Ich habe einen Dienstwagen und doppelte Haushaltsführung, die lange Heimfahrt ist sehr anstrengend, könnte ich die Fahrt mit BahnCard100 steuerlich ansetzen?

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5 Antworten

Ob die BC100 in vollem Umfang anerkannt wird hängt sicherlich davon ab, ob sie sich in den Wintermonaten amortisiert. Die Amortisation würde ich in der Steuererklärung schlüssig auf die ersparten Kosten für normale Bahntickets abstellen (sofern das steuerlich günstiger ist), nicht auf die Pendlerpauschale von 30ct/km.

Ansonsten sehe ich keinen Grund, warum die Gestellung eines Firmenwagens der Durchführung von Familienheimfahrten (FHF) mit anderen Verkehrsmitteln entgegen stehen sollte.

Meines Erachtens nein. Denn bei Gestellung eines Firmenwagens darf man einmal wöchentlich Familienheimfahrten durchführen, ohne das diese als steuerlicher Vorteil bei der Firmenwagenbesteuerung zum Ansatz kommen.
Also hat man ja hier schon einen steuerlichen Vorteil erwirkt. Die
Bahnkosten wären dann nochmals ein weiterer steuerlicher Vorteil. Also
doppelte Berücksichtigung der Familienheimfahrten.

Richtig, man darf einmal wöchentlich mit dem Dienstwagen FHF durchführen, mann muss es aber nicht. Die kostenlose Nutzung des Dienstwagens für FHF stellt eine sächliche Aufwandserstattung des AG dar. Wenn ich aber nicht mit dem Dienstwagen sondern auf eigenen Kosten mit der Bahn (oder einem anderen Verkehrsmittel) fahre, gibt es auch keine Erstattung des AG, folglich sind die Reisekosten berücksichtigungsfähig, da keine geldlichen oder sächlichen Erstattungen des AG existieren.

Meines Erachtens nein. Denn bei Gestellung eines Firmenwagens darf man einmal wöchentlich Familienheimfahrten durchführen, ohne das diese als steuerlicher Vorteil bei der Firmenwagenbesteuerung zum Ansatz kommen. Also hat man ja hier schon einen steuerlichen Vorteil erwirkt. Die Bahnkosten wären dann nochmals ein weiterer steuerlicher Vorteil. Also doppelte Berücksichtigung der Familienheimfahrten. Außer man würde vertraglich die wöchentlichen Familienheimfahrten mit dem Dienstwagen ausschließen.

Wenn du eine stichhaltige Begründung liefern würdest, könnte sich das Finanzamt hierauf einlassen.

Nur befürchte ich hier, dass sie eine Bahncard 100 wohl nicht zulassen wird. Weshalb: Einfach vom Preis. Die Bahncard 100 wird sich auf der 400 km langen Strecke wenn überhaupt nur knapp lohnen im Vergleich zur Bahncard 50. Du müsstest somit wirlich jedes Wochenende eines Jahres (auch im Urlaub) die Strecke mit der Bahn fahren und niemals das Auto nutzen, damit sich die Bahncard 100 lohnt. Und wie willst du das tatsächlich beweisen? Das klingt einfach zur sehr danach, dass du die Bahncard 100 auch privat gut anderweitig nutzen könntest.

Sollte dir das Fahren im Winter per Auto nicht angenehm sein, wird dein Finanzamt jedoch sicherlicherlich nichts dagegen haben, dass zu zwischenzeitlich mit der Bahn fährst und ggf. eine Bahncard 50 mit absetzt.

Hallo Jörg, ich werde mich ab Februar 2015 in der gleichen Situation befinden. Kennst Du mittlerweile die Sachlage ? Kann man die Bahncard 100 trotz Firmenwagen von der Steuer absetzen ? Bzw. die Bahncard 50 und dann die einzelnen Zugtickets ? Danke und Gruß, Stefan

Deine Frage kann ich dir so nicht beantworten.

Aber: Sollte der Arbeitgeber dir die Bahncard 100 bezahlen, so muss sich diese innerhalb ihrer Laufzeit amortisieren, ansonsten musst du diese als geldwerten Vorteil voll versteuern.

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