Was zu tun mit einem handschriftlichem Testament?

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In § 2247 BGB ist festgelegt, dass ein handschriftliches Testament gültig ist. Es sei denn, es lassen sich weder Datum noch Ausstelllungsort des Testamentes ermitteln.

Hier:

§ 2247 Eigenhändiges Testament

(1) Der Erblasser kann ein Testament durch eine eigenhändig geschriebene und unterschriebene Erklärung errichten. (2) Der Erblasser soll in der Erklärung angeben, zu welcher Zeit (Tag, Monat und Jahr) und an welchem Ort er sie niedergeschrieben hat. ... ... ...

(5) Enthält ein nach Absatz 1 errichtetes Testament keine Angabe über die Zeit der Errichtung und ergeben sich hieraus Zweifel über seine Gültigkeit, so ist das Testament nur dann als gültig anzusehen, wenn sich die notwendigen Feststellungen über die Zeit der Errichtung anderweit treffen lassen. Dasselbe gilt entsprechend für ein Testament, das keine Angabe über den Ort der Errichtung enthält.

Das Testament ist also in der Regel gültig, unabhängig davon, ob ein Datum oder eine Ortsangabe enthalten sind.

Mir fällt noch etwas ein: Dieses Testament sollte dem Amtsgericht zur Eröffnung zugesendet werden, es stellt dann einen Erbschein aus.

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Zur Gültigkeit des handschriftlichen Testaments: Aus Gründen der Beweissicherung und als Ausdruck für die Ernsthaftigkeit des Testierwillens muss der Erblasser den gesamten Text der Testamentserklärung eigenhändig geschrieben und unterschrieben haben. Die Angabe von Zeit und Ort ist nicht zwingend, soll aber erfolgen, um die zeitliche Reihenfolge mehrere Testamente - und damit ggfls. ihre Wirksamkeit - feststellen zu können. Örtlich zuständig ist das Amtsgericht – Nachlassgericht – des Ortes, wo der Erblasser zuletzt wohnte; es ist zuständig für die Entgegennehme und die Eröffnung des Testaments.

Es dreht sich alles um den Zustand Ihrer Schwiegermutter zu dem Zeitpunkt an dem sie das Testament verfasst hat. Wenn der Verfasser als 'zurechnungsfähig' eingestuft werden konnte, zu dem Zeitpunkt des verfassens ist alles in Ordnung.

Weiß jemand, ob ein deutsches Testament aus in Queensland Australien gültig ist wenn man in Australien gemeldet ist?

Ich lebe seit einem Jahr in Deutschland. Mein Partner und ich sind nicht verheiratet, daher habe wir in Deutschland bereits jeder ein handschriftliches Testament errichtet, worin wir alle Belange hinsichtlich unserer gemeinsamen Tochter geklärt haben, falls einem von uns bzw. uns beiden was passieren sollte. Nun weiß ich nicht, ob dieses Testament in Australien auch gültig ist oder ob wir hier ein neues Testament machen müssen. Wir sind immer noch deutsche Staatsbürger mit festen Wohnsitz in Australien.

Frage 1: Ist ein handschriftliches Testament auch in Australien gültig, wenn man als Deutscher hier seinen festen Wohnsitz hat? oder muss man dann ein Australisches Testament erstellen.

Ein kurzes Ja oder Nein wäre super. Danke

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In der letzten Woche ist ein Freund gestorben. Heute war einer seiner Söhne bei uns um uns mitzuteilen, dass er in der Wohnung des Vaters eine Kopie eines Testamentes gefunden hat, auf dem handschriftliche Änderungen vorgenommen worden sind. Er meint, dass es die Handschrift des Vaters sei. Nun will er natürlich wissen, ob dieses Testament gültig ist. Ich habe ihn an einen Anwalt verwiesen, würde aber selber gene mal wissen, ob die handschriftlich geänderte Kopie Gültigkeit hat? Kenn sich jemand mit sowas aus?

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Testament oder Erbvertrag Ehevertag gültig wer bekommt Haus?

1972 schloss ein Ehepaar ein Ehe- und Erbvertag ab, in dem unter anderem der Bruder des Ehemannes ihr Hausgrundstück als Vermächtnis bekommen soll nachdem auch der längst lebende verstorben ist.

Sollte der Bruder also Vermächtnisnehmer vorher sterben, sollen dessen Abkömmlinge es bekommen. Da behält sich das Ehepaar aber ausdrücklich das Recht vor, Teilungsanordnungen zu treffen soweit die Abkömmlinge des Vermächtnisnehmers zum Zuge kommen. Hierbei können einzelnen Abkömmlingen auch größere Miteigentumsanteile bis zur Hälfte des Grundstücks zugeteilt werden, im übrigen soll das Vermächtnis vertragsgemäß sein es sei denn, die Eheleute bekommen selbst noch Kinder.

1996 schreibt das Ehepaar ein handschriftliches Testament und setzten sich gegenseitig als alleinerben ein.

2004 verstirbt der Ehemann und beide Schriften werden eröffnet.

Das Ehepaar hat keine Kinder bekommen und der Bruder des Ehemanns ist 2006 verstorben und hat 2 Kinder.

Da sie aber all die Jahre weder den Neffen oder Nichte ihres Mannes sah hat sie ein noterielles Testament geschrieben in dem sie ihre Nachbarsfamilie die ein familiäres Verhältnis zu ihr haben als Erben eingesetzt.

Im Testament steht ich bin nicht an einen Erbvertrag gebunden und alles bisherige Widerrufe ich hiermit. So hofft sie, dass die Nachbarsfamilie, die sie auch pflegt, das Haus bekommt.

Sie möchte auf gar keinen Fall, dass diese beiden das Haus bekommen, weiß aber selbst nicht ob dieses Testament so ausreicht. Sie ist der Meinung, wenn ich gestorben bin brauchen die auch nicht mehr kommen.

Wer würde in so einem Fall das Haus bekommen?

Könnte Sie das Haus schon vorher auf die Familie umschreiben lassen oder was wäre, wenn sie das Haus verkauft?

Oder würde es nach der Testamentseröffnung allen zustehen falls vorher nichts gemacht wird?

Danke schonmal im Voraus.

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