Muss ich dem Finanzamt einen Mietvertag vorlegen; Wo ist die Rechtsgrundlage?

4 Antworten

Aus wahnsinnig begreiflichen Gründen fällt es unter die Mitwirkungspflicht (§ 90 AO), dass das Finanzamt den Mietvertrag vorgelegt bekommen möchte.

Verträge sind bezüglich des Fiskus keine Privatsache. Viele werden zur Emittlung der Steuer direkt vom Notar an das Finanzamt übermittelt.

Es ist für das Fnanzamt ganz einfach normal, eine Mietvertragskopie in den Unterlagen zu haben. Wenn du allerdings zickst, werden sie den unbedingt wollen und genauer anschauen.

Danke. Leider ist für mich nicht begreiflich, was für das Finanzamt relevant ist. Geld und Steuer, mehr geht die nichts an.

Und das wurde bis ins Detail gemeldet.

0
@hugoso

Nicht ärgern sondern einfach dazulernen!

In dem Fall nicht nur du sondern auch dein Steuerberater. Der nebenbei irgendwas "meinte".

Dass das Finanzant den Mietvertrag bekommt ist unstrittig.

3
@Rat2010

Danke, ich hab's kapiert.

Ich frage mich, wieso ich nicht gleich einen Mustermietvertag vom Finanzamt nehmen muss.
Und mich beeindruckt die staatsbürgerliche Selbstverständlichkeit, die mir hier entgegen kommt. Klar, wer sich ärgert, ist selbst schuld! Man sollte doch froh sein, wenn das Finanzamt seine Betriebsprüfer aussendet - schließlich weiß man dann, dass alles in Butter ist ...

Wir haben ja auch ein soooo gerechtes und nachvollziehbares Steuersystem ... *seufz

0
@hugoso

Es gibt keine Musterverträge vom Finanzamt, weil der Vertrag mit Vertragsrecht zu tun hat und das ist eine andere Disziplin wie Steuerrecht.

Die Selbstverständlichkeit ist nur bis "hinterm Wald" noch nicht gedrungen. Es ist ein gerechtes und nachvollziehbares Steuersystem.

Vielleicht hast du auch gemerkt, dass der Spitzensteuersatz von 56 % auf 42 % gesenkt wurde. Etwas Schlupflöcher stopfen und etwas Nachfragen macht eine Menge aus.

1
@Rat2010

keine Ahnung; ist zwar nicht Gegenstand der Frage, jedoch scheint es den Finanzbeamten darum zu gehen: wo ist denn ein Schlupfloch?
Ich wiederhole es gern: es gibt Rechnungen, es gibt Zahlungen, es gibt Steuererklärungen - wo Geld fließt, gibt es Belege und Zahlungen. Und so war das 30 Jahre lang.
Wahrscheinlich gibt es dazu noch sehr phantasievolle Finanzbeamte - oder solche, die gern Karriere auf der Überholspur machen ...

0

Das Finanzamt muss in der Lage sein, zu überprüfen, ob die erklärte Miete auch dem Vertrag entspricht.

Oder wäre es Dir lieber, wenn sich das Finanzamt an Deinen Mieter wendet?

Die können auch nach den Kontoauszügen fragen.

Wir fordern von unseren Mandanten schon zur Sicherheit die Verträge mit an, dannn haben wir die, wenn es nachgefordert wird.. 

Das begeistert! Ich habe dem Finanzamt eine Dauerrechnung vorgelegt. Das reicht nicht. Es könnte ja sein, dass sie im Kleingedruckten noch etwas finden, um mir einen Strick zu drehen? Unglaublich! Und das unter der Fahne einer demokratischen Republik!

Übrigens ist der Mieter Steuerberater und meinte, die Dauerrechnung müsse genügen.

0
@hugoso

Es könnte ja sein, dass sie im Kleingedruckten noch etwas finden, um mir einen Strick zu drehen?

Wieso "Strick drehen"? Die korrekte Besteuerung zu gewährleisten, ist doch kein Strick drehen, sondern eben korrekt. Mehr erwartet doch gar niemand vom Finanzamt. Weniger aber auch nicht.

5
@blackleather

Nun, wenn Zustand der Einrichtung oder Kündigungsfrist oder sonstige Vereinbarungen nunmehr auch schon steuerliche Berücksichtigung finden, dann muss ich sagen: TOP, diese Finanzpolitik.

Ich Hinterwäldler dachte bis heute, Steuern seien nur auf Zahlungen bzw. Gewinne zu leisten. Deshalb ja auch für die steuerliche Flanke: Dauermietrechnung, Nebenkostenabrechnung - und alles hübsch mit Steuernummer, Rechnungsnummer und präziser Mehrwertsteuerausweisung ...

0
@hugoso

>Ich Hinterwäldler dachte bis heute...

na also ;)

2
@Rat2010

ist ja gut!

Danke, Herr Vorderwäldler!

0

Betr. Frage nach der Rechtsgrundlage:

Die Rechtsgrundlage ist  §§ 90 und 92 AO.

Alles weitere wurde ja bereits geschrieben. 

Steuerklassen bei verschiedenen Arbeitsverhältnissen

Ich blick nicht mehr durch. Vielleicht weiß jemand weiter. Anrufe beim Finanzamt halfen mir auch nicht weiter. Der hat mich wahrscheinlich überhaupt nicht verstanden. Folgende Situation: Ich habe neben meiner Hauptarbeitsstelle (seit Jahren-LStKl 1) ein weiteres steuer und sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufgenommen. Um dem Arbeitgeber meine Daten vorlegen zu können, habe ich beim Finanzamt einen "Antrag auf Ausstellung einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug 2013" gestellt , und als Grund "Aufnahme eines zweiten Arbeitsverhältnisses" abgegeben. Die entsprechende Bescheinigung habe ich auch bekommen und das Finanzamt hat mir also bescheinigt, dass ich mit Lohnsteuerklasse I dort registriert bin. War das falsch ? Ich denke ja . Den man liest ja überall, dass man angeblich eine Lohnsteuerkarte(die es nicht mehr gibt) mit der Steuerklasse 6 für das zweite Arbeitsverhältnis braucht. Das Finanzamt sagt mir jedoch, sie stellen nur Bescheinigungen für meine bisher geltende Steuerklasse aus und ich hätte den Arbeitgeber darauf hinzuweisen, dass es sich um ein zweites Arbeitsverhältnis handelt. Also hab ich meinem zweiten Arbeitgeber die Bescheinigung vorgelegt mit der Angabe, dass es sich bei meiner Tätigkeit bei ihm um ein zweites Arbeitsverhältnis handelt. Aber das interessiert die Gehaltsbuchhaltung überhaupt nicht. Und was passiert daher prompt bei der ersten Gehaltsabrechnung ? Klar. Der Arbeitgeber berücksichtigt mich nach Steuerklasse 1. Das bedeutet für mich natürlich erst einmal erhebliche Steuervorteile, gefält mir aber gar nicht. Wer ist denn nun der Volltro..el. ? Das Finanzamt oder der Arbeitgeber? Ich weiß nicht mehr weiter. Die Personalbuchhaltung sagt, das interessiert sie alles nicht.

Diese ganze ELSTAM Geschichte scheint auch noch nicht zu funktionieren. Ich habe den Eindruck, da wurde wieder etwas verschlimmbessert.

Hat jemand ne Idee, was ich noch machen kann. Zurücklehnen und das ganze bei der Einkommenssteuererklärung ausgleichen, ist sicher nicht im Sinne des Finanzamtes. Vielen Dank

...zur Frage

Braucht man beim Hausverkauf grundsätzlich einen Energieausweis?

Ich finde leider keine eindeutige Aussage zum Energieausweis. Folgenden Text habe ich gefunden, der ist aber für unseren Fall nicht eindeutig:

"Der Eigentümer oder Verkäufer der Immobilie muss dem Kaufinteressenten den Energieausweis zeigen; der Käufer erhält darüber hinaus ein Exemplar oder eine Kopie. Gleiches gilt gegenüber Mietern bei der Neuvermietung einer Wohnung bzw. eines Hauses. Der Energieausweis muss aber nur bei einem Nutzerwechsel vorgelegt werden, das heißt, wer sein Wohneigentum selbst nutzt oder nicht neu vermietet, braucht keinen Energieausweis."

In unserem Fall gibt es zwar einen Verkauf - der Nutzer (Bewohner) ändert sich aber nicht. Es ist der Verkäufer. Weiß jemand von Euch da genauer Bescheid?

...zur Frage

lohnsteuerbescheinigung als Kopie vorlegen beim finanzamt?

ich muss noch die Steuererklärung für dieses Jahr machen. kann ich als nachweis die lohnsteuerbescheinigung mit rein tun oder sollte man das lieber nicht? ich hatte in einem jahr 2 verschiedene arbeitgeber... da ich irgendwo aufgehört und irgendwo neu angefangen hab. Kann man die als kopie mit rein tun oder sollte man das lieber nicht?

Dank im voraus

...zur Frage

Warum werden Aufwendungen als Verwaltungsbeirat vom Finanzamt nicht anerkannt?

Als Wohnungseigentümer bin ich im Verwaltungsbeirat. Das Finanzamt anerkennt meine Aufwendungen wie Fahrtkosten als Verwaltungsbeirat nicht an. Begründung: Kein direkter Zusammenhang mit der Eigentumswohnung.

...zur Frage

Erhaltungsaufwand / Anschaffungsnaher Aufwand - einige Fragen

Ich habe 2011 eine Immobilie erworben. Diese hat zwei Etagen, wobei das EG von mir bewohnt wird und das OG vermietet ist. Beide Etagen haben jeweils eine separate Etagenheizung.

Die Etagenheizung im selbstgenutzten EG war sehr fehleranfällig und wurde im Jahr 2012 von einem Heizungsbetrieb gegen eine neue Anlage identischer Technik ausgetauscht.

Die Etagenheizung im vermieteten OG war im Jahr 2012 defekt und wurde von einem Heizungsbetrieb repariert.

Meine Fragen:

  1. Sehe ich das richtig, dass ich die kompletten Kosten (inkl. Anfahrt, Arbeitslohn, etc.) für die Reparatur der Anlage im vermieteten OG als Erhaltungsaufwand in den Werbungskosten für Vermietung und Verpachtung absetzen kann? Falls ja, kann ich dann 20 Prozent des Arbeitslohns trotzdem als Handwerkerleistung steuerlich absetzen oder ist nur eines möglich?

  2. Lässt das Einkommensteuerrecht auch in irgendeiner Form die Berücksichtigung des Austauschs der Anlage im selbstgenutzten EG zu? Ganz in Ordnung war die Anlage von Beginn an nicht, da war sie aber noch benutzbar.

Nun noch eine andere Frage zur selben Thematik:

  1. Aufgrund gesetzlicher Bestimmung ließ ich 2012 die oberste Geschossdecke dämmen. Hier handelt es sich also wohl um eine Standardverbesserung. Sehe ich das richtig, dass ich die gesamten Kosten (Material, Lohn, etc.) zu 50 Prozent (weil Immobilie zu 50 Prozent vermietet) der „Absetzung für Abnutzung“-Summe hinzurechnen kann und ab sofort jährlich 2 Prozent der geänderten Summe absetzen darf?

Über „erhellende“ Antworten würde ich mich freuen!

...zur Frage

Ich habe meine ESt für 2015 abgegeben. Das Finanzamt verlangt eine Kopie des Kaufvertrags meiner Immobilie. Kann/ soll ich das ruhigen Gewissens tun?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?