Kann meine Schwester in einer meiner Wohnungen mietfrei wohnen, ohne dass das Finanzamt Stress macht?

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3 Antworten

Ja, denn Deine Frage ist unklar und Deine Anlage V zur Steuererklärung unvollständig. Ich nehme aber jetzt mal an, dass es Dir nur um die vermietete Wohnung geht. Bei dieser Wohnung versteuerst Du möglicherweise zuviel Mietertrag, da Du angabegemäß nicht alle zugehörigen Mietkosten (= Werbungskosten) deklarierst.

In der Anlage V sind auf Seite 1 die Bruttomieterträge (also Kaltmiete plus Einnahmen aus Betriebskosten) zu deklarieren. Auf der nächsten Seite stehen die Werbungskosten für die Wohnung. Ob die Werbungskosten vollständig bei der vermieteten Wohnung anerkannt werden, richtet sich nach der Höhe der Mieteinnahmen im Vergleich zur ortsüblichen Marktmiete. Lies bitte § 21 Abs. 2 EStG:

1Beträgt das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete, so ist die
Nutzungsüberlassung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen
Teil aufzuteilen.

2Beträgt das Entgelt bei auf Dauer angelegter Wohnungsvermietung mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete, gilt die Wohnungsvermietung als entgeltlich.

Quelle: http://www.buzer.de/s1.htm?a=21&g=EStG

Mit der angabegemäß unentgeltlichen Wohnungsvermietung an Deine Schwester könntest Du Stress vom Finanzamt bekommen, wenn Du von ihr Miete in Form von Bargeld bekommst und diese Miete nicht in Deiner Steuererklärung deklarierst. Du könntest dann erpressbar werden.

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Impact 15.06.2017, 02:38

Würde die Schwester Bargeld geben, sechs Zentner Torf liefern lassen oder ein Aktienpaket hingeben ist doch egal. Sie würde Miete bezahlen.

Würde - hätte - täte - auch egal.

Lt. Angaben zahlt sie keine Miete. 

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Wie schon zu Deiner anderen Frage geschrieben, kannst Du die Kosten, die auf die vermietete Wohnung entfallen abziehen.

Die Kosten für die Wohnung, die Deine Schwester mietfrei bewohnt, kannst Du nicht abziehen.

Aber natürlich darfst Du Deine Schwester mietfrei wohnen lassen.

Es wird keinen Stress geben.

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LittleArrow 14.06.2017, 22:09

Die andere Frage wurde leider gelöscht. Deine und meine Antwort ebenfalls und sind dadurch verloren gegangen. Schade, dass der Support so wenig sensibel mit den Antworten umgeht.

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Eigentlich gibt es zu der Antwort von wfwbinder nichts hinzuzufügen.

Was ich aber nicht verstehe ist die Tatsache, dass Du bei der vermieteten Wohnung keine Kosten etc. angibst.

Es kann sein, dass Du so viel Geld verschenkst.

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wfwbinder 14.06.2017, 20:36

 Es kann sein, dass Du so viel Geld verschenkst.

Da kann nicht nur sein, das ist so.

Aber lieber 500,- euro mehr Steuern zahlen, als mit 200,- euro Honorar einen Steuerberater reich machen.

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Impact 14.06.2017, 22:01
@wfwbinder

Ob´s so ist, wissen wir nicht. Evtl. kommt ohnehin schon -0- raus. 

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wfwbinder 15.06.2017, 05:34
@Impact

Die Vermietete Wohnung löst auf jeden Fall Grundsteuer, Versicherung und Abschreibungen aus. Also muss die Nichtangabe von kosten zwingend zu iner höheren Steuer führen.

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Impact 15.06.2017, 17:53
@wfwbinder

Grundsteuer ist nicht mein Ding - ist die nicht ohnehin schon vorher angefallen?

Da bei einer vermieteten Wohnung ja die Abschreibung zum Ansatz kommt, ergibt sich doch unterm Strich meist ein Verlust aus V+V. 

Also ergäbe sich eine geringere ESt - wenn nicht ohnehin eben schon -0-.

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