Unverheiratet, getrennt und gemeinsames Haus samt Kreditverpflichtung?

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5 Antworten

Ich denke auch, dass Du dringend einen guten Anwalt brauchst.

Mit dem Argument "Er sieht diese Summe aber als Entschädigung, weil ich mich getrennt habe." kommt er nicht durch.

Das wird ohne Anwalt nicht abgehen, der ja leider auch wieder Geld kostet.

Tatsache ist, Ihr seid beide Kreditnehmer und beide zur Zahlung an die Bank verpflichtet. Die Bank interessiert nicht, wer drin wohnt.

Wenn nur einer das Haus bewohnt, hat er natürlich eine Miete zu zahlen, die der örtlichen Vergleichsmiete entspricht. Das muss aber nicht mit der Kreditrate übereinstimmen.

Insgesamt eine schwierige Situation. Wird nicht ohne Anwalt gehen. Letzte Chance, aber vermutlich mit Verlusten verbunden, die Versteigerung zum Zweck der Auseinandersetzung.

Du solltest umgehend einen erfahrenen Scheidungsanwalt kontaktieren, denn wenn es dumm läuft, dann bekommt er neben dem Versorgungsausgleich auch noch Unterhalt von Dir zugesprochen.

Wenn er in Zukunt alleine das gemeinsame Haus bewohnt, dann steht Dir eine Mietzahlung zu. Den Wert des Hauses kann ein vereidigter Sachverständiger ermitteln, damit kannst Du ihm den Zahn von überhöhten Wertsteigerungen ziehen.

Aus den laufenden Kreditverträgen zu kommen ist schon deutlich schwieriger und der Kreditgeber wird sich zuerst immer an den Gläubiger mit der besseren Bontät schadlos halten, bevor er die Zwangsversteigerung der Immobilie betreibt.

Sie sind nicht verheiratet, steht oben. Ändert das was am Vorgehen?

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@Luscinia

Ja natürlich, dann sollte man sich halt einen erfahrenen Anwalt für Trennungen suchen und die Unterhaltspflicht und der Versorgungsausgleich entfallen.

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DieNaD:

Fakten: Erwerb 2014, Vollfinanzierung, wenig getilgt, kaum Immobilien-wertsteigerung, daher hohes Beleihungs-/Ausfallrisiko der Bank

Schwache Bonität des Mannes, daher Entlassung der Gesamtschuldnerin aus der Haftung nach Veräusserung ihres hälftigen Miteigentumanteis an den Mann ausgeschlossen.

Was bleibt:

Zahlungseinstellung durch Frau, Bank betreibt die Zwangsversteigerung.

Nachteil: Ausfallgefahr ca. 30 %, beide Schuldner haften weiterhin persönlich.

Oder Teilungsversteigerung, in der der Erwerbsinteressent (Meistbieter) sämtilche Grundstücksbelastungen übernehmen muss; er erwirbt also keinesfalls lastenfrei.

Nachteil: Eher unwahrscheinlich.

Lösung: Einsicht zur freihändigen Veräusserung schützt beide vor grösserem Verlust.

Wenn er dort wohnen bleiben will und das Haus behalten willl, muss er den Anteil des Kredites übernehmen, das er ja die alleinige Nutzung der Immobilie hat. Du ziehst ja aus. Deinen Anteil muss er übernehmen. Du brauchst keine Zahlungen leisten, auch nicht für den Kredit. Wenn er Deinen Hausanteil übernimmt muss er noch mal Grunderwerbssteuer zahlen.

Ich würde erst mal ausziehen und dann mit der Einstellung der Zahlung drohen. Dann wird er sich schon einigen müssen, sonst wird alles versteigert, wenn der Kredit notleidend ist. Das ist nun mal so.

Da Du aber ideeller Anteilseigner bist, kannst auch Du die Versteigerung beantragen. Damit würde ich auch drohen.

Dann ist alles weg und eine Menge Schulden bleiben übrig.

Problem ist, wenn der Typ so aggro drauf ist, lässt er es vielleicht drauf ankommen, dass am Ende beide hohe Summen verlieren, nur um ihr zu schaden. :(

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@Luscinia

Dem kann man zuvorkommen, indem man den Kredit weiter bediehnt und selbst die Versteigerung beantragt. Dann ist man einen Schritt voraus.

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Die Bank wird nicht mitspielen, dass er alleine den Kredit übernimmt.

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