Lehrauftrag + Minijob - was muss ich beachten?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Oh, da geht Einiges durcheinander und wieder die Steuerphobie.

  1. Du kannst soviel verdienen wie Du willst. Ab einem zu versteuernden Einkommen von 8.354,- (das sind nicht die Einnahmen, sondern die Einkünfte abzüglich verschiedener Abzüge), musst Du lediglich Einkommensteuern zahlen. Am Anfang ganze 14 % des diesen Grundfreibetrag übersteigenden Betrags. also von 100,- Euro Gewinn bleiben Dir dann noch immer 86,- Euro.

  2. Der Minijob wird in die Berechnung nicht einbezogen, weil die Abgaben der Arbeitgeber mit ca. 31 % pauschal bezahlt.

  3. Während des Semesters darfst Du nur 20 Stunden pro Woche Arbeiten (nur die Stunden sind entscheidend, nicht die Einnahmen/Einkünfte), weil Du sonst den Studentenstatus verlierst.

  4. In den Semesterferien kannst Du soviel arbeiten, wie Du willst.

  5. Nebengewerbe, wohl eher Gewerbe als Nebenerwerb für Lehrtätigkeit? auf keinen Fall, das ist freier Beruf, § 18 EStG und kommt nur in die Einkommensteuererklärung.

  6. Bei mehr als 17.500,- Einnahmen aus der Lehrtätigkeit muss geprüft werden, ob evtl. Umsatzsteuer anfällt (bis dahin bist Du sowieso Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer wird nicht erhoben). Aber Deine Umsätze dürften sowieso nach § 4 Nr. 21 b UStG umsatzsteuerfrei sein.

  7. Natürlich kannst Du von Deinen Einnahmen erstmal alle Kosten abziehen, die Dir daraus entstehen. Fahrtkosten, Schreibmaterial usw. usw. Ausserdem ja auch Deine Studienkosten, entweder als Werbungskosten, wenn es die Zweitausbildung ist, oder als Sonderausgaben, wenn es die Erstausbildung wäre.

  8. Wenn dann wirklich noch etwas übrig bleibt, was über den Grundfreibetrag von 8.354,- Euro hinausgeht, dann verweise ich noch mal auf den Eingangssteuersatz von 14 %. Sollten die Erträge so gut sein, dass Du ein zu versteuererndes Einkommen von 20.000,- hättest, dann wäre die Einkommensteuer gerade mal 2.634,- Euro. + Soli und ggf. Kirchensteuer. Kein Grund für Steuerphobie.

Danke für diese ausführliche Antwort. Damit ist mir sehr geholfen.

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@FilosFrauchen

Noch eine Frage hätte ich: Zählt zu den 20 Stunden in der Woche der Minijob dazu oder ist der auch außen vor?

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@FilosFrauchen

Der zählt dazu.

Als hauptberuflicher Student sind die Summe aller Nebentätigkeiten auf 20 Stunden pro Woche zu beschränken.

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Vielen Dank für die gute Antwort, ich habe die selbe Frage gehabt. Zusätzlich würde ich gerne wissen, ob die Einkünfte aus dem 450 Euro Job und dem Lehrauftrag gemeinsam zur Bestimmung der Sozialversicherungspflicht genommen werden (Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung)

Minijob auf 450 Euro-Basis der eine monatliche Geschäftsreise vorsieht - wer zahlt wie die monatlichen Reisekosten damit ich nicht draufzahle?

Guten Tag! Ich werde demnächst einen Nebenjob zusätzlich zu meinem Teilzeitjob (4 Tage/Woche) antreten, der einen vollen Arbeitstag in der Woche vorsieht und zusätzlich etwa ein Wochenende im Monat, an welchem ich geschäftlich in eine andere Stadt fliegen muss (600km Entfernung).

Normalerweise würde ich für die vier Arbeitstage im Monat 450 Euro netto bekommen. Die Kosten für Flug, Hotel und Co belaufen sich für das Geschäftsreisewochenende jedes Mal auf etwa 320 Euro – das sind also die monatlich anfallenden Reisekosten (130 Euro Hotel, 130 Euro Flug, 40 Euro Parkgebühr für Parken mit dem PKW am Flughafen, da ich nicht öffentlich fahren kann, 10 Euro Benzingeld für die Fahrt zum Flughafen und zurück und 10 Euro für die Fahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel vor Ort) . Die Arbeitszeit an dem Wochenende selbst beträgt nochmal etwa 8 Stunden extra zusammengefasst.

Ich würde also monatlich 40 Stunden in diesem Nebenjob arbeiten - von der Zeit, die ich rein jobbedingt im Auto und Flieger verbringe mal abgesehen. Eigentlich dachte ich, wir regeln das mit einem 450-Euro-Minijob, sodass ich 450 Euro netto bekomme und das nicht versteuern muss (auch wenn dann die Arbeitszeit am Wochenende unbezahlt wäre...).

Jetzt stellt sich aber die Frage: Wie macht man das dann mit den 320 Euro Reisekosten? Ich bräuchte ja netto 770 Euro (450 Euro Lohn + 320 Euro Reisekosten) damit ich keinen finanziellen Verlust mache durch die monatliche Geschäftsreise. Das wären allerdings fast 1600 Euro brutto zusätzlich zu meinem bisherigen Bruttogehalt meines Teilzeitjobs und das wäre natürlich für eine 20%-Stelle für 1x/Woche zu viel.

Wie kann der Arbeitgeber das lösen, dass ich auf mein Minimum von 450 Euro netto komme für den einen Arbeitstag pro Woche und nicht die Reisekosten von 320 Euro monatlich selbst tragen muss? Und wie könnte die Arbeitszeit an diesem einen Wochenende monatlich noch zusätzlich bezahlt werden, damit ich nicht das Wochenende umsonst arbeiten muss?

Den zukünftigen Arbeitgeber habe ich noch nicht gefragt, wie er sich das vorstellt. Bisher steht nur fest wie die Arbeit ablaufen wird. Aber ich möchte hier schon einmal nachfragen, damit ich in der Vertragsverhandlung Ahnung von dem Thema habe... Am Ende ist so ein Jobmodell auch gar nicht möglich, wenn der Arbeitgeber nicht für eine 20%-Stelle 1600 Euro brutto löhnen will :(

Was sagt ihr? Gibt es Möglichkeiten diese Arbeit zu realisieren ohne dass ich für umsonst arbeiten muss? Der Job wäre eine sehr große Herzensangelegenheit, die mir viel Spaß machen würde.

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