Wann ist ein Festpreis incl. MWST und wann nicht?

3 Antworten

Bist Du Privatkunde oder gewerblicher Abnehmer? Falls Privatkunde, ist dieser Status dem Anbieter bekannt? Ist der Festpreis mündlich oder schriftlich vereinbart worden?

Das alles sind Umstände die für die Bewertung des Vorgangs und die Auslegung des Vertrags bekannt sein müssen. Im Geschäftsverkehr unter gewerblichen Anbitern wird fast nie über Mehrwertsteuer gesprochen, es ist an sich üblich Nettopreise zu nennen weil der Gegenpart die Umsatzsteuer als Vorsteuer absetzen kann. Wenn man mit Handwerkern mündliche Vereinbarungen trifft, wird das auch im Umgang mit Privatpersonen oft so gehandhabt. Bei schriftlichen Vereinbarungen sollte man stutzig werden, wenn von Umsatzsteuer nicht die Rede ist und besser nachfragen.

Ein Festpreis wird vereinbart wenn im Angebot der Begriff Fix oder Festpreis genannt wird und ein Zeitraum genannt wird wie lange das Angebot gilt. Bei Endkunden muss der Gesamtpreis aller Steuern und Abgaben ohne Versandkosten, Verpackungskosten, Versicherungskosten genannt werden.

Vielleicht gibst Du ein wenig über die Hintergründe preis:

  • wer ist "wir"?
  • was sollte 6000 Euro kosten?
  • Wer hat die Rechnung gestellt
  • Woraus bestand die Vereinbarung - liegt sie gar schriftlich wor?

Umsatzsteuernachzahlung

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Mann arbeitet seit geraumer Zeit als Trauerredner. Anfänglich gab es sehr wenig Aufträge und wir bekamen die Info, dass nach § 19 UstG keine MwSt entrichtet werden muss. Die Auftragslage verbesserte sich, da er nun für 2 Bestattungsunternehmen tätig war. Bei dem einen Unternehmen stellte er die Rechnung direkt an die Hinterbliebenen, bei dem anderen an das Betsattungsinstitut selbst. Auf allen entspr. Rechnungen erschien immer der Vermerk, dass nach §19 UstG keine MwSt erhoben wird. Eine Anfrage an das FA ergab natürlich das Gegenteil. Er beauftragte einen Steuerberater, der die nicht eingenommene MwSt aus allen Einnahmen berechnete. Wir mussten löhnen. Nun hatte das Steuerbüro für 2012 eine über 6000.-er-Ust.-Nachzahlung berechnet.... Heute sagte uns unser Cousin, der ebenfalls selbständig tätig ist, etwas von §13b UstG, dass, wenn man einem Unternehmen, für das man tätig ist, eine Rechnung ohne MwSt erstellt, eben dieses Unternehmen die Mwst dem Endverbraucher berechnet. Das würde bei dem 2. Bestattungsunternehmen zutreffend sein. Konkret würde das ja bedeuten, dass mein Mann nur für Unternehmen 1 die MwSt nachzahlen müsste, weil die Rechnung direkt an die Hinterbliebenen ging. Gehe ich da richtig in der Annahme, dass bei Unternehmen Nr. 2, die die Rechnung meines Mannes als Trauerredner erhielten und den Hinterbliebenen eine Gesamtrechnung erstellten, die MwSt nach §13b UstG nicht von uns eingefordert und somit auch nicht an das FA abgeführt werden muss? Oder betrifft dieser Paragraph ausschließlich das Baugewerbe? Eine kompetente Antwort Ihrerseits würde uns sehr weiterhelfen und uns vielleicht ein paar weniger schlaflose Nächte bereiten.... Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe! In der Hoffnung auf einen positiven Bescheid verbleibt

mit freundlichen Grüßen U. Heinke

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