Frage von kostonix, 54

Immobilienkauf in Zwangsversteigerung - Folgen einer Höchstbetragssicherungshypothek im Grundbuch?

Hallo, ich interessiere mich für ein Haus zum Kauf, das im Rahmen einer Zwangsversteigerung veräußert wird. Im Grundbuch in Abteilung III ist eine Höchstbetragssicherungshypothek in ansehnlicher Größe eingetragen. Wird diese mit Zuschlag gelöscht oder muss ich mich damit noch jahrelang rumschlagen? Wie sind die konkreten Folgen dieser Eintragung?

Antwort
von wfwbinder, 45

Die Zwangshypothek wird bei der Ersteigerung gelöscht. Der, für den die Hypothek eingetragen wurde, erhält Geld aus dem von Dir geleisteten Kaufpreis, wenn denn die Rechte, die im Rang vor seiner liegen, befriedigt sind.

Du solltest aber prüfen, ob öffentliche Abgaben rückständig sind, denn die müsstest Du tragen. Rückstände für Strom und Wasser aber nicht.

Kommentar von Sabine1302 ,

Es handelt sich im angefragtten Fall NICHT um eine Zwangshypothek......

Antwort
von topbaugutachter, 32

Der Sinn einer Zwangsversteigerung ist gerade das Geld für diese Hypothek einzutreiben. Kein würde ein Gebot abgeben wenn er statt der Immo nur die Schulden kauft. Frage einfach den der die Zwangsversteigerung betreibt (Amt), der wird dir die Regeln genau und sicher erklären. Meist steht in den Beschreibungen der Vertseigerung das die Lastenfrei versteigert wird.

Antwort
von hildefeuer, 35

Finger weg! Das lassen sich gern Gemeinden und Städte eintragen um so den weiterverkauf der Immobilie zu unterbinden. Wg Grundstückspekulation, und erbrachter Sozialleistungen. Google den Begriff mal, dann merkst Du worum es geht. Das wird nicht ausgetragen.

Kommentar von Sabine1302 ,

ähhhh.....Diese Art von Hypothek ist ganz normal und hat mit dem was du schreibst nichts zu tun.......

Antwort
von Franzl0503, 36

Kostonix:

Betreibt der Gläubiger eines im Range nach der Höchstbetragshypothek (H) eingetragenen Grundpfandrechts die Zwangsversteigerung und tritt der Gläubiger der H dem Verfahren nicht bei, bleibt die H bestehen und ist vom Meistbieter zu übernehmem.

Dir bleibt es in diesem Fall unbenommen, mit dem Gläubiger zu klären, unter welchen Vorausssetzungen er mit der Löschung einverstanden ist. 

Antwort
von Sabine1302, 19

Sicher betreibt der Gläubiger der Hypothek die Zwangsversteigerung. Wenn dem so ist, erhält er den Kaufpreis und die Hypothek wird gelöscht. Die Hypothek wurde als Sicherheit für ein Darlehen, welches personengebunden ist , eingetragen. Im Falle einer Sicherheitenverwertung im Rahmen der Zwangsversteigerung werden die Gelder an die Gläubiger nach Rang verteilt und die Hypothek gelöscht.

Anders ist es auch garnicht sinnig....Mit der Hypothek ist ein Darlehensvertrag verknüpft, das Haus ist die Sicherheit. Wenn das Haus den Eigentümer wechselt, müßte ja, damit die Hypothek bestehen bleibt, auch der Darlehensvertrag den "Besitzer" wechseln, denn beides ist miteinander verbunden und läuft auf den Namen des Schuldners. Wenn die Sicherheit verwertet wird, wird der Erlös bis zum in dem in der Hypothek genannten  Höchstbetrag  an den Gläubiger ausgezahlt. Verbleibende Beträge gehen direkt an den bisherigen Eigentümer.

In einer Höchstbetragshypothek ist nicht nur der Darlehensbetrag erfasst sondern auch die wahrscheinlich während der Laufzeit auflaufenden Zinsen, wodurch die Beträge so hoch erscheinen.

h

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