Was muss ich beachten, wenn ich im Testament den Tierverein berücksichtigen will?

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Verschiedenes ist zu beachten:

  1. Wird der Tierschutzverein Alleinerbe? Dann kann es Probleme mit pflichtteilsberechtigten Erben (Kinder, Eltern) geben. Haben die schon vorher Schenkungen zur Abfindung bekommen, muss das mit ins Testament.
  2. DEn Erben genau bestimmen. Also nicht "Erbe ist der Tierschutzverein" es könnte ja bis zum Erbfall einen zweiten im Ort geben, sondern "Erbe ist der Tierschutzverein von 1957 in der XY Straße."
  3. Eventuell eine Zweckbestimmung, wenn man das möchte.

Eine Lösung wäre auch (wenn es andere Erben gibt) mit den anderen Erben und dem begünstigten Tierschutzverein an einen Tisch zu setzen und einen Erbvertrag abschließen. (muss notariell beurkundet werden), der dann für alle bindend ist.

Wasserdicht ist die Erbeinsetzung dann, wenn der Erbe so genau wie möglich beschrieben ist und die allgemeinen Voraussetzungen für ein wirksames Testament erfüllt sind. Bezeichnungen wie "das Tierheim" sollte man vermeiden, sondern Vereinsnamen und Adresse angeben. Ich würde ebenso den Fall bedenken, dass eben dieser Tierschutzverein nicht mehr beim Todesfall existieren sollte und vorsichtshalber einen Ersatzerben bedenken.

Dir ist aber ja wohl bewußt, dass Pflichtteilsberechtigte -z.B. Deine Kinder, sofern Du solche haben solltest- Ansprüche anmelden und der Zuwendungsbetrag daher niedriger ausfallen könnte als von Dir erhofft. Außerdem wird so ein Verein das Erbe nur antreten wollen, wenn es auch wirklich werthaltig ist. Es wäre daher keine schlechte Idee, mit dem Tierschutzverein schon jetzt Kontakt aufzunehmen und darüber zu informieren.

damit das wasserdicht ist bei meinem Ableben?

Gar nicht erst an ein Testament denken, sondern vielmehr einen Erbvertrag mit dem Tierheim-Verein abschließen. Aus dem kommst du nämlich selbst nicht mehr ohne weiteres heraus.

Erbschein unrichtig, Einziehung § 2361 BGB, Verfahren

Hallo,

wir haben folgenden Sachverhalt: Im nicht handschriftlich verfassten Testament der Oma (nur eigenhändig unterschrieben) sind zwei Erben für ein Haus benannt (Mutter und Sohn X). Nach gesetzlicher Erbfolge erbt der Sohn der Oma alleinig (zugleich Vater von X). Die Oma war sehr krank und hat die Mutter und den Sohn einen Tag vor dem Krankenhausbesuch abends zu sich gerufen. Sie hat ihren letzen Willen der Schwiegertochter diktiert und nur selber unterschrieben. Formforschriften waren allen Beteiligten leider nicht bekannt, so doof das auch ist.

Nach dem Tod der Oma wurde der Erbschein ihrem Sohn ausgehändigt. Dieser wusste zunächst nichts vom Testament und hat dies auch nicht beim Nachlassgericht angegeben gehabt. Die Mutter hat später das Testament abgegeben.

Nun wurden Sohn X und die Mutter aufgefordert zum erteilten Erbschein Stellung zu nehmen bzw. etwaige Gründe dagegen hervorzubringen.

Die Mutter hat jetzt ein Schreiben an den Vater gefunden, wonach der erteilte Erbschein als unrichtig bezeichnet wird und von einer Einziehung nach §2361 BGB die Rede ist. Das Anschreiben enthält zwar eine Rechtsbehelfsbelehrung, jedoch keine direkte Aufforderung, den Erbschein beim Nachlassgericht zurückzugeben ("...wird eingezogen"). Auch eine Androhung von Zwangsmitteln ist nicht enhalten.

Ist durch die Einziehung des Erbscheins der Sachverhalt vom Amtsgericht (Testament wirksam ja/ nein) schon abschließend geprüft? Im Prinzip kann das Testament doch aus formellen Gründen allein schon keine Berücksichtigung finden, oder kommt es auf den Richter an? Oder ist die EInziehung eher eine Formsache, weil bei Erteilung des Erbscheins noch nicht das vorliegende Testament geprüft war und dieser somit definitiv unrichtig ist?

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Erbe - Pflege - Haus - was ist hier die beste Lösung?

Meine Mutter besitzt ein Haus und wohnt derzeit alleine darin, Baujahr 71, Verkehrswert ca. 150 000 €. Sie lebt von einer kleinen Rente und wird langsam pflegebedürftig. In ihrem aktuellen Testament bestimmte sie alle ihre 5 Kinder (4 Söhne, 1 Tochter) zu gleichberechtigten Erben. Sie möchte gerne im Haus wohnen bleiben, sie sperrt sich auch gegen einen Ausbau und eine Vermietung der oberen Etage (mag keine Fremden im Haus!) und möchte andererseits, dass das Haus in Familienbesitz bleibt. Aber keiner meiner Brüder und auch ich selber nicht möchten das Haus nutzen. Wir wohnen auch alle etwas weiter weg. Da mein Mann und ich ihr bisher immer geholfen haben (Putzen, Gartenarbeit, Reparaturen) hat sie mir angeboten, dass Haus an mich zu vererben, wenn ich und mein Mann uns um die Sanierung des Hauses und die Finanzierung der Pflege (ambulanter Pflegedienst) kümmern, aber zum einen übersteigt das ohne Vermietung unsere finanziellen Möglichkeiten und selbst wenn es mir gelänge, sie zur Vermietung überreden, ist mir das zu unsicher - so ein Testament kann ja jederzeit geändert werden (wäre nicht das erste Mal) und was ist mit meinem Mann, wenn mir etwas zustößt? Er ginge dann ja völlig leer aus. Und ich wüßte auch nicht, wie ich meine Brüder auszahlen sollte.

Gibt es eine empfehlenswerte Variante, wie man das Ganze rechtlich "wasserdicht" regeln kann?

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Vollmacht für einen von drei Erben bis Erbe geteilt ist

Hallo! Unser Vater verstarb vor kurzem. Er hinterließ mehrer Wohnungen mit sozial schwierigen Mietern. Zwei von Ihnen bezahlen z.Zt. keine Miete. Es gibt kein Testament. Teilung steht noch aus. Einer der Erben möchte anwaltliche Sache in die Hand nehmen, Mahnungen an die Mieter senden, fragt deshalb nach Vollmacht von uns. Wie müßte die aussehen. An wen kann ich mich dafür wenden (Anwalt für Erbrecht oder Anwalt für Mietrecht)? Bin nach Generalvollmacht gefragt worden, möchte ich aber nicht geben, da das Verhältnis zu anderen Erben kein vertrauensvolles ist und ich nicht absehen kann, was damit verbunden ist. Bin ich zu ängstlich? Andererseits sehe ich natürlich, dass gehandelt werden muß, möchte schon die Vollmacht für die Mahnung der Mieter geben. Für qualifierte Hifle wäre ich sehr dankbar. Grüße, U.

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Erbrecht - Beerdigung

Meine Schwester ist im Dezember 2014 verstorben. Anfang Januar bekam ich die Mitteilung der Stadt Esslingen. Ich wurde als einzige nähere Verwandte ermittelt. Wir hatten aber schon 20 Jahre keinen Kontakt mehr. Sie ist in ihrer Wohnung verstorben. Der Neffe (wohnt in Düsseldorf) hat sich bei der Polizei gemeldet, weil er sie nicht tel. erreichen konnte. Diese hat dann die Wohnung aufgebrochen und dann versiegelt. Vom Nachlassamt bekam ich dann die Benachrichtigung, das der Schlüssel dort abzuholen ist. Wenn ich den Schlüssel abhole, dann müßte ich auch das Erbe antreten. Das habe ich nicht gemacht weil ich wußte, dass der Neffe und die Nichte Erben sind und darüber auch ein Testament vorhanden sein soll. Das habe ich dem Nachlassamt mitgeteilt und von dort ging dann auch ein Mitarbeiter in die Wohnung und hat das Testament gefunden.

Nun mein Problem; Damit die Kosten der Beerdigung nicht in Höhe getrieben werden (die Lagerung im Kühlhaus hätte pro Tag € 98,00 gekostet), habe ich einen Bestatter beauftragt, die Beerdigung durchzuführen. Als ich die Rechnung hatte, wurde sie von mir sofort an die zuständige Bank weitergeleitet, damit man das vom Erbe abzieht. Anschriften und Tel.-Verbindungen der Erben habe ich dort auch hinterlegt. Die notarielle Seite ist abgeklärt. Nun bekomme ich von der Bank heute die Nachricht, dass sich die Erben nicht melden. Die Wohnung der Verstorbenen wurde aber von den Erben ausgeräumt. Also haben Sie doch das Erbe angenommen. Ich bin selber in Rente und habe auch keine Luxus-Rente. Auch habe ich den Erben nur helfen wollen, die Kosten gering zu halten. Nun sitzt mir das Beerdigungs-Institut im Nacken. Ich habe nicht soviel Geld. Also meine Lage ist sehr verzwickt und ich weiß nicht, wie ich da wieder rauskomme.

Deshalb möchte ich gerne Ihre Hilfe in Anspruch nehmen.

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Pflichtteil? Verlangen oder nicht?

Hallo,

nachdem im Januar mein Vater verstorben ist haben wir ein Testament gefunden in dem überraschenderweise ich eingetragen wurde. Es ist ein Berliner Testament wonach meine Mutter alles Erben soll und nach Ihrer Wiederverheiratung oder ihres Todes soll ich alles bekommen. Nun sind wir aber 5 Geschwister. Beim Amtsgericht wurde nun ein Erbschein beantragt zur Umschreibung des Grundbuches wo meine Mutter eingetragen werden soll aber ein Vermerk der Nacherbe gemacht wird mit meinem Namen. Meine Eltern lebten in Zugewinngemeinschaft, wobei Haus und Grundbesitz auf meinen Vater eingetragen war. Jetzt haben offensichtlich meine Geschwister 3 Jahre Zeit ihren Pflichtteil einzufordern? Mein Vater kann doch nur seine hälfte mir vererben oder? Wenn meine Mutter kein Testament schreiben sollte wird ihre hälfte dann unter allen gleich geteilt oder? (also wenn sie sterben solle, was hoffentlich noch in weiter Ferne ist) Wenn meine Geschwister Ihren Pflichtteil fordern sollten wer muss den bezahlen? Ich oder meine Mutter? Ich gehe davon aus, dass meine Mutter dafür aufkommen müsste da ich ja nichts bekommen habe. Ich komme mir ein wenig komisch vor, ich wusste nicht dass ich der Alleinerbe sein soll, und weiß nicht ob ich dann meine Geschwister „bescheiße“ wenn ich ihnen jetzt nicht rate das sie sich ihren Pflichtteil auszahlen lassen sollen. Verfällt der Anspruch auf ihren

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