Herrausgabe von der Erbmasse?

Habe letzte Woche einen Erbschein beantragt beim Notar. Bin Alleinerbin. Bin in einer nicht so schöne Situation. Mein Vater ist verstorben am 21.8 Leider lebt meine Mutter seit 2006 nicht mehr und ich habe keine Geschwister. Es gibt kein Testament. Leider leider hat mein Vater seiner Lebensgefährtin ein Wohnrecht in meinem Elternhaus gegeben( steht auch im Grundbuch). Sie hat jetzt z.b. ein neues Auto auf ihren Namen umgemeldet und einen Tag nach dem tot von meinem Vater das konto geschrumpft. Bin beim Anwalt und ich muss mir das zivilrechtlich zurück holen . Plan ist wenn ich den erbschein habe und zusätzlich einstweilige Verfügung zur herrausgabe der erbmasse ich das Haus getreten möchte. Habe bis jetzt nichts bekommen, ausser das Stammbuch meiner Eltern. Alles echt eine nicht schöne Sache und sehr sehr anstrengend. Es gibt verschiedene kfz wie auch viele andere Dinge die man so aufn Hof braucht. Evtl hat schon jemand diese Situation gehabt und kann berichten von Personen die eine herrausgabe boykottieren. Welche sonstigen Mittel habe ich, damit ich an den Nachlass komme. Mein Vater hatte ein Mietverhältnis mit der LG, aber habe kein Mietvertrag. Hintergrund die Dame bezieht hartz 4 und die Miete wird auch das Konto meines Vaters direkt vom Amt bezahlt. Das wohnrecht ist laut Grundbuch seit 2017 eingetragen, leider habe ich noch keine Urkunde wo die einzelnen Dinge beschrieben wurden ( ob das ganze Haus oder nur ein Teil. Mein vater hat mir immer gesagt aufs ganze Haus) . Natürlich bin ich für die ganzen Kosten für die Beerdigung usw verantwortlich.

Danke euch im Vorfeld für eure Hilfe.

Erbschaft, Nachlass
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Was sollte bei Testamentänderung der Mutter beachtet werden?

Meine verwitwete Mutter ist 75 Jahre alt geworden und will nun ihren Nachlass neu regeln.

Familiäre Situation: Meine Mutter war zwei Mal verheiratet. Aus der ersten Ehe sind 2 Kinder und aus der 2. Ehe ebenfalls 2 Kinder hervorgegangen. Ich bin eines der Kinder aus der 2. Ehe. Meine 3 Geschwister sind verheiratet, haben Kinder und leben in eigenen Häusern. Ich selbst bin ledig, keine Kinder und wohne in der mir gehörenden Einliegerwohnung im gleichen Haus wie meine Mutter.

Mein Vater (also der 2. Ehemann meiner Mutter) und meine Mutter hatten ein „Berliner Testament“ erstellt, so dass nach dem Tod meines Vaters vor 3 Jahren das Haus und das Barvermögen komplett an meine Mutter übergegangen sind. Außerdem war in diesem Testament festgelegt, dass nach dem Tod des länger lebenden dann das verbleibende Erbe gleichmäßig auf alle 4 Kinder aufgeteilt werden soll.

Momentan zu vererbendes Vermögen: Barvermögen (ca. 85k€ auf Bankkonten) und 75%-Anteil an einem schuldenfreien Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung im ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Wert des gesamten Hauses inkl. Einliegerwohnung ca. 300k€. Die restlichen 25% des Hauses sind die Einliegerwohnung, in der ich wohne und die auch mir gehört. Insgesamt wären momentan 225k€ Immobilie und 85k€ Barvermögen von meiner Mutter zu vererben, in Summe also ca. 310k€.

Nun will meine Mutter das Testament so ändern, dass meine 3 Geschwister zusammen das Barvermögen (also die 85k€) und ich den Anteil meiner Mutter am Haus (225k€) erben sollen. Das Testament soll bei einem Notar geändert werden.

Ich habe nun folgende Fragen:

  • Gibt es irgendwelche steuerliche, rechtliche oder sonstige Fallstricke, die zu beachten sind?
  • Ist es ausreichend zu einem Notar zu gehen, um dies so umzusetzen, oder sollte noch ein Anwalt für Erbrecht hinzugezogen werden?
  • Sehe ich es richtig, dass im Erbfall meine Geschwister von mir Ausgleich verlangen können, so dass diese den Pflichtteil (also jeder 1/8 vom Gesamtvermögen 310k€) bekommen?

Vielen Dank für die Zeit, die ihr euch nimmt, um euch mit dieser Frage zu beschäftigen.

Hansi

Nachlass, Testament
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Welche Ansprüche hat ein Erbe gegenüber Nacherben bei Hausstandsauflösung?

Erblasserin "Oma" vererbt ein Haus an zwei Kinder. Kind A, nennen wir es Angela, beauftragt mündlich Kind B, nennen wir es Udo, zur Auflösung des Haushalts. Angela hat alles, was es haben wollte, aus dem Haus entfernt. Sie beteiligt sich nicht weiter an der Haushaltsauflösung und sagt Udo, er solle das machen. In der Folge verkauft Udo restliche Möbel/Gegenstände und entsorgt entsprechend den Hausstand. Angela hat das mündliche Einverständnis gegeben, dass Udo sich Hilfe zum Ausräumen und Verkauf holt und diesbezüglich ein üblicher Stundensatz anfällt.

Nun ist Udo zwischenzeitlich verstorben und zwei Nacherben treten an seine Stelle. Angela verschweigt die Vereinbarung über den Stundensatz und verlangt von den Nacherben die Herausgabe der Erlöse aus dem Verkauf der Haushaltsauflösung. Den Nacherben ist nicht bekannt, um welche Gegenstände es überhaupt geht und in welcher Höhe der Verkauf war. Selbst ein Blick auf die Verkaufsanzeigen kann keine Klarheit verschaffen, da Udo am eigenen Haus zur gleichen Zeit eine Renovierung vorgenommen hat.

Aus dem Erbe von "Oma" ist nur noch der Hausverkauf laufend, welcher in Kürze abgewickelt wird. Die beauftragten Makler zahlen das Ganze dann nach den offziellen Erbquoten an Erbin und Nacherben aus. Somit müsste nach unserer Ansicht die Erbin eine Klage gegen die beiden Nacherben anstreben, ist dies richtig?

Wie beurteilt ihr die Lage? Die Nacherben können ja nicht wissen, um was es geht.

Erbe, erbrecht, Nachlass
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Nachlassregelung mit Vollmacht, wie genau Vorgehen?

Ich habe eine Vollmacht für meinen Pflegevater (bin dort als Pflegekind aufgewachsen) übernommen, nachdem sein ältester Sohn plötzlich verstorben ist und die Schwiegertochter überfordert ist. Er hat noch einen zweiten Sohn welcher seit 20 Jahren keinerlei Kontakt pflegt bzw. jegliche Kommunikation verweigert.

Nun liegt er auf der Palliativstation und naturgemäß wird es damit in absehbarer Zeit den Nachlass zu regeln geben.

Wie ist bei der Nachlassregelung nun vorzugehen (u.a. Tagesgeldkonto mit 50.000 €)?

Der verbliebene Sohn wird Alleinerbe sein, es gibt es entsprechendes älteres und notariell beglaubigtes Testament, welches beim Tod der Ehefrau vor wenigen Monaten vom Nachlassgericht gesendet wurde. Wie oft in solchen Fällen, werden die wo sich wirklich um alles kümmern und da sind wenn Not ist, nicht bedacht (Sorry, musste raus).

Was sind nun meine Aufgaben als Inhaber der Vollmacht (auch bestehende Vollmacht bei der Bank für die Konten) wenn der Todefall eintritt?

Muss ich den verbliebenen Sohn dann zwecks Abwicklung des Erbes (z.B. Abfrage Kontodaten zwecks Überweisung Nachlass aus Tagesgeld) kontaktieren? Oder ist das seine Aufgabe als Erbe? Oder übernimmt das die Bank?

Ich habe etliche Auslagen in den letzten Monaten für meinen Pflegevater gehabt (Benzinkosten, Fahrten Krankenhaus und Ärzte, Geld für Medikamente ausgelegt etc.). Kann ich das irgendwie geltend machen?

Einfach von seinem Konto abheben wird wohl eher verdächtig aussehen.

Erbe, erbrecht, Nachlass, pflege, Testament, Vollmacht
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Erbschaftsteuer, Dauergrabpflege?

Hallo.

Der Erblasser hat im Testament folgenden "Wunsch" geäußert:

"es soll ein großzügig bemessener Betrag treuhänderisch angelegt werden, der die bestmögliche Grabpflege für 20 Jahre garantiert."

Dieser "Wunsch" wurde umgesetzt. Es wurde eine Einmalzahlung an eine Treuhandstelle für Dauergrabpflege geleistet.

1.

M.E. sollten Grabpflegekosten, die im voraus in einem Betrag bezahlt wurden, in voller Höhe abziehbar sein.

Sind diese Kosten nun in Zeile 101, Mantelbogen: "Kosten für die übliche Grabpflege (Jahreswert der durchschnittlich anfallenden Kosten)" einzutragen?

In der Anlage heißt es zu Zeile 101: "Die Kosten der üblichen Grabpflege sind nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG in Verbindung mit § 13 Abs. 2 BewG mit dem 9,3-fachen ihres Jahreswerts abzugsfähig. Dies gilt unabhängig von der tatsächlichen Dauer der Grabpflege. Einzutragen ist der Jahreswert der Grabpflegekosten. Das Finanzamt ermittelt den Kapitalwert."

Das wäre m.E. nicht zielführend?

Wie erreicht man, dass der komplette Betrag anerkannt wird? Wo trägt man die Kosten in dem Formular am Besten ein?

2.

Müssen die Kosten ebenso in der "Anlage Erwerber" aufgeführt werden?

Angenommen, es besteht eine Erbengemeinschaft aus 4 Personen. Jedem wurde 25% vererbt.

Die Kosten wurden vom Nachlasskonto des Erblassers beglichen.

Muß jetzt jeder Erwerber noch in der "Anlage Erwerber" die o.g. Kosten mit 1/4 des Wertes angeben?

Vielen Dank. Magda

Erbschaftssteuer, Finanzamt, Nachlass, Steuern
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Konkreter Fall: Grunderwerbssteuer und Grundbuchkosten bei Nachlass?

Hallo, folgender konkreter Fall: Ein Elternhaus wird an zwei Kinder vererbt. Nach dem Tod des Vaters sind die Kinder bereits zu jeweils 1/4, also gesamt 1/2 Eigentümer des Hauses, die Mutter hat den anderen 1/2 Anteil geerbt. Nach dem Tod der Mutter erben die beiden Kinder den 1/2 Anteil der Mutter zu jeweils der Hälfte, also 1/4 pro Kind. Die Kinder wären nach kostenloser Umtragung im Rahmen des Nachlasses durch das Amtsgericht dann zu jeweils 1/2 Anteil Eigentümer des Hauses.

Nun die Frage: wenn jetzt eines der beiden Kinder das gesamte Haus mit Hilfe einer Ausgleichszahlung vom anderen übernehmen will, was ist das beste Vorgehen hierzu in Hinsicht auf Umtragungskosten (Notar, Amtsgericht, Grundbuchamt) und Grunderwerbssteuer? Das Haus ist nach dem Tod der Mutter bisher noch nicht umgetragen worden.

1) Ist es möglich, den 1/2 Anteil der Mutter ohne Umtragungskosten auf ein Kind zu übertragen oder ist die kostenlose Umtragung im Rahmen des Nachlasses nur gemäß Erbschein möglich (zu jeweils 1/2 des halben Anteils der Mutter an die beiden Kinder, also 1/4)?

2) Sind für den 1/4 Anteil, der an das eine Kind im Zuge des Nachlasses vom Vater gefallen ist und nun an das andere Kind übergehen soll - Umtragungskosten fällig und ist Grunderwerbssteuer für diesen Anteil zu bezahlen?

3) Muss die Umtragung in zwei Schritten erfolgen (erst gemäß Erbschein, dann gesondert, um die vollständige Eintragung für ein Kind zu erzielen)?

4) Welche Kosten entstehen?

  • Umtragung 1/2 Anteil Mutter gemäß Erbschein an beide Kinder?
  • Umtragung bestehender Anteil Kind 1 an Kind 2?
  • Grunderwerbssteuer?

5) Gibt es Möglichkeiten/Konstellationen, die zur Umsetzung dieses Ziels sinnvoller sind?

Erbe, Erbengemeinschaft, Grundbuch, Grunderwerbssteuer, Nachlass, Amtsgericht
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Ist im Todesfall die Beitragsrückerstattung ener Rentenversicherung Bestandteil des Nachlasses

Hier der Fall:

Ein Mann hatte eine private Versicherung auf zusätzliche monatliche Rente abgeschlossen, die ihm 15 Jahre nach Versicherungsabschluss eine feste monatliche Rente zahlen soll. Als Begünstigte setzt er seine Ehefrau ein. Einige Jahre darauf verstirbt er. Da die Rentenzahlung noch nicht eingesetzt hatte, zahlt die Versicherung der Witwe die Beiträge und zusätzlich den Gewinnanteil aus.

Neben der Witwe gibt es weitere Erbberechtigte. Die Witwe behauptet nun, dass die Beitragserstattung nicht in den Nachlass falle und die anderen Erben daraus keine Ansprüche stellen könnten. Ich weiss, dass dies im Falle einer Lebensversicherung so ist, da ist die Auszahlung an den Überlebenden die Versicherungsleistung, welche nicht in den Nachlass fällt, da sie eine persönliche Leistung des Versicherers an den Begünstigten ist.

Ich denke aber, dass in diesem Falle zwar die Gewinnanteile "Versicherungsleistung" sind, die nicht in den Nachlass fallen, nicht aber die zurück erstatteten und von der Versicherung ausdrücklich als "Beitrags-Rückerstattung" ausgewiesenen Beiträge. Schliesslich war ja der Versicherungsfall noch gar nicht eingetreten, eine Todesfallversicherung lag nicht vor.

Immerhin fallen auch die auf ein Sparbuch eingezahlten Beträge in den Nachlass des Sparers, auch wenn er einen begünstigten für den Todesfall genannt hat.

Richtig oder falsch? In welchem Gesetz ist das geregelt?

Nachlass, Erbfall, private Rentenversicherung
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Kann ich Nachlass bekommen, wenn Möbel nach 9 Monaten immer noch nicht komplett geliefert sind?

Bitte nehmen Sie die Fa. Hülsta und die Fa. Biller, Eching, in die Negativliste eines Herstellers und Händlers auf, die sich den schwarzen Peter bei Reklamationen zu Lieferungen des Programmes Lilac von der Fa. Hülsta zuspielen. Wir warten seit März 2010 (= NEUN Monate) auf die Lieferung etlicher Möbel aus diesem o.a. Programm von Hülsta. Neben mehreren Oberflächen-Lackschäden (im Laufe von 7 Monaten immerhin behoben), warten wir nun bereits zum dritten Mal auf einen auszutauschenden Hängeschrank. Dieser war zweimal nicht ordentlich verleimt und der Boden löste sich jeweils, dh konnte lediglich als nicht nutzbarer beräumbarer Zierschrank dienen. Die Fa. Biller hat es leider auch versäumt alle Reparturaufträge zu vereinen, so dass hier Reklamation einzeln abgearbeitet wurde, ohne unser Gesamtreklamationspaket einmal ordentlich abzuwickeln. Bislang wurden die mehrfach notwendigen Liefertage ohne Rücksicht auf Berufstätigkeit vorgegeben. Mehrfach haben wir bei Hersteller und Händler den Vorgang dargelegt. Da das Wohnzimmer mit mehr als 10.000.-€ Gesamtkaufpreis von uns leider im August 2010 bei der ersten Lieferung sofort bezahlt wurde, ist es sowohl Händler auch Hersteller scheinbar ziemlich egal, diesen offenen Auftrag fertig zu erledigen und va auf eine von uns schriftlich geforderte Entschädigung einzugehen. Was sollen wir nun noch tun?

möbel, Nachlass, Recht, Reklamation
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Bruder verstorben, überschuldet, Erbe ausschlagen,Bestattungs

Hallo, mein Bruder ist vor 3 Wochen verstorben. Als nächste Angehörigen gibt es mich und einen weiteren Bruder. Ich wollte bei seiner Hausbank von seinem Sparkonto (ca. 1.600 €) und dem Girokonto ca, 1000,-€ die Beerdigungskosten überweisen, da wurde ich von alten Schulden und dem schnell gesperrten Guthabenkonten in Kenntnis gesetzt. Es stellte sich nämlich heraus, dass mein Bruder bei dieser Bank aus seiner berufl. Selbstständigkeit Anfang/Mitte 90er Jahre noch Schulden hat (In den letzten 6 Jahren hat er monatlich einen geringen Betrag abbezahlt). Inkl. aufgelaufener alter Zinsen betragen die Schulden ca. 20.000 €. Die Bank unterbreitete mir den Vorschlag Schulden und Raten zu übernehmen oder ihnen ein Angebot zu unterbreiten... Habe erklärt, dass wir voraussichtlich das Erbe nicht annehmen werden. Wir sind noch auf ein weiteres Sparbuch bei einer anderen Bank gestoßen, 2.500,- €. Habe damit problemlos den Bestatter bezahlt. Der ortsansässige Notar hat mich angeschrieben, habe nächste Woche einen Termin. Wenn ich mich richtig informiert habe, könnnen ich und mein Bruder innerhalb der 6-Wochenfrist das Erbe einfach ablehnen. Bekomme ich Ärger, weil ich die Bestattungskosten einfach von seinem Konto auf meines übertragen und sofort nachweislich an den Bestatter überwiesen habe.? Kann seine langjährige Lebensgefährtin (ohne Vertrag) in die Erbschuld genommen werden?

Erbe, Nachlass
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