Ofen von Mietwohnung kaputt - wer zahlt?

5 Antworten

Du hast die Küche weder vom Vormieter abgelöst, noch hat sie dir wer geschenkt (dann wäre es dein Thema), noch ist sie mitvermietet oder taucht in irgendeinem Übergabeprotokoll auf (dann wäre es wahrscheinlich Thema der Vermieterin), oder?

Für den Fehler, dass du die Küche nicht hast ablösen müssen oder dafür, dass sie dir die Küche noch geschenkt hat, kannst du nichts! Allerdings könnte Ihr Handeln (weil du auch etwas eigenes hättest einbauen können) als Schenkung verstanden werden.

Ihr Fehler wird ihr auffallen, wenn du jetzt mit dem Mangel auf Sie zukommst. Du kannst es darauf ankommen lassen. Vermutlich lässt sie einen Elektriker vorbeikommen, der den Ofen repariert.

Es kann auch sein, dass sie die (nicht mit vermietete) Küche abholen und entsorgen lässt oder verkauft. Vielleicht bietet sie das aber auch an, dass du sie geschenkt (oder für die Reparaturkosten des Ofens gekauft) bekommen kannst.

Sie hat - wenn stimmt, was du schreibst - aus Unerfahrenheit das Thema nicht richtig geregelt. Es kann sein, dass sie aus Unerfahrenhwit weitere Fehler macht (oder hier aufschlägt).

Meine Vermieterin meinte damals, ich kann gerne diese Küche weiter benutzen oder meine eigene einbauen.

Aber nichts ist schriftlich festgehalten? Denn diese Aussage der Vermieterin läßt völlig offen, was nach dem Einbau Deiner Küche bei Deinem Auszug passiert: entweder darfst Du Deine Küche mitnehmen oder dem Nachmieter verkaufen oder Du mußt Deine Küche ausbauen und die alte Vermieter-Küche wieder einbauen. Gerade diese Wiederherstellung des alten Zustandes würde Dich in Schwierigkeiten bringen, wenn Du die alte Küche entsorgt hast. Wenn die Vermieterin aber Wiederherstellung verlangen könnte, dann muss auch die Funktionsfähigkeit des Backofens gewährleistet sein.

Die Aussage läßt auch offen, ob die Vermieterin mit "weiter benutzen" auch die Übernahme der Funktionfähigkeit übernehmen wollte oder eben genau nicht.

Die vertragliche Unklarheit geht zu Lasten der Vermieterin. Du könntest also auf Reparatur oder Ersatzbeschaffung drängen. Allerdings solltest Du bei Deinem Drängen in einem von der Vermieterin selbstbewohnten Zweifamilienhaus Vorsicht walten lassen (denn: siehe § 573a BGB).

Ich denke die Küche gehört zur Mietsache. Wenn sie auch nicht ausdrücklich im Mietvertrag aufgeführt wurde, so ist sie auch nicht in Dein Eigentum übergegangen. Reparaturen an Mietsachen fallen zu Lasten des Vermieters.

Mein Tip: einigt Euch auf Hälfte Hälfte der Kosten auch ein neuer Ofen kostet nicht die Welt. Wenn´s knapp ist ein gebrauchter aus der Zeitung. Streit lohnt sich hier nicht.

Wohnungübergabe (Auszug): Schäden & nicht erfolgte Schönheitsreparaturen

Beim Auszug/Wohnungsübergabe meines Mieters (Mietdauer 9 Jahre), habe ich als Vermieter einige gravierende Schäden festgestellt.

Der Mieter weigert sich diese auf seine Kosten zu beheben und beruft sich normale Gebrauchs- und Verschleißspuren:

  1. In der vom Vermieter gestellten Küche (bei Einzug 2 Jahre alt) viele Schaniere defekt. Während der Mietdauer anscheinend nie nachjustiert. Aufgrunddessen sind dann auch zwei Türen abgefallen und deren Holz beschädigt bzw. Beschichtungen abgeplatzt.

  2. Die Badezimmertür-Zarge durch mehrere Bohrungen verletzt, um ein Regal anzuschrauben.

  3. Fußbodenleiste teils abgerissen.

  4. Bei einer Wohnungstür Rahmen/Zarge zersplittert und Türklinke komplett defekt.

Die o.g. Schäden wurden während der kompletten Mietziet nie vom Mieter gemeldet.

Schönheitsreperaturen & Instandsetzungen:

Der Mieter hat während der 9 Jahre nicht einmal tapeziert bzw. gestrichen (Tapete ist noch vom Vormieter) und will jetzt auch beim Auszug weder neu tapezieren, noch große Dübellöcher beheben, etc. Obwohl im Mietvertrag steht, daß er Schönheitsreparaturen u.a. Tapezieren während der Mietdauer bzw. spätestens bei Ende des Mietverhältnisses duchführt. Außerdem hat der Mieter für Bagatellschäden bis 50 € auf eigene Kosten lt. Vertrag aufzukommen.

Ich habe die Wohnung in diesem Zustand so nicht abgenommen, die Schäden im Protokoll mit Fotos festgehalten und dem Mieter eine Frist von 2 Wochen für die Reparatur eingräumt.

Fragen:

  1. Inwieweit bin ich als Vermieter im Recht? Welche Schäden und Schönheitsreparaturen muß der Mieter auf eigene Kosten tragen?

  2. Weitere Vorgehensweise? Anwalt einschalten (wegen hoher Kosten ungern)?

  3. Einbehaltung der Kaution? Die Wohnung auf meine Kosten tapezieren und alle Schäden beheben lassen. Allerdings deckt die Kaution bei weitem nicht die Schäden und die noch ausstehende Nebenkostenabrechnung ab.

  4. Sonstige Vorschläge?!

Vielen Dank für eine Antwort, Vorschläge und Tipps.

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