Kann meine Schwester in einer meiner Wohnungen mietfrei wohnen, ohne dass das Finanzamt Stress macht?

2 Antworten

Ja, denn Deine Frage ist unklar und Deine Anlage V zur Steuererklärung unvollständig. Ich nehme aber jetzt mal an, dass es Dir nur um die vermietete Wohnung geht. Bei dieser Wohnung versteuerst Du möglicherweise zuviel Mietertrag, da Du angabegemäß nicht alle zugehörigen Mietkosten (= Werbungskosten) deklarierst.

In der Anlage V sind auf Seite 1 die Bruttomieterträge (also Kaltmiete plus Einnahmen aus Betriebskosten) zu deklarieren. Auf der nächsten Seite stehen die Werbungskosten für die Wohnung. Ob die Werbungskosten vollständig bei der vermieteten Wohnung anerkannt werden, richtet sich nach der Höhe der Mieteinnahmen im Vergleich zur ortsüblichen Marktmiete. Lies bitte § 21 Abs. 2 EStG:

1Beträgt das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete, so ist die
Nutzungsüberlassung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen
Teil aufzuteilen.

2Beträgt das Entgelt bei auf Dauer angelegter Wohnungsvermietung mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete, gilt die Wohnungsvermietung als entgeltlich.

Quelle: http://www.buzer.de/s1.htm?a=21&g=EStG

Mit der angabegemäß unentgeltlichen Wohnungsvermietung an Deine Schwester könntest Du Stress vom Finanzamt bekommen, wenn Du von ihr Miete in Form von Bargeld bekommst und diese Miete nicht in Deiner Steuererklärung deklarierst. Du könntest dann erpressbar werden.

Würde die Schwester Bargeld geben, sechs Zentner Torf liefern lassen oder ein Aktienpaket hingeben ist doch egal. Sie würde Miete bezahlen.

Würde - hätte - täte - auch egal.

Lt. Angaben zahlt sie keine Miete. 

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Wie schon zu Deiner anderen Frage geschrieben, kannst Du die Kosten, die auf die vermietete Wohnung entfallen abziehen.

Die Kosten für die Wohnung, die Deine Schwester mietfrei bewohnt, kannst Du nicht abziehen.

Aber natürlich darfst Du Deine Schwester mietfrei wohnen lassen.

Es wird keinen Stress geben.

Die andere Frage wurde leider gelöscht. Deine und meine Antwort ebenfalls und sind dadurch verloren gegangen. Schade, dass der Support so wenig sensibel mit den Antworten umgeht.

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Hausbau, mit Sitzrecht + Eigenkapital des Vaters?!?

Hallo,

mein Mann und ich haben uns vor kurzem ein Baugrundstück erworben inkl. einer unterkellerten Doppelgarage darauf. Dies haben wir als Altersvorsorge bzw. für evtl. Nachkommen gekauft. Also nicht für uns zum selbst bewohnen bei einem Hausbau.

Nun möchten wir ein Zweieinheiten-Haus darauf an/bauen, indem dann auch der Vater meines Mannes eine der beiden Wohnungen beziehen soll.

Der Vater möchte sich mit Eigenkapital in die Finanzierung mit einbringen, da für sich selbst es keinen Sinn macht Ende 50 nochmal zu bauen.

Wir dachten an die Konstellation, dass wir das Haus mittels eines Teil des Eigenkapitals vom Vater, plus beider Mieteinnahmen finanzieren können. Der Plan wäre dann , den mtl. Mietanteil des Vaters mit dem Eigenkapital das er eingebracht hat peu a peu zu verrechnen bzw die Miete entsprechend zu mindern. (Risiko einer nicht vermieteten Wohnung ist uns bewusst)

Durch das Eigenkapital des Vaters hätten wir eine gewisse Sicherheit und er bekäme im Prinzip eine Wohnung nach seinem Geschmack +  ein Nießbrauchrecht bzw. Sitzrecht für diese Wohnung.

Der Vater wohnt aktuell in Miete und würde wahrscheinlich sonst ohne dieses Bauvorhaben auch immer in Miete wohnen. So bliebe das Geld zumindest in der Familie.

Ebenso ist darauf zu achten, dass mein Mann einen Bruder hat bzgl. Erbe. Das Verhältnis der beiden ist super, trotzdem will ich es nicht unerwähnt lassen.

Sind diese Gedanken umsetzbar? Was macht hier Sinn, was muss beachtet werden und hättet ihr sonst einen Alternativvorschlag? Wir selbst können das Haus nicht alleine finanzieren.

Abschließend eine Frage zum Bausparer meines Schwiegervaters. Kann man diesen ohne weiteres an uns überschreiben um u.a. an das Darlehen zu kommen?

Vielen Dank für die Hilfe.

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Dach neu decken - finanzielle Ideen gesucht.

Hallo

Wir haben vor ein paar wenigen Jahren ein altes Haus gekauft (Null-Wert beim Finanzamt). Da ich es aber gewohnt bin aus Kac.. BonBons zu machen, war das für mich kein Problem. Zu diesem Zeitpunkt war die finanzielle Welt auch noch in Ordnung und ein Zukunftsplan für die Arbeiten war geschmiedet. Nötige Modernisierungen wurden zum großen Teil erledigt und einige Wohnungen wurden auch vermietet.

Das alles wurde bis jetzt ohne Kredite oder ähnlichem geschafft. Mittlerweile bekommen wir aber leider Harz IV und Arbeitsstellen sind nicht in Sicht. Die Mieteinnahmen für die vermietete Wohnungen werden in voller Höhe dem Lebensunterhalt angerechnet. (Ganz, ganz toll.) Es muss jetzt unbedingt das Dach gemacht, bzw. repariert werden. Auch wenn ich 98 % der Arbeiten am Haus selber mache, bleiben die Materialkosten. Aber wie finanzieren? Abzahlen wäre auch nicht das Problem, bis zu einem bestimmten monatlichen Betrag. Ev. einen Baukredit, aber das mit Harz IV? Zudem brauchen wir keine 50.000 €. Bei dem Betrag geht´s aber wohl erst los. (Wir hatten uns vor dem Hauskauf schon mal erkundigt was machbar ist.)

Für´s benötigte Baumaterial sparen ist für diese Größenordnung ist auch nicht möglich. Wovon auch? Selbst wenn ich monatlich 100 € beiseite lege.

Ich überlege schon seit Monaten nach einer Lösung und komm auf keine vernünftige Idee. Aus der Familie anpumpen kann ich auch keinen.

Irgendwie muss es doch eine legale Möglichkeit geben, um das Dach reparieren zu können. Zudem befürchte ich, das ich für´s Dach auch mal einen gelernten Profi dazu holen muss.

Gibt´s denn keine finanzielle Möglichkeit bei Harz IV? Hat wer einen Tipp, den vielleicht nur die Eingeweihten kennen?

Gruß Nino

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Schuldzinsenabzug bei erstmaliger Vermietung nach vorheriger Eigennutzung

Sachverhalt:

Bislang eigengenutzes und fast abbezahltes Eigenheim muss aus beruflichen Gründen (neuer Arbeitsplatz) vermietet werden, da Verkauf nur mit erheblichen Verlusten möglich wäre. Neuer Arbeitsplatz ab 2011, Bank sichert Ende 2010 in einer Phase, als die Zinsen wieder anzuziehen drohten, die Zusage für ein Darlehen in Höhe von 100.000 Euro zu, um einen Teil der gebundenen Eigenmittel aus dem Objekt entnehmen zu können. Ziel: Höchstmögliche Flexibilität für die weitere Entwicklung am neuen Wohnort wie Bau eines neuen Eigenheimes, Kauf eines Objektes oder auch Anmietung eines neuen Objektes, abhängig von den völlig unbekannten örtlichen Gegebenheiten am neuen Wohnort. Im Falle der letzgenannten Alternative hätten wir die freien Eigenmittel für den Kauf eines Appartements genutzt, welches wir dann ebenfalls vermietet hätten.

Zunächst haben wir eine Übergangs-Mietwohnung bezogen und uns vor Ort mit dem aktuellen Wohnungsmarkt beschäftigt. Nach einigen Wochen am neuen Arbeitsort haben wir ein einigermaßen passendes Objekt gefunden, viel kleiner als das bisherige Objekt und damit auch günstiger als ursprünglich erwartet. Der Kredit musste natürlich trotzdem abgenommen werden.

Das örtliche Finanzamt verweigert die Anerkennung von 330 Euro Schuldzinsen monatlich, berücksichtigt aber mit größter Selbstverständlichkeit die 900 Euro Mietzahlung als Einkommen. Begründung: "Mit der Darlehensvaluta wurde das neu erworbene selbstgenutzte Objekt finanziert. Die Schuldzinsen stehen daher mit den Vermietungseinkünften nicht in einem wirtschaftlichen Zusammenhang".

Eingetragen ist das Darlehen auf dem vermieteten Objekt, zum Zeitpunkt des Darlehenantrages war uns weder der Name unseres künftigen Wohnortes bekannt noch hatten wir Kenntnis von dem Objekt. Der Berater des darlehenerteilenden Instituts war über den Sachverhalt vollständig informiert, wir hatten uns unter 2 möglichen Finanzierungsformen auch auf seinen Rat hin für die Variante mit den höheren Schuldzinsen entschieden, um die zusätzliche Belastung durch die Mieteinnahmen möglichst gering zu halten.

Wer kann uns mit Argumentationshilfen im Einspruchsverfahren unterstützen? Im Voraus vielen Dank.

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