Darf ich als normaler Apothekenverkäufer fahrten mit dem Firmenauto verweigern?

Guten Tag,

Ich bin seit 3 Jahren als PTA angestellt in einer Apotheke.

Weil mein Arbeitgeber sich leider nicht an mündliche Absprachen bzgl. Weihnachtsgeld und Boni hält, ist der Unmut im Betrieb leider groß. Eigentlich bin ich immer ein sehr flexibler Mitarbeiter gewesen, doch da wir derzeit auch noch viel zu wenig Personal sind, muss ich verhältnismäßig oft mal ins Auto springen, um Kunden im Umkreis zu beliefern.

Es wird an allen Ecken und Kanten gespart. Oft bin ich mit einem Apotheker den ganzen Nachmittag allein, uns wird einiges abverlangt, auch an Flexibilität und ich bin der Meinung, dass wir uns ein Weihnachtsgeld, welches vom AG mündlich sogar versprochen war, mehr als zusteht. Leider berruft dieser sich jetzt nur noch auf den schriftlichen Arbeitsvertrag.

Ich bin ziemlich verdrossen wegen der Sache mit dem Weihnachtsgeld und habe es eigentlich auch eher immer als mein Entgegenkommen gesehen, dass ich auch bereitwillig war, mal ins Auto zu springen. Im Arbeitsvertrag steht auch nix über zumutbare Tätigkeiten, sondern lediglich, dass ich angestellt bin als PTA. Wenn ich keinen Führerschein hätte, welcher im Arbeitsverhältnis nie gefordert war, dann wäre ich fein raus.

Der Ort ist ziemlich verwinkelt, die Unfallgefahr ist groß. Es lässt sich nirgendwo parken und im Betrieb müssen wir auch noch Knöllchen zahlen, wenn wir uns mal kurz als Lieferwagen abgestellt haben.

Ich bins leid, dass man mir gegenüber keine Zugeständnisse zeigt, obwohl ich eigentlich immer flexibel und bereitwillig auf Anforderungen reagiere, auch wenige Minuten nach Ladenschluss schreibe ich mir nichts auf.

Der Chef ist nie vor Ort (Filialapotheke), mit der Leitung verstehe ich mich gut.

Meine Frage: Wäre es möglich, gleiches mit gleichem zu behandeln und die Botenfahrten einfach zu verweigern?

Autofahren ist schließlich mit deutlichen Risiken für mich und meinen Führerschein verbunden. Im Arbeitsverhältnis wurde es nie ausdrücklich gefordert, allerdings ist man nach 3 Jahren gewohnt, dass ichs halt tue.. (gibts da Probleme bzgl. Gewohnheitsrecht?)

Wenn ich mich weigern würde, wäre der Chef gezwungen, einen Fahrer einzustellen und würde vielleicht mal den Wert seiner Angestellten erkennen, statt einfach immer mehr zu fordern und im Gegenzug nichts zu geben.

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Ich kenne die Deutsche Apothekenlandschaft ziemlich gut:

Zunächst zu den harten tariflichen Fakten - PTAs werden bundesweit gewerkschaftlich von der ADEXA vertreten, bei den Apothekenleitern gibt es eine Tarifgemeinschaft bis auf Nordrhein. Hier ist die TGL autonom. Aber überall gibt es einen Tarifvertrag, der die Jahressonderzahlung vorsieht.(cave bei Vergütung von mehr als 15% über Tarif, dann entfällt das Jahressonderentgeld) Das Problem ist, dass beide Seiten Mitglied in ihrer Organisation sein müssen, damit ein einklagbarer Anspruch entsteht. Deshalb mein dringender Rat - du solltest schnellstens der ADEXA beitreten.

Weiterer Vorteil ist die individuelle Rechtsberatung, die im Beitrag enthalten ist und die Vertretung vor dem Arbeitsgericht.

Zur Abgeltung der km des Privatfahrzeuges: Da hast du leider nur eine mündliche Zusage, die nicht eingehalten wird. Da kann man dir nur dringend empfehlen solche Fahrten nicht mit deinem privaten KfZ. zu machen, dein Chef kann darauf auch nicht bestehen. Übrigens er trägt das wirtschaftliche Risiko - wenn Kunden wegen eines nicht vorhandenen Lieferdienstes die Apotheke wechseln, oder im Internet bestellen, er hat den Nichtumsatz. Eigentlich kann es sich keine Apotheke leisten, keinen Lieferservice zu haben und dein Chef kann zur Zeit eine Sonderziffer für den Botendienst von 2,79€ auf die GKV Rezepte aufdrucken, die bezahlt werden.

Im Klartext, dich loszuschicken und womöglich aufzudrucken, und dir nichts zu vergüten ist verwerflich, und für dich sogar eine gewichtiger Kündigungsgrund.

Solche PTAs wie dich, werden dringend gesucht- der Arbeitsmarkt ist leer. Das ist wirklich glasklar, du solltest dir eine neue Stelle suchen, es gibt genügend freie Stellen für PTAs!!!

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Leider hast du nicht verstanden, was da zurzeit passiert.

Letztlich wird die Volalität der Aktie von der Community, die long geht und den institutionellen Anbietern die short gehen, ausgenutzt. Wer dabei gewinnt und verliert ist noch lange nicht ausgemacht.

Und von einem monopolistischen Aktienmarkt, wo alle in eine bestimmte Aktie investieren, zu träumen - träume weiter.

Übrigens - Offensichtlich ist dein Grundwissen von Aktien, Derivaten etc ist noch ziemlich basic und ausbaufähig - also bevor du dich hier weiter mit solchen Fragen blamierst, empfehle ich dir den you tube Kanal von Finanzfluss.

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Also: Markus Braun und sein Umfeld erwarten hohe Freiheitsstrafen, das eigentliche Versagen liegt bei den Wirtschaftsprüfern und der BaFIn.

Die Annahme, dass SAP genauso gefährdet ist, entbehrt jeglicher Grundlage und grenzt schon an Rufschädigung.

Auch im Schwabenländle sollte man Bilanzen lesen - außerdem gewinnt der VfB nächstes Jahr jedes Spiel. ähm in der zweiten Liga (!) und Hoffenheim wird Deutscher Meister !!!

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Jeder Veterinäramt hat bestimmte Notfallstellen - das können Bauernhöfe, Reitställe, Gestüte, Einrichtungen von Tierschutzorganisationen oder Zoologische Gärten sein.

Also, zum Abdecker kommen die Pferde zunächst auf keinen Fall.

Das Problem sind Versteigerungen: hier bieten überwiegend Pferdemetzger für die Tiere.

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Mehr Geld in einen einzigen ETF oder generell mehrere ETFs anlegen?

Hallo Community,

ich bin zurzeit neu in der Aktienwelt und finde mich noch zurecht. Um klein anzufangen habe ich bereits einen ETF Sparplan erstellt und zahle dort monatlich 50€ ein. Da ich mich entschlossen habe, mehr Geld zu sparen, bin ich am überlegen, was nun besser ist, mehr Geld in den zurzeit laufenden ETF zu speisen oder einen zweiten ETF zu erstellen. Doch dazu habe ich eine grundlegende Frage.

Ich verstehe das Ganze so, korrigiert mich bitte, wenn ich falschliegen sollte. Der ETF bilden den Aktienindex von vielen verschiedenen Firmen ab (natürlich nur so viele, wie auch im ETF enthalten sind). Da sich dieser ja stetig verändert, verändert sich auch stetig mein angelegter Betrag im Depot. Diese Beobachtung kann ich auch ganz einfach machen, indem ich in mein Depot schaue, da es sich dort live verändert. Um natürlich möglichst vom Zinseszins zu profitieren, würde es doch an sich mehr sinn machen, mehr Geld in einen ETF zu stecken. Denn Geld aus Monat 1. + Rendite = Anfangsbetrag des Monats 2. und darauf kommt ja wieder eine neue Einzahlung. Also würde ich mit der Strategie vielleicht ein wenig risikoreicher sein, aber das angesparte Geld würde sich schneller verändern oder sehe ich das falsch?

Außerdem kann man die angegebenen Renditen im Jahr doch auch nur als Referenzwert nehmen, da dort die Zinseszinsen fehlen. Es ist ein Unterschied, ob ich 5% am ende des Jahres, oder jeweils monatlich meine Prozente bekomme.

Ganz wichtig, immer schön sachlich bleiben, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen ;)

Vielen Dank für eure Antworten.

Mfg Silvergreen

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ETF ist nicht gleich ETF !!!

Entscheidend ist, welchen Index er abbildet und wie, ausschüttend oder thesaurierend.

Als junger Mensch machst du mit einem ETF auf den MSCI World nichts falsch. Du solltest auf den sogenannten TER, das sind die Kosten, die vom Ertrag abgehen, und auf die Wiederanlage des Gewinns achten, sog, Zinseszins Effekt.

Dazu kommen die Nebenkosten für Broker und Depotführung, beides bekommt man auch schon für Null Euro.

ETF Sparpläne haben aber ein anderes Problem, zunächst sind sie kostenlos, aber irgendwann verlangt die Depotbank zumeist Gebühren. Bei 50 € pro Monat ist das natürlich für dich ein Minusgeschäft.

Natürlich kann man die monatliche Sparquote erhöhen - bei einem zweiten ETF sollte man sehr auf die Auswahl achten - hier droht ein sog. Klumpenrisiko. mit einer Überbetonung der US Dollar Aktien in den ETFs. u empfehlen wäre hier ein ETF auf des Eurostoxx 600. Bitte niemals einen DAX ETF kaufen - das sind nur 30 Aktienwerte. für einen ETF viel zu wenig.

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Es gibt bei Aktien immer die Sammelverwahrung deiner Depotbank, das ist in der Regel die Deutsche Börse AG in Frankfurt, oftmals aber auch im Ausland. Du hast physisch keinen Zugriff, nur in deinem Depot werden deine Aktien nach Kurswert aufgeführt.

Die Börse ist ein Sekundärmarkt - du kannst über deine Depotbank eine Order auslösen, dann bist entweder Käufer oder Verkäufer - entsprechend gibt es auch für jede börsengehandelte Aktie zwei Kurse: den Brief- (Kaufen) und den Geldkurs(verkaufen).

Das ist nur das Grundprinzip - die realen Vorgänge sind komplizierter...

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Nein - du brauchst ein Depot und ein Verrechnungskonto bei der DEKA Bank. Lohnt sich nicht, ist viel zu teuer. es gibt deutlich preisgünstigere Alternativen.

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Statistisch gesehen haben Aktien des Dow Jones in den Monaten November und Dezember seit 100 Jahren die besten Rendite eingebracht, wenn sie im Frühjahr des gleichen Jahres gekauft wurden.

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Alle Banknoten seit der Einführung des Euro sind voll verkehrsfähig und brauchen nicht umgetauscht werden, immer vorausgesetzt sie sind echt. Das sieht man an den vielen Sicherheitsmerkmalen.

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Über dem Freibetrag von 801€ wird die Kapitalertragssteuer von 25% von deinem Broker an das Finanzamt abgeführt. Deshalb muss du für 2020 eine Einkommensteuererkläung abgeben, um ggf. die zuviel gezahlte Kapitalertragssteuer noch erstattet zu bekommen. Bei thesaurierenden ETFs ist je nach Haltedauer noch "alte" Kapitalertragssteuer zu zahlen.

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Verkauft wie gesehen, von privat an Privat: Genau dieses Problem wird hier fast täglich abgefragt, und bei e-bay Kleinzeigen gelten die üblichen Regeln wie beispielsweise auf einem Flohmarkt. e-bay ist nur der Vermittler.

Du solltest dir den Schriftverkehr aufheben, sicherheitshalber, wenn die Käuferin mit dem Anwalt drohen sollte.

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Rechtlich möglich -theoretisch.

Nur es muss der Makler mitmachen, und der hat bestimmt andere Vorstellungen. Vermutlich hat er das mit dem Verkäufer anders vereinbart. Vertrag ist Vertrag, da kann von dritter Seite eigentlich nicht daran etwas verändert werden.

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Entscheiden Kann das nur die Verwaltung, die dazu einen Beschluss des Gemeinderates bzw. des zuständigen parlamentarischen Gremiums bedarf. Das ist Ländersache und 16 mal in Deutschland völlig unterschiedlich geregelt. Unmöglich ist es nicht, allerdings darf kein öffentliches Interesse mehr bestehen - vermutlich eher Nein.

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Nur bei einer paypal Zahlung hast du Käuferschutz.

Wenn du den Kaufpreis per Überweisung gezahlt hast, wird e-bay dir mitteilen, dass es gegen den Käufer eine Eintragung hinterlegt hat, und das Verkäuferprofil negativ verändern. Einen Händler kann es auch von der Plattform eliminieren.

Dein Geld kannst du bei einem Privatverkäufer nur auf dem Weg mit einer Klage vor Gericht erstreiten, dazu brauchst du anwaltliche Hilfe und das kostet. Ist der Verkäufer ein Händler gilt das Fernabsatzgesetz und die gesetzliche Gewährleistung. Die sind die Chancen viel besser und da hilft dir auch eine Verbraucherzentrale.

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Du schreibst ein Brief indem du um ein Honorar in der vereinbarten Höhe auf dein Konto bittest. Ein Rechnung kannst du formal nicht schreiben du bist kein Vollkaufmann und kannst keine Steuer ausweisen.

Der Leistungsempfänger überweist dir dein Honorar brutto wie netto. Du bist verpflichtet in deiner Einkommensteuererklärung das Honorar bei den Einkünften anzugeben,

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Du bist wirklich der Verursacher des angeblichen Schadens ?

Das darf bezweifelt werden, da muss man dir das schon konkret nachweisen mit unabhängigen Zeugen, Datum, Fotos usw.

Das ist eigentlich ziemlich ausgeschlossen, und wenn (!) hast du noch ein Ass im Ärmel - das ist die Verjährungsfrist nach BGB - und die ist drei Jahre!

Also : du kannst eigentlich sogar einer Klage auf Schadensersatz gelassen entgegensehen. Es reicht zunächst aus, wenn du der anderen Seite schriftlich erklärst, dass du den Schadensanspruch bestreitest.

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