Wieviele Jahre braucht man für 1 Million €, wenn man jährlich 30.000€ sparen kann?

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12 Antworten

"Kann man davon ausgehen, daß wenn man das Geld in Fonds steckt es durchschnittlich 4% - 5% Zuwachs im Jahr bringt?"

Nein grundsätzlich nicht, da man ja einen Ausgabeaufschlag zahlen muss der meist bei 5% liegt und das kann man wenn überhaupt nur bei langfristigen Anlagen herausholen. Nur Fondsprospekte lesen reicht halt nicht. Die Performance der Fonts, die in Prospekten aufgeführt ist, lässt sich auch in der Regel nicht nachvollziehen. Wenn man das im Einzelfall überprüft, gehen die immer von best-Kursen aus, also beim Kauf vom Jahres-tiefst-kurs und beim Verkauf vom Jahres-höhst-kurs aus. In der Praxis wird das aber nie eintreten. Es ist rein hypothetisch.

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Kommentar von althaus
14.11.2016, 12:32

 

Ich zahle bei meinen Fonds keinen Ausgabeaufschlag. 

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Kommentar von Rat2010
14.11.2016, 13:11

Tut mir leid, wenn ich dein Weltbild über den haufen werfen muss, aber das ist ziemlicher Unsinn.

Zum einen zahlt keiner mehr den vollen, viele gar keinen Ausgabeaufschlag und wenn man ernsthaft Geld anlegen will, gibt es den Verzicht auf den Ausgabeaufschlag auch mit bester Beratung und Betreuung (allerdings nicht überall vor Ort, aber wer braucht das schon). Achso, im Osten der Republik wird teilweise auch bei Beratern der volle AA gezahlt, fast vergessen (habe mal einen kennengelernt). Warum eigentlich???

Zum anderen ist auch der Rest Unsinn. Verkaufsprospekte beinhalten keine Performance und die in Factsheets, die du vielleicht meinst, stimmt natürlich wie die Angabe an allen anderen Stellen (z. B. im Internet), wo man sich (selbst) informieren kann.

Die Aushändigung der "wesentlichen Anlegerinformationen" ist bei jedem Fondsverkauf Pflicht. Auch die enthalten Angaben zur Vergangenheitsrendite, die stimmen.

Was zu Missverständnissen führen kann ist zum einen, dass es verschiedene Anlageklassen geben kann. Man muss halt die anschauen, die man auch hat oder kauft. Zum anderen, dass die Ausschüttungen, so der Fonds ausschüttet, in der Vergangenheitswertentwicklung zum Ausschüttungstag wieder angelegt werden, was in aller Regel kostenfrei möglich ist. Sonst gibt es bei der Vergangenheitswertentwicklung außer eventuell noch verschiedenen Währungen nicht zu beachten. Sie stimmt immer und ist auch von Fonds zu Fonds vergleichbar.

Bedenke, dass wir (als auf Fonds spezialisierter Berater) auch irgendwie arbeiten müssen. Im Gegensatz zu Angaben bei Autos kannst du den Angaben bei Fonds glauben.  Sind ja auch leichter nachrechenbar.

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2.500,- € monatlich

3,5% ZS (Langjähriger Durchschnittszinssatz für langlaufende Geldanlagen)

24 Jahre und 2 Monate Spardauer

Bei heute gültiger Abgeltungsteuer von 27,99% (incl. Soli und KiSteu)

und heute gültigem Sparerpauschbetrag für 1 Person von 801,- € /J

100.267,- € gezahlte Steuern

724.980,- € gezahlte Monatsraten

1.002.731,- € erreichtes Sparguthaben

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Antwort A: Nein kann man nicht. Deine Frage gleicht der Frage: Kann ich richtig schnell fahren, wenn ich mir ein Auto kaufe?  Das ist viel zu unspezifisch.

Daraus ergibt sich Antwort B): Es kommt darauf an. Vor allem darauf, wieviel Ahnung Du von der Materie hast, ob Du alles selber managen willst, das Management Fondsmanagern überlässt, lieber auf den Markt selbst vertrauen willst (ETFs) oder evtl. zu einer Vermögensverwaltung, bzw. einem verwalteten Depot tendierst. Meiner Erfahrung nach neige ich dazu, zu sagen, dass das Ziel umso sicherer und schneller erreicht wird, je stärker Profis in die Geldverwaltung involviert sind.

Außerdem gilt natürlich - wie immer - dass die Zielvorgabe am schnellsten erreicht werden kann, je mehr Schwankungen im Depot Du auszuhalten bereit bist. Insofern ist alles zwischen 10 und 30 Jahren als Ergebnis denkbar.

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Wenn man in den 80ern damit Staatsanleihen mit 8% und Festverzinsliche Wertpapiere von über 9% gekauft hätte wäre das sicherlich innerhalb eines Jahrzehnts möglich gewesen, bei überschaubarem Risiko. Mit Fonts heute meist nicht erreichbar. Mach es wie Donalt. Kauf Immobilien oder Land. Da ist ein Gewinn garantiert auch über die Existenz von Währungen hinaus.


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Kommentar von NasiGoreng
14.11.2016, 18:25

Kauf Immobilien oder Land. Da ist ein Gewinn garantiert auch über die Existenz von Währungen hinaus.

Dieser Irrtum hat schon viele an den Bettelstab gebracht.

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Nur rein theoretisch kann man einige Annahmen treffen über die durchschnittliche Rendite und die momentane und künftige Besteuerung der Kapitalerträge. Dann hilft Dir dieser Rechner:

http://m.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Dort in der rechten Spalte den Punkt bei Ansparzeit setzen!

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Wenn diese Frage bedeutet: Nenne mir einen Weg, wie ich möglichst schnell eine Million Euro an Vermögen besitze, unter der Prämisse, dass ich maximal 30.000€ pro Jahr sparen werde. Dies setzt natürlich voraus, dass dein Einkommen bei mindestens 80.000€ liegen sollte.

Wenn ich diese Frage richtig verstanden haben, dann gebe ich hier mal meine Antwort:

Die Lösung in Fonds zu sparen und mit diesen dann irgendwann die Million zu knacken, halte ich für nicht sehr realistisch. Denn es setzt voraus dass die Fonds in 30 Jahren gerade gut stehen und dass die Kaufkraft meines Vermögens einer "heutigen Million" entspricht. Beides ist eher unwahrscheinlich.

Daher würde ich zwingend eine andere Vorgehensweise wählen. Und zwar über den Umweg der vermieteten Immobilie.

Dazu ein aktuelles Bespiel aus Praxis:

Kauf einer Immobilie

 

2016

 

(KP-160.000€)Nebenkosten (Notar, GESt usw.) = 10.400€100% Finanzierung zu über eine hier ansässige Banklaufende zukünftige Kosten für Verwaltung usw. mtl. 96,32€jährlicher Steuerrückfluß (bei unserem Mandanten) 3.200€diese Steuerrückerstattung wird als Sondertilgung verwendet

Die Investition beträgt also im Jahre 2016 10.400€, sowie monatlich ca. 100€ für die nicht umlagefähigen Nebenkosten. Also in der Summe maximal 11.600€ beim Kauf im Januar diesen Jahres.

Im Folgejahr (2017) beträgt die Belastung (Überschuß) dann -1.200€ Kosten +3.200€ Steuerrückerstattung = +2.000€ Nettoertrag welche zur Sondertilgung verwendet werden. Diese oben erworbene Immobilie ist nach ca. 17  Jahren zu 100% bezahlt.

Im Jahr 2017 wird dann die nächste Immobilie gekauft, 2018 die 3. usw.

Nach 7 Jahren beträgt das vorhandene Immobilien-Vermögen ca. 1.120.000€, welches noch ca. 600.000€ mit einem Fremddarlehen belastet ist. In der Praxis wären dann 3 Wohnungen zu 100% abgezahlt, eine zu ca. 25% und 3 Wohnungen noch nicht.

Da du bei der Frage erwähntest, dass ca. 30.000€ pro Jahr investiert werden könnten, in dem obigen Bespiel aber nur ca. 10.000€ tatsächlich benötigt worden sind, könnte man jetzt noch 7 Jahre x 20.000€ von der Restschuld abziehen (-140.000€). Korrigierte Restschuld beträgt also 460.000€.

Durch die Steuerrückflüsse zusammen mit der Sparleistung von 30.000€ ergibt sich eine Zusatztilgung von 46.000€ jährlich. Das bedeutet, nach aller-aller-spätestens 17 Jahren ist das Immobilienvermögen schuldenfrei, hat eine wert von deutlich über einer Million und eine Ertrag von wenigstens 50.000€ netto-Mietertrag.

Weitere Informationen per Email oder Telefon

ich hoffe ich konnte in der Sache ein paar Anregungen geben, wie man zum Ziel kommen kann.

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Kommentar von althaus
21.11.2016, 19:58

Danke. Ich habe schon 2 vermietete Wohnungen. Natürlich bin ich auch noch auf der Suche nach einer Immobilie, aber das Angebot ist halt nicht da. Entweder ist es Bruchbuden die keiner haben will, oder sie sind viel zu teuer. Es findet sich momentan keine geeignete Immobilie, daher kannst du rechnen wie Du willst, es geht nicht auf. Eine Immobilie die weiter weg ist als 10km Umkreis von meinem Wohnort kommt für mich nicht in Frage. 

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Hallo althaus, meinst Du die 1. oder 2. Million ? Die erste hast Du doch schon, die zweite lässt sich schneller realisieren. ;-))))

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Kommentar von althaus
14.11.2016, 19:20

Ich weiss nicht so recht, denn es ist viel in der eigenen Immobilie gebunden die keinen Ertrag abwirft. 

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Wenn man Ziele hat und jetzt sowieso wird man das Geld in Aktienfonds stecken.

Gehe dann mal von mehr als 6 % aus. Ob die Million dann in 10 oder in zwölf Jahren erreicht ist, hängt von der Entwicklung an den Börsen ab. Wenn es hinten raus nach unten geht, dauert es halt ein oder zwei Jahre länger.

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Kommentar von LittleArrow
13.11.2016, 22:33

Bei den sehr optimistischen 6 % p.a. darf man getrost davon ausgehen, dass spätestens im 2. Jahr durch die Abgeltungsteuer die Nettorendite auf 4-5 % p. a. sinkt und es daher noch ein paar Jahre länger dauert. Vielleicht darf man froh sein, wenn es am Ende dann doch nur 3,5 % p.a. nach Steuern sind. Dann wären es etwa 22 Jahre.

Ob sich in dieser Zeit die Kapitalertragsteuer noch erhöht, mag jeder selbst entscheiden.

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Dies Frage ist nicht seriös zu beantworten, weil niemand in die Zukunft schauen kann.

In allen bisherigen Antworten und Kommentaren werden Vermutungen über die möglichen Anlageergebnisse mit und ohne Steuerbelastung und die anfallenden Kosten geschrieben. Stets fehlt aber jegliche Hinweise auf die angefressene Solidität aller Staatsfinanzen im Euroland und auf fast der ganzen Welt, auf das Inflationsrisiko und die fragwürdige Stabilität des Euros überhaupt mit seinen sich in Europa immer mehr radikalisierenden rechten und linken Rändern.

Noch nie hat ein Staat sich seine Schulden anders entledigt, als durch Enteignung seiner Staatsbürger durch Inflation, Schuldenschnitt, Verstaatlichung oder Staatsinsolvenz. Die aktuelle Situation im immer mehr auseinander driftenden Europa mit seinen gigantischen Staatsschulden lässt irgendwann in den nächsten Jahren Schreckliches erwarten.

Vielleicht ist eine Anlage, mit der man in den nächsten 20 Jahren nur 50% verliert, noch eine besonders gute. Ich tippe mal auf das eigene Häuschen trotz einer staatlichen Zwangshypothek von 50% des Verkehrswerts.

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althaus:

Sparrate 2.500 mtl. = 30.000 p.a., Zins 3 %, Kapital nach 24 Jahren 1.049.574,-- Euro.

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Kommentar von althaus
14.11.2016, 09:58

Kann ich nachvollziehen, jedoch bekommt man nirgendwo 3% Zinsen. 

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hallo!

wenn man jährlich 30.000 sparen kann, und dies an der börse erfolgreich anlegt, sollte es gut möglich sein, nach ca 5 jahren die millionenmarke zu erreichen.

natürlich kann es immer mal wieder zeiten geben, die wenig ertrag einbringen, da gilt es vor allem verluste zu vermeiden/ gering zu halten.

aber wenn es mal - etwas konservativer gerechnet - 8 oder 10 jahre dauert, dann geht die welt auch nicht unter.

wenn man schlappe 1.000 euro jedes jahr verdoppelt, ist es nach 10 jahren eine million ....... 

 wenn man mit nur 20% zuwachs p.a. rechnet verdoppelt sich das kapital nach ca 4 jahren.     - wer jährlich 30.000 anlegen kann  bei dieser rendite in ca 10 jahren die million voll machen.

und irgendwo dazwischen wird das ergebnis wohl liegen.

grüsse aus dem neckartal

a. klautke

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Wieviele Jahre braucht man für 1 Million €, wenn man jährlich 30.000€ sparen kann?

Ich weiss, daß wenn das Geld unverzinst angesammelt wird man ca. 33 Jahre dafür braucht, aber die 30.000€ sollen ja irgendwie angelegt werden. Die Frage ist, wie legt man sie am besten an, so daß man schon viel früher die 1. Million € knacken kann? Kann man davon ausgehen, daß wenn man das Geld in Fonds steckt es durchschnittlich 4% - 5% Zuwachs im Jahr bringt? Ist nur rein theoretisch!




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Kommentar von althaus
26.11.2016, 12:41

Habe das mal zur Kenntnis genommen. Aber das läßt mich nun fragen wie Du die 15% bis 20% jedes Jahr erreichen möchtest? Das geht nur, wenn man zum Tierfpunkt einsteigt und die Hausse mitnimmt. Das wird wohl oder übel niemanden gelingen, selbst mir nicht. Ich versuche schon seit 5 Jahren eine positive Rendite mit meinen 100.000€ die ich in Einzelaktien investiert habe zu erreichen.

Mal lag ich 18.000€ im Gewinn, habe ich sie im Januar 2016 komplet wieder verloren und lag plötzlich 15.000€ im Verlust. Ich lang zwischenzeitlich mal wieder mit 1.500€ im Gewinn, bis dann die letzte Korrektur und meine große Position in Novo Nordisk an einem Tag 15% verlor. So daß ich wieder mit 15.000€ im Verlust lag. Derzeit habe ich aufgrund der letzten Ralley in den USA und der Stabilisierung in Deutschlang den Verlust auf 4.000€ drücken können. So geht das die ganze Zeit. Kaum hat man Gewinn und bleibt investiert, dreht die Börse oder es gibt negative Nachrichten in einer oder zwei Einzelwerten, so daß die ganze Performance wieder für den Arsch war. So war das letztes Jahr in K&S, an dem ich an einem Tag 6.000€ Verlust machte. Du willst mir sagen, daß man im Jahr bis zu 20% Gewinn machen kann, dann sage auch bitte wie! 

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