Können auch Großeltern den Kinderfreibetrag erhalten, wenn sie die Enkel großziehen?

2 Antworten

Großeltern können für ihr Enkelkind einen Kinderfreibetrag erhalten, wenn kein Pflegeverhältnis mehr zwischen dem alleinerziehenden Elternteil und seinem bei den Großeltern lebenden, noch nicht schulpflichtigen Kind besteht.

Das ist der Fall, wenn der Elternteil mindestens ein Jahr lang keine ausreichenden Kontakte zu dem Kind hat und die Großeltern das Kind mindestens zu einem nicht unwesentlichen Teil auf ihre Kosten unterhalten.

Hallo, ja dies ist praktizierbar !

Voraussetzung ist, dass die Großeltern das Kind in ihren Haushalt aufgenommen haben. Großeltern sind nach dem im Kindergeldrecht geltenden Vorrangprinzip ohnehin kindergeldberechtigt, wenn sie ein Enkel- oder Stiefkind in ihren Haushalt aufgenommen haben. ( § 63 Abs. 1 Satz 1 Nrn. 2 und 3 EStG ) Das Kind muss in diesem Haushalt seine persönliche Betreuung finden und sich nicht nur zeitweise aufhalten.

Ein Kind, das sich z.B. wechselweise im Haushalt der leiblichen Eltern und der Großeltern aufhält, gilt jedoch nicht als in den Haushalt der Großeltern aufgenommen.

Zur Angleichung an die Regelungen zum Kindergeldanspruch wurde die Sonder- Übertragungsmöglichkeit des Kinderfreibetrags geschaffen.

Zusammenveranlagte Eltern können den "vollen", bei nicht zusammenveranlagten Eltern kann jeder Elternteil nur seinen halben Freibetrag auf die Großeltern übertragen. Die Eltern stimmen dann mit der Abgabe der Steuererklärung der Übertragung des Kinderfreibetrags zu. K.

Wie Hauskauf von Eltern abwickeln?

Hallo Community,

nach einiger Suche komme ich als Ahnungsloser auf diesem Gebiet nicht weiter. Es wäre toll, wenn Ihr Licht ins Dunkel bringen könntet :)

Meine Großeltern väterlicherseits besitzen ein Einfamilienhaus. Nun überlegen meine Frau und ich, dieses Haus in unbestimmter Zukunft zu übernehmen.

Wir wollen dabei unbedingt meine Großeltern und Eltern finanziell versorgt wissen. Dies dürfte im Falle eines Auszugs meiner Großeltern in zum Beispiel betreutes Wohnen recht einfach durch eine Art von Rentenzahlung an diese zu schaffen sein?

Was ich nicht verstehe ist, wie wir es am besten regeln können, wenn die Großeltern vorher versterben sollten.

Klar ist, dass zunächst mein Vater als einziges Kind das Erbe erhalten wird. Nächste in der Erbfolge wäre meine Mutter und schließlich ich. So ist es auch erklärter Wille aller.

Von Seiten meiner Großeltern und Eltern könnten wir das Haus in jedem Fall für einen Freundschaftspreis übernehmen.

Nur wie gestaltet man das aus?

Mein Vater hat noch ein Kind aus erster Ehe, zu dem allerdings aus verschiedensten, hier nicht zu nennenden Gründen, kein Kontakt mehr besteht.

Frage 1) Wie stellen wir nun gemeinsam sicher, dass meine Frau und ich das Haus erhalten und meine Eltern beide finanziell abgesichert sind, ohne dass ich plötzlich mein Halbgeschwisterteil auszahlen muss?

Frage 2) Müssten meine Eltern die "Rentenzahlungen" versteuern?

Ich hoffe, Ihr entschuldigt meine wahrscheinlich diffuse Fragestellung. Wir befinden uns noch am Anfang der "Forschungen". :)

Vielen lieben Dank!

Claas

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?