Testament Pflichtteil Erbrecht Anfechtbarkeit

1 Antwort

Du schreibst sehr viel zu den Umständen, aber wenig zum Testament.

Die Frage ist, liegt ein sachlicher Anfechtungsgrund vor?

Dein Pflichtteil ist nur in sehr weniger Fällen zu verweigern (trachten nach dem Leben des Erblassers, im Stich gelassen in der Not, ehrloser Lebenswandel). Wenn das nicht vorlag, wovon ich ausgehe, ist der Pflichtteil einklagbar ohne Rücksicht darauf wie klar, oder unklar der Erblasser im Moment der Testamentsaufstellung war.

Ein Notar ist kein Medizier, aber er ist mit Sicherheit ein Mensch mit Lebenserfahrung. In den Fällen der Beurkundung eines Testaments, wird er ein Gespräch mit dem Klienten führen, aus dem er dann ableitet, ob er hineinschreiben kann, "der Erblasser ist im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte."

Daher wird es nicht leicht werden das Testament über den Pflichtteilanspruch hinaus anzufechten. man wird klagen müssen und dabei Mediziner finden für ein entsprechendes Gutachten, oder der behandelde Arzt muss seine Therapie beschreiben und sagen in welchem Zustand sein Patient bei der Medikation vermutlich war.

Wie gesagt, Pflichtteil kein Problem. Testament generell auf Gültigkeit anfechten, nicht ganz einfach.

Erbe / Testament

Guten Tag, nachdem mein Schwiegervater den Kampf gegen den Krebs verloren hat, kam jetzt erst heraus, das mein Mann im letzten Moment enterbt wurde. Die neue Frau an seiner Seite, mit der er seid 4 Jahre verheiratet war, hat sich wohl alles unter den Nagel gerissen und meinen Schwiegervater unter Morphin und Beruhigungsmittel unter Druck gesetzt, dass er die Enterbung in der letzten Woche im Hospiz unterschrieben hat. Er war 11 Wochen im Hospiz und mein Mann und viele Freunde waren täglich dort um die letzte Zeit noch mit Ihm zu verbringen. Seine Frau hat sich rührend um ihn gekümmert und hat gleichzeitig dafür gesorgt dass mein Mann enterbt wird und ihr alles bleibt. Laut Aussage seines besten Freundes hat die Frau schon in den ersten Wochen des Hospizaufenthaltes ein Enterbungsschreiben ihm zur Unterschrift gegeben, welches er wochenlang in der Schublade aufbewahrt hatte. Erst als er nicht mehr klar denken konnte unterschrieb er in der letzten Woche wohl die Enterbung. Seine neue Frau hat polnische Staatangehörigkeit und Er die deutsche und ist in Polen geboren. Die Enterbung wurde in Deutschland unterschrieben und dass Testament wird in Polen veröffentlich. Es geht im Testament um ein Anwesen in Polen im Wert Von ca. 300.000 Euro. Kann uns jemand einen Ratschlag geben???

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