Steuererklärung Kleinunternehmer Ausgaben?

Hallo,

ich bin seit 2016 Kleinunternehmer (IT Dienstleistungen) und sitze gerade vor meiner ersten Steuererklärung, was mit etwas Vorwissen gar nicht so schlimm ist wie gedacht :))) Dabei sind mir aber direkt drei Dinge aufgefallen, auf die ich so keine Antwort habe:

1) Ich bin 2016 oft mit dem Fahrad zu meinen Kunden gefahren und weiß auch, dass man aktuell keine Pauschale dafür abziehen kann. Ehrlich gesagt ist mir der Aufwand zu groß, so dass ich auf diesen Teil der Ausgaben einfach verzichten möchte, gibt es Probleme? Bzw. ein schlauer Steuermann könnte ja davon ausgehen, dass ich mehr mit dem Auto gefahren bin und dies dann als Betriebsvermögen einsortiert. Also muss ich doch irgendwo angeben können, dass ich 400km mit dem Rad gefahren bin (hoffe ihr versteht die Frage)

2) Habe mir einen günstiges Notebook gekauft welches genau 449 Euro gekostet hat. Fällt dieses nun abzüglich Mwst unter die 410 Euro Grenze, so dass ich es direkt in diesem Jahr abschreiben kann oder sind Notebooks egal wie teuer immer über 3 Jahre abzusetzen. Auch frag ich mich, ob ich als Kleinunternehmer die 449 Euro abschreibe oder den um 19% reduzierten Beitrag?

3) Sonderausgaben (bin noch Student) und zahle aber schon als freiwilliges Mitglied 155 Euro und habe eine Kapitalbildene Lebenesversicherugn (abgeschlossen vor 2015), kann ich beide Positionen voll als Sonderausgaben angeben?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Kleinunternehmer, Steuern, Sonderausgaben
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Habe beim Lohnsteuerjahresausgleich geholfen, nur 37 € erstattet, Fehler gemacht? Brauche Steuerrat!

Guten Abend, ich habe einer Freundin beim Lohnsteuerjahresausgleich etwas geholfen. Sie hat nun aber nur 37 Euro erstattet bekommen.

Wir sind beide sehr enttäuscht, hatte auf eine viel höhere Steuererstattung gehofft. Nun überlege ich, ob ich Fehler gemacht habe oder die Vordrucke falsch ausgefüllt habe.

Brauche nun (wenns auch für nen Widerspruch schon viel zu spät ist) noch guten Steuerrat, denn ihre Steuern ab Jahr 2011 müssen wir noch machen.

Laut Steuerbescheid werden 782 Euro Steuern festgesetzt, 819 Euro wurden vom Lohn abgezogen.

Von den 16.016 Euro Bruttoarbeitslohn wurden 336 Euro für Weg Wohnung-Arbeitsstätte, 595 Euro Aufwendungen für Arbeitsmittel und 108 Euro übrige Werbungskosten abgezogen, bleiben noch 14.977 Euro Einkünfte. Die Summe der beschränkt abziehbaren Sonderausgaben betragen 2507 Euro, dann sind noch 48 Euro nach § 10 b EStG, 66 Euro Kirchensteuer angegeben. Die 20 Euro angegebene außergewöhnliche Belastung hat nicht "gegriffen", da kein Überbelastungsbetrag vorliegt.

Ein Sonderausgabenbezug für geltend gemachte Altersvorsorgebeiträge nach § 10 a EStG in Höhe von 527 Euro kam nicht in Frage, weil der Zulageanspruch von 154 Euro günstiger sei.

Wir haben den Riestervertrag angegeben, die Unfallversicherung (45 Euro), sie hatte 1593 Euro AN-Anteil zur Rentenversicherung gezahlt und 1262 Euro zur AOK, + 156 Euro Pflegeversicherung und 224 Euro zur Arbeitslosenversicherung.

Könnt Ihr aus diesen Angaben schon was zu evtl. gemachten Fehlern bei der Steuererklärung sagen? Falls Ihr noch Angaben braucht, bitte melden? Danke schon mal.

einkommensteuer, Steuererklärung, Steuern, werbungskosten, Lohnsteuerjahresausgleich, Sonderausgaben
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Berücksichtigung Vorsorgeaufwendungen 2012

Ich habe eine Frage zur Anrechnungshöhe der Vorsorgeaufwendungen 2012.

Für meine Steuererklärung 2011 sah dies so aus: "Beiträge zur Rentenversicherung mt Kapitalwahlrecht und Kapitalversicherungen wurden in Höhe von 88% als Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt. Die Günstigerprüfung hat ergeben, dass die Ermittlung der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen nach der Rechtslage 2004 zu einem günstigeren Ergebnis führt."

Für 2012 sah dies nun so aus: "Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen wurde bereits durch die Berücksichtigung Ihrer Beiträge zur Krankenversicherung (Basisabsicherung) und zur gesetzlichen Pflegeversicherung ausgeschöpft; ein darüber hinausgehender Abzug der weiteren sonstigen Vorsorgeaufwendungen ist daher nicht möglich (Neuregelung durch das Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung vom 16.7.2009)"

Für beide Jahre habe ich im Prinzip identische Beiträge angegeben: *Altersvorsorge: - Zertifizierte Basisrente (Rürüp) mit Beginn nach 31.12.2004: 45 € *Private Kranken- und Pflegeversicherung Beitrag KV (Basisabsicherung): 1800 € Pflege-Pflicht-Versicherung: 145 € KV über Basisabsicherung hinaus: 300 € *Weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen - Unfall & Haftpflicht: 185 € - Rentenversicherung/Kapital-LV mit Beginn vor dem 1.1.2005: 1225 €

Anrechnung Steuerbescheid 2011 davon: Fast 3000 € als "Versicherungsbeiträge" Anrechnung Steuerbescheid 2012 davon: etwas mehr als 2000 € als "Beschränkt abziehbare Sonderausgaben/Summe der abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen"

Und nun???

Ich vermute das hat was mit dem Thema "Sonderausgabenabzug - Günstigerprüfung" zu tun,aber da habe ich eben keine Ahnung und ich verstehs nicht so richtig.(http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/sonderausgabenabzug-gnstigerprfung.html) Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich das beim FA für 2012 beanstanden sollte. Folgende Fragen stellen sich mir da: 1. Hat sich die Regelung gegenüber 2011 so geändert? (Ist also alles richtig so.) 2. Hat das FA für 2012 einen Fehler gemacht, 2011 ist korrekt? (Ich sollte also beanstanden.) 3. Habe ich vergessen in Elstar (erstmals verwendet) irgendwas anzuklicken? (Geht das noch nachträglich?) 4. Hat das FA 2012 alles richtig und 2011 einen Fehler gemacht, mit der Konsequenz, dass bei einer Beanstandung meinerseits der Steuerbescheid 2011 überarbeitet werden würde?

Für qualifizierte Antworten bin ich sehr dankbar, auch wenns evtl. kompliziert ist...

Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen
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