Unverheiratet, getrennt und gemeinsames Haus samt Kreditverpflichtung?

5 Antworten

Das wird ohne Anwalt nicht abgehen, der ja leider auch wieder Geld kostet.

Tatsache ist, Ihr seid beide Kreditnehmer und beide zur Zahlung an die Bank verpflichtet. Die Bank interessiert nicht, wer drin wohnt.

Wenn nur einer das Haus bewohnt, hat er natürlich eine Miete zu zahlen, die der örtlichen Vergleichsmiete entspricht. Das muss aber nicht mit der Kreditrate übereinstimmen.

Insgesamt eine schwierige Situation. Wird nicht ohne Anwalt gehen. Letzte Chance, aber vermutlich mit Verlusten verbunden, die Versteigerung zum Zweck der Auseinandersetzung.

DieNaD:

Fakten: Erwerb 2014, Vollfinanzierung, wenig getilgt, kaum Immobilien-wertsteigerung, daher hohes Beleihungs-/Ausfallrisiko der Bank

Schwache Bonität des Mannes, daher Entlassung der Gesamtschuldnerin aus der Haftung nach Veräusserung ihres hälftigen Miteigentumanteis an den Mann ausgeschlossen.

Was bleibt:

Zahlungseinstellung durch Frau, Bank betreibt die Zwangsversteigerung.

Nachteil: Ausfallgefahr ca. 30 %, beide Schuldner haften weiterhin persönlich.

Oder Teilungsversteigerung, in der der Erwerbsinteressent (Meistbieter) sämtilche Grundstücksbelastungen übernehmen muss; er erwirbt also keinesfalls lastenfrei.

Nachteil: Eher unwahrscheinlich.

Lösung: Einsicht zur freihändigen Veräusserung schützt beide vor grösserem Verlust.

Du solltest umgehend einen erfahrenen Scheidungsanwalt kontaktieren, denn wenn es dumm läuft, dann bekommt er neben dem Versorgungsausgleich auch noch Unterhalt von Dir zugesprochen.

Wenn er in Zukunt alleine das gemeinsame Haus bewohnt, dann steht Dir eine Mietzahlung zu. Den Wert des Hauses kann ein vereidigter Sachverständiger ermitteln, damit kannst Du ihm den Zahn von überhöhten Wertsteigerungen ziehen.

Aus den laufenden Kreditverträgen zu kommen ist schon deutlich schwieriger und der Kreditgeber wird sich zuerst immer an den Gläubiger mit der besseren Bontät schadlos halten, bevor er die Zwangsversteigerung der Immobilie betreibt.

Sie sind nicht verheiratet, steht oben. Ändert das was am Vorgehen?

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@Luscinia

Ja natürlich, dann sollte man sich halt einen erfahrenen Anwalt für Trennungen suchen und die Unterhaltspflicht und der Versorgungsausgleich entfallen.

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Braucht man beim Hausverkauf grundsätzlich einen Energieausweis?

Ich finde leider keine eindeutige Aussage zum Energieausweis. Folgenden Text habe ich gefunden, der ist aber für unseren Fall nicht eindeutig:

"Der Eigentümer oder Verkäufer der Immobilie muss dem Kaufinteressenten den Energieausweis zeigen; der Käufer erhält darüber hinaus ein Exemplar oder eine Kopie. Gleiches gilt gegenüber Mietern bei der Neuvermietung einer Wohnung bzw. eines Hauses. Der Energieausweis muss aber nur bei einem Nutzerwechsel vorgelegt werden, das heißt, wer sein Wohneigentum selbst nutzt oder nicht neu vermietet, braucht keinen Energieausweis."

In unserem Fall gibt es zwar einen Verkauf - der Nutzer (Bewohner) ändert sich aber nicht. Es ist der Verkäufer. Weiß jemand von Euch da genauer Bescheid?

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Getrennt lebend, welchen anspruch habe ich

Ich lebe von meinem Mann getrennt, wohn bei meiner Mutter. Mein Ex hat die ganze Zeit die versicherung von dem Auto bezahlt, das ich damals mit genommen habe. Nun verlangt er per Rechtsanwalt, die gesammte summe von mir. Habe zur Zeit kein festes Enkommen, da ich immer nur ein paar Tage im Monat arbeiten kann,(nicht genug arbeit im Betrieb). Habe damals auf das Haus und alles andere verzichtet, schriftlich festgehalen, per Notar, hatten noch Schulden im Haus, darum. Was kann ich nun tun, kann ich trotz allem noch Unterhalt verlanngen und kann er das Geld bei mir einklagen, er hat nix schriftliches, und das Auto lief die ganze Zeit auf seinem Namen. Vielen Dank S........

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Hausverkauf während Trennung Unverheirateter

Hallo zusammen, folgende Situation: 2 Menschen, nicht verheiratet, Grundbuch 50-50, Hauskauf November 2009, 100% Finanzierung.

Investitionen bisher: Sie 60%, er 40% je für Renovierungen, Modernisierungen, Garten etc.

Monatliche Leistungen: von 2009 - April 2011 50-50, anschliessend sie 15% (wegen Teilzeitjob), er 85%. Die monatlichen Leistungen beinhalten alles, vom Darlehen über Nebenkosten, Ernährung, Putzmittel etc, nur Heizkosten werden geteilt ( 1*jährlich ca. 2400 EUR)

Fragen:

Wenn wir uns trennen, hat nach meiner Auffassung jeder das Anrecht, vom anderen ausbezahlt zu werden (50-50), wenn eine Partei das Haus behalten möchte. Ist das so richtig?

Wie werden bei Verkauf die Kosten aufgeteilt? Nach verfügbarem Einkommen oder auch 50-50? Wie sieht es mit ggf. Vorfälligkeitsentschädigungen aus und mit den Verlusten, wenn der damalige Kaufpreis beim Verkauf nicht erzielt werden kann?

Können die monatlichen Leistungen der letzten beiden Jahre gegen die oben genannten 60%-Investitionen aufgerechnet werden? ( schliesslich hatte sie ja in den letzten beiden Jahren quasi Kost und Logis frei)

Können die bei der Bank hinterlegten Sicherheiten auch gegengerechnet werden ( sie 20%, er 80%)

Ich hoffe, das ist nicht zu viel auf einmal und freue mich auf Eure Beiträge.

Er

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