Muss ich dem Finanzamt einen Mietvertag vorlegen; Wo ist die Rechtsgrundlage?

4 Antworten

Betr. Frage nach der Rechtsgrundlage:

Die Rechtsgrundlage ist  §§ 90 und 92 AO.

Alles weitere wurde ja bereits geschrieben. 

Das Finanzamt muss in der Lage sein, zu überprüfen, ob die erklärte Miete auch dem Vertrag entspricht.

Oder wäre es Dir lieber, wenn sich das Finanzamt an Deinen Mieter wendet?

Die können auch nach den Kontoauszügen fragen.

Wir fordern von unseren Mandanten schon zur Sicherheit die Verträge mit an, dannn haben wir die, wenn es nachgefordert wird.. 

Das begeistert! Ich habe dem Finanzamt eine Dauerrechnung vorgelegt. Das reicht nicht. Es könnte ja sein, dass sie im Kleingedruckten noch etwas finden, um mir einen Strick zu drehen? Unglaublich! Und das unter der Fahne einer demokratischen Republik!

Übrigens ist der Mieter Steuerberater und meinte, die Dauerrechnung müsse genügen.

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@hugoso

Es könnte ja sein, dass sie im Kleingedruckten noch etwas finden, um mir einen Strick zu drehen?

Wieso "Strick drehen"? Die korrekte Besteuerung zu gewährleisten, ist doch kein Strick drehen, sondern eben korrekt. Mehr erwartet doch gar niemand vom Finanzamt. Weniger aber auch nicht.

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@blackleather

Nun, wenn Zustand der Einrichtung oder Kündigungsfrist oder sonstige Vereinbarungen nunmehr auch schon steuerliche Berücksichtigung finden, dann muss ich sagen: TOP, diese Finanzpolitik.

Ich Hinterwäldler dachte bis heute, Steuern seien nur auf Zahlungen bzw. Gewinne zu leisten. Deshalb ja auch für die steuerliche Flanke: Dauermietrechnung, Nebenkostenabrechnung - und alles hübsch mit Steuernummer, Rechnungsnummer und präziser Mehrwertsteuerausweisung ...

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@hugoso

>Ich Hinterwäldler dachte bis heute...

na also ;)

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@Rat2010

ist ja gut!

Danke, Herr Vorderwäldler!

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"Nun will es trotzdem noch eine Kopie des Mietvertrags.
Ich sehe das nicht ein."


"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!", gerade bei uneinsichtigen
Steuerzahlern. Da läßt sich das FA manchmal auch die Kontoauszüge und
die Betriebskostenabrechnungen zeigen. Die AO macht's möglich.

Herrlich! Wenn ich mir vorstelle, dass ich bei jedem Produkt, das ich kaufe und absetze folglich auch alle AGBs mit bereithalten muss ...

Dieser Herr Schäuble ist einfach umwerfend!

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@hugoso

Herr Schäuble hat diese Mitwirkungspflicht nicht erfunden. Der Hinweis auf ihn ist also fehl am Platz.

Leider hast Du bisher auch nicht geschrieben, warum die Anlage V bei Dir so wichtig ist. Lasse sie doch einfach weg, wenn Du die Nachweise nicht erbringen willst.

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@LittleArrow

Das ist leider unmöglich: das Objekt ist seit 30 Jahren vermietet. Da kann man nichts mehr einfach unter den Tisch fallen lassen.

Aber das Finanzamt will wohl jetzt jeden Pup, wenn mal wieder ein Wechsel im Vertrag eintritt. Das ist neu. Aber - wie gemeldet: dies begeistert.

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@hugoso

... mich nicht ( ... dies begeistert)

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@hugoso

Die Lücken Deiner Sachverhaltsdarstellung sind einfach umwerfend. Vielleicht hat Deine nächste Fragestellung mehr Substanz?

Suchst Du eine Plattform, um Dein Unverständnis und Deinen Unwillen mit seit langem bekannten und praktizierten Steuergepflogenheiten kundzutun? Dann lies mal die 1000 legalen Tricks vom "Steuer Konz":

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Konz

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@LittleArrow

entschuldige bitte! Mir war nicht klar, dass der Sachverhalt entschieden anders ist, wenn das Objekt schon angejahrt ist.

"seit langem bekannten und praktizierten Steuergepflogenheiten"?
Nun ja, vielleicht hilft dies?

$90 AO:
Die Beteiligten sind zur Mitwirkung bei der Ermittlung des Sachverhalts
verpflichtet. Sie kommen der Mitwirkungspflicht insbesondere dadurch
nach, dass sie die für die Besteuerung erheblichen Tatsachen vollständig
und wahrheitsgemäß offen legen.

Und wo ist das Problem: Rechnung und Quittung ist "seit langem bekannte und praktizierte Steuergepflogenheit" - dachte ich.

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@hugoso

hugoso,

ich verstehe nicht, weshalb du solch einen "Harry" machst wegen eines Mietvertrages, der doch eigentlich nur kopiert und nachgereicht werden braucht - oder gibt es darin tatsächlich Ungereimtheiten ? 


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@Gaenseliesel

Dazu ist die Antwort sehr banal: wenn es das Finanzamt nichts angeht, dann soll es die Nase draußen halten!
Wer weiß, wann die noch bei mir ins Schlafzimmer kommen und schnüffeln?

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Ist auf eine Neubau-Wohnung Spekulationssteuer zu bezahlen?

Hallo zusammen,

ein Freund von mir baut gerade ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 4 Wohnungen. In eine zieht er selbst ein, zwei weitere werden vermietet und eine soll verkauft werden. Diese möchte ich gerne kaufen. Das Haus ist noch nicht gänzlich fertiggestellt, demnach hat in keiner der Wohnung bisher jemand gewohnt bzw. war bisher jemand gemeldet. So viel zur Ausgangslage.

Die Frage, die uns aktuell beschäftigt ist, ob auf die Wohnung Spekulationssteuer gezahlt werden muss, wenn diese verkauft wird - und wie das geregelt ist.

Wenn ich das richtig sehe, bezieht sich die Spekulationssteuer auf das Grundstück bzw. den Bodenwert, richtig? Heißt das, dass bei vier Wohnungen der Grundstückswert anteilig auf die Wohnung heruntergebrochen wird (also 1/4) und darauf Steuern gezahlt werden müssten?

Wie sieht es aus, wenn der Bauherr selbst in die zu verkaufende Wohnung einzieht, um sie dann zu verkaufen? Ich habe gelesen, dass unter § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 EStG bei gewissen Voraussetzungen eine Ausnahme von der Besteuerung möglich ist. Zum Beispiel, wenn die Immobilie (Wohnung?) zwischen Anschaffung/Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich für eigene Wohnzwecke des Steuerpflichtigen genutzt worden ist. Würde das gehen? Oder gibt es da Probleme, wenn der Bauherr später in der gleichen Immobilie eine Wohnung bezieht bzw. schließt sich das ganz grundsätzlich aus, da er ja mehrere besitzt und es irrelevant ist, welche er genau bezieht?

Diesen Fall, nur einen Teil der gesamten Immobile bzw. des Neubaus zu verkaufen (und die steuerlichen Aspekte dazu) habe ich so noch nicht gefunden. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.

Vielen Dank im voraus! Alex

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Wie sollte der Kauf einer Gewerbe-Immobilie zur Selbstnutzung und zur Vermietung (jeweils 50 %) durch verheirateten freiberuflichen Einzelunternehmer erfolgen?

Ich bin seit 1997 in meinem Home-Office freiberuflich in der Rechtsform Einzelunternehmen tätig, dazu verheiratet und zwei Kinder, die jetzt endlich flügge werden. Die bisherigen Kosten für mein Home-Office konnte ich immer anteilig als Betriebsausgabe problemlos geltend machen. Mit meinem Finanzamt gab es bislang keinerlei Probleme, obwohl ich immer selbst alle beruflichen wie privaten Steuerangelegenheiten selbst erledigte, so dass ich also etwas versiert in der Thematik EÜR bin und auch keine Scheu habe, mich gezielt weiter zu vertiefen...

Jetzt will ich raus aus dem Home-Office und mir ein Büro kaufen, von welchem ungefähr die Hälfte der Fläche dann von mir (und evtl. auch meiner Frau, die evtl. künftig nebenher als freiberufliche Sprachlehrerin unser Einkommen verbessern möchte) genutzt und die andere Hälfte vermietet wird.

Die Immobilie ist schon geangelt, die Finanzierung wird zur Zeit geprüft, dürfte jedoch bei rund 40% Eigenkapital und hoher Bonität (zwei größtenteils abbezahlte Wohnungen) sicher sein.

In der Perspektive möchte ich mein Einzelunternehmen in den nächsten 1-2 Jahren zu einer GmbH upgraden, um künftigen geeigneten Mitarbeitern eine attraktive Perspektive in meinem Unternehmen bieten zu können (über Übertragung von Gesellschafteranteilen). Strategisch setze ich also auf Wachstum, Dafür spricht beispielsweise, dass die Wort-Marke meines Einzelunternehmens (ich habe nicht meinen Familiennamen, sondern immer die Wort-Marke in den Vordergrund meines Marketings gestellt) bei meiner Zielgruppe relativ bekannt ist. Die Immobilie wird daher möglicherweise nur eine Zwischenlösung sein, wobei wir Immobilienfetischisten sind, d.h. ohne Not die Immobilie bei einer räumlichen Enge dann eher nicht verkaufen wollen.

Soviel zur Ausgangssituation.

Welche Form des Immobilienkaufs bietet sich für uns angesichts der skizzierten Ausgangssituation an? Wie sollte idealerweise der Kauf erfolgen? Können alle Immobilienkosten- und einnahmen in der EÜR erfasst werden? Kann die beim Kauf anfallende USt (z.B. Maklerrechnung) als Vorsteuer geltend gemacht werden? Welche Feinheiten gilt es zu beachten?

Füre Tipps, Ideen und Anregungen wäre ich Euch sehr dankbar :-)

Viele Grüße und ein erstes Dankeschön schon mal im voraus

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