Wieviel darf eine Rechnung vom Angebot abweichen?

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5 Antworten

Es ist zunächst einmal die Frage, ob der Kostenanschlag verbindlich war (m.a.W. Festpreis) oder unverbindlich. Im erstgenannten Fall ist eine Abweichung nicht zulässig, im zweitgenannten Fall muß der Werkunternehmer auf erhebliche Abweichungen hinweisen:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__650.html

Was erheblich ist, wird von der Rechtsprechung unterschiedlich beurteilt. Abweichungen von weniger als 25% sind normalerweise hinzunehmen.

Äußerst schwierig kann es natürlich werden, wenn unvorhersehbare Arbeiten notwendig werden. Dieses Risiko trägt der Auftraggeber.

Normalerweise sagt man bis zu 10 %. aber wie hacky20 schon richtig sagt, der muss erklären können, warum er vom angebot abgewichen ist. sein Aufmass z. B. muss richtig sein, er hat es ja selbst aufgenommen. Quadratmeterpreise darf er auch nciht abweichen.

Es geht vor allem darum, warum ist er abgewichern. waren Dinge zu machen, die man vorher nict sehen konnte usw.

Zunächst wäre nur ein Kostenvoranschlag, kein Angebot bindend. Das darf ohne Anzeige eines erwartbar höheren Endbetrages nicht wesentlich, d. h. nach einschlägiger Rechtsprechung um nicht mehr als 20% überschritten werden.

Andernfalls kann der Auftrggeber die Differenz zwischen den vom Unternehmer verlangten Werklohn und den Kosten (Rechnung) bis zu den zum fiktiven Kündigungszeitpunkt geleisteten Aufwand des Handwerkers ersetzt verlangen.

G imager761

Ich würde zumindest mit dem Handwerker reden, laß es Dir erklären. Denn, wenn die Rechnung gravierend abweicht, hätte er Dich vorher informieren müssen!!!

Bei einer einfachen und überschaubaren Leistung sollten 10% nicht überschritten werden.

Bei Reparaturen oder Umbauten in oder an einem alten Haus, von dem keine Pläne mehr vorliegen, ist ein wirklich zuverlässiges Angebot aber gar nicht zu erstellen - nur sollte der Handwerker das dann fairerweise schon vorher sagen.

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