Kann man sein Grundstück als Sicherheit verwenden, wenn man nur 50 Prozent davon hat?

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4 Antworten

Bei einem Grundstück geht gar nichts ohne Änderung im Grundbuch - das muss auch ein Notar beantragen.

Im Prinzip ist die Eintragung einer Grundschuld möglich, bzw. die Ausstellung eines Grundschuldbriefes, aber nicht ohne Wissen und Zustimmung des Miteigentümers, was di ja offensichtlich vermeiden möchtest.

Und wenn Du Deine verpflichtung aus dem Beleihungsvertrag nicht erfüllst, dann kann der Gläubiger die Zwangsversteigerung beantragen und Dein Miteigentümer kann sich nicht gegen den Vorgang wehren. Ergo geht nichts in dieser Richtung ohne dem Miteigentümer um Zustimmung zu bitten.

Könnte man seinen Anteil ohne Zustimmung des anderen beleihen lassen?

Rein zivilrechtlich wäre das möglich. Nur dürfte es äußerst schwer sein, dafür einen Kreditgeber zu gewinnen. Die Realisierung der Sicherheit wäre nämlich nur mit komplizierten Umwegen möglich: Man müßte den Hälfteanteil zur Zwangsversteigerung bringen und wer interessiert sich denn schon für Miteigentumsanteile? Die Bank müßte -der Not gehorchend- selber mitsteigern und anschließend Teilungsversteigerung beantragen um an ihr Geld zu kommen. Völlig aussichtslos dafür jemand zu finden.

Das ist sicherlich eine nicht so schöne Situation...........aber grundlegend ist ja im Grundbuch die Besitzverhältnisse geregelt......also auch die RANGFOLGE, wer im Falle einer Beleihung, Pfändung etc. zuerst sein Geld bekommt.

Dies läßt sich über einen Notar klären und vermitteln, wer wem welche Rechte zugesteht, wenn es sich bei Ihnen um 2 Parteien mit gleichem Anteil handelt.

Einigen müssen Sie sich erstmal mit Ihrem Mitbesitzer......beraten kann da sicherlich auch der Notar!

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