Handwerkerrechnung was bleibt am Ende über?

5 Antworten

"Abdrücken" muss er überhaupt nichts. Das korrekte Wort heisst "zahlen".

Und mein Vater heisst nicht "Staat", sondern der hat einen anderen Namen.

Und das, was er "zahlt" (nicht "abdrückt"!), nennt sich "Steuer".

Diese wiederum wird u.a. dazu verwendet, vielen der Forumsteilnehmer in Form von ALGI, ALGII, Kindergeld usw. ein gewisses Einkommen in unterschiedlichster Form zu leisten.

Stammtischsprache ist ja manchmal ganz lustig, aber bei derartigen Fragen unangebracht. Sinnvoller für Fragen ist eine sachlich zutreffende Ausdrucksweise.

Einkommenssteuer fällt nur auf den Gewinn an. Der lässt sich anhand der Rechnung überhaupt nicht feststellen. Es ist durchaus möglich, dass Material in Höhe von 2.500 Euro berechnet werden und der Handwerker dieses Material für 1.500 Euro eingekauft hat. Somit auch aus dem Material ein Gewinn von 1.000 Euro.

Wie bereits von anderen geschrieben können dann diverse Kosten gegengerechnet werden, die mit der Rechnung nichts zu haben.

Na gut, auf die einzelne Rechnung gesehen müsste man eigentlich auf Jahr hoch rechnen und dann das wieder auf die einzelne Rechnung runterbrechen.

vom Arbeitslohn müssen bei einem Handwerksbetrieb ja gezahlt werden:

Kosten für die Anfahrt,

Kleinmaterial

Miete für Geschäftsräume/Lager

Werbung

Versicherungen

Telefon, Internet

Bürobedarf

Steuerberater

usw. usw. usw.

Dann ist man irgendwann beim Gewinn.

Hiervon muss der Handwerker seine Krankenversicherung, Altersvorsorge usw. zahlen und zwar nicht nur den Arbeitnehmeranteil, sondern die volle Summe.

Wenn Du mal davon Ausgehst, das er die Arbeitsstunde mit 90 Euro abrechnet, dann wären das im Idealfall um die 9.000,- pro Monat, weil ja viele Zeiten vorhanden sind, die er nicht abrechnen kann.

Je nach Kostenstruktur, hätte er dann so 2.000,- bis 3.500,- netto

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Also der Handwerker muss von der Rechnung die Vorsteuer abdrücken und die Einkommensteuer? Einkommensteuer muss nur auf den Gewinn gezahlt werden, heißt nur auf den Arbeitslohn? oder sogar noch weniger nach Abzug seiner Kosten?
Also nochmal bezogen auf die Rechnung von 4046€ brutto. Was muss der Handwerker ca. nur an den Vaterstaat abdrücken? 19% Vorsteuer und wie berechnet man davon die Einkommenssteuer? Darum geht es mir. Natürlich verstehe ich das man das runterbrechen muss, aber ich benötige einen ungefähren Anhaltspunkt. Ist das möglich?

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@xGMaiKy

Schade, dass Du die gute Antwort von wfw nicht verstehst. Besser kann man das nicht beanrworten.

Wenn Du als Kunde unzufrieden bist und evtl. Wucher vermutest, frag ggf. bei der Verbraucherzentrale nach.

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Einkommensteuer wird doch nur auf den Gewinn fällig? Also was ist der Gewinn ca. bei einer Rechnung mit 4000€ brutto und davon 3000€ brutto materialkosten? Ohne jetzt seine Kosten zu berücksichtigen, ist sein gewinn doch grundsätzlich die Differenz von 1000€ brutto richtig? das bedeutet darauf fallen 36% Steuern an. Also 360€ korrekt?

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@xGMaiKy

Löse Dich doch erstmal von Deiner Bruttorechnung. Die Umsatzsteuer lasse völlig raus, die geht an das Finanzamt und ist für den Unternehmer ein durchlaufender Posten.

Ausserdem, woher weißt Du, dass er das Material, was er mit 2.500,- in Rechnung stllt, selbst auch 2.500,- zahlt? kann doch sein, dass er beim Baustoffhändler 10 % Rabatt bekommt.

von diesem Rohgewinn, egal ob nun die 900,- die Du errechnet hast, oder 1.000,- muss eralle Kosten bestreiten, die ich oben schon aufgeführt habe.

Vom Gewinn die privaten Kosten. Dann auf den Gewinn die Gewerbe- und Einkommensteuer.

Deine 36 % Steuer kann ich nicht nachvollziehen.

Macht er 20.000,- Gewinn pro Jahr, wären es eventuell 2.000,- (10 %) und macht er 50.000,- pro Jahr sind es 10.000,- (20 %) und bei 80.000,- im Jahr 24.000,- (30 %). Wir haben nämlich einen Progressiven Einkommensteuertarif.

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@Andri123 und danke für deine positive Ausstrahlung!

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