden. --> Wir haben 66,24 EUR überwiesen (23,74+10+32,50) und einen Brief an das Inkassounternehmen geschickt:

"Ich habe ihnen Grundforderung 23,74 + Mahnkosten 10,00 + 32,50 auf das von ihnen angegebene Konto überwiesen. Meines Wissens sind 32,50 bei dieser Höhe der Maximalsatz, den ein Inkassounternehmen ansetzen darf, deshalb habe ich auch nicht mehr überwiesen. Sollten sie darüber hinaus höhere Kosten geltend machen wollen bitte ich sie mir detailliert alle Kosten auf zu schlüsseln. Ich werde ihre Forderung dann prüfen / prüfen lassen. Sollten sie sich innerhalb der nächsten 30 Tage nicht melden gehe ich ansonsten davon aus, dass die Angelegenheit sich mit Überweisung der 66,24 EUR erledigt hat."

---> UND EIN PAAR TAGE DANACH KAM POST VON EINEM ANWALT

Forderung (mit Androhung vor Gericht zu gehen): 89,14 EUR (das ursprüngliche von der Inkasso) -66,24 (unsere Zahlung)+ 39 (Rechtsanwaltshonorar + irgendwelche Auslagen) = 61,90

--> wir haben bei diesem Anwalt angerufen und versucht das zu klären. Wir wurden gebeten eine schriftliche Stellungnahme zu schicken.

--> Mail an den Anwalt:

"wie telefonisch gefordert hier die Stellungnahme:

Unserer Ansicht nach besteht kein Grund, dass sie für firma XY zur Zahlung auffordern. Grundforderung + Mahnkosten Firma XY + 32,50 wurden an die Inkasso gezahlt. Für höhere Kosten/Forderungen seitens des Inkassounternehmens wurde eine Kostenaufschlüsslung verlangt. Dies wurde neben der Zahlung der Inkasso auch schriftlich mitgeteilt. Den Brief an die Inkasso habe ich ihnen als PDF angehängt."

---> dann kam vom Inkassounternehmen ein Brief, dass sie bereits vorher den Fall an diesen Rechtsanwalt übergeben haben (komisch- denn der hatte die Zahlung ja in seiner Aufschlüsselung drin - also wie kann das sein!)

--> heute kam ein Brief des Anwalts mit einer Inkassokostenzusammensetzung und Forderungsaufstellung.Wenn wir nicht Zahlen nimmt er das verfahren wieder auf.

Jetzt meine Frage: Kann er das tun? Die Hauptforderung ist beglichen! Das Inkassounternehmen hat unserer Ansicht nach den Fall an den RA weiter weil wir nicht voll gezahlt haben und dafür sollen wir jetzt noch mehr blechen!!!!

Was würdet ihr tun? Mahnbescheid abwarten und dagegen Einspruch erheben? Oder hab ich was vergessen und die kriegen uns dran? LG Smarti

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