Kann Nachbar für zwischenzeitliches Abladen von Aushub Gebühr in Rechnung stellen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sicher kann er das in Rechnung stellen, es ist schließlich nicht ganz ohne, ohne Erlaubnis ein fremdes Grundstück eigenmächtig zu benutzen.

Ob die 300€ angemessen sind, steht auf einem anderen Blatt, es sollte sich (m.M.n) im Bereich einer 6-prozentigen Verzinsung des Grundstückswerts bewegen. - Bei einem Wert von 100.000 ergäben sich 50€

Gut der Nachbar hätte auch eine Gartenbaufirma mit der Neueinsaat des Rasen bzw. Beseitigung der verbliebenen Reste beauftragen können. Jetzt ist ja auch der Boden verdichtet von den Maschinen, dafür besteht auch Schadenersatzanspruch.

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Tolle Idee zum Gelderwerb. Mir fehlt allerdings die Rechtsgrundlage. Anders wäre des dann, wenn etwas beschädigt wurde. Das kann auch bei einer Wiese geschehen, z.B.wenn die Grasnarbe runiniert wurde. Dann aber müßte man einen konkreten Schaden darlegen. Wenn das gelingt, dann würde es aber mit absoluter Sicherheit weit teurer als 300 Euro, denn das ist noch nicht mal der Tagessatz für einen Gärtner. Also: Nicht zahlen. Allerdings kann man sich dann eventuell auf Überraschungen gefaßt machen. Mir ist mal ein Fall untergekommen wo der erstaunte Bauherr einige Tage nach einer solchen Aktion eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung künftiger Beeinträchtigungen zugestellt bekam. Wenn baurechtlich nicht alles 100%ig korrekt gelaufen ist, kanns ganz arg kommen.

Sicherlich ist das zu zahlen. Aber man kann das doch von der Rechnung des Tiefbauunternehmens, der Baufirma einbehalten. Besser wäre es gewesen mit dem Nachbarn darüber vorher zu sprechen.

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