Gegenstand der Werbungskosten ist die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte also der räumliche Abstand. Und zwar nur einer, nämlich die kürzeste Straßenentfernung. So steht es im Gesetz.

Ändert sich denn die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, wenn die Eltern die Tochter fahren?

Nein, die Entfernung bleibt haargenau dieselbe, da kann die Tochter auch zur Arbeit sackhüpfen, wenn sie will.

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Hauskauf zum Vermieten von unverheiratetem Paar, wie sollte man das angehen?

Hallo zusammen.

Folgende Konstellation:

Ich wohne mit meiner Freundin (Hochzeit in vielleicht 2-3 Jahren) in einem Miethaus zusammen. Mein Bruttoverdienst liegt bei ca. 50 k€, das meiner Freundin bei ca. 70 k€ im Jahr, (beide Gehälter steigen mit ca. 2-2,5 % im Jahr) beide voll berufstätig in Festanstellung und noch keine Kinder (geplant aber in den nächsten 5 Jahren). Wir sind beide Anfang 30.

Nun könnten wir das Nachbarhaus ihrer Eltern günstig bekommen (von privat). Kaufpreis liegt bei ca. 145 k€ plus 20 k€ nach Kauf an den Verkäufer, falls wir nicht die neu gefertigte Straße vor dem Haus zahlen müssten (insgesamt also 165 k€). An Modernisierungsmaßnahmen müssten wir nochmal ca. 35 k€ ins Haus stecken. Wert des Hauses mit Grundstück nach Modernisierung auf jeden Fall bei 200 k€.

Wir möchten in den nächsten 3-4 Jahren erst einmal nicht in das Haus ziehen, sondern es erst einmal vermieten. An Mieteinnahmen Brutto können wir etwa 900€/Monat erwarten. Später können wir uns vorstellen, Eigenbedarf anzumelden und dann selbst dort einziehen.

Wir haben beide ca. 50 k€ Eigenkapital und könnten uns jeweils die gleiche Summe von unseren Eltern beleihen.

Jetzt zu meinen Fragen:

Wie gehen wir das am besten an? Kredit aufnehmen und das Haus erst einmal als Renditeobjekt betrachten? Wenn ja, zusammen Kredit aufnehmen oder nur einer?

Was wäre die beste Option, falls man sich doch einmal trennen sollte?

Was ist steuerlich die beste Alternative, wenn man das Haus erst einmal 3-4 Jahre vermietet und anschließend selbst einzieht?

Meine Freundin hat vorgeschlagen das Haus erst einmal auf Ihre Kappe zu kaufen und zu finanzieren, ich würde mich dann erst einmal an der Renovierung beteiligen. Nach einer potentiellen Hochzeit würde es ja sowieso uns beiden gehören.

Ihr Vater könnte auf 450€ basis als Hausmeister tätig sein, würde das steuerlich sinn machen?

Was müsste man je nach gewählter Alternative wie vertraglich festhalten.

Ich weiß, dass mehrere Möglichkeiten in Frage kommen und wollte einmal verschiedene Meinungen von euch hören.

Vielen Dank vorab für eure Antworten!

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Nach einer .... Hochzeit würde es ja sowieso uns beiden gehören.

Wieso denn das? Wie gelangt denn das hälftige Grundstück durch die Hochzeit in dein Eigentum ?

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Was muss ich machen, damit die Bitcoins vom Tag der "Überweisung" als Privatbesitz gelten?

Am Tag der Überweisung in Privatvermögen übernehmen.

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Wie kann man Provisionen/Gutschriften an Privatpersonen zahlen und als Betriebsausgabe in der Buchhaltung verbuchen?

Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich meiner Buchhaltung. Ich habe schon vor ein paar Tagen eine Antwort erhalten, nach weiterer Recherche bin ich allerdings wieder verunsichert.

Die Situation ist folgende: Mein Partner und Ich möchten unsere Produkte gerne über Blogger und Influencer verkaufen. Dafür erhalten diese eine Gewinnbeteiligung (Provison) bzw. eine einmalige Zahlung (Honorar). Da wir mit relativ vielen Influencern arbeiten wollen und auch kein Interesse haben die steuerliche Situation jedes einzelnen zu prüfen, wollten wir die Zahlungen als Gutschrift verrechnen. Wir wollen uns also quasi eine Rechnung schreiben und sofort bezahlen.

Uns wurde die Form der Gutschrift empfohlen und gesagt, wir sollen keine Umsatzsteuer angeben, da die Influencer nicht UmSt. pflichtig sind. Nun stellt sich uns die Frage, ob wir als Grund für die nicht ausgewiesene Umsatzsteuer die Kleinunternehmerregelung angeben können. Wir wissen ja nicht, ob die Influencer ein Unternehmen angemeldet haben. Was diese ja eigentlich für eine Gutschrift müssten, da es schließlich nur bei B2B Geschäften geht oder kann man es auch bei B2C Geschäften so machen.

Oder können wir die Zahlung einfach überweisen und trotzdem als Betriebsausgabe geltend machen ? Wir wollen schließlich nicht mehr Einkommensteuer zahlen, als wir Gewinn gemacht haben.

Was wäre der einfachste Weg die Influencer zu bezahlen, ohne uns von denen einen Rechnung schreiben zu lassen und diese zu einer Gewerbeanmeldung zu drängen? Im Grunde ist es ja die steuerliche Situation von jemand anderem und nicht unsere.

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Das Problem ist also die umsatzsteuerliche Situation des Leistenden.

Da liegt die Lösung doch auf der Hand:

Entweder derjenige schreibt aktiv eine Rechnung, dann ist ja ersichtlich, ob Umsatzsteuer ausgewiesen wird.

Oder im Vertrag mit demjenigen wird die umsatzsteuerliche Situation festgehalten und ihr wisst, ob Umsatzsteuer auszuweisen ist in der Gutschrift oder nicht.

Was passiert bei Fehlern?

A - USt wird ausgewiesen, obwohl derjenige Kleinunternehmer oder noch nicht mal Unternehmer ist:

  1. Derjenige muss die Umsatzsteuer abführen
  2. Ihr könnt sie nicht als Vorsteuer abziehen

B - es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen, obwohl derjenige Regelunternehmer ist

  1. Derjenige muss aus dem Rechnungsbetrag Umsatzsteuer zahlen
  2. Ihr habt keinen Vorsteuerabzug.
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Der Arbeitgeber ist nicht für deine Einkommensteuer in der Pflicht. Ob die Fünftelregelung bei der Berechnung der Einkommensteuer anzuwenden ist oder angewendet werden KANN, ergibt sich Aus § 34 (1) Satz 1 EStG:

Sind in dem zu versteuernden Einkommen außerordentliche Einkünfte enthalten, so ist die auf alle im Veranlagungszeitraum bezogenen außerordentlichen Einkünfte entfallende Einkommensteuer nach den Sätzen 2 bis 4 zu berechnen.

(Hervorhebungen von mir.)

Da dort nicht "kann so berechnet werden" steht, besteht hier m.E. keine Wahlmöglichkeit.

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600 Euro eingenommen, 200 Euro Aufwand gehabt, macht 400 Euro Gewinn.

Abzühlich Härtefallregelung 410 Euro --> keine Einkommensteuerrelevanz.

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Vom Finanzamt bekam ich zwei unterschiedliche Auskünfte:

Wahrscheinlich weil du nur zwei Leute gefragt hast. Sonst wären es wohl noch mehr Varianten sein. Wie kommt man denn auf die Idee, das Finanzamt zu fragen? Fragst du auch bei der Krankenkasse nach den Risiken einer Opration?

Aber zum Thema:

Die Geschichte mit den 1.000 Euro ist Unsinn. Die stehen in § 9a EStG und sind lediglich als eine pauschale Erleichterung gedacht, wenn mqn nicht mehr Werbungskosten nachzuweisen hat. In Satz 2 heißt es dort nämlich:

"Der Pauschbetrag ...darf nur bis zur Höhe der .... Einnahmen abgezogen werden."

Bedeutet: Wenn du keine Einnahmen hast, kann auch kein Pauschbetrag abgezogen werden.

Folglich sind Werbungskosten, die angefallen sind, vom ersten Euro als Werbungskosten anzuerkennen und führen zu einer Verlustfeststellung.

Ob deine Aufwendungen Werbungskosten (oder Sonderausgaben) darstellen, ist tatsächlich noch nicht entscheidungsreif. Hier sollte man den Abzug als Werbungskosten beantragen und im Fall der Ablehnung den Bescheid offenhalten.

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Grundstücke und Gründstücksteile als Betriebsvermögen?

Nehmen wir folgendes an: Auf einem Grundstück steht ein Gebäude, dieses Gebäude wird größtenteils zu eigenbetrieblichen Zwecken genutzt, d. h. der Betrieb des Einzelunternehmers befindet sich in dem Gebäude.

In dem Gebäude befindet sich auch noch die Wohnung des Einzelunternehmers. Die Wohnung benutzt er zu "eigenen Wohnzwecken".

Eine zweite Wohnung in dem Gebäude wird an Dritte (Fremde) vermietet.

Gemäß R 4.2 (3 - 4) EStR

Sind die Gebäudeteile, selbständige Wirtschaftsgüter.

Ich schaue mir jetzt R 4.2 (9) EStR an.

"Grundstücke und Grundstücksteile, die nicht eingenbetrieblich genutzt werden und weder eigenen Wohnzwecken dienen, noch Dritten zu Wohnzwecken unentgeltich überlassen sind, sondern z. B. zu Wohnzwecken oder zur gewerbl. Nutzung an Dritte vermietet sind, können als gewillkürtes Betriebsvermögen behandelt werden, wenn die Grundstücke oder die Gründstücksteile in einem gewissen objektiven Zusammenhang mit dem Betrieb stehen und ihn zu fördern bestimmt und geeignet sind."

Nutzt der Einzelunternehmer die Wohnung zu "eigenen Wohnzwecken" dann kann es sich nicht um Betriebsvermögen handeln, auch wenn die Wohnung sich in dem Gebäude befindet, wo sein Betrieb ist.

Die Vermietung der anderen Wohnung an Dritte (Fremde) gem. § 4.2 (9)

können somit Grundstücke und Grundstücksteile zum Betriebsvermögen gehöhren, da hier die Einnahmen aus der Vermietung an Dritte zur Förderung des Betriebes bestimmt und geeignet ist.

D. h.

Wohnung für eigene Zwecke: kein Betriebsvermögen, und damit auch der Grundstücksteil

Wohnung an Dritte, kann als "gewillkürtes" Betriebsvermögen angesetzt werden.

und somit auch das Grundstück bzw. der Grundstücksteil der auf die Wohnung entfällt.

Sehe ich das soweit korrekt?

Oder hat jemand Einwende?

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Hä?

Im Einkommensteuerrecht unterscheiden wir - anders als im Zivilrecht - zwischen vier Nutzungszusammenhängen. Ein Grundstück (zivilrechtlich) kann also vier Wirtschaftsgüter sein (steuerlich):

  1. eigene Wohnzwecke -> Privatvermögen, keine steuerliche Relevanz
  2. fremde Wohnzwecke -> Privatvermögen, § 21
  3. eigene betriebliche Zwecke -> Betriebsvermögen, § 13, 15 oder 18
  4. fremde betriebliche Zwecke -> PV oder BV

Ich fasse die Frage mal zusammen:

Auf e inem Grundstück steht ein Gebäude, dieses Gebäude wird größtenteils zu eigenbetrieblichen Zwecken genutzt, d. h.  der Betrieb des Einzelunternehmers befindet sich in dem Gebäude.

Nummer 3.

Notwendiges Betriebsvermögen

Ja.

In dem Gebäude befindet sich auch noch die Wohnung des Einzelunternehmers. Die Wohnung benutzt er  zu "eigenen Wohnzwecken".

Nummer 1.

Eine z weite Wohnung in dem Gebäude  wird an Dritte (Fremde) vermietet.

Nummer 2 oder Nummer 4.

Und was ist jetzt unklar?

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Lohnt sich eine Kleinunternehmererklärung, wenn ich selbst keine Umsatzsteuer von meinen Kunden verlange weil ich selbst ja gar keine Rechnungen schreibe?

Ich übersetze mal ins Steuerische:

"Soll ich die Kleinunternehmerregelung anwenden?"

Antwort: Nein.

Die Ausgangsumsätze dürften in Deutschland nicht steuerbar sein. Aber würden sie in Deutschland ausgeführt, so wären sie steuerbar und steuerpflichtig, deshalb sind die Vorsteuern aus den Vorleistungen in voller Höhe abzugsfähig.

Wahrscheinlich ist das auch zu komplex für dieses Forum,

Ganz genau. Hier schreiben wir nämlich alle direkt aus der Klippschule, wo man nichts anderes lernt als Singen, Turnen und Rasenmähen. Wir sind froh, wenn wir es schaffen, fehlerfrei aus dem Bus zu gucken.

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Nein.

Eigene Wohnzwecke haben nichts Betriebliches an sich und fremde Wohnzwecke sind in der Regel Einkünfte aus Vermietung. Und damit auch nicht betrieblich.

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Versteht kein Mensch. Kann aber daran liegen, dass der Notar, der ja logischerweise keine Ahnung vom Steuerrecht hat, hier ein Problembewusstsein entwickelt hat.

Er hat also richtig erkannt, dass eine Schenkung, die hier ja nur in gemischter Form, stattfinden kann, Probleme erzeugt, die er aber selbst nicht differenziert benennen kann.

Ich würde daher zu jemandem gehen, der etwas von Steuern versteht und in Steuersachen auch beraten darf. Es gibt Leute, die extra dafür ausgebildet sind.

Was der Notar im weiteren vorschlägt, ist ein Verkauf des Miteigentumanteils.

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Vertrag soll ja unverändert weitere geführt werden.

Das ist schwer vorstellbar - der bisherige Eigentümer bzw. Kreditnehmer ist ja tot.

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Nein. Das Haus wurde doch nicht (anteilig) an die Ehefrau verkauft.

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Die Befürchtung folgt wohl dem § 4 (5) Nr. 7 EStG.

Dennoch ist solch ein vorauseilender Gehorsam nicht angebracht.Was "unangemessen" ist, dürfte am Ende wohl Verhandlungssache sein. Wenn du Damenhandtaschenverkäufer auf dem Wochenmarkt bist, dürften deine Chancen wohl schlechter stehen als wenn du Bauträger bist.

Wo ist es also schlechter, wenn du das Fahrzeug ins Betriebsvermögen / in die Unternehmenssphäre einbindest und das Finanzamt streicht es am Ende? Dann hast du auch nicht weniger als jetzt.

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2017 war falsch, siehe § 11 (2) Satz 3 EStG:

Werden Ausgaben für eine Nutzungsüberlassung von mehr als fünf Jahren im Voraus geleistet, sind sie insgesamt auf den Zeitraum gleichmäßig zu verteilen, für den die Vorauszahlung geleistet wird.

Damit waren die 13.000,00 (oder der entsprechende Anttel von 60% davon) insgesamt im Jahr 2017 anzusetzen. Folglich Null Euro in den folgenden Jahren.

Das Finanzamt hat recht.

Bleibt nur zu versuchen, die Bestandskraft von 2017 aufzubrechen.

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da ich gesundheitlich nicht in der Lage bin, den alleine, mit meinen 54 Jahren, zu bewältigen.

Sowas macht mich immer nachdenklich. Ich bin auch 54 und möchte auch nicht mehr ohne professionelle Hilfe umziehen. Aber bei dir klingt das so traurig.

Zur Frage kann hier wohl kaum jemand ohne näher Kenntnisse der Umstände etwas Zielführendes beitragen.

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Natürlich sind die Eltern den Kindern gegenüber unterhaltspflichtig.

Ob der Unterhalt nun in bar bezahlt wird oder darn besteht, dass Wohnraum und Nahrung, Kleidung usw. vorgehalten wird, hängt davon ab, ob das Kind bei den Eltern wohnt oder nicht.

Da er bei einem Rauswurf nicht sein Zimmer mitnehmen kann, wird es zwangsläuig teurer, da das Zimmer ja trotzdem weiterfinanziert werden muss.

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