Ist es auch als Akademiker sinnvoll eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen?

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10 Antworten

Akademiker können keine Krankheiten - auch mitunter psychischer Natur - bekommen welche sie zu mind. 50% einschränken ihren Beruf weiter auszuüben?

Ich bin der Meinung die Gefahr besteht durchaus, von daher sollte JEDER eine BUV haben, der kein Nettovermögensmillionär ist und irgendwie aktives Arbeitseinkommen oder Einkünfte aus selbständigen Tätigkeiten benötigt um seinen Lebensstandard zu erschaffen.

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Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung macht in diesen Fall auf jeden Fall Sinn. Denn vom Staat erhält man in der Regel keinen Schutz. Die bestehende Erwerbsminderungsrente, reicht in vielen Fällen nicht aus, um den Alltag damit bestreiten zu können. Auch die berufspezifischen Versorgungswerke sind ehr schlecht. Da die erst ab einer Arbeitsunfähigkeit von 100 Prozent zahlen. Die meisten Versicherer zahlen bereits ab 50 Prozent. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es auch auf http://www.deutsche-berufsunfaehigkeitsversicherung.de/sinnvoll/ .

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Sinnvoll kann es sein. Ich habe mich dagegen entschieden, weil es mir zu teuer ist und ich es mir nicht leisten kann. was kann denn passieren? Wenn man beide Arme/Hände verliert kann man glaube ich nicht mehr arbeiten, Schwerschnittsgelehmt auch nicht. aber ich erachte es im Preis / Leistung bei mir nicht mehr angebracht. bin 27 und Familienvater. Kollegen bei Edeka hatten eine BU vom AG und die war echt billig. Vllt. bietet dein AG sowas auch an?

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Kommentar von vulkanismus
27.06.2014, 22:11

Ob nun "schwerschnittgelehmt" oder nicht. Berufsunfähig kann fast jeder werden.

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Kommentar von Kevin1905
28.06.2014, 00:58

Ich bin in der Versicherungsbranche, wenn ich aus irgendeinem Grund nicht mehr reden kann bin ich BU.

Sobald du "Rücken" oder "Kreislauf" hast, wirst du deine Entscheidung evtl. bereuen. Dann bist du nur wahrscheinlich zu alt oder zu krank und keiner mag dich mehr versichern.

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Kommentar von Candlejack
28.06.2014, 08:57
weil es mir zu teuer ist

was genau ist für Dich zu teuer ? Wenn Du noch 30 Jahre 80 EUR zahlst, kostet Dich die BU 28.800. Wenn Du in der Zeit 1.500 verdienst, ist das Risiko 540.000 EUR hoch ! Die Kollegen hatten bestimmt eine BU über die Entgeldumwandlung. Da kostet die genauso viel, durch die Vorteile der BAV zahlst Du allerdings knapp die Hälfte real. Habe ich bei meiner Schwester so gemacht.

Jeder vierte wird BU. 10% Unfall, 90% Krankheit: Herz, Kreislauf, Gefäße, Schlaganfall, Durchblutung, Knochen, Muskeln, Gliedmaßen, MagenDarm, Stoffwechsel, Krebse und Tumore... Wenn Du das alles verhindern kannst du vorsichtiges Leben, dann viel Erfolg !

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Kommentar von Niklaus
28.06.2014, 11:56

Also gilt.

Lieber Arm dran als Bein ab.

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Es ist nach der Krankenversicherung und Privathaftpflicht die wichtigste Versicherung. Es geht um deine Existenz. Deine Lebensgrundlage, die Absicherung deiner Arbeitskraft. Rechne mal dein Lebenseinkommen nach und überlege wir du das je bekommen solltest, falls du BU wirst. Wobei es immer noch besser ist, man zahlt ein Leben lang eine BU-Versicherung und wird nicht BU.

Aber Achtung mit dem Abschluss kann man eine Menge fehle machen.

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Kommentar von Niklaus
27.06.2014, 22:59

fehle <- sollte Fehler heißen

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Mal wieder:

Es ist VÖLLIG EGAL, ob Du Akademiker oder Dachdecker bist. Solange Du auf Dein Einkommen angewiesen bist, um Rechnungen und Dinge des Lebens zu bezahlen, solltest Du diese Einkommen absichern. Natürlich hat ein Akademiker grundsätzlich ein geringere Risiko als ein Dachdecken. Aber da nur 10% der BUs aus Unfallgründen passieren und 90% aufgrund Krankheit, die auch ein Akademiker bekommen kann, sind Akademiker nicht grundsätzlich risikolos. Zum anderen werden die genauso häufig BU wie Dachdecker, nur aus anderen Gründen. Und ich hab die letzten Jahren mehr Schriebtischtäter BU gehen sehen als Handwerker ;-)

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Kommentar von GAFIB
28.06.2014, 09:20
Zum anderen werden die genauso häufig BU wie Dachdecker, nur aus anderen Gründen.

Das stimmt allerdings so nicht. Akademiker als Gruppe liegen bei 5-10% BU-Risiko, gegenüber 25% BU-Risiko in der Gesamtheit aller Berufe (mit starken Spreizungen je nach Beruf, weshalb auch die Tarife sehr stark gespreizt wurden in den letzten Jahren).

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als Akademiker bzw in einem Schreibtischhockerberug

das ist schon sehr ungenau. Auch ist nicht klar, wie derjenige sein Geld verdient. Ich denke hier an selbständig oder auch angestellt. Das macht einen Unterschied.

Bedenke, dass psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch sind und recherchiere mal die Quote der Berufsunfähigkeiten wegen psychischer Erkrankungen. Das ist keine kleine Zahl.

"Schreibtischhocker" unterliegen diesen Erkrankungen mehr als du denkst. Und dann ist die Frage, wie so einer im Fall der Fälle abgesichert ist.

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Kommentar von Kevin1905
28.06.2014, 00:58

Schreibtischhocker kriegen "Rücken" ;-)

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Gehts noch pauschaler? Ein Zahnarzt ist schon berufsunfähig wenn er dem rechten Zeigefinger nicht mehr bewegen kann. Ein Anwalt erst dann, wenn der Kopf ab ist.

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Kommentar von wfwbinder
28.06.2014, 07:40

Das ist dann aber ziemlich gründlich "Berufsunfähigkeit."

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Kommentar von Candlejack
28.06.2014, 08:49
Ein Anwalt erst dann, wenn der Kopf ab ist.

Beim Anwalt geht es um Denkvermögen, Konzentratiosnvermögen, Erinnerungsvermögen, Ausdauer, Auferksamkeit, Sitzen, Sehvermögen, Ausdrucksvermögen... es gibt mehr als genug Möglichkeiten, als Anwalt BU zu sein, ohne dass der Kopf ab ist. Und wenns ein Tumor wird, Muskelerkrankung, Stoffwechsel etc. ? Dann ist der Kopf auch nicht ab, aber der Anwalt BU.

Es ist also etwas komplizierter als "Kopf ab". Solche Argumente höre ich eher von pauschalisierenden Kunden !

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Ja,

auch hier sind psychische Erkrankungen im Vormarsch.

Trotzdem sind diese Versicherungen für Akademiker unanständig billig.

Viel Glück

Barmer

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Kommentar von GAFIB
28.06.2014, 09:09

Nach neuesten Zahlen beträgt der Anteil an psychischen Erkrankungen sogar bereits 41%, gefolgt von 14% "Skelett", 13% "Krebs" etc.

Richtig ist auch, dass Akademiker weit unterdurchschnittlich häufig berufsunfähig werden, nämlich nur zu ca. 5% Anteil, angeführt von Physikern mit ca. 3% bis hin zu Managern/Unternehmern mit ca. 8%. Deshalb sind diese Berufsgruppen auch sehr preisgünstig abzusichern - was aber wichtig bleibt und besonders leicht finanzierbar ist.

Quelle: Morgen & Morgen, Analysehaus (Tagung Juni 2014)

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Berufsunfähigkeit ist ein Problem, welches meist erst im Rentenalter eintritt. Dann braucht man eine solche Versicherung aber nicht mehr und hat die Beiträge viele Jahrzehnte für die Katz bezahlt. Dazu kommt, dass bei beruflich bedingten Unfällen die Berufsgenossenschaft zahlt.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung hilft mehr den notleidenden Versicherungen als dem Versicherten.

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Kommentar von Candlejack
28.06.2014, 09:00
Berufsunfähigkeit ist ein Problem, welches meist erst im Rentenalter eintritt.

Durchschnittliches Alter von BUs: 43 ! Ich erlebe auch Leute Mitte/Ende 20. Sind die alle im Rentenalter ?

hat die Beiträge viele Jahrzehnte für die Katz bezahlt.

genau wie für Haftpflicht, Hausrat, Kfz, Rechtsschutz, Unfall...

Dazu kommt, dass bei beruflich bedingten Unfällen die Berufsgenossenschaft zahlt.

ja, aber beruflich bedingt sind 7,5% und die Leistungen entsprechen dann auch nciht einer vollen BU und haben andere Prüfungen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung hilft mehr den notleidenden Versicherungen als dem Versicherten.

Frag mal die Versicherten, die es getroffen hat ! Völlig sinnlose Polemik ohne Praxiserfahrung. Aber vielleicht lernst Du dieses Problem mal kennen, dass Du nicht mehr kannst, der Staat 250 EUR zahlt, kein anderer zahlt und Du zum Amt gehst für HartzIV. Ich kenne da paar Fälle.

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Schon mal an psychische Erkrankungen gedacht?

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