Parkettboden ziemlich beschädigt- was muß man ersetzen, ganzen Boden, oder nur Zeitwert?

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Dein Text läßt offen, ob er vor oder während Deiner Zeit mehrfach abgeschliffen wurde.

Natürlich ist vom Vermieter nur der Zeitwert anzusetzen, wenn das Parkett vom Mieter beschädigt wurde. Fraglich ist also die Länge der normalen Nutzungsdauer. Für die blosse Versiegelung legt man im Mittel 15 Jahre zugrunde.

Normale Gebrauchsspuren gehören zu bestimmungsgemäßen Nutzung und sind mit der Miete abgegolten.

Hier findest Du ein Urteil, wie es zu Deinem Fall passen könnte (aber nicht unbedingt muss und andere Amtsgerichte entscheiden bisweilen anders!):

http://www.mieterschutzverein-frankfurt.de/urteileffm/Q058.htm

Parkett schleifen und versiegeln zählt nicht zu den Schönheitsreparaturen. Eine Klausel welche den Mieter verpflichtet Parkettboden regelmäßig zu schleifen und zu versiegeln ist unwirksam.

Vermietet ein Mieter Wohnungen mit Fußböden, so ist er auch verpflichtet diese zu erneuern, wenn sie verschlissen sind

Etwas anderes gilt, wenn der Mieter die Fußböden beschädigt hat, also der Verschleiß nicht durch ordnungsgemäßen Gebrauch entstanden ist.

Vermietet ein Mieter Wohnungen mit Fußböden ...

ähm, nur mal so nebenbei ... macht sich ein Vermieter strafbar, wenn er Wohnungen im Obergeschoß ohne Fußböden vermietet? ...;-)

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