Lukrativer Nebenjob oder Betrug? ( Ergo Pro)

8 Antworten

Ich hatte auch bereits mit dem Gedanken gespielt, bei der Ergo Pro einzusteigen. Aber nachdem was ich so alles im Internet gelesen habe, war mir das alles eine Nummer zu kompliziert.

Nun mache ich kleine Jobs bei dem Portal firstintermedia. Bei firstintermedia kann man natürlich nicht so gut verdienen wie bei Ergo Pro, aber dafür ist es viel einfacher durchzuführen.

Wenn man bei der Ergo Pro arbeiten möchte, sollte man sich natürlich aus etwas mit der Materie auskennen. Eine entsprechende Ausbildung in diese Richtung würde da sicherlich helfen. Das war bei mir aber auch nicht der Fall, was zusätzlich ein Grund dafür war, mir was anderes zu suchen.

Die ERgo ist nämlich eine sehr angesehene und kometente Firma im Finanzwesen. Deshalb muss auch jeder der dort einsteigen will, eine entsprechende Kompetenz mit einbringen.

Du hast die Möglichkeit damit Geld zu verdienen. Du musst aber eine sehr starke Ausdauer haben. Du lernst nebenbei deine Persönlichkeit zu entwickeln und mit Menschen umzugehen. Tatsächlich sind die Produkte der Ergo kein Schrott, wie hier beschrieben. Die Ergo gehört mit zu den besten Finanzdienstleistern und hat im ntv Test 2020 mit den fongsgebundenen Sparplänen Platz 1 Deutschlandweit erreicht. Also, falls jemand Interesse hat über das Thema mehr zu erfahren, kann er sich gerne bei mir melden. Es ist immer besser, wenn man solche Informationen nicht von Außenstehenden bekommt, die sich nur durch Gerüchte informiert haben. Man sollte sich mit Leuten unterhalten, die sich wirklich damit auseinandersetzen. Liebe Grüße :)

ich finde hier die Kommentare sehr veraltet, die ERGO erzielt Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir das keine so große Firma eine so lange Zeit so eine Masche führen kann ohne aufzufliegen, das Vertriebssystem der ERGO gibt es schon seit 1977. In unserer heutigen Zeit kann man keinen Nachhaltigen Vertrieb aufbauen wenn es unseriös wäre. Wenn ich ehrliches Interesse an dem Job hätte würde ich mir die Fakten einholen und nicht meine Meinung beeinflussen lassen von Leuten die nicht kredibel sind. Produktvergleich oder mal den Mitarbeitervertrag einfordern.

Bis zu 12.000 € innerhalb 3-9 Monaten wären möglich

Nicht am Anfang. Diese Summen sind zwar möglich in einem Strukturvertrieb aber nicht durch nichts-tun. Auch stößt mir diese Aussage etwas übel auf, da man den Leuten immer noch nicht verrät, dass es eben in den unteren Stufen alles andere als üppig zugeht.

Ich kenne Menschen die ernsthaft, seriös und mit Hingabe Strukturvertrieb betreiben, diese sind aber nicht erfolglich geworden im vorbeigehen und auch nicht in den ersten Monaten, quasi nebenbei. Dahinter steckt viel Einsatz, Lernbereitschaft und jahrelange Fort- und Weiterbildung aus dem eigenen Antrieb heraus.

Meine Aufgabe bestehe darin, Gespräche mit Kunden zu führen, sowie Vorstellungsgespräche mit Leuten, die bei Ergo Pro einsteigen wollten.

Neukundenaquise und der Aufbau der eigenen Struktur. Strukturvertrieb eben.

Schon da würde ich nach Aussage der Chefin Geld verdienen, an die 100- 200 € für ein einstündiges Gespräch.

Ja, wenn etwas abgeschlossen wird. Nur für das da sitzen nicht. Ich kann die "Chefin" (ist sie eigentlich nicht, da jeder im Strukturvertrieb selbständig ist) nicht einschätzen, wie die arbeitet. Aber ein seriöser Vermittler/Makler/Berater nimmt beim Ersttermin keinen Antrag auf. Es sollte hier erstmal der Bedarf ermittelt werden, und dann wie dieser sinnvoll geschlossen werden kann. Die Abdrückermentalität hat dem Verein in der Vergangenheit durchaus Ärger eingebracht und wer heute noch so arbeitet wird nicht lange da sein.

Sollte ich irgendwann auch Leute für die Ergo Pro anwerben, bekäme ich einen kleinen Teil ihrer Einkünfte noch zu der üblichen Provision.

Das ist ja der Sinn von Strukturvertrieb, das Partizipieren an den Umsätzen deiner unterstellten Geschäftspartner.

In meiner Zeit als "Azubi" hätte ich keine Kosten für mehrere Schulungen und Seminare zu tragen, dies würde von Ergo übernommen werden.

Stimmt auch. Aber diese Ausbildung ist nicht durch die Bank verpflichtend und du musst unterteilen zwischen den Fachthemen und den Führungsthemen. Die Fachthemen sind wichtig wenn du Versicherungsfachmann oder später Kaufmann machen willst. Die Führungsthemen sind selbsterklärend.

Für mich klingt dieses Angebot völlig utopisch und ich weiß nicht so recht, inwieweit ich darauf vertrauen kann.

Vom rein theoretischen Prinzip funktioniert ein Strukturvertrieb. Aber im wahren Leben gibt es nunmal nicht nur Zahlen sondern echte Menschen, mit unterschiedlichen Zielen und Persönlichkeiten. Nicht jeder funktioniert da auf Knopfdruck und liefert Umsatz ab. Darum sagte ich ja eingangs dieses Geld im Vorbeigehen zu verdienen entspricht nicht der Realität.

Auf der einen Seite wirkt Ergo relativ seriös ( Sexpartys in Osteuropa auf Kosten des Beitragzahlers mal ausgenommen ;-) ), auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass man als junger Erwachsener so viel Geld verdienen kann durch eher anspruchslose Tätigkeiten.
  • ERGO ist der zweitgrößte Filialversicherer
  • Es ist möglich aber es schafft bei weitem nicht jeder
  • Du hast nur die Produkte der ERGO und ausgewählter Ko-Op-Partner und nicht in jedem Segment sind das die Marktspitzen.

Aber das eine Tätigkeit anspruchslos sei, kann so nicht stehen bleiben. Der Altersvorsorgemarkt ist komplex und es ändert sich laufend etwas. Hier spielen auch viele steuer- und sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen mit hinein. Bei der betrieblichen Altersvorsorge kommt noch Arbeits- und Tarifrecht dazu und wer hier Geld verdienen und kompetent sein will schafft das nur durch ständige Aus- und Weiterbildung, vor allem im Eigenstudium.

Auch die Führungsthematik ist nicht anspruchslos. Das Führen von Mitarbeitern ist etwas das vielen Menschen abgeht. Frag mal in deinem Freundes- und Bekanntenkreis nach dem Arbeitsklima in deren Betrieben. Kennst du Menschen, die sich über ihren Job oder ihre Vorgesetzten beschweren?

Wie kann sich die Ergo das leisten, jemand so gut zu entlohnen?

Ganz einfach, 0 Umsatz = 0 € Verdienst. Und wenn du Umsatz bewegst erhälst du dafür eine Provision. Selbständig eben.


Im Internet finde ich eher wenig zu meinem Problem und ich weiß nicht, ob ich dem Ganzen überhaupt eine Chance geben sollte.

Hier kann niemand in dich hinein sehen und sagen wie geartet du bist. Wenn du dies als "Nebenjob" siehst als Alternative zur Arbeit an der Kasse bei einem Discounter oder in der Gastronomie, solltest du es lassen. Denn das ist es nicht.

Wenn du ein zweites berufliches Standbein suchst, Durchhaltevermögen hast und ein Interesse an Finanzprodukten und Dienstleistung, kann dies ein Einstieg sein.

Ich hab vor knapp 10 Jahren auch in einem Strukturvertrieb angefangen und mich irgendwann davon gelöst und micht weiterentwickelt. Gab gute aber auch schlechte Erfahrungen.

Entschuldigung für die lange Antwort.

das ist ERGO Pro und nicht DIE ERGO

0
@HilfeHilfe
das ist ERGO Pro und nicht DIE ERGO

Es sind die Produkte der ERGO Gruppe und es ist der Konzern, für die die Vermittler der ERGO Pro in der Ausschließlichkeit tätig sind.

0

ausgerichtet. Es würde Aussage gegen Aussage stehen.

Naja, jedenfalls dämmerte mir dann in dem Moment sehr vieles. Es gibt wohl kaum einen „Neueinsteiger“, der jemals überhaupt diese „zweite“ Stufe erreichen wird, die ominösen Außendienstler, die für die Leute der Stufe Zwei (was wir ja sogut wie sein sollten) später arbeiten sollen (mein Einarbeiter selber war “seltsamerweise“ auch noch immer Stufe zwei, obwohl mir schon die Stufe drei nach nur 6 Monaten in Aussicht gestellt wurde (Verdienste um die 10-20.000 Brutto) und er schon länger dabei war), sollte niemand anderer als wir selbst sein, wir alle, die Teilnehmer des Seminars. Und wir bringen (wenn man es denn wirklich der ein oder andere macht und versucht) die wenigen Verträge, die auf diese Art und Weise durch Abklappern der Verwandten und Bekannten abgeschlossen werden (ich sollte dann doch wenigstens 2-3 der Leute aufsuchen, denn die würden dann ja wieder Empfehlungen geben, so dass ich schon irgendwie zu den 20 Gesprächen kommen würde, dass ich die Verwandten und Bekannten meiner Verwandten und Bekannten aber auch meist kenne und die demzufolge eh schon auf der Liste stehen würden, spielte dabei keine Rolle). Der eigentliche Selbstläufer zu einem tollen Job war nicht nur der Haken an der Sache, er ist die ganze Sache selbst. Das ist die Gewinnung von Außendienstlern und der Erwerb von Adressdaten. Es gibt auch überhaupt keine Extra-Seminare für Außendienstler (gut, hat auch nie jemand wirklich behauptet, es hieß immer nur, dass diese später auf Seminare gehen würden – jetzt ist mir klar, dass das genau das selbe ist und das jeden Monat passiert), denn das waren wir ja für die wenigen dort Arbeitenden (Einarbeiter, Chefs und Personalerin)). Sondern es wird jedem, der überhaupt Arbeit sucht von Beginn an erklärt, dass er nur mal schnell nebenher die Einarbeitung machen muss und dann lebenslang andere für sich arbeiten lassen kann und dafür viel Geld bekommt. Dass das aber nie passieren wird (oder vielleicht nur einer von 50 schafft, der ein echter Verkäufertyp ist, dazu aalglatt und eiskalt (das sind für mich Voraussetzungen)) wird nirgendwo erwähnt. Jeder der Teilnehmer wird mit dem Versprechen auf diese Stufe zwei (ohne dass man dann noch selber verkaufen muss) dahin gelockt und niemand wird extra als Außendienstler eingestellt oder angeworben! Ja, wer würde das auch freiwillig machen!!! Obwohl mir hier zuvor gesagt wurde, dass die Außendienstler, die ich dann ja in Stufe zwei später betreuen sollte (die es im Übrigen (wen wundert es im Nachhinein) noch gar nicht gab, also auch kein Betreuen von gestandenen Versicherungsvertretern, die wissen was sie tun!) aus einem Riesen-Stapel vorliegender Bewerbungen ausgesucht werden würde (nebenbei wurde dann mal erwähnt, dass es eigentlich wohl auch fast nur Studenten im Nebenjob wären oder eben Hausfrauen und Muttis, die das nebenher machen). Alles nur Vortäuschung und Verschleierung, um an ein paar wenige Adressen zu kommen. Arme Ergo, armes Deutschland, dass so etwas erlaubt ist. Nachdem mir das alles klar wurde, habe ich den beiden nochmals kräftig meine Meinung gesagt und Ihnen auch klar gemacht, was ich von diesem unseriösen Geschäftspraktiken halte und mich verabschiedet. Natürlich bin ich wütend über die vergeudete Zeit auf dem Seminar (ein komplettes Wochenende) und auch über das sinnlos ausgegebene Geld (alles in Allem ca. 200 EUR). Machen kann ich leider nicht viel, außer zu versuchen, dass nicht noch mehr verzweifelte Arbeitslose, Hausfrauen oder Studenten (die eh schon kein Geld haben) ihr Geld und ihre Zeit sinnlos verlieren und diesen Betrügern und Drückern helfen Geld zu verdienen, denn alle Stufen des Vertriebs verdienen hier mit und das sind weit mehr als 2-3, meinen Informationen nach geht es bis zur sechs. Einige wenige werden hier reich und verdienen sich eine goldene Nase, während ein paar Skrupellose jeden Monat ein paar mehr Dumme suchen, die ihre Bekannten und Verwandten bequatschen. Deswegen auch dieser Bericht. Ich kann beschwören, dass dies meine eigenen Erlebnisse sind und der Wahrheit entsprechen. Beweisen kann ich es nur insofern, dass ich Material und Skizzen und einen (am Ende 200 EUR teuren) Kugelschreiber mitbekommen habe, leider habe ich keine Aufzeichnungen der Gespräche (Gesprächsmitschnitte) gemacht. Wer es dennoch selbst mal versuchen will, dem rate ich die Gespräche (heimlich natürlich, oder auch offiziell – dann ist aber garantiert an der Stelle Schluss) mitzuschneiden! Dann hat man vielleicht später sogar eine gewisse Chance auf Schadenersatzklage. Wenn ich einige davon abhalten kann diesen Betrügern auf den Leim zu gehen oder am Ende dazu beitragen kann die Geschäftsgebaren auf lange Sicht zu unterbinden, dann hat der Beitrag und auch mein Verlust wenigstens ein bisschen was bewirkt. Vielen Dank fürs Lesen.

Was möchtest Du wissen?