Ist das Kind jetzt rückwirkend für 2015 auf der Steuerkarte zu ändern (Berechnungsgrundlage für mein ALG1)?

Lässt sich der Kinderfreibetrag rückwirkend verändern? Mein Ex-Mann hat vor einigen Jahren einmal einfach unseren gemeinsamen Sohn komplett auf seiner Karte eintragen lassen, ohne mich zu fragen. Das Finanzamt hat ohne Rücksprache mit mir zu halten, unseren Sohn, der noch im Studium ist und schon seit 5 Jahren eine eigene Wohnung hat, von meiner Steuerkarte runtergenommen. Gemerkt hab ich das erst, als ich auf einmal Steuetn nachzahlen sollte, anstatt etwas zurückzuhalten. Nun beziehe ich seit Juni ALG I und erhalte statt 67% nur 60%. Auf meinen Widerspruch reagierte die Arbeitsagentur mit Ablehnung, mit der Begründung, dass ich kein Kind auf der Steuerkarte hätte. Ist das Kind jetzt rückwirkend für 2015 auf der Steuerkarte zu ändern (2015 als Berechnungsgrundlage für mein Alg I)? Mein Ex-Mann will mir die Differenz nicht zahlen, was in meinem Fall €200, -- monatlich sind und meint, ich könnte das ja ändern lassen. Er verfügt über ein monatliches Einkommen von über €6000,--brutto, seine Frau ebenfalls. Sie werden mit Steuerklasse 4 veranlagt und haben noch ein weiteres gemeinsames Kind auf der Steuerkarte.

Er hat mir die letzten Jahre das, was ich durch seine Änderungen an Steuern nachzahlen musste, sowie die Differenz zu dem, was ich normalerweise bekommen hätte, gezahlt,  weil für ihn der steuerliche Vorteil dennoch größer gewesen ist. Daher hab ich auch keinen Nachweis auf meiner Einkommenssteuererklärung. Und das Kindergeld lief ebenfalls über ihn seit unser Sohn volljährig ist. Ich hatte dann der Agentur für Arbeit die Bescheinigung der Familienkasse darüber, dass unser Sohn noch kindergeldberechtigt ist (die ich meinen Exmann gebeten hatte, sich ausstellen zu lassen),  sowie die Geburtsurkunde unseres Sohnes als Nachweis darüber, dass ich die Mutter bin, hingeschickt. Doch die Agentur meinte, dass das nicht relevant sei, sondern ausschlaggebend der Eintrag über ein Kind auf der Steuerkarte. 😢

Mir fällt jetzt ein, dass das gleiche Problem auch für mein Übergangsgeld während meiner Reha besteht und ebenfalls noch zu klären ist.  Für mich ist das enorm viel Geld, und ich bin Hauptverdienerin in unserer Familie. Mein Mann verdient noch weniger, ist älter und ebenfalls chronisch krank,  so dass wir auf diese €200, -- monatlich mehr wirklich angewiesen sind. Durch meine lange Krankheit und das geringere Krankengeld haben wir alle Reserven aufgebraucht und stehen finanziell kurz vor der Pleite, d.h. dass uns das Konto dicht gemacht wird. Und noch weiter einschränken ist wegen der festen laufenden Kosten nicht möglich. 😢

Ich brauche ganz dringend Hilfe und Unterstützung und freue mich sehr über Antworten.

alg1, Finanzamt, Kinderfreibetrag, Steuern, steuerkarte
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Kinderfreibetrag bei Eink.St.Erklärung 2012
  1. Frage: Wo bitte wird denn der so häufig erwähnte Kinderfreibetrag eingetragen? Mein Fall: Mein Partner ist in 2012 getrennt lebend gewesen bzw. Mitte 2012 geschieden worden. Er zahlte einen Unterhalts-Gesamtbetrag (1350 Euro mtl.) (für Ehefrau und Tochter) an die Ehefrau, bei der die mittlerweile volljährige Tochter wohnte. Nun hat er die Anlage U (für die Unterhaltsbeträge an die Ex-Frau) soweit ausgefüllt und auch die Anlage K.
  2. Frage: da müsste er, wie ich es verstanden habe, in Anlage K, Zeile 6, Feld 15, ("Anspruch auf Kindergeld oder vergleichbare Leistungen in 2012) da wohl das halbe Kindergeld 2012 eintragen (also 1/2 von 12 x 184 Euro = 1.104 Euro). richtig?
  3. Frage:Meine Befürchtung: hätte er sich einen halben Kinderfreibetrag auf seiner Lohnsteuerkarte eintragen lassen müssen?
  4. Frage: Falls die Befürchtung "richtig" ist zur 3. Frage: kann man dann noch irgendwie diesen falsch dargestellten Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte "heilen"? Wenn ja: wie`?
  5. Frage: nun wird's knifflig: als ich letzte Woche die Vordrucke beim FA holte, meinte die FA-Beamtin: "da ziehen Sie einfach von den 1.350 Euro den Kindesunterhalt lt. Düsseldorfer Tabelle ab - und sie haben den maßgeblichen Betrag des Unterhalts an die Ex-Ehefrau. Somit bin ich in die Düsseldorfer Tabelle eingestiegen und hab' den Betrag ermittelt, der als "Zahlbetrag" ausgewiesen war (also: der Anspruchbetrag abzüglich des halben Kindergeldes). Den Betrag hat er von den 1.350 Euro abgezogen und als Unterhaltsleistung an die Ex-Ehefrau eingetragen. Richtig? Er meint nun, er müsse doch irgendwo die 441 Euro für die volljährige Tochter einsetzen. Und da habe ich das Halbwissen, dass dies nicht geht - lediglich die Anlage K auszufüllen ist etc...... Da bin ich gespannt , was an Rückantworten eingeht - und selbstverständlich möchte ich mich vorab für die liebe, beherzte Hilfe bedanken! Das Engagement weiss ich wirklich zu schätzen,...auch , wenn ich mich nicht einzeln bei den Antwortgebern bedankt habe! Ganz liebe Grüße 7papillon7
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