Wird bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes auch Elterngeld berücksichtigt?

5 Antworten

Elterngeld und Arbeitslosengeld I

Wenn Du kurz vor oder nach der Geburt des Kindes arbeitslos wirst, hast Du unter Umständen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Über die Voraussetzungen und Bedingungen kannst Du Dich bei der Arbeitsagentur vor Ort oder auf der Internetseite der zuständigen Arbeitsagentur informieren. Zusammen mit Deinem Anspruch auf Elterngeld gibt es für Dich zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Du lässt die Ansprüche auf Arbeitslosengeld I ruhen und beantragst nach der Geburt des Kindes Elterngeld. Du erhältst einen prozentualen Anteil Deines früheren Nettogehalts, meist zwischen 65 und 67 Prozent. Geringverdiener, die durchschnittlich weniger als 1.000 Euro im Monat verdient haben, bekommen schrittweise bis zu 100 Prozent ihres früheren Gehalts. Es wird das durchschnittliche Monatseinkommen aus den 12 Monaten vor der Geburt des Kindes berücksichtigt, wobei die Elterngeldstelle Monate, in denen Du Arbeitslosengeld I bekommen hast, als Monate ohne Einkommen verrechnet. Wenn die Elterngeld-Monate auslaufen, kannst Du wieder Arbeitslosengeld I beziehen.

Beispiel:

Ein Vater verdient in den 12 Monaten vor der Geburt seines Babys neun Monate lang 1.800 Euro netto. Drei Monate vor der Geburt wird er arbeitslos und bezieht Arbeitslosengeld I. Nach der Geburt verzichtet er auf Arbeitslosengeld I und beantragt Elterngeld. Aus der Berechnung der Elterngeldstelle ergibt sich: die neun berufstätigen Monate ergeben zusammengerechnet ein Gehalt von 16.200 Euro. Die drei Monate Arbeitslosigkeit werden mit 0 Euro verrechnet. 16.200 Euro geteilt durch 12 Monate ergibt ein Durchschnittsgehalt von 1.350 Euro. In dieser Gehaltsstufe erhält der Vater 65 Prozent von 1.350 Euro an Elterngeld, das wären 877 Euro im Monat.

Möglichkeit 2: Du beziehst (weiterhin) Arbeitslosengeld I und beantragst zusätzlich Elterngeld. Eine Bedingung für Arbeitslosengeld I ist, dass Du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst und Dich um eine neue Anstellung bemühst. Das kann bedeuten, dass Du eventuell auch an Maßnahmen der Arbeitsagentur teilnehmen musst. Entscheidest Du Dich für diese Variante, solltest Du also in jedem Fall für die Betreuung Deines Babys vorsorgen. Arbeitslosengeld I wird auf das Elterngeld angerechnet. Frei bleibt nur der Mindestbetrag von 300 Euro, der allen Antragsstellern zusteht.

http://www.netmoms.de/magazin/schwangerschaft/elterngeld/elterngeld-und-arbeitslosengeld/

Danke für die Antwort, aber die hat leider nichts mit der Frage zu tun... Mir geht es um die Berechnung des ALG I. Nochmal: Ich habe ca. 20 Monate Referendariat gemacht, dann habe ich ca. 14 Monate Mutterschutz und Elternzeit mit Elterngeld und dann habe ich das Referendariat zu Ende gemacht ca. 6 Monate. Wie berechnet sich jetzt das ALG I?

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@Inani

Deine Frage lautet:

Wird bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes auch Elterngeld berücksichtigt

Meine Antwort:

.Arbeitslosengeld I wird auf das Elterngeld angerechnet. Frei bleibt nur der Mindestbetrag von 300 Euro, der allen Antragsstellern zusteht

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@SumSum076

Danke. Der Link war sehr hilfreich!

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Hallo, bei wird es nächstes Jahr genauso sein! Weißt du nun schon genaueres? LG!

Hallo,

aufgrund des Referendariats wirst Du im allgemeinen kein Anrecht auf ALG I erworben haben, da Du als Beamter nicht arbeitslosenversichert warst. (Ausnahme: Juristen in den meisten Ländern).

Das läuft dann auf ALG II hinaus und da spielt das vorherige Einkommen keine Rolle.

Arbeitslosengeldberechnung nach Probezeitkündigung mit hohem Einkommen, vorher kurz arbeitslos

Hallo,

Von April 2007 - 2009 war ich im Referendariat und verdiente nur ganz wenig. Meldete mich anschließend wegen der Krankenversicherungspflicht für 20 Tage arbeitslos, obwohl ich schon wusste, dass ich ab Mai 2009 arbeiten werde - mit einem 5 mal höherem Gehalt. Nun bekam ich nach 5,5 Monate Probezeit die Kündigung. Das Arbeitsamt lässt nun das letzte Einkommen bei der Berechnung völlig außer betracht und verweist mich auf Harz IV für die fehlende Summe. Berechnungsgrundlage ist alleine der Verdienst aus dem Referendariat. Mir bleibt gerade mal 400 Euro ALG I.

Ich empfinde dies als sehr ungerecht, zumal ich sehr hohe Beiträge gezahlt habe in den letzten 5,5 Monaten und dies auch in Zukunft tun werde. Hätte ich die 20 Tage im April nicht ALG I in Anspruch genommen, wäre der letzte wesentlich höhere Verdienst mit einbezogen worden.

Ist das rechtens? Das Ergebnis ist schlechthin untragbar.

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