Wieviel Eigenkapital sollte man mindestens haben, wenn man ein Haus bauen oder kaufen möchte?

4 Antworten

Das Eigenkapital ist nur die eines Seite der Medaille, es sorgt für etwas mehr Sicherheit, weil der geliehene Betrag niedriger ist als der Kaufpreis. Der Kaufpreis ist ein Anhaltspunkt dafür, was bei einer möglichen Zwangsversteigerung als Erlös zu erzielen wäre).

Wichtiger ist das Verhältnis zwischen dem Teil des Einkommens, das für Tilgung und Zinsen zur Verfügung steht und der Kreditsumme. Hier solltest Du notfalls auch selbst auf die Bremse treten, weil die Bank nur interessiert, dass der Kredit während der Zinsfestschreibung bedient wird.

Du solltest auch in der Lage sein, mit Deinem Einkommen einen Kredit über die Restsumme mit ggfs. doppelt so hohen Zinsen zu bedienen.

Ohne auf Dein Einkommen zu schielen, brauchst Du ca. 100-110 % Eigenkapital vom Kaufpreis eines Hauses. Etwas mehr, wenn Du bei einer Eigentumswohnung noch die Instandhaltungsrücklage abkaufen mußt.

Hast Du nicht soviel Eigenkapital, spielt auch Deine Schufa-Bewertung und vorallem Dein Einkommen eine Rolle. Denn aus dem (freien) Einkommen mußt Du den Kapitaldienst für Deine erforderliche Fremdfinanzierung aufbringen.

Hier findest Du einen Ansatzpunkt für Deine Berechnungen:

https://www.test.de/Eigenheimfinanzierung-So-teuer-darf-Ihr-Haus-werden-4520153-0/

Überlege gut, in wieviel Jahren Du schuldenfrei sein willst, dann suche die passende Tilgungsrate und wähle möglichst eine durchgehende Zinsfestschreibung!

In der heutigen Zeit gibt es auch 100% oder soghar 110%-Finanzierungen (ein gutes Gehalt vorausgesetzt), man kann also den gesamten Kaufpreis (100%) und sogar die Nebenkosten wie Maklergebühr, Grundsteuer etc. (110%) aufnehmen. Jedoch hat man mehr Chancen wenn man keine 100% Finanzierung braucht bzw. mindestens die Nebenkosten selbst tragen kann. Banken wie die Diba sind da ganz gut, die vergeben auch Kredite bein wenig Eigenkapital, allerdings ist der Zinssatz umso besser, je mehr Eigenkapital man mitbringt.