Teilungsversteigerung - bleibt Immobilie zur Hälfte im Besitz des Erben?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das bedeutet genau, dass die Immobilie verwertet wird, und der Erlös unter den Erben verteilt wird. Die Immobilie wird also verkauft !!!

Die Drohung der Erbin sollte die andere Seite ernst nehmen, denn es gibt daneben nur die Möglichkeit, dass die Miterbin ausbezahlt wird, und zwar sofort - gegen die grundbuchliche Änderung, dass der Miterbe im Grundbuch als alleiniger Eigentümer eingetragen wird.

Das sind leider die üblichen Erbstreitigkeiten in solchen Fällen.

Im Klartext hast du hier geantwortet, dass die Schwester etwas verkaufen will, was ihr nicht gehört, nämlich den Miteigentumsanteil des Bruders.

Ich zweifle, dass das die korrekte Lösung ist.

0

Durch die Zwangsversteigerung und Teilung des ZV-Erlöses erfolgt die Aufhebung der Gemeinschaft nach Bruchteilen oder zur gesamten Hand an einem Grundstück, wenn die Miteigentümer, wie hier, sich nicht rechtsgeschäftlich auseinandersetzen und die Teilung in Natur nicht möglich ist. Empfehlung: Ein Fachkundiger sollte die voraussichtlichen Kosten eines Verfahrens ermitteln, vielleicht obsiegt nach Kenntnis der Höhe er ungefähren Kosten dann doch die Vernunft der Kontrahenten. Es fallen u. a.: Kosten der Wertfestsetzung, Gebühren für die Entscheidung über den Antrag, des ZV-Termins, des Zuschlags, der Verteilung des ZV-Erlöses, evtl. Kosten eines Beschwerdeverfahrens und die Kosten eines Anwalts. Den Antrag stellen und Bieten kann ein jeder Miteigentümer. Auf Verlangen ist in der gesetzlichen Höhe Sicherheit zu leisten.

Von Zwangsversteigerung ist hier aber weit und breit nichts zu sehen.

0
@EnnoBecker

Kommentar zurück, ich sollte vielleicht besser vorher lesen und hinterher posten :-(

So wie ich die Sache verstanden habe, kann die Schwester eine Teilungsversteigerung im Zwangswege (eben eine ZV) beantragen und damit die Herrschaft über den Miteigentumsanteil ihres Bruders ausüben. Der unteilbare Gegenstand "Grundstück" wird dann in ein teilbares Gut "Geld" umgewandelt.

Ist das so richtig?

0
@EnnoBecker

So ähnlich...

Es geht aber nicht um Eigentum, sondern um das Erbe...

0
@qtbasket

Es geht aber nicht um Eigentum, sondern um das Erbe...

Bitte mir mal diesen Satz erläutern.

Verwirrte Grüße.

0

Das Gute schon mal vorneweg: Ich glaube, ich habe die Frage verstanden;) Jetzt zur Frage. Wenn die beiden Geschwister zusammen geerbt haben, können sie die Immobilie entweder gemeinsam bewirtschaften, sprich vermieten, oder sie verkaufen und dann zu gleichen Teilen am Vekaufserlös beteiligt werden.

Wenn sich die beiden uneins sind, dann kann man die Schwester entweder auszahlen. Wenn das von dem Bruder abgelehnt wird, dann ist die Schwester dazu berechtigt, eine Teilungsversteigerung zu fordern. Das Haus wäre dann futsch, und wenn's schlecht läuft zu einem Schleuderpreis. Das würde ich nicht riskieren! Deshalb sollte man sich zusammen setzen und über eine Auszahlung bzw. über eine geteilte BEwirtschaftung der Immobilie unterhalten.

Ich habe ein lebenslanges Wohnrecht, kann ich das bei einer Versteigerung verlieren?

Meiner Schwester gehört das Haus, sie will es vielleicht verkaufen. Ich habe Lebenslängliches Wohnrecht, bin gehbehindert und im Rollstuhl. Die ganze Wohnung ist auf meinem Bedürfnissen zugeschnitten. Jetzt droht man mir, wenn der Käufer eventuell nicht mehr zahlen kann- könnte, würde es versteigert und ich würde das Wohnrecht verlieren.

...zur Frage

Zwang zur Teilungsversteigerung durch Hartz IV / SGB II

Hallo miteinander,

ich stelle gerade einen Antrag zum Bezug von Hartz IV. Leider ist meine Situation dabei etwas verzwickt: Meine Frau ist Teil einer Erbengemeinschaft, die sich zu viert ein Haus mit Grund teilt, das teils vermietet, teils von einem anderen Mitglied der Erbengemeinschaft bewohnt wird.

Nun wird das Vermögen meiner Frau ja als Mitglied der Bedarfsgemeinschaft mitberechnet. Um das Haus nicht als Vermögen anzurechnen, muss ich nun ja nachweisen, dass es nicht verwertbar ist. Dass der Anteil des Hauses von keiner Bank beliehen werden kann (Aufteilung des Hauses lässt keine klare Kennzeichnung des Erbanteils zu, finanzielle Rahmenbedingungen schrecken Banken eher ab da meine Frau noch in der Ausbildung ist), lässt sich wohl leicht belegen. Auch einfach zu belegen dürfte die Tatsache sein, dass die Miterben, da selbst finanziell schwach, nicht in der Lage sind, meine Frau auszuzahlen.

Nun aber meine Frage: Kann das Amt von meiner Frau verlangen, dass sie eine Teilungsversteigerung des Erbes durchführen lässt?

...zur Frage

Mein Bruder hat ein Haus auf elterlichem Grundstück gebaut, wird bei einer Teilungsaufhebungs-Versteigerung der Erlös hälftig aufgeteilt?

Mein Bruder hat zu Lebzeiten meiner Eltern ein Haus auf dem Grundstück der Eltern gebaut. Wird jetzt bei einer Teilungsaufhebungsversteigerung der Erlös etwa nach §94 BGB der Erlös hälftig aufgeteilt oder kann mein Bruder so etwas wie Eigenleistung geltend machen?

...zur Frage

Haushälfte auf Bruder übertragen-Grunderwerbsteuer?

Ich bin Testamentsvollstrecker des Nachlasses meiner verstorbenen Mutter (Dezember 2015). Zum Nachlass gehören Barvermögen und eine Immobilie (Doppelhaushälfte). Außer mir ist mein Bruder Erbe. Die Immobilie wurde Anfang 2016 auf uns zu gleichen Teilen (je 1/2) übertragen. Das Barvermögen ist noch nicht aufgeteilt und wird von mir verwaltet. Die Immobilie soll verkauft werden. Da mein Bruder den Verkauf immer wieder verhindert, weil er das vom Makler erzielte Angebot von etwaigen Käufern ablehnt, überlege ich jetzt, ihm meine Hälfte zum im Moment vorliegenden Höchstgebot zu übertragen. Fällt eine solche Übertragung unter Erben unter die Grunderwerbsteuer-Pflicht oder entfällt sie, wenn ich erkläre, dass ich meinem Bruder im Zuge der Erbauseinandersetzung meine Hälfte zum Wert x übertrage, selbst wenn das im Moment verhandene Barvermögen des Nachlasses für den Erwerb nicht ganz ausreicht? Bei einem nominellen Wert (Hälfte) von 50.000 EUR wären die Notarkosten überschaubar, die Grunderwerbsteuer in NRW wäre mit rund 3.300 EUR aber ein Hinderungsgrund.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?