Berliner Testament - nur einem Ehepartner gehört die Immobilie - etwas beachten?

3 Antworten

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Berliner Testament ist Berliner Testament.

Das wird so durchgeführt.

Wenn es Probleme geben könnte, dann:

  1. Gibt es Kinder?

  2. Sind alle Kinder von dem Paar gemeinsam?

  3. Wenn es keine Kinder gibt, leben die Eltern noch?

  4. Falls die Eltern verstorben sein sollten, gibt es Geschwister?

  5. 1-4 war die gesetzliche Erbfolge.

  6. Was ist überhaupt im Testament gesagt, was nach dem Tod des Zweitversterbenden geschehen soll?

Zunächst ist in D wegen der Immobilie das Berliner Testament notarpflichtig. Der Notar könnte bzw. sollte die Eheleute passend beraten.

Mit der gemeinsamen Verfügung im Berliner Testament könnten die Interessen von Pflichtteilsberechtigten kollidieren. Solange das Bargeld ausreicht, die gesetzlichen Ansprüche, die nur in Geld zu befriedigen sind, von Pflichtteilsberechtigten zu begleichen, kann der Anspruch des überlebenden Ehegatten an der Immobilie nicht gestört werden. Schwierig wird es natürlich, wenn die Barmittel für die Pflichtteilserfüllung und den Lebensunterhalt des Überlebenden nicht ausreichen (und Pflichtteilsberechtigte ihre Ansprüche nicht zurückstellen oder auf sie gar verzichten).

Zu den Pflichtteilsberechtigten findest Du u. a. hier einige praktische Hinweise:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pflichtteil_%28Deutschland%29

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Zunächst ist in D wegen der Immobilie das Berliner Testament notarpflichtig.

Gibt es dazu eine Fundstelle?

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@Privatier59

Würde mich auch interessieren. Vorstellen kann ich es mir nicht und aus § 311b BGB kann ich das nicht rauslesen.

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Wie ist es, wenn nur einem der Eheleute die Immobilie gehört, die beide bewohnen und dieser zuerst verstirbt. Muss da etwas beachtet werden?

Gesetzliche Erben des Erstversterben haben ein Pflichtteilsrecht in Geld.

Im Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet, können also bsplsw. die Kinder des Erblassers 1/4, kinderlos versterbend dessen Eltern 1/8 des Immobilienwertes sowie des übrigen Reinnachlasses beanspruchen.

Dieser Anspruch kann ausnahmeswesie gestundet verlangt werden, wenn das selbstbewohnte Haus aufgegeben werden müsste, weil die Forderung nur mit Verkauf der Immobilie erfüllt werden könnte, was regelmäßig aber nicht der Fall ist (Zwang zur Hypothekenaufnahme).

G imager761

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Sollte der Bruder also Vermächtnisnehmer vorher sterben, sollen dessen Abkömmlinge es bekommen. Da behält sich das Ehepaar aber ausdrücklich das Recht vor, Teilungsanordnungen zu treffen soweit die Abkömmlinge des Vermächtnisnehmers zum Zuge kommen. Hierbei können einzelnen Abkömmlingen auch größere Miteigentumsanteile bis zur Hälfte des Grundstücks zugeteilt werden, im übrigen soll das Vermächtnis vertragsgemäß sein es sei denn, die Eheleute bekommen selbst noch Kinder.

1996 schreibt das Ehepaar ein handschriftliches Testament und setzten sich gegenseitig als alleinerben ein.

2004 verstirbt der Ehemann und beide Schriften werden eröffnet.

Das Ehepaar hat keine Kinder bekommen und der Bruder des Ehemanns ist 2006 verstorben und hat 2 Kinder.

Da sie aber all die Jahre weder den Neffen oder Nichte ihres Mannes sah hat sie ein noterielles Testament geschrieben in dem sie ihre Nachbarsfamilie die ein familiäres Verhältnis zu ihr haben als Erben eingesetzt.

Im Testament steht ich bin nicht an einen Erbvertrag gebunden und alles bisherige Widerrufe ich hiermit. So hofft sie, dass die Nachbarsfamilie, die sie auch pflegt, das Haus bekommt.

Sie möchte auf gar keinen Fall, dass diese beiden das Haus bekommen, weiß aber selbst nicht ob dieses Testament so ausreicht. Sie ist der Meinung, wenn ich gestorben bin brauchen die auch nicht mehr kommen.

Wer würde in so einem Fall das Haus bekommen?

Könnte Sie das Haus schon vorher auf die Familie umschreiben lassen oder was wäre, wenn sie das Haus verkauft?

Oder würde es nach der Testamentseröffnung allen zustehen falls vorher nichts gemacht wird?

Danke schonmal im Voraus.

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