Grunderwerbssteuer neben Schenkungssteuer?

2 Antworten

Schenkungssteuer und Grunderwerbsteuer nebeneinander können nur vorkommen, wenn es sich um eine gemischte Schenkung handelt.

Wenn also jemand ein Haus im Wert von z. B. 300.000,- gegenüber Übernahme der Restschulden von 100.000,- an einen Neffen verkauft.

Dann fällt für 100.000,- Grunderwerbsteuer an und für 200.000,- Schenkungssteuer.

Mit Freibeträgen hat das nichts zu tun. Wenn also ein Vater seinem Kind eine Immobilie im Wert von 500.000,- schenkt, dann fallen für die 100.000,- Euro, die den Freibetrag von 400.000,- Euro überschreiten nur Schenkungssteuer, aber keine Grunderwerbsteuer.

Wenn die geschenkte Immobilie bereits schon lange vom Beschenkten bewohnt wird und dieser alle anfallenden Kosten wie Erhaltungs- und Modernisierungsaufwendungen und Grundsteuern selbst gezahlt hat, könnte dies den Schenkungswert schmälern ?

Wenn der die Kosten für die selbst bewohnte Immobilie gezahlt hat, ist das ja im Prinzip nichts anderes als die "Miete" oder "Nutzungsentschädigung." Aber natürlich müsste man den Einzelfall prüfen, welche Kosten und in welchem Umfang getragen wurden. Eine pauschale Auskunft kann man da nicht geben.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Unter Doppelbesteuerung versteht man etwas anderes. Z.B. wenn das gleiche Einkommen von zwei Ländern der Besteuerung unterworfen wird.

Aber Doppelbesteuerung liegt nicht vor, wenn eine Ware der Umsatzsteuer und der Mehrwertsteuer unterworfen wird.

Grundsätzlich ist deine Aussage zum Thema Doppelbsteuerung richtig. Dir ist aber schon bewusst, dass das Wort Mehrwertsteuer einfach nur Umgangssprachlich für Umsatzsteuer ist, oder? Im Steuerrecht gibt es nur die Umsatzsteuer, nicht aber die Mehrwertsteuer. Vllt meintest du aber auch zB Umsatzsteuer und Mineralölsteuer beim Tanken, da passt deine Aussage wieder.

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Zweifamilienhaus gegenseitige Schenkung Rückfall Erbe

Das Ehepaar x und y hat sich unter anderem zur Alterssicherung ein kleines Häuschen mit zwei Wohneinheiten gekauft. Nun haben beide Kinder aus vorherigen Ehen, welche im Falle des Todes des entsprechenden Elternteils Pflichtteilserbberechtigt für das halbe Haus wären. Dieses soll aber dem länger Lebenden zur Absicherung vollständig zur Verfügung stehen. Da sich eines der Kinder mit einem Erbverzicht ( und entsprechender testamentarischer Regelung) nicht Einverstanden erklären möchte, kam in den letzten Tagen ( nach einem Fernsehbericht in dem es wohl um Schenkungen ging) zu folgender Überlegung.

X und Y vereinbaren nachträglich Gütertrennung und teilen in diesem Wege auch das Haus in zwei Einheiten A und B.

Dann schenkt X seine Wohneinheit A der Y und Y schenkt ihre Einheit B dem X. Der Wert der einzelnen Einheit liegt unter dem Grenzwert für die Schenkungssteuer UND es wird bei den Schenkungen jeweils eine Rückfallklausel für den Fall des Vorversterbens eingeflochten.

Sollte nun zum Beispiel X versterben, so würde die Ihm Geschenkte Einheit B automatisch wieder an Y fallen, an der Schenkung des X an Y würde sich aber nichts ändern, so das Y nun Eigentümerin des gesamten Hauses wäre, ohne, das es zur Erbmasse gehören würde.

ist dieses so umsetzbar ???

Und bevor nun ethisch/moralisch gemeckert wird, es soll dann auch direkt testamentarisch geregelt werden, dass das Haus zu gleichen Teilen an alle Kinder geht, wenn auch der andere verstirbt.

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