Unter welchen Umständen bleibt ein privates zinsloses Darlehen von 100.000€ steuerfrei?

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2 Antworten

Ich kann die schenkungssteuerliche Ausführung von EnnoBecker nur bestätigen.

Was mir aber bei Deinen Fragen auffällt:

  1. Kann man ein Haus gemeinsam kaufen, wenn nur einer die Finanzierung macht..

  2. Kann man mit einem zinslosen Darlehen die Schenkungssteuer umgehen

  3. Wie kann man die Schenkungssteuer auf die nicht gezahlten Zinsen vermeiden

  4. in einer der Fragen enthalten, kann man mit den 100.000,- z. B. ein Wohnrecht kaufen

Du holst Dir viele Einzelinformationen, nur gehst Du das Risiko ein, dass Du mögliche Einzelkomponenten, die jede für sich möglich ist, hinterher in eine Kombination bringst, die wieder angreifbar sein könnte.

Meinst Du nicht es wäre besser (hier anonym, oder bei einem Berater persönlich) mal das komplette Vorhaben zu schildern, um eine vernünftige Gesamtlösung zu bekommen.

Was man aus den Fragen entnehmen kann ist:

  1. Du hast eine LAG, die Du nicht heiraten willst

  2. Ihr bekommt ein Kind.

  3. Sie soll Eigentumsrechte an dem Haus haben

  4. Du bist bereit ihr mindestens 100.000,- zuzuwenden, willst das aber ohne Belastung mit Schenkungssteuer machen.

Es gibt eine Vielzahl von Lösungen, mit denen man das erreichen kann, aber dazu müsste man komplette Informationen über Dich und Deine familiäre Situation haben. Nur als Beispiel: Bist Du anderweitig verheiratet? Hast Du weitere Kinder? hat sie weitere Kinder?

Was Du im Moment bekommst ist so wie eine Fußballmannschaft mit einem tollen Torwart, einem klasse Dribbler, einem göttlichen Flankenschläger und einem super Torjäger.

Aber was nützen diese, wenn der Torwart mit seinem Abschlag nicht den Dribbler trifft, oder der nicht an den Flankenmann abgibt und dessen Flanke nicht den Torjäger erreicht.

Ich brauche nur vier normal gute, wenn die sich untereinander perfekt verstehen.

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BFH v. 27.11.2013 - II R 25/12

  1. Der Erwerb eines zugewendeten Gegenstands, auf den kein Rechtsanspruch besteht, ist unentgeltlich, wenn er nicht rechtlich abhängig ist von einer den Erwerb ausgleichenden Gegenleistung des Erwerbers.
  2. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht es dem Vorliegen einer freigebigen Zuwendung nicht entgegen, wenn zivilrechtlich keine Schenkung i.S. der §§ 516 ff. BGB gegeben ist. 3.In der zinslosen Gewährung eines Darlehens liegt bei Fehlen einer sonstigen Gegenleistung eine freigebige Zuwendung nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG. Gegenstand der Zuwendung ist der kapitalisierte Nutzungsvorteil und nicht der Teilbetrag des Kapitals, dessen Zuwendung nicht durch die gemäß § 12 Abs. 3 oder Abs. 1 BewG abgezinste Rückzahlungspflicht ausgeglichen wird.
  3. Dem Vorliegen einer freigebigen Zuwendung steht es nicht entgegen, dass das zinslose Darlehen im Zusammenhang mit der Eingehung einer nichtehelichen (eheähnlichen) Lebensgemeinschaft gewährt wurde.

Anders gesagt: Die nicht geforderten Zinsen sind das Geschenk, nicht das Darlehen als solches.

Und weil 5,5% heutzutage viel zu hoch sind, vereinbart man nicht ein zinsloses Darlehen, sondern man wählt die Zinsen so, wie man sie auch auf dem Sparbuch bekommt.

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