Sollten Eheleute nach der Heirat auch ein gemeinsames Konto haben oder ist das egal?

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14 Antworten

Eine durchaus spannende Frage. Tendenziell bin ich auch eher dafür, dass man getrennte Konten hat. So kann man einfach besser einen aufgefächerten Überblick behalten. Ab und an habe ich mir darüber auch schon meine Gedanken gemacht, aber auch hier in der gesamten Diskussion lese ich an keiner Stelle von Vorteilen, wenn man seine Konten zusammen legt. Entweder finde ich diese Vorteile nur nicht oder gibt es keine wesentlichen Vorteile wenn man keine getrennten Konten mehr hat?

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Wenn alles 100ig ist dann klappt ddas mit einem Konto.

Sonst bietet sich ein 3-Konten Modell an. Jeder hat sein Gehaltskonto. Dazu gibt es ein Haushaltskonto von dem Miete, Strom, Telefon, Haushaltsgeld usw. bezahlt werden.

Hat auch den Vorteil, wenn mal einer von beiden in ein Problem gerät udn esgibt eine Kontopfändung, ist nur dessen Gehaltskonto betroffen ( natürlich auch das Haushaltskonto, aber das ist ja relativ kleines Problem, weil das Gehalt des Ehegatten auf dessen Konto geht).

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Hallo, auf die Idee, ein oder zwei weitere Konten zu eröffnen, sind wir in den vergangenen 39 Jahren Ehe noch nie gekommen ! Irgendwie funktioniert das auch so !

Fiktiv betrachtet : Hätte mein Mann irgendwann damals mal die fixe Idee gehabt, mir das Haushaltsgeld zuzuteilen, würde ich streiken und auf ein 3 Kontenmodell bestehen. Ich würde mir vorkommen wie eine Hauswirtschafterin - insofern wären dann 3 Konten für mich natürlich auch denkbar.

Andererseits gesetzt der Fall, der eine oder andere Partner geht bereits seine zweite oder dritte Beziehung( Ehe ) ein und hat diesbezüglich so seine (schmerzhaften) Erfahrungen machen müssen, da kann man schon etwas Vorsicht walten lassen ! Auch ein bekannt überdurchschnittlicher Hang des Partners zum Geld ausgeben, sollte berücksichtigt werden. Dies sollte bei der gemeinsamen Überlegung zum Kontenmodell dann aber auch so begründet werden. K.

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Wenn man die Ausgaben irgendwie sinnvoll auf zwei Konten verteilt, sollten im Zeitalter kostenloser Girokonten die Vorteile zweier Konten überwiegen. Dadurch vermeidet man insbesondere versteckte Schenkungen, wenn ab und zu mal größere Geldbeträge für einen Ehepartner eingehen.

Das betrifft natürlich nicht nur Girokonten, sondern auch Tagesgeldkonten und Depots. Das gemeinsame Depot oder andere Ertragsanlagen wären vielleicht noch zur Nutzung eines gemeinsamen Freistellungsauftrags überlegenswert.

Größere Sachwerte wie Immobilien sollten generell zur Vermeidung späterer Erbschaftssteuer im gemeinsamen Besitz sein - es sei denn, es handelt sich klar um ein Eigentum eines Ehegatten.

Für Scheidung und Insolvenz mag das auch Vorteile haben, aber dafür sollte man nicht zu heftig planen, denn sonst tritt das auch ein ;-)

Gibt es allerdings die klassische Variante eines Hauptverdieners und eines haushaltlich aktiven Partners, dann wären das gemeinsame Konto wahrscheinlich aus Fairnessgründen sinnvoll.

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Auch in eurer Ehe und bei Güterstand der Zugewinngemeinschaft (Regelfall) bleiben eure Vermögen stets getrennt voneinander.

Daher ist es ratsam, dass jeder auch sein(e) Konto/en behält und ein weiteres, gemeinsames Konto als Haushaltskonto eingerichtet wird.

Manche Banken bieten das kostenlos, sogar als Unterkonto, an. Hierauf überweist jeder seinen Beitrag zur gemeinsamen Lebensführung und nur hierüber bekommt jeder seine eigene Bankkarte und/oder online banking-Zugriff.

Die Vorteile dieser Vorgehensweise liegen auf der Hand:

  • Im Erbfall gäbe es keinen Streit darüber, welcher Anteil der gemeinsamen Einlage tasächlich dem Erblasser gehört (im Zweifel gälte die Vermutung die Hälfte!)
  • private Entnahmen seines Kontos, z. B. für Überraschungen oder Geschenke, blieben privat
  • bei Überschulung, Insolvenz oder Pfändung wäre das eigene Vermögen zugriffssicher.

G imager761

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Gemeinsames Konto für gemeinsame Anschaffungen. Z.B. Miete, Strom, Essen, etc.

Und den Kram den jeder für sich hat sollte man auch vom jeweils eigenen Konto realisieren.

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Das hängt nun wirklich davon ab!

Wenn beide weiter wie bisher abeiten und wohnen und Geld ausgeben, spricht wenig für ein gemeinsames Konto.

Wenn beide wie bisher abeiten (oder Geld einnehmen) aber zusammen wohnen, Kinder aufziehen, Anschaffungen und Urlaub machen, spricht vieles dafür, dass jeder sein eigenes und beide ein gemeinsames Konto haben, in das Geld für gemeinsame Ausgaben eingezahlt wird und gemeinsame Ausgaben getätigt werden.

Wenn nur einer arbeitet/Geld einnimmt und der andere als eine Art Cost-Center fungiert, spricht alles für ein gemeinsames Konto.

Man kann es aber erst mal auf sich zukommen lassen. Allein die steuerliche Zusammenveranlagung oder wenn nicht beide Steuerklasse IV haben, ist das ein Argument für ein gemeinsames Konto. Es gibt einiges, bei dem das Auseinanderdividieren schwieriger ist als das "gemeinsam machen".

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Seit ewig und 3 Tagen klappt das bei uns mit einem gemeinsamen Konto wunderbar.

Wenn Vertrauen herrscht und größere Ausgaben vorher besprochen werden, geht nichts schief.

Das sind die Erfahrungen einer Uralten Ehefrau ;-))

Natürlich sollten Beide - egal welche Einnahmen auf das Konto fließen - den Überblick haben und nicht einfach mit vollen Händen drauf los prassen.

Klappt das nicht, so würde ich mich den Aussagen von Rat2010 und wfwb anschließen.

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Kommentar von Gaenseliesel
18.01.2014, 16:28

Sehr richtig Primus ! Ich bin genau wie du eine jung gebliebene (meine ich ) " Uraltehefrau " ( nette Bezeichnung ). Bei uns " Alten " läuft das wie ein Schweizer Uhrwerk, stimmt's ? :-))

K.

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Kommentar von billy
18.01.2014, 17:07

Hallo @primus, So alt bist Du nun auch wieder nicht :)))

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Wenn ich jemals das Abenteuer einer Eheschließung wagen sollte wäre das der Nervenanspannung genug. Ich möchte nicht auch noch zittern müssen, dass eines Tages nicht nur die Frau, sondern auch der Schotter auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist. Ergo: Gemeinsames Konto nur über meine Leiche.

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Kommentar von EnnoBecker
18.01.2014, 10:00

Gemeinsames Konto nur über meine Leiche.

Sehe ich auch so.

Ich führe inzwischen die * murmelmurmel * ste Beziehung, und die Zusammenlegung von Konten kam niemals in Frage. Ich weiß und wusste auch nie genau, was auf ihrem Konto passiert. Warum auch? Ist ja ihrs?

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ich kann nur aus meiner Sicht sprechen. Ein gemeinsames Konto wird gerne als "romantisch" bzw. 2 Konten als "unromantisch" hingestellt.

Solange es gut geht und beide in etwa die gleiche Ausgaben- und Kostendisziplin haben, kann ein gemeinsames Konto gut gehen.

Ich jedoch bin strikt gegen nur 1 gemeinsames Konto. Ich will wissen, was auf meinem Konto passiert und ich will nicht wissen, was auf dem Konto meiner Frau passiert.

Wenn ein gemeinsames, dann ein 3-Kontenmodell: jeder seins, zusätzlich ein gemeinsames.

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Ob eines oder mehrere Konten ist abgesehen von den Kosten völlig egal, wenn Ihr mit zwei Konten zufrieden seid ist das auch ok.

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Ein Girokonto ????


aus meiner Sicht macht es mehr Sinn, wenn es mindestens zwei Girokonten gibt, das hat Vorteile:

  • Cashpool und cashgroup - man kann die verschiedenen Systeme bei den Geldautomaten nutzen.

  • Konto bei einer Filialbank und ein Konto bei einer Onlinebank. Das lohnt sich, wenn man ein kostenlosen Wertpapierdepot haben möchte und trotzdem nicht auf einen persönlichen Service verzichten möchte.

  • noch ein Onlinekonto, wenn man sich mit ebay und paypal beschäftigt. Dann braucht man das um den Überblick einfacher zu gestalten. Man belässt alle Onlinedeals auch online.

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Alle Konten sind, seit Eröffnung, bei uns gemeinsam mit beider Vollmacht. Getrennte EC Karten. Also jeder kann über alles verfügen! Immobilien, Anlagekonten, usw. Hat sich schon als positiv erwiesen. (Es sei Denn Ihr vereinbart, aus welchen Gründen auch immer, Gütertrennung, aber darüber besteht mit Sicherheit Beratungsbedarf

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Kommentar von freelance
18.01.2014, 12:23

aber darüber besteht mit Sicherheit Beratungsbedarf

nö, findet man unter Gütertrennung bei Google.

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Ich kann auch nur dazu raten, dass nach de Eheschließung jeder sein eigenes Konto behält, für den Gehaltseingang, privaten Gebrauch etc. Die Idee von einem dritten, gemeinschaftlichen Hauswirtschaftskonto finde ich auch sehr gut.

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