Wie sich gegenüber unklugen Hauskäuferin verhalten?

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9 Antworten

Lass dir auf jeden Fall spätestens beim Notartermin die verbindliche Finanzierungszusage der Bank des Käufers vorlegen.

Sonst kannst du unliebsame Überraschungen erleben.

Der Rest ist zwar verwunderlich, kann dir aber letztlich egal sein.

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Kommentar von Markus12
15.11.2016, 10:16

Danke, aber siehe Ausgangsfrage. Die Finanzierungszusagen liegen von allen dreien bereits vor.

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Solche unbedarften Käufer und dann auch noch 3 davon? Na ja Käufer sind sie erst, wenn sie auch beim Notar waren. Verpflichtet ist der Verkäufer dazu, bei der Hausübergabe an die neuen Eigentümer, alle relevanten Unterlagen zur Immobilie zu übergeben. Per Gesetz muss zum Vertriebsstart ein gültiger Energiepass vorliegen.

Auch für den Verkäufer ist es vorteilhaft wenn der Käufer mit einem Sachverständigen besichtigt hat, bei späteren Reklamationen kann ich als Verkäufer darauf verweisen, dass, das was ein Fachmann nicht festgestellt hat, ich als Laie erst recht nicht feststellen konnte.

Der Verkauf von gebrauchten Immobilien erfolgt grundsätzlich unter Ausschluß jeglicher Gewährleistung. Der Verkäufer haftet lediglich für so genannte arglistig verschwiegene Mängel.

Andre Leers DEKRA Bewerter

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Beruhige Dich!

Aus beruflichen Gründen musste ich in ca. 20 Jahren 3 x kaufen und 3 x verkaufen. Ich habe das so wie du erlebt.

Das tollste Erlebnis war, dass ein Interessent mit Freundin und Kind bei mir besichtigt haben. Nach der Besichtigung sind die Leute in ein Kaffee gegangen um sich zu besprechen. Die Leute kamen nach 1 Stunde zurück und haben gekauft ( zu einem Superpreis, für mich).

Notartermin ist gelaufen, Zahlung ebenso, ich habe von den Leute niemals wieder gehört.

Hätte ich die Leute aufhetzen sollen, mehr zu fragen, Unterlagen zu betrachten usw. usw.?

Wir waren auf beiden Seiten glücklich.

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Kommentar von Markus12
15.11.2016, 10:15

Danke, Deine Antwort beruhigt mich tatsächlich, dass etwas blauäugiges Verhalten seitens der Käufer offenbar nicht sooo selten ist. Hatte mich halt drüber gewundert, denn bei den drei Häusern, die ich in meinem Leben bislang gekauft habe (davon 1 Neubau), war ich deutlich strenger. ;-)

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Spätestens beim Notar werden die Üblich- und Selbstverständlichkeiten, wie Energieausweis und Belastungen, geklärt. Du wirst also allenfalls den Kaufpreis abzüglich der Bankschulden erhalten. An die kommende  Vorfälligkeitsentschädigung denke bitte rechtzeitig!

Hauszeichnungen muss man nicht übergeben und Flächenmaße können die potentiellen Käufer selber aufnehmen. Abrechnungen dürften auch nicht deren Problem, sondern eher Deins sein, da Du Vertragspartner des jeweiligen "Lieferanten" bist. Die Grundsteuer für das Jahr wird automatisch von dem kassiert, der am ersten des Kalenderjahres Eigentümer war. Wenn Du also Mitte Januar verkaufst, dann mußt Du dafür sorgen, dass Du für die restlichen Monate die Grundsteuerzahlungen vom Käufer erstattet bekommst.

Nur wenn auf dem Dachboden der Holzbock haust und bei Starkregen der Keller regelmäßig volläuft, dann ist es Deine Aufklärungspflicht! 

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Markus,

eine letzte Bemerkung sei noch erlaubt:

Dir liegen nun einige Antworten vor: "Laß dich nicht aufhetzen ", "Sollte dir letzendlich egal sein". "Leichtsinnige Kaufpreisfestsetzung", "Keinen Kopf zerbrechen" usw.

Fehlt im Grunde nur noch die Empfehlung "Beten, dass alles glimpflich abläuft."

Dabei würde interessieren: Wieviel verunglückte Immobilienverkäufe hat jemand hautnah erlebt? Was wurde vorher alles dem Zufall überlassen? Welches Ergebnis brachten die  Rettungsversuche? Was haben sie an zusätzlichen Kosten verschlungen? Wieviel (kostbare Lebens-)Zeit ging verloren? 

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Diese 3 Interessenten, die kaufen wollen, haben Sie weil ohne Makler verkauft wird. Bei Maklern schauen alle Käufer genauer hin, da der als Dritter im Bunde ja viele Angaben machen kann, die falsch sind, ohne so richtige ernsthafte Konsequenzen. Das wissen die Makler auch und ein Teil der Käufer ebenfalls. Bei Direkten Verkauf ohne Makler, ist das völlig anders. Verschweigt der Verkäufer einen Mangel, hat das ernste Konsequenzen. Wenn das Objekt in gutem Zustand ist, sind ja auch keine Mängel zu erwarten. Übrigens Enerieausweise sagen wenig über die tatsächlichen Verbrauchswerte im Haus aus. Deshalb lassen viele sich die nicht zeigen. Eine Aussage wieviel Gas-Kw/h verbraucht wurden ist da wesentlich verbindlicher.

Die ganzen Unterlagen würde ich nicht mitgeben, wenn nicht danach gefragt wird. Überlege mal irgendwo ist ein kleiner Fehler drin. Dann haftet der Verkäufer dafür.


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Kommentar von Markus12
16.11.2016, 09:37

Der Verkäufer haftet selbstverständlich sowieso in jedem Fall für die Richtigkeit seiner Angaben (bzw. darf nicht arglistig täuschen), völlig egal, ob ein Makler dazwischenhängt oder nicht.

Energieausweise gibt's zwei Sorten, Bedarfsausweise und Verbrauchsausweise. ;-) In Verbrauchsausweisen steht drin, wie viel Gas in den letzten 3 Jahren verbraucht wurde, also das sagt schon was aus. :)))

Und meinst du echt, jemand kauft DESHALB ein Haus, "weil ohne Makler verkauft wird"? Also ich kaufe ein Haus, weil ich es schön finde, die Lage gut finde und eben drin wohnen will. :-) Wenn ich dafür einen Makler bezahlen muss, ist das halt leider so, wenn ich mir das sparen kann, umso besser.

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Markus:

Ich würde mich für den Intertessenten entscheiden, der

1. die Finanzierung des Kaufpreises durch verfügbares Eigenkapital (je höher desto sicherere) und verbindliche Darlehenszusage der Bank rechtzeitig, d.h. vor dem Gang zum Notar, nachgewiesen hat,

2. dir die Aushändigung (zunächst in Fotokopie) von Baugenehmigung, Bauzeichnungen, Wohn- und Nutzflächenberechnung, amtl.Flurkarte, Lageplan, Feuerversicherungsschein, Erschliessungskostenbescheid, Einheitswertbescheid, Meßdaten der Heizungs-Fachbetriebs, quittiert,

3. der sich über den Bauzustand und die Außenanlagen vor Ort kundig macht und dies auch im Kaufvertrag bestätigt,

4. mit dem Notar deiner Wahl einverstanden ist.

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Kommentar von Markus12
15.11.2016, 10:21

Danke, Franzl.

1. Die Bankbestätigungen liegen bereits vor allen 3 vor.

2. Die aufgezählten Dokumente waren Teil eines erweiterten Exposés, das alle 3 schon haben.

3. Ja, Besichtigungen haben stattgefunden, und das wird dann auch im Kaufvertrag stehen. :-) "Kundig" ist wohl halt Auslegungssache, wie gesagt, von sich aus einen Sachverständigen hat niemand mitgebracht....

4. Der Notar ist mir egal. Üblicherweise bestimmt den zudem der Käufer.

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Hallo,

habe nur deine Frage gelesen und etwas recherchiert, weil interessant !

Ich bin jetzt nur verwundert, wie man auch als uninformierter Häusleverkäufer so richtig ins Fettnäpfchen treten kann. Da würden mir die naiven Kaufinteressenten weniger Kopfzerbrechen machen. 

http://www.streifler.de/immobilienverkauf-3a-wie-sich-verkaeufer-einer-gebrauchtimmobilie-wirksam-vor-haftungsrisiken-schuetzen-\_10894.html

Dir dann viel Glück ! ;-) 

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Kommentar von Markus12
16.11.2016, 09:39

Danke. Ich versteh allerdings nicht, was dein Link mit Fettnäpfchen zu tun hat.

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Mache Dir lieber Gedanken, ob Dein Verhalten nicht leichtsinnig ist. Die Kritiklosigkeit dürfte darin begründet sein. dass Deine Preisvorstellung zu niedrig ist.

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Kommentar von Markus12
15.11.2016, 10:12

Danke, die Gedanken habe ich mir bereits gemacht, und zwar VORHER. ;-)

Der Wert des Hauses wurde professionell ermittelt, danach von einem Architekten und einem Bausachverständigen bestätigt, und dann wurde noch großzügig 10% Verhandlungsspielzeug draufgepackt. Mehr als der geforderte Preis ist das Haus nicht wert; Bodenrichtwert, 1914er-Wert, Ausstattungsmerkmale und Vergleichspreise lügen ja nicht... es ist wohl einfach Glück, dass zufällig gleichzeitig 3 Leute da sind, die das Haus einfach haben wollen.

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