Gibt es eine grobe Berechnung für den Versorgungausgleich (Rente)?

Meine Frau und ich sind beide berufstätig und leben frisch getrennt. Da meine "Noch Ehefrau" 8 Jahre Jünger ist muss sie bis zum Erhalt Ihrer Rente weiterhin arbeiten. Ich werde unter "Voll Abzug" im nächsten Jahr die vorzeitige Rente beantragen.

Von einer Scheidung haben wir wegen der Kosten und Aufteilung vorerst Abstand genommen. Zum einen erhoffe ich mir eine Rentenzahlung bei der nur der vorzeitige Rentenbeginn in Abzug gebracht wird, und zum Anderen ein Ansteigen der Entgeldpunkte bei meiner Ehefrau.

Frage 1: Gibt es für die Berechnung des Versorgungsausgleichs eine Faustformel?

Frage 2: Ist meine Annahme richtig, das jedes Jahr in dem meine Frau arbeitet, von Ihr Entgeldpunkte angesammelt werden, die den Versorgungsausgleich später reduzieren?

Frage 3: Kann es sein, das bei sofortiger Scheidung mehr als 50% (in Geldwert!) als Versorgungsausgleich abgezogen wird -

Beispiel : Rentenanspruch zum Tag der Scheidung Ich= 2.000,- Frau= 1.000,- Differenz=1.000,- Ich hatte das so verstanden, das die Differenz (1.000,-) zu 50% ihr zusteht Kann der Abzug auch höher ausfallen?

Annahme von mir: Bei meiner Denkweise würde sie, wenn Sie nun bis zum erreichen der Rentenzeit weiterarbeitet, eine höhere Rente bekommen als ich !! Mache ich da einen Denkfehler? Ich weiß es hört sich komplex an - ist aber wohl auch :-)

Danke

Rentenversicherung, Altersvorsorge, Rente, scheidung, Scheidungsrecht, Rentenhöhe, Versorgungsausgleich
4 Antworten
Scheidungsunterhalt bei Mini-Rente sowie Hartz-IV-Bezug

Mein 64-jähriger Mann ist ausgezogen und will nach 30 Jahren die Scheidung. Er bezieht inzwischen eine Rente in Höhe von ca. 600 Euro, wohnt in seinem eigenen Haus (3 Wohnungen), das er geerbt hat (wir haben Gütertrennung). Inzwischen hat er noch eine Wohnung davon offiziell für 350,-- Euro an seine 29-jährige Geliebte vermietet, die Hartz-IV bezieht. Ich bezweifle, dass die Dame die Miete tatsächlich zahlt, weil er kürzlich mal erwähnte, sie würde ihm die Miete bar übergeben, da sie keinen Dauerauftrag zwecks Mietüberweisung hätte. Ich selber bin Hartz-IV-Empfängerin und lebe mit der gemeinsamen 22jährigen Tochter zusammen in einer Wohnung. Die Tochter hat einige Semester studiert, weswegen sie dann komplett vom Hartz-IV-Bezug ausgeschlossen war. Jetzt wird wohl eine Exmatrikulation stattfinden und neuerlicher Hartz-IV-Bezug, bis dementsprechende Arbeit oder Ausbildung gefunden ist, d.h. wir würden dann für 2 Personen wieder Hartz IV bekommen. Wie sieht es denn bei einer Scheidung aus, muss einer von uns beiden dem anderen Unterhalt bezahlen? Außerdem habe ich die Möglichkeit, demnächst einen 450,-- Euro-Job zu bekommen, wovon ich ja lt. Jobcenter 170,-- behalten dürfte. Ich mache mir jetzt Sorgen darüber, dass ich diesem Menschen möglicherweise noch Unterhalt zahlen muss. Der Hartz-IV-Bezug meiner Tochter würde ja wohl hoffentlich nicht dazugerechnet werden.

Außerdem käme ja auch noch der Versorgungsausgleich dazu, der von Amts wegen durchgeführt wird. Durch diesen VA bekäme ich wieder Rentenanteile von ihm dazugerechnet, da er mehr verdient hat als ich. Das müsste ja dann wieder von seiner Rente abgezogen werden, so dass ich dann vielleicht wieder eher unterhaltspflichtig ihm gegenüber wäre?

Rente, Familienrecht, jobcenter, scheidung, unterhalt, Arbeitslosengeld II, Versorgungsausgleich
2 Antworten
Weiterer Unterhaltsanspruch der Ex-Frau trotz Altersrente beider Partner? Und wenn ja, wie viel?

Hallo!

Mein Mann und ich versuchen, eine Antwort auf folgende Frage zu finden und stoßen auf unterschiedliche Informationen:

mein Mann wurde 1997 nach 20 Ehejahren geschieden, der Unterhalt für die Ex-Frau berechnet. Sie selbst hat bis Dezember 2014 in einer 3/4-Stelle gearbeitet, bezieht jetzt Altersrente und bekommt weiterhin Unterhalt von meinem Mann, der erst Ende dieses Jahres in Altersrente gehen wird.

Nun gibt es ja den berechneten Versorgungsausgleich, den sie ja bekommt, sobald mein Mann in Rente geht.

Meine Frage ist nun: Wie ist das mit dem weiteren Unterhalt geregelt? Ich habe diese Hälfte/Hälfte-Regelung gefunden, verstehe aber nicht wirklich, wann und wie sie angewandt wird, und ob der Unterhalt weiter gezahlt werden muss. Vor allem:

Wonach wird der dann zu zahlende Unterhalt (mein Mann "verdient" in der Rente ja auch weniger) berechnet und wird der Differenzbetrag der Hälfte/Hälfte-Regung mit dem Versorgungsausgleich verrechnet?

Beispiel: Mann 1500 Euro Rente Frau 800 Euro = 700 Euro Differenz : 2 = 350 Euro Frau kriegt diese 350 Euro dazu - wenn ich es richtig verstanden habe.

Werden diese 350 Euro nun auf den sowieso schon bestehenden Versorgungsausgleich angerechnet oder müsste mein Mann dann "doppelt" zahlen?

Vor allem: wer hat explizit festgelegt, ob mein Mann lebenslang Unterhalt zahlen muss? Bisher waren wir davon ausgegangen, dass sich dieses leidige Thema mit dem Renteneintritt meines Mannes endlich erledigt hätte :-(

Ich hoffe, dass ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt habe, das ganze Thema verwirrt mich!

Ich freue mich auf Antwort und sage jetzt schon mal Dankeschön!

Unterhaltsanspruch, Versorgungsausgleich
1 Antwort

Meistgelesene Fragen zum Thema Versorgungsausgleich