Wechsel zur Regelbesteuerung - Überschneidung mit Abschlagsrechnung?

Hallo zusammen,

ich überlege aktuell zum 1. Januar 2022 vom Kleinunternehmerstatus zur Regelbesteuerung zu wechseln. Basierend auf der Prognose für dieses Jahr müsste ich zum 01.01.2023 ohnehin wechseln; dieses Jahr stehen jedoch einige Ausgaben an, weshalb sich die Regelbesteuerung und Zahlung dieser netto lohnen würde.

Ich habe jedoch nur ein kleines Buchhaltungsproblem, bei dem ich mir nicht sicher bin, wie das zu handhaben ist: Ich habe im Dezember letzten Jahres einen Auftrag bekommen und für diesen bereits eine Abschlagsrechnung erstellt, welche auch noch letztes Jahr bezahlt wurde. Diese natürlich ohne Umsatzsteuer. Nun steht für Ende diesen Monat aber die Schlussrechnung an, auf die natürlich Umsatzsteuer erhoben werden müsste im Falle eines Wechsels. Wie gehe ich da dann vor? Würde ich die 19% USt. auf den gesamten Betrag erheben, der Kunde (im übrigen umsatzsteuerpflichtige GmbH) würde dann also auf den bereits gezahlten Abschlag auch noch nachträglich USt. leisten? Oder aber wird die USt. nur auf den noch offenen Betrag erhoben; die Zahlung aus letztem Jahr verbleibt quasi im Kleinunternehmerstatus und damit umsatzsteuerbefreit? Muss das auf der Rechnung irgendwie kenntlich gemacht werden?

Und dann noch eine Frage hinterher: Sehe ich das richtig, dass ich mich theoretisch von den USt.-Voranmeldungen befreien lassen könnte? Die entrichtete Umsatzsteuer lag letztes Jahr durch den Kleinunternehmerstatus logischerweise bei 0€. Und falls ich mich nicht befreien lasse, wäre das Abgabeintervall durch selbiges vierteljährlich, nicht monatlich, korrekt?

Vielen Dank für konstruktive Antworten.

Nachtrag: Ich bin nun soweit, dass ich weiß, dass Leistungen, die erst nach dem Übergang ausgeführt / fertiggestellt wurden, der Umsatzsteuer unterliegen. Die Anzahlung wäre also umsatzsteuerpflichtig, auch wenn ich keine USt. auf der Rechnung erhoben habe. Jetzt auf der Schlussrechnung nachträglich die 19% USt. noch auf die Anzahlung zu erheben ist wahrscheinlich auch nicht zulässig, richtig? Dann müsste ich die USt. also zahlen, ohne sie erhoben zu haben - ein Grund, den diesjährigen Wechsel nochmal zu überdenken.

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Es ist auf die gesamte Rechnung Umsatzsteuer zu erheben. Ist auch kein Problem, denn die GmbH kann die Steuer sowieso als Vorsteuer abziehen.

Die Leistung ist ja erst dieses Jahr, durch die Ablieferung erbracht worden.

Also (Beispiel) 18.000,- netto + 19 % 3.420,- = Rechnungssumme 21.420,- - 10.000,- Abschlag = 11420,- Restzahlung.

Ich rate Dir nicht darauf zu beharren, dass Du keine Umsatzsteuervoranmeldungen machen möchtest. Das gibt nämlich am Schluss eventuell eine Hohe Restzahlung.

Machen "Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten" und mache regelmäßig die Umsatzsteuervoranmeldungen.

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Auf den Rechnungen bin ich als Leistungserbringer und das Werbenetzwerk als Leistungsempfänger.

Deshalb ist es auch eineGutschrift, die Dir erspart eine Rechnung zu schreiben.

Wie ihr seht, steht zwar 0 USD VAT aber kein Hinweis darüber, dass hier das reverse charge verfahren greift.

Da es ja eigentlich Deine Rechnung ist, ist es bei Dir ein umsatzsteuerfreier Auslandsumsatz. Das Reverse Charge Verfahren gilt nicht für Dich, sondern für die Israelis.

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  1. Ein schönes Beispiel, warum ich sevDesk getestet habe und nun allen die mich fragen, davon abrate.
  2. Nimm einfach den Kurs, den Dir sevDesk vorschlägt, denn vomErgebnis her bleibt es gleich,weiles sowieso ein steuerfreier Auslandsumsatz ist. Also ob DeineEinnahmeaus dem Verkauf höher ist, oder die Differenz später als Gewinn durch Kursdifferenzen in die EÜR eingeht, ist (steuerlich) egal.
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Es wäre schön gewesen, wenn der Sachverhalt klar erklärt worden wäre.

Wie weit ist denn derVertrag nun gediehen?

Kaufvertrag zwischen dem Verkäufer und Euch beiden als Käufer besteht wohl.

Gab es schon den Grunderwerbsteuerbescheid und wurde sie auch schon gezahlt?

Wenn Du die Wohnung allein übernehmen willst, wäre es am klügsten den alten Kaufvertrag aufzuheben und Du kaufst neu allein.

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Die Gutschrift bei Paypal ist nach dem Steuerrecht der Zeitpunkt des Zuflusses und muss erfasst werden.

Die Zahlung von Paypal zur Bank ist dann nur noch ein Geldtransfer.

Für die Umrechnung veröffentlicht der Bundesminister der Finanzen den amtlichen Umrechnungskurs:

Bundesfinanzministerium - Umsatzsteuer-Umrechnungskurse

Aber wenn Du mit dem Kurs arbeitest, den Paypal anwendest (oder Deine Bank, wenn Du das Paypalkonto in Dollar führst), wird es kein Problem geben.

Der Umsatz und die Gebühren sind getrennt auszuweisen (also Einnahme bzw. Kosten), nicht nur die Differenz als Einnahme.

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Richtig, wenn Du Kleinunternehmer bist und nicht ausdrücklich auf Regelbesteuerung optierst (auf Kleinunternehmerregelung verzichten), sind die anderen Felder zum Thema Umsatzsteuer bedeutungslos.

Nur falls Du im EU-Ausland einkaufen willst, musst Du eine UST-ID beantragen.

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Wenn sich nur der Sparerfreibetrag ändertund ncihts anden Steuersätzen,so geht es um 25 % Abgelrungssteuer.

200,- Euro * 25 %=50,- Euro.

Oder ganz genau 199,- * 25 % = 49,75 + 5,5 % Soli (wenn es den dann noch gibt)52,48 = 4,37 pro Monat.

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muss man Kapitalertragsteuer in DE oder im Ausland zahlen?

In Deutschland

Aus steuerlichen Gründen wäre es vorteilhafter im EU-Ausland die Kapitalertragsteuer

Mag sein, ist aber nicht vorgesehen.

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Deine Frage wurde doch von @onnEVier245 bereits beantwortet.

Aber nochmal:

Ja, du kannst dem Auftraggeber Deine Steuernummer geben. Schließlich bist Du durch die Anlage "S" schon mit Einkünften aus selbständiger Arbeit erfasst.

Und nein, Du musst nicht extra noch eine andere Steuernummer beantragen. Aber Du musst natürlich Deinem Auftraggeber mitteilen, dass Du Kleinunternehmer bist, damit der Dir keine Honorarabrechnung mit Umsatzsteuer ausstellt.

Oder Du teilst dem Verlag für die Tantiemen aus dem Buch mit, dass Du ab nun mit Umsatzsteuer arbeiten willst.

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Ist doch ganz einfach, Du gehst hierher:

https://www.bmf-steuerrechner.de/bl/bl2022/eingabeformbl2022.xhtml

und gibst Deine 40.000,- Euro Jahresgehalt ein.

Dann hast Du die Lohnsteuerbealstung Deines Gehalts.

Dann den Betrag zuzüglich des erwarteten Gewinns. Die Differenz ist in Etwa die zu erwartende Nachzahlung. Nicht genau, aber annähernd.

Der genauere Weg dauert länger, aber bei diesem geringen Ertrag ist es relativ egal, ob 1.300,-, oder 1.500,- Euro Nachzahlung

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Das ist alles eine Frage der Einigung.

Geht doch estmal für die Berechnung vom Normalfall aus.

Wenn Dein Mann Deine Hälfte möchte, muss er Dich auszahlen. (übrigen Zugewinnausgleich mal außen vor.

Wenn er nun nicht in der Lage ist, Dich asuzuzahlen (und Du auch nicht ihn auszuzahlen),könnte er natürlich seine Hälfte den Kindern, oder einem der Kinder übetragen.

Aberwas passiert dann mal später bei deinem Ableben?

Und was wäre mit Deinem Zugewinnausgleich? Du müsstest verzichten.

Also, was auch immer ihr, abweichend vom Normalfall, verabredet, muss als Zugewinnausgleichsverzicht und Erbvertrag beurkundet werden.

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Natürlich.

Ausserdem wird das vermutlich sowieso niemals jemand prüfen.

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Bei Dir geht es um ein Einzelunternehmen und anscheinend um eine reine Geldanlage. Da ist es theoretisch egal. Aber mein Tipp wäre, alles im Privatvermögen zu halten.

Interessanter und mit größeren Auswirkungen kann es z. B. bei Dingen wie Anlagen in Immobilien sein. Deren Verkauf wäre im Privatvermögen nach 10 Jahren steuerfrei, bei Betriebsimmobilien natürlich nicht.

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Umssatzsteuer ist eine Jahressteuer somit sind 2020 und 2021 getrennt zu betrachten. 2020 war unter 22.000,- und 2021 bis einschl. November auch unter 22.000,- .

Nun kommt es auf die Umsätze Dezember 2021 an, ob Du in 2021 auch unter 22.000,- Euro bist.

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Ich weiß nicht, wie Du es genau meinst, denn Dein Sachverhalt ist etwas kryptisch. Angenommen, Du hast Aktien und verkaufst die Im Jahr 2021 mit 5.000,- Gewinn. Hier werden 1.250,- (ca.) Abgeltungssteuer fällig.

Du hast ein zweites Paket Aktien, was um ca. 4.000,- im Kurs gefallen ist. Du erwartest aber, dass die sich wieder erholen, wenn Corona vorbei ist.

Wenn Du die nun im Dezember verkaufst, realisierst Du die 4.000,- Verlust.

5.000,- - 4.000,- = 1.000,- -801,- Freibetrag = ca. 200,- = 50,-Euro Abgeltungssteuer. 1.200,- kommen zurück.

Am nächsten Tag kannst Du Dir die Aktien für vermutlich 4.020,- Euro neu kaufen, hast aber 1.200,- Euro Steuern gespart.

So arbeitet ein Profi.

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Er braucht das, weil es ab Januar Vorschrift ist, die bei der Meldung von Minijobbern anzugeben.

Es ist keine Forderung des Arbeitgebers, sondern des Gesetzgebers.

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Die wichtigste Frage, die bei der Beurteilung von Verträgen der Gesellschaft mit dem Gesellschafter-Geschäftsführer zu Grunde gelegt wird ist:

"Wie wäre die Vereinbarung unter fremden Dritten?"

Wenn der Gesellschafter des Unternehmens mit den 6 Mio. Umsatz einen fremden Geschäftsführer einstellen würde, was würde er dem zahlen, oder was würde der verlangen und bekommen?

14 % vom Umsatz ja wohl nur, wenn dann trotzdem noch ein entsprechender Gewinn bleibt.

Mit Sicherheit hätte das Gehalt aber nicht nur feste Bestandteile, sondern auch einen Erfolgsfaktor. Jemand mit einem Zieleinkommen von 800.000,- würde vermutlich 12 * 50.000,- Euro bekommen und die 200.000,- wären z. B. 20 % vom Gewinn.

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Was @orgel schreibt ist absolut richtig, die Bank im ersten Rang (Hausfinanzierung) juckt es nicht, denn für sie ändert sich nichts.

Ein kleiner Unterschied ist schon da, der sie interessiert, die Frage, warum Du nicht bei denen angefragt hast.

Außerdem verschlechtert sich ja durch die Belastung aus einem weiteren Kredit Deine Bonität etwas.

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  1. Es geht nicht nach Zimmern, sondern nach Quadratmeter.
  2. Ich kann auf Immobilienscout24 udn ähnlichen Plattformen relativ einfach herausfinden, was ich für 700.000,- Euro so als Haus bekomme (Größe in qm).
  3. Ebenso finde ich auf diesen Plattformen zu welchem Qm-Preis vermietet wird.
  4. Damit habe. ich erstmal alle Daten für eine Grobkalkulation.

Zahle ich für einen Quadratmeter Wohnfläche 6.000,- Euro (incl. des Anteiligen Grundstückwertes und kann den für 10,- Euro netto kalt pro Monat vermieten, also 120,- im Jahr, dann habe ich 2 % Rendite, ohne Afa und ohne die Kosten, die man nicht auf die Mieter umlegen kann.

Vermutlich blieben so 1-1,5 % übrig. Steuern würden bei der Kalkulation kaum anfallen.

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Da Du ja miteigentümerin bist, musst Du deer Eintragung der Grundschuld zustimmen.

Damit schuldet DEin "Realvermögen" für den Kredit.

Du übernimmst aber keine persönliche Bürgschaft.

Anders ausgedrückt, wenn der Kredit nicht zurück gezahlt wird, kann man das Haus zwangsversteigern lassen, aber Dein Gehalt dürfte nicht gepfändet werden.

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