Einzelunternehmen: Gewinn in Wertpapiere investieren - steuermindernd?

5 Antworten

Nein, es ist so klar, dass das nicht geht, dass man darüber nichts im Internet findet. Auf so eine skurrile Idee muss man auch erstmal kommen ;-)

Dann würde ja sofort jeder seinen "Bargewinn" in Sachwerte umwandeln und "zack" wäre alles steuerfrei. Schöne Sache ...

Geht aber leider nicht. Steuerlich absetzbar neben den üblichen Kosten, die in einer Firma entstehen, wären allenfalls Aktienverluste, sofern die Firma und nicht Du als Privatperson die Aktien erwirbt.

Antwort auf weitere Frage vorweggenommen: Man kann/darf das nicht so drehen, dass die Verluste bei der Firma bleiben und Gewinne privat vereinnahmt werden.

Wie heißt es im Steuerrecht so oft, "es kommt darauf an."

Wenn Du die Aktien nicht privat kaufst, sondern für das Betriebsvermögen und der Kurs danach auf 0,- Euro sinkt, dann klappt es.

Wenn Du die Aktien einfach nur normal kaufst um Einkünfte aus Kapitalvermögen zu haben, passiert nichts in Deinem Unternehmen.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
1

Das der Kurs auf 0 € geht, davon wollen wir mal nicht ausgehen :-D

Verstehe ich richtig (grundsätzlich, ich weiß das das Thema sehr komplex ist).

Kaufe ich für 40.000 € PRIVAT Aktien -> ich muss die ganzen 50.000 € Jahresgewinn versteuern

Und wie verhält es sich wenn ich für 40.000 IM BETRIEB die Aktien kaufe?

Grüße!

0
68
@Mason2017
Und wie verhält es sich wenn ich für 40.000 IM BETRIEB die Aktien kaufe?

Wenn sich der Kurs nicht nach unten ändert hast Du für 40.000,- Euro Buchwert Aktien im Betriebsvermögen (Finanzanlagen).

0
26
@wfwbinder

Aber auch bei gewillkürtem Betriebsvermögen muss doch ein Bezug zum Betrieb bestehen, oder? Und steuerlich kann man dadurch doch höchstens eine Verschiebung (in einkommensschwächere Jahre) erreichen, denn spätestens bei der Privatentnahme wird doch ESt. fällig, oder? Ausserdem werden dann auch die Gewinne aus den Aktien Betriebseinnahmen? Natürlich alles nur geraten.

0
27
@Mason2017

IM BETRIEB gibt es nicht - es ist ein ganz normales Gewerbe - und das betreibst Du.

Und Du kaufst Aktien - nicht "der Betrieb" - schöne Idee, aber childish.

0

Zunächst hast Du - nach Deiner Aussage - den Gewinn im Rahmen des Gewerbebetriebs erzielt. Also ist er bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb - neben den Einkünften aus dem Hauptjob (vermutlich nichtselbständige Arbeit) zu versteuern.

Auf die Höhe der Steuerlast hat es hier keinen Einfluss, aus welcher Quelle die Einkünfte stammen.

Wenn Gewinne aus Gewerbebetrieb im gleichen Jahr im Unternehmen wieder investiert werden, wirken sich diese Investitionen nicht steuermindernd aus. Steuermindernd wirkt nur der Teil der Investitionen, der zeitanteilig abgeschrieben werden kann - wie wfwbinder schreibt, z.B. auch der vollständige Verlust.

Wie berechnet sich die Höhe der Finanztransaktionssteuer?

Ich habe heute zum ersten mal eine Wertpapierabrechnung erhalten, auf der die Finanztransaktionssteuer ausgewiesen ist. Leider ist für mich nicht ersichtlich wie diese neue Steuer berechnet wurde.

Die ursprüngliche Kauf-Order war eine Xetra-Order für ein französisches Wertpapier (AG) mit Limit 10,46 Euro über 1000 Stück. Die Order wurde teilausgeführt:

  1. Teilausführung:
    500 Stück zu 10,46 Euro.
    Provision 19,95 Euro
    Transaktionsentglet Börse 0,71
    Übertragungs-/Liefergebühr 0,24
    Finanztransaktionssteuer 10,46 Euro.

  2. Restauftrag
    500 Stück Ausführungskurs 10,46 Euro
    Provision 19,95 Euro
    Finanztransaktionssteuer 10,46 Euro

Seit wann wird die Finanztransaktionssteuer in Deutschland erhoben? Wieso genau in der Höhe des ursprünglichen Limits? Ist das Zufull? Wie wird sie berechnet?

...zur Frage

Geringe aber dafür langfristige Gewinne an der Börse so realisierbar?

Guten Tag,

ich hatte in meinem BWL Studium unter anderem den Aktienmarkt, Finanzen etc ein Semester lang als Schwerpunkt. Über Grundlegende Dinge kenne ich mich also aus.

Bisher habe ich den Handel an der Börse aber nie für mich in Betracht gezogen da mir schlicht und einfach das Geld gefehlt hat.

Inzwischen hätte ich aber etwas über und ich möchte nun wie folgt vorgehen:

Aktien steigen und sinken auf kurz oder lang. Wäre es nicht möglich eine Aktie zu kaufen, z.B. mal angenommen 10 Siemens Aktien zu einem fiktiven Kurs von 10 € = 100 € und dann z.B. so lange zu warten bis sie - sagen wir mal - 120 € wert sind um sie dann wieder zu verkaufen. Ich weiß bei den meisten Brokern werden noch Gebühren fällig, diese sind aber inzwischen gering (5€ pro Trade)

Mein Ziel wäre aus z.B. einem Startkapital von 1.000 € über kurz oder lang 1.500 oder 2.000 € zu machen.

Sollte meine Aktie nicht mit Gewinn verkaufbar sein würde ich einfach so lange warten bis sie wieder in der Gewinnzone ist.

Klar ich weiß bei manchen Aktien wird das evtl. nie der Fall sein. Meine Idee ist aber das wenn ich nicht gerade hochspekulative Wertpapiere handel, über kurz oder lang die Aktie irgendwann wieder steigen "muss".

Oft gibt es ja auch noch die Möglichkeit eine Take-Profit-Menge einzustellen.

D.h. ich müsste eigentlich nur ein paar Aktien kaufen, mich gemütlich zurücklehnen und so lange warten bis dieser Fall Eintritt.

Aber wo liegt hier der Fehler? So einfach kann es doch nicht sein?

Was sagt ihr dazu? Ist das so machbar oder einfach nur blauäugig von mir?

Danke für eure Hilfe.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?