Wie soll ich 40.000€ für ca. 10 Jahre anlegen? Kann ich mein bestehendes Portfolio noch verbessern?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Fangen wir mal mit dem Edelmetall an:

Du hast wahrscheinlich keine Sammlermünzen, sondern Kursmünzen, wie zum Beispiel Krügerrand und ähnliche. Deren Wert wird bestimmt durch den Metallwert.

Google mal die langfristige Entwicklung des Gold- und Silberpreises. Es kann keine Rede davon sein, daß diese Preise immer steigen.

Und das Gerede um das Schicksal des Euro und die dadurch angeblich bedingte Notwendigkeit in Sachwerte anzulegen erinnert mich an meinen alten Herren. Der hatte immer Angst, die gute alte DM würde das Schicksal der RM erleiden. Wir alle wissen, daß das nicht der Fall war und auch der Euro wird nicht wertlos werden.

Dein Depot ist ansonsten stark aktienlastig. Da sind einige Problemfälle drunter:

Ein Engagement in RWE drängt sich nun gewiß nicht auf. Zu groß sind die Probleme des Unternehmens.

Royal Dutch ist ein solider Wert mit guter Dividendenrendite. Allerdings ist der Unternehmenserfolg extrem von der Ölpreisentwicklung abhängig und daher mit entsprechenden Risiken verbunden.

Wenn die große Korrektur am Aktienmarkt kommt, wird es den NASDAQ wohl mit am heftigsten erwischen. Willst Du das Risiko tragen?

Wenn Du eine konkrete Empfehlung haben willst: Nutz die gute Börsenlage und verkaufe alle Aktien und Aktienfondsanteile. Zahle dann aus der Barliquidität lieber monatlich oder quartalsweise in ein ETF mit breiter Fächerung, zum Beispiel auf den MSCI ausgerichtet, ein.

Auch eine Möglichkeit.

Wie ich schon sagte, frag 10 Leute ....

Wobei die 10 verschiedenen Antworten ja eben nicht alle falsch sein müssen, das macht es gerade so schwierig.

Allerdings würde ich nicht "in Raten" anlegen, das Geld ist ja da.

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@Zappzappzapp

Grund für die Empfehlung zu ratenweiser Einzahlung ist die zu befürchtende Konsolidierung am Aktienmarkt. So minimiert man dann das Risiko zum falschen Zeitpunkt umgeschichtet zu haben.

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Hallo und ersteinmal vielen Dank.

Ja, die Edelmetalle sind kleine Barren und Münzen, keine Sammlermünzen. Die Hälfte davon vor ca. 10 Jahren für ca. 600 Euro die Unze gekauft. Ich wollte damit nur sagen, dass Edelmetall als Beimischung im Portfolio vorhanden ist und ob evtl. ein weiteres Edelmetall vielleicht sinnvoll ist.

Zu den Aktien sollte ich noch erwähnen, das RWE und Shell sehr alte Mitarbeiteraktien sind. RWE habe ich nach dem Absturz noch nachgekauft, da ich unvernünftigerweise an diese Aktie "hänge".

Es waren meine schönsten Arbeitsjahre bei RWE - DEA, bevor DEA an Shell verkauft wurde.

Mein Bankberater schüttelt auch den Kopf, aber da ich das Geld nicht benötige, hoffe ich, dass diese doch irgendwann wieder bei vielleicht 30 Euro steht.

An den Shell Aktien hänge ich nicht, hatte eh vor diese zu verkaufen. BASF war mal ein Tip und da möchte ich jetzt auch den Gewinn mitnehmen.
Die HAUSINVEST und  DWS TOP DIVIDENDE habe ich erst seit 1 Jahr und die waren Empfehlungen meiner Bank.

NASDAQ und Innogy  sind frisch im Depot und auf meinem Mist gewachsen, dewegen auch die geringe Stückzahl.

Wollte mich jetzt auch mehr um ETF kümmern und da ich
auch mit einer große Korrektur am Aktienmarkt rechnen, werde ich deinen Tip, monatlich oder quartalsweise einzuzahlen beherzigen.

Ich dachte an den iShares Core MSCI World IE00B4L5Y983 und an iShares Core DAX.

Ist zur Streuung auf ein ETF Asien sinnvoll ? Wenn ja welcher ?

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@buenavida

Für Emerging-Markets, also nicht nur für Asien, würde ich Dir diesen Fonds empfehlen:

https://wertpapiere.ing-diba.de/DE/Showpage.aspx?pageID=30&ISIN=FR0000292278&useInFocus=1

Allerdings gibt es den bei Deiner Bank, anders als bei der ING-Diba, womöglich nicht ohne Ausgabeaufschlag. Bevor ich 5% dafür bezahle, würde ich mich dann doch eher nach einem ETF umschauen.

Was Du nicht vergessen solltest ist, rechtzeitig vor der Rentenphase Dein Depot stückweise auf risikoärmere Anlage als Aktien und Aktienfonds umzuschichten.





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Danke für den Stern!

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Hallo,

ich vertrete generell eine andere Vorgehensweise  als die meisten Kommentatoren.

Ob ETF´s der heilige Grahl sind? Ich glaube es nicht, denn wenn die Computer im nächsten Crash anfangen zu verkaufen wird es ein wahres Gemetzel. Befeuert durch die Computersysteme der ETF´s und Robo Advisor. Einen Vorgeschmack hat uns der Flash Crash 2015 geliefert.

Ich würde vielmehr empfehlen dein Vermögen in extrem krisenresistente Geschäftsmodelle zu investieren, die bewiesen haben das sie Weltkriege und Börsencrashs überstehen können, da ihre Produkte zu jederzeit benötigt werden.

Stichworte: Health Care, Consumer Staples, Utilities,
Consumer discretionary, Energy usw.

Jedes dieser Unternehmen sollte dir ein Dividende zahlen und diese zudem in der Vergangenheit jedes Jahr erhöht haben. Mindestens die letzten 15 Jahre!

Ein guter erster Anlaufpunkt für deine weitere Recherche sind die Stichworte Dividenden Könige oder Dividenden Aristokraten. Erstere haben ihre Dividende mindestens 50 Jahre, zweitere mindestens 25 Jahre jedes Jahr ohne Unterbrechung erhöht. Eine gute deutschsprachige Einführung in das Thema habe ich hier gefunden: https://finlib.de/dividenden-aristokraten/

Die meisten anderen Quellen zu diesem Thema sind leider zu 99% englischsprachig aber häufig sehr lesenswert! Also wenn du gut englisch sprichst ruhig auch hier informieren.

Viele Unternehmen werden ihren Sitz vermutlich in den USA haben. Das spielt aber bei Unternehmen die global agieren eigentlich keine Rolle, da die Produkte weltweit produziert und vertrieben werden.

Anstreben solltest du Ca. 1.200 – 2.000 Euro Dividendenzahlungen pro Jahr, was zwischen 3 und 5 % Dividendenrendite entspricht (vor Abgeltungssteuer). Du kannst davon ausgehen, dass deine Dividendenzahlungen mit hoher Wahrscheinlichkeit jährlich zwischen 4 und 10 % wachsen werden. Freistellungsauftrag nicht vergessen, denn damit zahlst du auf die ersten 800 Euro keine Steuer!

Solltest du jemals verkaufen? Im Idealfall nicht! Sogar wenn die Kurse im Crash um 50% und mehr einbrechen: einfach Ruhe bewahren. Starke Kurseinbrüche bei Einzeltitel ohne Crash? Begründung suchen und abwägen ob das Problem dauerhaft schädigend ist oder ob es sich nur um eine Überreaktion der Börse handelt.

So erhältst du deine Rentenaufbesserung, bist Inflationsgeschützt, musst dein Stammkapital nicht aufzehren, profitierst von Kurssteigerungen und bist in Sachwerte investiert. Besser geht es nicht!

Es gäbe noch viel mehr zu dem Thema zu sagen, jedoch sollte dies als erste Orientierung genügen. 

Um dem Ganzen noch etwas mehr Tiefe zu verleihen, sei noch ergänzt.

Rechnen wir deine 40k, bei durchschnittlicher Dividendenrendite von 3,5 % und einer Steigerungsrate von 6 %, würdest du im 10ten Jahr knapp 2.500 Zusatzeinkommen generieren. 800 € pro Jahr sind befreit, auf die restlichen 1.700 müssen Abgeltungssteuer gezahlt werden. Bleiben ca. 2 K übrig pro Jahr. 

Nehmen wir an du machst deine gelinde gesagt nicht besonders guten Investments (mal abgesehen von BASF und Shell – wobei mir hier Exon auch lieber wäre) zu Geld, solltest du nochmal ca. 20 K draufsatteln können.

Du hättest also ca. 60 K zur Verfügung. Die Rechnung sieht hier mit selbigen Parametern wie folgt aus: im ersten Jahr 2226 vor Abgeltungssteuer. Im Jahr 10 sind dies bereits 3760 minus Abgeltungssteuer bleiben ca. 3.000 übrig. Im Durchschnittlich also monatlich 250 Euro.

Das gute dabei ist, dass dein Einkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigt. Im Jahr 15 sind es bereits 5 K jährlich nach 20 Jahren sind es 6.7 K.

Teile dieses Geld auf 20 -30 solide Werte gleichmäßig auf und schaue das diese quartalsweise zahlen. Zyklische Aktien meiden und voll auf Krisensicherheit setzten! Beispiele für Titel? Procter & Gamble, 3M, Coca Cola, Kimberly Clark, Duke Energy, Colgate Palmolive, Nestle, Johnsons & Johnson, Medtronic , Consolidated Edison, AT&T, Philipp Morris, Brown Forman, Altria, Unilever usw.

Nicht blind kaufen, sondern beobachten und bei guten Gelegenheiten zuschlagen.

Ein Portfolio aus solchen Titeln überlebt uns vermutlich alle – man könnte auch sagen es ist „Rock solid“!

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Ich kann mich da @althaus nur voll anschließen.

Frag 10 Leute und Du erhältst 10 verschiedene Antworten und machst Dich nur verrückt.

Grundsätzlich hast Du Dein Geld schon vernünftig aufgeteilt, wobei ich auf Kommentare zu Einzelpositionen verzichte, siehe @althaus und voriger Absatz.

Für eine Empfehlung zu den € 40.000 müsste man noch wissen, ob denn die voraussichtliche Rente plus Erträge aus den vorhandenen Anlagen als Basis zum Leben reichen würde. Wenn die € 40.000 nur für das "Zubrot" sorgen sollen, wovon ich ausgehe, kann man eine Fondsanlage in Erwägung ziehen.

Ich würde, auch wenn das nur knapp die Inflationsrate ausgleicht, zunächst € 10.000 in 1-2 Jahre Festgeld anlegen (ca. 1,0 -1,2%), den Rest in 3 - 6 ETF-Fonds, (passiv-physisch), Aufteilung (Welt-Europa etc.) nach Deiner eigenen Einschätzung.

Infos zu ETFs:

http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/

Da Du das Geld ja bereits hast, würde ich keinen Sparplan machen.

Alles dann regelmäßig im Auge behalten und bei besonderen Entwicklungen ggf. anpassen, das machst Du mit Deinen bestehenden Anlagen ja ohnehin.

Nach 5-7 Jahren solltest Du dann anfangen, die Aktien/Fonds, wenn sie gut stehen, langsam in "sichere" Anlagen umzuschichten (vielleicht gibt es ja dann mal wieder höhere Zinsen).

Du hast sonst das Risiko, wenn Du das Geld genau nach 10 Jahren "nutzen" möchtest, dass Du zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen musst.

Danke für deine Antwort.

Wenn ich nicht in Zukunft arbeitslos werde, wird die voraussichtliche Rente plus Betriebsrente und einer alten privaten Rentenversicherung und aufgrund der Abschläge, wenn ich mit 63 in Rente gehe, nicht gerade üppig aber aussreichend sein.

Ich möchte dann ein "Zubrot" als Sicherheit /Reserve, wenn ich zum Beispiel einen Monat höhere Ausgaben habe oder eine Autoreparatur oder neue Waschmaschine etc. ansteht.

Für mein Sicherheitsgefühl, wäre ich froh, wenn ich z.B. 250 - 300 Euro monatlich so 10 bis 15 Jahre aufstocken kann. 

RWE und Shell sind sehr alte  Mitarbeiteraktien.
Shell und  BASF  werde ich verkaufen, da möchte ich jetzt auch den Gewinn mitnehmen.
Die HAUSINVEST und  DWS TOP DIVIDENDE habe ich erst seit 1 Jahr und die waren Empfehlungen meiner Bank.

Von Hausinvest bin ich nicht überzeugt und da werde ich den Rat von althaus folgen und diese liquidieren und in was anderes investieren.

NASDAQ und Innogy  sind erst seit kurzem im Depot und auf meinem Mist gewachsen, dewegen auch die geringe Stückzahl.

Werde mich jetzt  um ETF kümmern und da ich auch mit
einer große Korrektur am Aktienmarkt rechnen, werde ich
den Tip von Privatier59 monatlich oder quartalsweise einzuzahlen beherzigen.

Und dann hoffen wir mal, dass die Zinsen auch mal wieder steigen.

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@buenavida

Viel Erfolg.

Tipp: Ich weiss ja nicht nicht, wie hoch Deine Gebühren zur Zeit sind. Wenn Du nicht unbedingt auf persönliche Beratung Wert legst, denk mal drüber nach, Dein Depot aus Kostengründen z.B. zu onvista zu übertragen. Da kannst Du evtl. einiges sparen

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Was für Verträge würdet ihr mir raten und sind die aufgeführten Verträge sinnvoll für mich? Ich danke bereits im Voraus :)

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