Wechsel von Haushaltsgemeinschaft zur Bedarfsgemeinschaft?

4 Antworten

Ich habe die Antworten gelesen und meine, Homer123 sollte einer Sanktionierung unbedingt vorbeugen und(vor einer übereilten Eigenkündigung) das Gespräch mit dem zuständigen Fallmanager suchen. 

Da viele Entscheidungen Einzelfallenscheidungen des Sachbearbeiters sind, wäre eine Beratung dringend anzuraten. 

Falls die Arbeit körperlich zu anstrengend für Dich ist, sprich mit Deinem Arzt und frage ihn, ob er Dir bescheinigen kann, dass die Arbeit für Dich gesundheitsschädigend ist.

Ob mit oder ohne eine solche Bescheinigung geh zum Jobcenter, besprich das dort und bitte um Erlaubnis, die Arbeitsstelle zu kündigen (das muss man Dir dann schriftlich geben). - Erst dann kannst Du die Arbeit kündigen, ohne dass Du eine Sperrfrist bekommst. Bei Kündigung ohne Erlaubnis vom Jobenter würdest Du Dich mutwillig arm machen, was eine Sperrfrist nach sich zieht.

Wenn Du dies beim Jobcenter besprichst, geh nicht allein hin, sondern lass Dich begleiten von einem erfahrenen Beistand, auch Ämterlotse genannt (dazu gleich mehr).

.

Vorsorglich diese Hinweise von mir, die ich Arbeitslosen und anderen reingebe - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen).
Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge
persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf
einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift
bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht
das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum
und Unterschrift“
).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben
aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es
mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum
dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und
Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein
Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt
wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht
behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und
wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original
unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten)
. - Nicht (oder angeblich nicht)
abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht
gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. -
Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß
allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren
und lies auch dies:
Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein.
Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im
Vertrauen
landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“
(wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen.
Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher
macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber
auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google
mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
           einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
           gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
           unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit
Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Hartz IV Mitläufer
     Hartz IV Gegenwind e.V.
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und
(die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine
Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.
(Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen
des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast
Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft):
Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand
sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die
gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht
darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu
lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich
etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es
gesagt.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall
sehr empfehlenswert.

.

ACHTUNG! sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen
schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir
eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen
mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative /
Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung
wurde das Gesetz für "Hartzis" krass verschärft, und das kann sehr
schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

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DH cyracus ! 

....alles war, ist und bleibt aktuell !  :-))

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Also ich wollte einem so jungen Menschen nicht zu einer Krankschreibung raten, obwohl ich natürlich auch daran gedacht habe.

Eine andere Möglichkeit wäre es evtl., die eventuelle Sperrfrist mit einem Minijob plus Kindergeld zu überbrücken. Ob das hinkommt, hängt von der Miethöhe ab.

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@Brigi123

@Gaenseliesel und @Brigi, liebe Grüße.

Solch eine ärztliche Bescheinigung ist ja nicht gleichbedeutend mit Krankschreibung. - Angenommen (= Beispiel), es handelt sich um einen zart gebauten Mann, und er muss schwere Lasten schleppen. Er ist dadurch (noch) nicht krank, aber die Arbeit ist eindeutig gesundheitsschädigend. Dann kann der Arzt ihm das ja bestätigen.

Oder er wird schwer gemobbt und ist dadurch psychisch fix und alle, aber (noch) nicht erkrankt. Auch dann könnte eine Bescheinigung helfen (Achtung @Homer123, dies ist keine Ermunterung, entsprechend beim Arzt zu "filmen").

So eine Sperre ist ja dann in der Jobcenter-Akte vermerkt - ich kann mir vorstellen, das macht sich für die Zukunft nicht besonders gut. Mitarbeiter des Jobcenters haben das ja dann im Computer, und das ist sicherlich nicht versteckt vermerkt.

Besser finde ich ein offenes Gespräch mit dem Fallmanager, und bestenfalls mit so einem Ämterlotsen an der Seite.

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@cyracus

genau so ist es ! Warum unnötigen Ärger heraufbeschwören, wenn etwas sachlich zu klären geht. 

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Deine Mutter muss dem Jobcenter melden, dass Du ab dem Tag x wieder ohne Einkommen bist und Euer ALGII wird neu berechnet.

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Und für 18-jährige gibt es keine dreimonatige Sperrfrist, wenn man selbst kündigt?

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@Brigi123

Schon, aber sobald  ein „wichtiger Grund“ vorliegt, wird dieser meist akzeptiert.

 Dieser Grund wird mit anderen Maßstäben gemessen als im Fall der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung.

 Bei den steuerfinanzierten Hartz-IV-Leistungen sind die Anforderungen an den wichtigen Grund nämlich geringer anzusetzen (Az: L 3 AS 159/12)

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Hallo Primus, das sicherste ist, sich die Kündigung vom Jobcenter genehmigen zu lassen.

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Hartz 4 - BG/HG/WG?

Hallo,

ich habe eine Umzugsberechtigung in einen anderen Landkreis bekommen, mein Mietvertrag läuft auf den 30.04.2012 aus, da ich leider keine Wohnung dort gefunden habe bin ich seit dem 14.04.12 bei einem Bekannten vorübergehend wohnhaft gemeldet, da man ja ohne Meldebescheinigung kein ALG 2 beantragen kann.

Ich habe nun den Antrag ausgefüllt wie folgt: Nur Angaben zu mir gemacht und bei "ggf. wohnhaft bei" seinen Namen eingetragen.

Bei Antragsabgabe am Freitag hat der SB ihn bei HG eingetragen und mir aufgegeben folgendes mitzubringen:

  • Anlage VE
  • Genehmigung Untervermietung vom Vermieter
  • Mietbescheinigung Vermieter-Bekannter
  • Untermietvertag zw. mir und meinem Bekannten

Nun haben wir die Genehmigung geholt, die Mietbescheinigung ausgefüllt und einen Untermietvertrag vorbereitet.

Ich weiß nicht ob ich die Anlage VE ausfüllen soll, haben die den Verdacht auf eine Partnerschaft? Davon gehe ich aus.

Wir haben ein Schreiben zusätzlich zum Untermietvertrag aufgesetzt in diesem er mir nur genehmigt bis maximal 15.07 bei ihm zu wohnen.

Dazu noch ein Schreiben zur Widerlegung der HG da wir nichts von den folgenden Punkten erfüllen:

  1. länger als ein Jahr zusammenleben,
  2. mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben,
  3. Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder
  4. befugt sind, über Einkommen oder Vermögen des Anderen zu verfügen.

folgendes geschrieben:

Person 1 ER bestätigt hiermit Person 2 MIR

Keinerlei finanzielle oder sachbezogene Unterstützung zukommen lasse. Ich widerlege hiermit die Vermutung nach SGB II §9 (5). Aus diesem Grund werde ich keinerlei Angaben zu meinen Vermögensverhältnissen im Antrag auf Arbeitslosengeld II des Antragstellers machen. Wir sind weder verwandt noch verschwägert.

Evtl. habe ich morgen oder übermorgen noch die Mietbescheinigung und einen Mietvertrag (ohne Unterschrift) für eine Wohnung wo ich ab 1.6 einziehen kann.

Wird das Amt dann eine WG anerkennen oder weiterhin irgendwas verlangen???

Mein Bekannter wird mich keinesfalls durchfüttern.

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