Die Argumentation, für einen bei einer Bank - also in der Wirtschaft! - Tätigen sei kein Zusammenhang zwischen einem BWL-Studium und seinem Beruf zu erkennen, wirkt schon sehr befremdlich. Es scheint, als studiere jemand nach Ansicht des Finanzbeamten BWL, um anschließend Pfarrer o. dgl. zu werden.

Ich bin sicher, dass du dich spätestens im Finanzgerichtsverfahren mit einer entsprechenden Argumentation durchsetzen könntest.

Wie weise ich sowas nach?

Argumentativ würde ich folgendermaßen vorgehen:

1) Darlegen, welche beruflichen (evtl. sogar bereits konkreten?) Einsatz- und Aufstiegschancen sich dir mit dem angestrebten Abschluss bieten.

2) Anhand konkreter Lehrinhalte und Fachthemen des Studiums beispielhaft zeigen, welche Bezüge zu deiner bereits jetzt ausgeübten Tätigkeit existieren oder wie du das neu erworbene Wissen bereits jetzt konkret anwenden kannst.

3) Falls deine jetzigen Arbeitgeber ein konkretes Interesse an deinen Studienfortschritten haben (z.B. indem sie dich regelmäßig darüber berichten lassen, indem sie dir bezahlte Freistellung für die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen der Uni gewähren usw.), darlegen, worin sich dieses ausdrückt.

Das dürfte genügen.

Kann ich dagegen Einspruch einlegen?

Du hast leider nicht erwähnt, in welchem Stadium sich deine Steuerveranlagung befindet.

Hat das Finanzamt lediglich die Absicht geäußert, die Studienkosten nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen und dazu um deine Stellungnahme gebeten? Dann kannst du nicht Einspruch einlegen, weil es ja gar keinen Verwaltungsakt mit Rechtswirkung nach außen gibt, der anzufechten wäre. Die bloße Absichtsäußerung einer Behörde ist kein Verwaltungsakt.

Oder gibt es bereits einen Steuerbescheid, in dem die Werbungskosten nicht berücksichtigt sind? Das ist allerdings ein Verwaltungsakt und dann findest du an seinem Ende auch eine Rechtsbehelfsbelehrung, der du entnehmen kannst, dass dagegen Einspruch eingelegt werden kann (und sollte).

Sollte ich vielleicht jetzt lieber einen Steuerberater kontaktieren?

Bis dahin schaffst du das noch selbst.

Sogar ein Finanzgerichtsverfahren könntest du in der 1. Instanz ohne Steuerberater führen. Erst vor dem Bundesfinanzhof müsstest du durch einen StB oder RA vertreten sein.

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Auf dem Amt kann uns das keiner erklären. Würde mich freuen wenn mir hier jemand helfen könnte.

Du gehst also davon aus, dass Internetnutzer klüger sind als die fachlich zuständigen Behörden.

Danke für das Kompliment; dann will ich es mal versuchen:

Mein ist Steuerklasse 3 und ich in Teilzeit 5.

Das liest sich für mich so, als ob dein "", für den du wohl keine Bezeichnung angeben willst, überproportional mehr verdient als du. Da er aber die allergünstigste Lohnsteuerklasse 3 gewählt hat, zahlt er nur unterproportional mehr Steuern im Vergleich zu diesem Einkommen.

Du zahlst zwar aufgrund der Lohnsteuerklasse 5 überproportional Lohnsteuer, aber diese wird auf der Basis deines Teilzeiteinkommens berechnet, macht also insgesamt nicht sehr viel aus.

Im Verhältnis zu eurem gesamten Arbeitslohn habt ihr also deutlich zu wenig Lohnsteuer bezahlt. Möglicherweise habt ihr außerdem noch weitere Einkünfte aus anderen Einkunftsarten, die bislang völlig unversteuert sind und auf die also auch noch Steuer zu erheben ist; davon hast du allerdings nichts erwähnt.

Da ihr aber zu wenig Steuer vorausgezahlt habt, ist es doch nur folgerichtig, dass ihr die jetzt eben nachzuzahlen habt. Wenn ihr künftig mehr vorauszahlen wollt, dann wählt doch die LSt.-Klassenkombination 4/4.

Nun haben wir das dieses Jahre das erste mal das FA 700 EUR Rückzahlung fordert.

Eine Rückzahlung kann doch logischerweise nur auf etwas anfallen, das man zuvor erhalten hat und nun zurückgewähren muss. Was soll das denn sein, was das Finanzamt euch zuvor gezahlt haben soll und jetzt zurückfordert?

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Zu unterscheiden ist hier zwischen der zivilrechtlichen Behandlung und der umsatzsteuerlichen Behandlung der Angelegenheit, die sich aber beide gegenseitig bedingen. Außerdem muss man wissen, dass bei einem sog. "Kleinunternehmer" i. S. d. § 19 UStG die Leistung nicht etwa umsatzsteuerfrei ist; vielmehr fordert das Finanzamt die Umsatzsteuer nur nicht ein.

Zivilrechtlich gilt: Vertrag ist Vertrag. Das, was als Preis gem. Vertrag vereinbart ist, soll i.d.R. nach dem Willen der Vertragsparteien der Endpreis sein. Das heißt, wenn Umsatzsteuer, dann soll sie i. d. R. in dem Endpreis enthalten sein und nicht "oben drauf" kommen.

Das wird in eurem Fall nicht anders gewesen sein, zumal nicht anzunehmen ist, dass du dir als Verbraucher über etwa in dem Rechnungsbetrag enthaltene Umsatzsteuer überhaupt Gedanken gemacht hast. Der Irrtum war also einseitig auf Seiten des leistenden Unternehmers.

Damit ist dieser Irrtum als einseitige Erwartung einer Vertragspartei aber für dich unerheblich (BGH NJW 1967, 1082; NJW-RR 1986, 708) und der Unternehmer kann von dir nichts nachfordern.

Der Unternehmer wird nun vielmehr aus dem, was er von dir erhalten hat, die Umsatzsteuer herausrechnen müssen (§ 10 Abs. 4 UStG).

Du solltest ihn aber nicht einfach "im Regen stehen" lassen, sondern ihm wenigstens mitteilen, weshalb du seinen Anspruch nicht anerkennst und als unbegründet zurückweist.

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Kommt drauf an.

Wenn du das Haus selbst entkernt hast und anschließend nur den Bauschutt entsorgst, ist die Entsorgung nicht absetzbar.

Hast du hingegen einen Handwerksbetrieb engagiert, dessen vertragliche Hauptleistung in der Entkernung (und ggf. weiteren Sanierungsarbeiten) des Hauses bestand, dann ist die Bauschuttentsorgung Nebenleistung zu dieser Hauptleistung. Da die Sanierung selbst unter § 35a Abs. 3 EStG fällt, ist dann folglich auch die Bauschuttentsorgung begünstigt. Da dabei kein Material verwendet wird, sondern es sich um eine reine Dienstleistung handelt, gibt es auch keine Einschränkung in Bezug auf den in Rechnung gestellten Betrag (abgesehen von dem allgemeinen Höchstbetrag von max. 1.200,00 € Steuerersparnis).

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Deine Tochter wird weder mit dir noch mit deinem Mann zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Sie muss deshalb eine eigene Einkommensteuererklärung abgeben.

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  1. Die 20.000 Euro wären im Falle der Vermietung Werbungskosten; jedoch nicht unmittelbar und sofort, sondern sie stellen Anschaffungskosten dar und sind deshalb über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der erworbenen Wohnung zu verteilen und als Absetzungen für Abnutzung geltend zu machen.
  2. Du könntest dich an den Rechtsanwalt wenden. Er wird dir bestätigen, dass die Steuerforderung des Finanzamts rechtens ist. Also könntest du auch gleich bezahlen und die Kosten für den Rechtsanwalt sparen.
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Stimmt das?

Ja, das stimmt.

Nur eine Rechnung an die Babysitterin stellen?

Wieso willst du der Babysitterin eine Rechnung stellen? Dafür, dass sie bei deinem Baby sitzen darf?

Müsste nicht umgekehrt sie dir eine Rechnung stellen und du sie dafür bezahlen? Wie sonst willst du denn Kosten haben, die du "von der Steuer absetzen" willst?

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Die Zahlung ist als außergewöhnliche Belastung in der Einkommensteuererklärung 2017 geltend zu machen.

Nur die Vorauszahlung einer Behandlung, die sich über mehrere Jahre erstreckt, wäre ein Gestaltungsmissbrauch (FG München 12.05.2014 - 7 K 3486/11).

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Das jedenfalls lese ich überall im Netz und in der Hotline meiner TK wurde mir dies auch bestätigt, doch irgendwie traue ich dem Ganzen nicht, da sich dazu teils auch widersprüchliche Angaben finden lassen.

Und um sicherzugehen, holst deswegen noch weitere unverbindliche Meinungen ein?

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Ich vermute, dass meine Einnahmen bzw. Umsätze im Jahr 2018 zwar die 17.500-, nicht aber die 50.000€-Grenze überschreiten werden.

Was bedeutet das für mich im Jahr 2018?

Nichts. Du hast ja dennoch im laufenden Jahr (2018) die Grenze von 50.000 EUR und im Vorjahr (2017) die Grenze von 17.500 EUR nicht überschritten.

Es gibt aber eine Folge für 2019:

Selbst wenn du im dann laufenden Jahr (2019) die Grenze von 50.000 EUR nicht überschreitest - im Vorjahr (2018) wirst du die Grenze von 17.500 EUR aber überschritten haben. Damit sind 2019 nicht mehr beide Voraussetzungen der Kleinunternehmerschaft gleichzeitig gegeben und du bist aufgrund deines 2018er Umsatzes in 2019 nicht mehr Kleinunternehmer.

Was würde passieren, wenn ich auch im Jahr 2018 die Grenze von 17.500€ nicht erreiche?

Dann bliebest du 2019 Kleinunternehmer.

Muss ich irgendetwas neu beantragen?

Du musst überhaupt nichts beantragen und du hast ja auch bisher nichts beantragt. Die Kleinunternehmerschaft ergibt sich nicht auf Antrag, sondern automatisch aufgrund der Gesetzeslage.

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Ich habe seit ein paar Monaten Nebengewerbe und bekomme vom Finanzamt keine Steuernummer? Sie meint erst wenn ich was verkaufe. Ist das normal?

Leider muss man sagen: Diese Vorgehensweise des Finanzamts ist seit einiger Zeit nicht mehr unnormal.

Damit habe ich nicht gesagt, dass sie legal sei. Vielmehr ist sie nach meiner Überzeugung nicht ansatzweise vom Gesetz gedeckt. Auch die Rechtsprechung sowohl der Finanzgerichte als auch des Bundesfinanzhofes ist in dieser Hinsicht völlig eindeutig, wird aber von der Finanzverwaltung weitgehend ignoriert.

Wie ich in der Praxis beobachte, verfahren immer mehr Finanzämter in der von dir beschriebenen Weise. Ob sie sich dabei von geschriebenen oder ungeschriebenen finanzverwaltungsinternen Anweisungen leiten lassen oder nicht, ist mir nicht bekannt. Ich weiß auch nicht, ob solche Anweisungen existieren. (Falls es sie gibt, sind sie ebenfalls rechtswidrig.)

Hintergrund dieser Verfahrensweise ist, dass die Finanzämter das Vergabeverfahren dazu nutzen, jegliche potenziellen Gefahren für das Steueraufkommen von vornherein zu eliminieren. Beispielsweise sollen Unternehmen, denen der Geruch von Umsatzsteuerkarussells oder Scheinfirmen anhaftet, gar keine Steuernummer erhalten. Dies könnte jedenfalls das Vorgehen in deinem Fall erklären: Das Finanzamt gibt sich erst dann halbwegs überzeugt, dass es dir nicht nur um den Vorsteuerabzug geht, sondern dass du auch tatsächlich Umsätze tätigen willst, wenn du tatsächlich etwas verkaufst. Es setzt sich dabei über die umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften hinweg, die bestimmte Mindestrechnungsinhalte vorschreiben, indem es dir unmöglich macht, diese Vorschriften einzuhalten, wenn du Rechnungen schreibst. Damit zwingt das Finanzamt dich faktisch, entweder unkorrekte Rechnungen zu schreiben (die du dann später korrigieren musst) oder mit dem Rechnungsschreiben zu warten, bis du eine Steuernummer hast.

Um es nochmals klar auszusprechen: Eine Rechtsgrundlage für eine solche Verfahrensweise hat das Finanzamt nicht.

Leider gibt es bisher keine Rechtsprechung dazu, was ein angemessener Zeitraum zur Vergabe einer Steuernummer nach Einreichung des Eröffnungsfragebogens wäre. Das Finanzgericht Hamburg hat aber mit Beschluss vom 30.08.2016 (Az. 6 V 105/16) unmissverständlich formuliert: "Nicht nur die Versagung, sondern auch die Verzögerung der Erteilung einer Steuernummer, kann einen unzulässigen Eingriff in Art. 12 GG darstellen." (Art. 12 GG regelt das Grundrecht auf Berufsfreiheit.)

Gestützt auf diese Rechtsprechung solltest du unnachgiebig und mit hohem Druck auf das Finanzamt dein Verlangen nach einer Steuernummer weiter verfolgen. Zögere nicht, nötigenfalls und binnen kurzer Frist deswegen, wenn nötig, Untätigkeitseinspruch einzulegen*) und vor das Finanzgericht zu ziehen. Andere Praktiker werden dafür dankbar sein, je mehr Rechtsprechung zu diesen Fragen es gibt.

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*) Nach meiner Überzeugung sind maximal 4 Wochen - wenn alle notwendigen Angaben und Informationen dafür vorliegen - ein angemessener Zeitraum, um einen Antrag auf Steuernummer zu prüfen und eine Steuernummer zu erteilen oder die Vergabe per schriftlichem Bescheid abzulehnen. Die Voraussetzungen für § 347 Abs. 1 Satz 2 AO sind deshalb m. E. nach deren Ablauf gegeben.






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obwohl das nicht rechtens ist!

Das ist es anscheinend ja doch. Vermutlich standen die Schätzungen nicht unter Vorbehalt der Nachprüfung, sondern erfolgten als ganz normale Festsetzungen. Du wirst sie ignoriert haben, statt innerhalb der Rechtsbehelfsfrist dagegen Einspruch einzulegen, und so sind sie bestandskräftig geworden. Deshalb darf das Finanzamt gar nicht anders entscheiden als

abgelehnt

Deine Voranmeldungen können daran nichts ändern, weil du deren verspätetes Bekanntwerden selbst und in grober Weise verschuldet zu haben scheinst. Falls du das anders siehst, kannst du gegen den ablehnenden Bescheid ja Einspruch einlegen und darlegen, weshalb du an der Verspätung nicht schuld bist.

Was kann ich tun ?

Von einem Steuerexperten prüfen lassen, ob die Schätzungen bestandskräftig sind. Falls ja, zahlen.

Falls nein, von dem Experten durchsetzen lassen, dass anhand deiner Voranmeldungen veranlagt wird.

Und außerdem: Steuerrechtlichen Rat künftig nicht im Internet oder gar nicht suchen, sondern bei derjenigen Berufsgruppe, die extra dafür geschaffen worden ist: Steuerberater.


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Schon gegoogelt?

Und vielleicht auf die Seite gestoßen, wo man die Nr. beantragen kann?

http://www.bzst.de/DE/Steuern_National/Steuerliche_Identifikationsnummer/steuerid_node.html

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Kann das Finanzamt nach Steuerprüfung Tatbestände ändern , die es jahrelang anerkannt hat ?

Selbstverständlich. Das Finanzamt ist verpflichtet, den zu veranlagenden Sachverhalt in jedem Veranlagungszeitraum neu und gewissenhaft zu prüfen und zu entscheiden. Und wenn es dabei feststellt, dass es früher fehlerhaft entschieden hat oder dass seine Entscheidungen zwar richtig waren, aber die Voraussetzungen dieser Entscheidungen nicht länger gegeben sind, muss es für den aktuellen Veranlagungszeitraum eine andere Entscheidung treffen.

Plakativ formuliert: Niemand hat Anspruch auf die Fortsetzung einmal begonnenen Unrechts.


gibt es so etwas wie " Treu und Glauben " ?

Treu und Glauben gibt es nur im Zivilrecht, aber nicht im Verwaltungsrecht. Dort heißt das "Prinzip der Folgerichtigkeit" und gilt nur unter der oben beschriebenen Einschränkung.


Kann ich ein Kraftrad zur Privatnutzung ansetzen ?

Du willst den Anscheinsbeweis, nach dem du das betriebliche Kfz auch privat nutzt, dadurch erschüttern, dass du außerdem ein privates Kraftrad hast. Das wird nicht funktionieren. Es würde nicht mal dann funktionieren, wenn du privat einen Pkw hättest. Die Rechtsprechung lässt die Erschütterung des Anscheinsbeweises nämlich mittlerweile nur noch durch ein Fahrtenbuch zu.

Allerdings reden wir hier ja nicht von einem Pkw, sondern einem Transporter im Betriebsvermögen. Aber auch für einen solchen hat das Finanzgericht München gesagt, es sei generell zu vermuten, dass der auch privat genutzt werde (FG München, Beschluss vom 11.06.2008, 10 V 1084/08). Der Beschluss ist rechtskräftig.

Es handelt sich aber nur um eine FG-Rechtsprechung, keine des Bundesfinanzhofes, zu dem es zur Frage der Privatnutzung von Kleintransportern noch keine gibt. Wenn das Finanzamt also auch im Einspruchsverfahren an seiner Meinung festhält, klage dagegen, verliere den Prozess vor dem FG und beantrage Revision vor dem BFH, damit der sich auch endlich dazu äußern kann.


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wollte fragen, ob ich dafür ein Gewerbe oder ein Kleinunternehmen anmelden soll?

Wo siehst du da einen Unterschied? Ein Gewerbetreibender kann doch Kleinunternehmer sein, genauso wie ein Freiberufler, eine GmbH, eine Aktiengesellschaft oder ein Verein. Siehe § 19 Abs. 1 UStG.

Und noch eine Frage, wäre er es erlaubt mich bei dem Kunsttransport
einmal als 450 Euro Job anzumelden und den Rest auf Rechnung zu
schreiben?

Erlaubt ist eine solche Anmeldung. Welche sozialversicherungs- bzw. steuerrechtlichen Folgen sich daraus ergeben, steht auf einem anderen Blatt und die sähen vermutlich auch anders aus als du dir mit dieser Anmeldung versprichst.

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Kann meine GmbH, in der es nur mich und sonst kein Personal gibt, ihrer
Geschäftstätigkeit nachgehen, wenn ich aus Spanien die Geschäftsführung
und alles Nötige erledige?

Selbstverständlich. Schließlich zieht ja nicht die GmbH nach Spanien um, sondern du.

Oder muss es hier in Deutschland Personal geben?

Müssen muss gar nichts.

Würde die GmbH nur in Deutschland besteuert oder auch in Spanien aufgrund der Geschäftsleitung (mir)?

Kommt drauf an.

Wenn es so ist, wie du oben schreibst:

Es wäre nur ein Büro vorhanden (, das den steuerrechtlichen Vorschriften
entspricht) und dass ich ein paar Tage im Jahr nutzen würde.

könnte das dafür sprechen, dass die Geschäftsleitung von Deutschland aus erfolgt. In diesem Falle läge das Besteuerungsrecht (für die Ertragsteuern) ausschließlich bei Deutschland. 

Anders wäre es, wenn man bei objektiver Beurteilung zu dem Schluss kommen würde, dass du die maßgeblichen geschäftsleitenden Entschlüsse und Maßnahmen unter spanischer Sonne fasst. Dann wäre allein Spanien berechtigt, die Erträge dieser deutschen GmbH zu besteuern (Art. 7 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. Art. 5 Abs. 2 Buchst. a DBA Spanien).

AStG?

Das hat damit gar nichts zu tun.

In welcher Form würde ich mir am besten Geld auszahlen lassen?

Cash. Was man hat, das hat man.

Gehalt?

Ja.

Dividenden?

Ja.

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