Begünstigte im Bausparvertrag, als ein Enkel von drei. Fällt die Bausparsumme ins Erbe?

4 Antworten

Wenn Du im Bausparvertrag als Begünstigter eingesetzt bist, so ist es Deiner.

Du kannst ihn fortführen, oder vom Sonderkündigungsrecht gebrauch machen.

Davon losgelöst ist die Frage, ob die Pflichtteilsansprüche Deiner Geschwister beeinträchtigt werden.

Beispiel:

Bausparvertrag 30.000,- Guthaben. Gesamterbe (einschl. Bausparvertrag) 90.000,- Euro. jeder von Euch 3 bekommt 20.000,-, Du + Bausparvertr. 30.000,-. Gesetzliches Erbe wäre für jeden von Euch 90.000,- /3 = 30.000,-, Pflichtteil 1/2 davon, also bekommen die Geschwister jeweils mehr als den Pflichtteil alles in Ordnung, Du musst nichts abgeben.

Gesamterbe 45.000,- inkl. 30.000,- Bausparvertrag. Also jeder 5.000,- + 30.000,- bei Dir. Gesetzliches Erbe wären für jeden 15.000,-, Pflichtteil 1/2 davon, also 7.500,-, die Geschwister haben je nur 5.000,-, also musst Du jedem der beiden 2.500,- Euro auszahlen. Ob Du dazu den Bausparvertrag auflöst, der das übrige Erbe nimmst, oder es sonst wie zahlst, bleibt Dir überlassen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wenn es ein Testament gibt, in dem das so festgelegt ist (1), wie Du es beschrieben ist und der Bausparvertrag maximal die Hälfte des Nachlasses (2) ausmacht, gibt es keinen Grund, aus dem Du den Bausparvertrag nicht für Dich selbst behalten könntest.

(1) Die Bestimmung nennt sich dann Vermächtnis

(2) Macht er mehr als die Hälfte aus, wären die Pflichtteilsansprüche der Geschwister nicht durch den restlichen Nachlass gedeckt.

Seit wann gibts einen Begünstigten im Bausparvertrag. Erben kannst du auch nur was da eingezahlt wurde.......ob die Bausparkasse den fortführen will. Die werfen bereits die lebenden Kunden raus wenn Sie können. Evtk. hat sie den Vertrag auf deinen Namen gemacht, dann wäre es deiner

Wenn die Oma kein Testament gemacht hat wo das drin steht wird es schwer. Denn ihr komplette Vermögen wird vererbert - an die Erben.

Pflichtteil hat dir ja wfwbinder so nett vorgerechnet. Rechne ich mal anders:

Bausparvertrag 30000€ aber nur 685€ eingezahlt - 3000€ Beerdigung. Zahlen alle die nicht rechtzeitig das Erbe ausschlagen. Und dann doch wieder weil das Sozialamt das Geld zurück will.

Pflichtteil unterschlagen?

In einer Familie mit drei Kindern haben die Eltern ein gemeinsames Testament gemacht, sich zu Alleinerben erklärt und das Nacherbe so geregelt, dass zwei Kinder nach Ableben des Längerlebenden etwas weniger als der Pflichtteil bekommen. Der Dritte den Rest. Der länger Lebende kann das Testament aber ändern.

Vater stirbt. Nach Absprache mit dem Steuerberater der Mutter und der Mutter hat einer der beiden Minimalerben den Pflichtteil (also 1/12; sie lebten in Gütergemeinschaft) eingefordert und bekommen. Weil der Erbteil der anderen aus etwas Geld und einigen Wohnungen bestand, von deren Miete die Mutter leben wollte - in Wirklichkeit auch aus Nettigkeit - hat sie es nicht gemacht.

Acht Jahre später trifft man sich beim Notar, weil die Mutter nicht nochmals ein Pflichtteilthema haben möchte. Es wird eine Summe vereinbart und die beiden Minimalerben sollten auf ihren Pflichtteil verzichten. Weil in der Pflichtteilsvereinbarung die Wohnungen nicht enthalten sind, gibt es beim Notar eine Diskussion darüber, wie das denn sein kann. Die Mutter erklärt, dass die Wohnungen (Vaterteil der Tochter, die keinen Pflichtteil einforderte) ja erst bei Ihrem Ableben an die Tochter gehen sollen natürlich ihr zustehen! Mit dieser vor den drei Kindern und dem Notar getroffenen Aussage, die natürlich auch alle, die nicht lügen wollen bezeugen können (sicher die Erben), unterschreibt die Tochter den Pflichtteilsverzicht.

Zwei Jahre später überschreibt die Oma die Wohnungen an ein paar Enkel. Nebenbei bei dem Notar, der auch den Pflichtteilsverzicht beurkundete. Weil das Ganze noch sehr frisch ist, kann es sein, dass sie auch nur ihr Testament geändert hat. Die, die dabei waren, sagen entweder nichts (Enkel) oder wissen es nicht so genau (Oma).

Darf ein Notar mit einer Klientin insofern gemeinsame Sache machen, als dass er bei einem Pflichtteilsverzicht gut 3/4 des Erbes "vergisst", die Mutter reden lässt und nicht auf die Rechtsfolgen hinweist?

Gibt es ein Gesetz oder eine andere Handhabe, durch das die sich beim Pflichtteilsverzicht um ihren Pflichtteil betrogen fühlende Erbin gegen die Mutter, vielleicht auch den Notar vorgehen kann?

Es geht mir nicht darum, dass jeder mit seinem Erbe machen kann, was er will (irgendwie war das ja auch beim gemeinsamen Erbe vorgesehen) oder ob Pflichtteile gerecht sind. Es geht mir nur darum, ob bei einem Vertrag, der Schriftform erfordert, beim Notar gelogen und betrogen werden kann und der Betrogene keine Chance hat, sich zu wehren.

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