Notarkosten Testament?

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5 Antworten

Thiomas:

Der unrichtige Geschäftswert als Grundlage für die Berechnung der Notarkosten hat keinerlei Einfluss auf die Gültigkeit der letztwilligen Verfügung.

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Thomas0812 07.04.2013, 09:55

Sollte der Notar nicht irgendwelche Nachweise über die Vermögenswerte vorliegen haben um den Geschäftswert zu ermitteln? Oder basiert das auf Aussage des Testamentgebers bei Testamenterstellung?

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Privatier59 07.04.2013, 10:08
@Thomas0812

Der Notar nimmt für seine Kostenrechnung die ihm bekannten Angaben: Wenn sich die aus dem Testament ergeben, werden die übernommen. Ansonsten fragt er nach. Nachprüfungen sind nicht vorgesehen!

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aber ist die Gültigkeit des Testaments dadurch beinträchtigt?

Natürlich nicht. Deshalb wird ja auch beurkundet: "Der Nachlasswert wird im Kosteninteresse mit 123456 EUR angegeben".

G imager761

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Thomas0812 07.04.2013, 10:05

Wie ist Deine Antwort zu verstehen? Wird der Nachlaswert mit einem fiktiven Betrag angegeben unabhänging vom tatsächlichen Vermögenswert? Sorry, vielleicht habe ich da Deine Antwort auch lediglich falsch intepretiert.

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Eine solche Folge müßte sich aus dem BGB ergeben und da steht das nicht.

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Eigentlich ist relativ unkritisch, da der Beurkundungswert prozentual degressiv ermittelt wird.

Z.B.

10/25/50/250/500 jeweils in tsd. Euro.

An welcher Stelle macht es den Sinn, falsche Werte anzugeben, wenn die Gebühren hier

54/84/132/432/807 Euro

bei einem Einzeltestament ausmachen?

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Thomas0812 07.04.2013, 10:02

Na ja, der Sprung von 132 auf 432 z.B. ist nicht ganz ohne finde ich. Letzendlich jedoch sollte jeder auch wirklich das Vermögen angeben, welches er / sie tatsächlich besitzt - einfach auch um wahrheitsgemäße Angaben zu machen - aber dennoch könnte der ein oder andere unrichtige Angaben zu machen um Notarkosten zu sparen; sofern dadurch das Testament nicht angefochten werden kann oder sonstwie seine Gültigkeit verliert. Meinst Du nicht?

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gammoncrack 07.04.2013, 10:39
@Thomas0812

Naja, um dem Notar, bei einem Vermögen von 250.000.- Euro, zu sagen, dass es nur 50.000.- Euro sind, um damit 300.- Euro Gebühren zu sparen...... Da fehlt mir einfach der Glaube, dass es das wirklich gibt.

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Thomas0812 07.04.2013, 15:57
@gammoncrack

Da stimme ich Dir zu, was aber nicht heissen muss, dass dies in der Praxis nicht geschehen kann. Ich persönlich kann diese Kostenordnung nicht wirklich nachvollziehen, denn die Kosten sollten sich nach dem Aufwand für den Notar rechnen und nicht nach dem Geschäftswert. Letztendlich ist der Aufwand für eine Testamentbeurkundung - ob für 10.000 EUR oder 1.000.000 EUR - für den Notar derselbe und da stellt sich die Frage wieso dafür unterschiedliche Gebühren anfallen. Gleicht gilt für Immobilienkaufverträge, gleicher Aufwand, unterschiedliche Kosten je nach Immobilienwert. Aber das ist wahrscheinlich ein anderes Thema und sprengt den Rahmen meiner ursprünglichen Frage. Danke für Deine Kommentare, ich weis diese wirklich zu schätzen.

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gammoncrack 08.04.2013, 12:17
@Thomas0812

Diese prozentuale Abhängigkeit ist ja in vielen Bereichen Gang und Gäbe. Darüber könnte man eine ganze Abhandlung schreiben. Man könnte ja auch sagen, dass der "arme" Notar bei einem Testament über eine Summe von 500.- Euro eher ein Minusgeschäft bei der Beurkundung macht (Bürokosten, Sekretariat, etc.), aber das rechnet sich dann letztlich wieder, wenn im nächsten Atemzug dann jemand eines über 15.000.- Euro macht. Die Kleinen werden eben über die Großen subventioniert.

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