Wie soll ich 40.000€ für ca. 10 Jahre anlegen? Kann ich mein bestehendes Portfolio noch verbessern?

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9 Antworten

Fangen wir mal mit dem Edelmetall an:

Du hast wahrscheinlich keine Sammlermünzen, sondern Kursmünzen, wie zum Beispiel Krügerrand und ähnliche. Deren Wert wird bestimmt durch den Metallwert.

Google mal die langfristige Entwicklung des Gold- und Silberpreises. Es kann keine Rede davon sein, daß diese Preise immer steigen.

Und das Gerede um das Schicksal des Euro und die dadurch angeblich bedingte Notwendigkeit in Sachwerte anzulegen erinnert mich an meinen alten Herren. Der hatte immer Angst, die gute alte DM würde das Schicksal der RM erleiden. Wir alle wissen, daß das nicht der Fall war und auch der Euro wird nicht wertlos werden.

Dein Depot ist ansonsten stark aktienlastig. Da sind einige Problemfälle drunter:

Ein Engagement in RWE drängt sich nun gewiß nicht auf. Zu groß sind die Probleme des Unternehmens.

Royal Dutch ist ein solider Wert mit guter Dividendenrendite. Allerdings ist der Unternehmenserfolg extrem von der Ölpreisentwicklung abhängig und daher mit entsprechenden Risiken verbunden.

Wenn die große Korrektur am Aktienmarkt kommt, wird es den NASDAQ wohl mit am heftigsten erwischen. Willst Du das Risiko tragen?

Wenn Du eine konkrete Empfehlung haben willst: Nutz die gute Börsenlage und verkaufe alle Aktien und Aktienfondsanteile. Zahle dann aus der Barliquidität lieber monatlich oder quartalsweise in ein ETF mit breiter Fächerung, zum Beispiel auf den MSCI ausgerichtet, ein.

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Zappzappzapp 11.05.2017, 13:37

Auch eine Möglichkeit.

Wie ich schon sagte, frag 10 Leute ....

Wobei die 10 verschiedenen Antworten ja eben nicht alle falsch sein müssen, das macht es gerade so schwierig.

Allerdings würde ich nicht "in Raten" anlegen, das Geld ist ja da.

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Privatier59 11.05.2017, 14:08
@Zappzappzapp

Grund für die Empfehlung zu ratenweiser Einzahlung ist die zu befürchtende Konsolidierung am Aktienmarkt. So minimiert man dann das Risiko zum falschen Zeitpunkt umgeschichtet zu haben.

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buenavida 12.05.2017, 21:46

Hallo und ersteinmal vielen Dank.

Ja, die Edelmetalle sind kleine Barren und Münzen, keine Sammlermünzen. Die Hälfte davon vor ca. 10 Jahren für ca. 600 Euro die Unze gekauft. Ich wollte damit nur sagen, dass Edelmetall als Beimischung im Portfolio vorhanden ist und ob evtl. ein weiteres Edelmetall vielleicht sinnvoll ist.

Zu den Aktien sollte ich noch erwähnen, das RWE und Shell sehr alte Mitarbeiteraktien sind. RWE habe ich nach dem Absturz noch nachgekauft, da ich unvernünftigerweise an diese Aktie "hänge".

Es waren meine schönsten Arbeitsjahre bei RWE - DEA, bevor DEA an Shell verkauft wurde.

Mein Bankberater schüttelt auch den Kopf, aber da ich das Geld nicht benötige, hoffe ich, dass diese doch irgendwann wieder bei vielleicht 30 Euro steht.

An den Shell Aktien hänge ich nicht, hatte eh vor diese zu verkaufen. BASF war mal ein Tip und da möchte ich jetzt auch den Gewinn mitnehmen.
Die HAUSINVEST und  DWS TOP DIVIDENDE habe ich erst seit 1 Jahr und die waren Empfehlungen meiner Bank.

NASDAQ und Innogy  sind frisch im Depot und auf meinem Mist gewachsen, dewegen auch die geringe Stückzahl.

Wollte mich jetzt auch mehr um ETF kümmern und da ich
auch mit einer große Korrektur am Aktienmarkt rechnen, werde ich deinen Tip, monatlich oder quartalsweise einzuzahlen beherzigen.

Ich dachte an den iShares Core MSCI World IE00B4L5Y983 und an iShares Core DAX.

Ist zur Streuung auf ein ETF Asien sinnvoll ? Wenn ja welcher ?

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Privatier59 13.05.2017, 06:11
@buenavida

Für Emerging-Markets, also nicht nur für Asien, würde ich Dir diesen Fonds empfehlen:

https://wertpapiere.ing-diba.de/DE/Showpage.aspx?pageID=30&ISIN=FR0000292278&useInFocus=1

Allerdings gibt es den bei Deiner Bank, anders als bei der ING-Diba, womöglich nicht ohne Ausgabeaufschlag. Bevor ich 5% dafür bezahle, würde ich mich dann doch eher nach einem ETF umschauen.

Was Du nicht vergessen solltest ist, rechtzeitig vor der Rentenphase Dein Depot stückweise auf risikoärmere Anlage als Aktien und Aktienfonds umzuschichten.





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Privatier59 14.05.2017, 18:34

Danke für den Stern!

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Ich kann mich da @althaus nur voll anschließen.

Frag 10 Leute und Du erhältst 10 verschiedene Antworten und machst Dich nur verrückt.

Grundsätzlich hast Du Dein Geld schon vernünftig aufgeteilt, wobei ich auf Kommentare zu Einzelpositionen verzichte, siehe @althaus und voriger Absatz.

Für eine Empfehlung zu den € 40.000 müsste man noch wissen, ob denn die voraussichtliche Rente plus Erträge aus den vorhandenen Anlagen als Basis zum Leben reichen würde. Wenn die € 40.000 nur für das "Zubrot" sorgen sollen, wovon ich ausgehe, kann man eine Fondsanlage in Erwägung ziehen.

Ich würde, auch wenn das nur knapp die Inflationsrate ausgleicht, zunächst € 10.000 in 1-2 Jahre Festgeld anlegen (ca. 1,0 -1,2%), den Rest in 3 - 6 ETF-Fonds, (passiv-physisch), Aufteilung (Welt-Europa etc.) nach Deiner eigenen Einschätzung.

Infos zu ETFs:

http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/

Da Du das Geld ja bereits hast, würde ich keinen Sparplan machen.

Alles dann regelmäßig im Auge behalten und bei besonderen Entwicklungen ggf. anpassen, das machst Du mit Deinen bestehenden Anlagen ja ohnehin.

Nach 5-7 Jahren solltest Du dann anfangen, die Aktien/Fonds, wenn sie gut stehen, langsam in "sichere" Anlagen umzuschichten (vielleicht gibt es ja dann mal wieder höhere Zinsen).

Du hast sonst das Risiko, wenn Du das Geld genau nach 10 Jahren "nutzen" möchtest, dass Du zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen musst.

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buenavida 14.05.2017, 19:07

Danke für deine Antwort.

Wenn ich nicht in Zukunft arbeitslos werde, wird die voraussichtliche Rente plus Betriebsrente und einer alten privaten Rentenversicherung und aufgrund der Abschläge, wenn ich mit 63 in Rente gehe, nicht gerade üppig aber aussreichend sein.

Ich möchte dann ein "Zubrot" als Sicherheit /Reserve, wenn ich zum Beispiel einen Monat höhere Ausgaben habe oder eine Autoreparatur oder neue Waschmaschine etc. ansteht.

Für mein Sicherheitsgefühl, wäre ich froh, wenn ich z.B. 250 - 300 Euro monatlich so 10 bis 15 Jahre aufstocken kann. 

RWE und Shell sind sehr alte  Mitarbeiteraktien.
Shell und  BASF  werde ich verkaufen, da möchte ich jetzt auch den Gewinn mitnehmen.
Die HAUSINVEST und  DWS TOP DIVIDENDE habe ich erst seit 1 Jahr und die waren Empfehlungen meiner Bank.

Von Hausinvest bin ich nicht überzeugt und da werde ich den Rat von althaus folgen und diese liquidieren und in was anderes investieren.

NASDAQ und Innogy  sind erst seit kurzem im Depot und auf meinem Mist gewachsen, dewegen auch die geringe Stückzahl.

Werde mich jetzt  um ETF kümmern und da ich auch mit
einer große Korrektur am Aktienmarkt rechnen, werde ich
den Tip von Privatier59 monatlich oder quartalsweise einzuzahlen beherzigen.

Und dann hoffen wir mal, dass die Zinsen auch mal wieder steigen.

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Zappzappzapp 14.05.2017, 23:54
@buenavida

Viel Erfolg.

Tipp: Ich weiss ja nicht nicht, wie hoch Deine Gebühren zur Zeit sind. Wenn Du nicht unbedingt auf persönliche Beratung Wert legst, denk mal drüber nach, Dein Depot aus Kostengründen z.B. zu onvista zu übertragen. Da kannst Du evtl. einiges sparen

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Hallo,

ich vertrete generell eine andere Vorgehensweise  als die meisten Kommentatoren.

Ob ETF´s der heilige Grahl sind? Ich glaube es nicht, denn wenn die Computer im nächsten Crash anfangen zu verkaufen wird es ein wahres Gemetzel. Befeuert durch die Computersysteme der ETF´s und Robo Advisor. Einen Vorgeschmack hat uns der Flash Crash 2015 geliefert.

Ich würde vielmehr empfehlen dein Vermögen in extrem krisenresistente Geschäftsmodelle zu investieren, die bewiesen haben das sie Weltkriege und Börsencrashs überstehen können, da ihre Produkte zu jederzeit benötigt werden.

Stichworte: Health Care, Consumer Staples, Utilities,
Consumer discretionary, Energy usw.

Jedes dieser Unternehmen sollte dir ein Dividende zahlen und diese zudem in der Vergangenheit jedes Jahr erhöht haben. Mindestens die letzten 15 Jahre!

Ein guter erster Anlaufpunkt für deine weitere Recherche sind die Stichworte Dividenden Könige oder Dividenden Aristokraten. Erstere haben ihre Dividende mindestens 50 Jahre, zweitere mindestens 25 Jahre jedes Jahr ohne Unterbrechung erhöht. Eine gute deutschsprachige Einführung in das Thema habe ich hier gefunden: https://finlib.de/dividenden-aristokraten/

Die meisten anderen Quellen zu diesem Thema sind leider zu 99% englischsprachig aber häufig sehr lesenswert! Also wenn du gut englisch sprichst ruhig auch hier informieren.

Viele Unternehmen werden ihren Sitz vermutlich in den USA haben. Das spielt aber bei Unternehmen die global agieren eigentlich keine Rolle, da die Produkte weltweit produziert und vertrieben werden.

Anstreben solltest du Ca. 1.200 – 2.000 Euro Dividendenzahlungen pro Jahr, was zwischen 3 und 5 % Dividendenrendite entspricht (vor Abgeltungssteuer). Du kannst davon ausgehen, dass deine Dividendenzahlungen mit hoher Wahrscheinlichkeit jährlich zwischen 4 und 10 % wachsen werden. Freistellungsauftrag nicht vergessen, denn damit zahlst du auf die ersten 800 Euro keine Steuer!

Solltest du jemals verkaufen? Im Idealfall nicht! Sogar wenn die Kurse im Crash um 50% und mehr einbrechen: einfach Ruhe bewahren. Starke Kurseinbrüche bei Einzeltitel ohne Crash? Begründung suchen und abwägen ob das Problem dauerhaft schädigend ist oder ob es sich nur um eine Überreaktion der Börse handelt.

So erhältst du deine Rentenaufbesserung, bist Inflationsgeschützt, musst dein Stammkapital nicht aufzehren, profitierst von Kurssteigerungen und bist in Sachwerte investiert. Besser geht es nicht!

Es gäbe noch viel mehr zu dem Thema zu sagen, jedoch sollte dies als erste Orientierung genügen. 

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Dreamweaver 19.05.2017, 10:28

Um dem Ganzen noch etwas mehr Tiefe zu verleihen, sei noch ergänzt.

Rechnen wir deine 40k, bei durchschnittlicher Dividendenrendite von 3,5 % und einer Steigerungsrate von 6 %, würdest du im 10ten Jahr knapp 2.500 Zusatzeinkommen generieren. 800 € pro Jahr sind befreit, auf die restlichen 1.700 müssen Abgeltungssteuer gezahlt werden. Bleiben ca. 2 K übrig pro Jahr. 

Nehmen wir an du machst deine gelinde gesagt nicht besonders guten Investments (mal abgesehen von BASF und Shell – wobei mir hier Exon auch lieber wäre) zu Geld, solltest du nochmal ca. 20 K draufsatteln können.

Du hättest also ca. 60 K zur Verfügung. Die Rechnung sieht hier mit selbigen Parametern wie folgt aus: im ersten Jahr 2226 vor Abgeltungssteuer. Im Jahr 10 sind dies bereits 3760 minus Abgeltungssteuer bleiben ca. 3.000 übrig. Im Durchschnittlich also monatlich 250 Euro.

Das gute dabei ist, dass dein Einkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigt. Im Jahr 15 sind es bereits 5 K jährlich nach 20 Jahren sind es 6.7 K.

Teile dieses Geld auf 20 -30 solide Werte gleichmäßig auf und schaue das diese quartalsweise zahlen. Zyklische Aktien meiden und voll auf Krisensicherheit setzten! Beispiele für Titel? Procter & Gamble, 3M, Coca Cola, Kimberly Clark, Duke Energy, Colgate Palmolive, Nestle, Johnsons & Johnson, Medtronic , Consolidated Edison, AT&T, Philipp Morris, Brown Forman, Altria, Unilever usw.

Nicht blind kaufen, sondern beobachten und bei guten Gelegenheiten zuschlagen.

Ein Portfolio aus solchen Titeln überlebt uns vermutlich alle – man könnte auch sagen es ist „Rock solid“!

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Ich bin generell kein Freund von Einzeltitel. Mein Rat (ganz generell): in breit gestreute ETF (mehr international und weniger Europa) investieren (kein Ausgabeaufschlag, geringe Jahresspesen). Und auf Grund der doch noch langen Zeit einen Fondssparplan einrichten.

Depotbank: möglichst gratis mit geringen Transaktionskosten und der Möglichkeit zur Direktorder an verschiedenen Börsen (Empfehlung: flatex).

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Gecko33 12.05.2017, 14:45

Warum weniger Europa? Die aktuellen zahlen für Europa sehen doch gar nicht schlecht aus, keine krasse Überbewertung wie Amerika z.B., also ich würde Europa nicht außer acht lassen, gerade bei dem Ausgang der letzten Wahlen, die klar pro Europa ausgegangen sind.

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Hallo buenavida, die Anlage in Aktien ist bei dem Anlagehorizont grundsätzlich ok, die Aufteilung in die genannten Einzeltitel lässt allerdings Fragen offen. Dazu sind die persönlichen Angaben und Ziele noch nicht ausreichend dargestellt, um konkrete Empfehlungen geben zu können. Der Vorschlag, in den kommenden Jahren weiter in Aktien bzw. -fonds zu sparen, kann Teil einer Gesamtstrategie sein. Ich würde mir einen vertrauenswürdigen Vermögensberater bei einer Bank oder einem unabhängigen Vermögensverwalter suchen, d. h.: Mit mehreren ein ausführliches Beratungsgespräch führen. Aber Achtung: Der Anlagebatrag ist für manchen Berater zu gering, um eine wirklich individuelle Strategie auszuarbeiten.

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buenavida 12.05.2017, 21:06

dann eher einen unabhängigen Vermögensverwalter / Berater. Der Vermögensberater meiner Bank dreht mir gerne Sachen an, die mehr der Bank helfen.

Die HAUSINVEST und  DWS TOP DIVIDENDE sind Empfehlungen meiner Bank

 

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Bitte nicht blind einem Rat folgen, denn jeder hat eine andere Finanzsituation und Risikoeinschätzung. Ich schreibe Dir gerne was ich tun würde, aber das mag vielleicht nicht für Dich zutreffen.

  • Hausinvest würde ich liquidieren und in was anderes investieren, da der Hausinvest nur 2% bis 3% pro anno bringt. 
  • INNOGY / DE000A2AADD2, kenne ich nicht, sagt mir auch nichts, daher in was anderes tauschen, was ich kenne und schätze. 
  • Sonst will ich keinen Rat geben, da die Positionen an für sich viel zu klein sind. 
  • Grundsätzlich würde ich versuchen Dein Vermögen noch aufzustocken, denn 40.000€ mit dem 49. Lebensjahr zu besitzen ist in der Tat viel zu wenig. Vielleicht solltest Du noch einen Aktien-Fondssparplan in Angriff nehmen. Immerhin hast Du noch 10 Jahre Zeit, das sollte reichen um noch bei Aktien zu bleiben. 




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Zappzappzapp 12.05.2017, 20:23

Kleine Anmerkung:

Er/Sie hat doch, wenn ich es richtig verstanden habe bereits €80.000 (ca. €40.000 lt. Aufstellung + €40.000 jetzt neu anzulegen).

Könnte zwar trotzdem für die Altersvorsorge mehr sein, aber ist immerhin doppelt so viel wie € 40.000.

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althaus 12.05.2017, 21:17
@Zappzappzapp

Das habe ich somit mißverstanden. Dann geht das doch im Grunde genommen. Wenn er es noch schafft in den nächsten 10 Jahren über die 100.000€ zu kommen, dann ist er doch gut versorgt. 

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Das ist erstmal nur eine Portfolio Auflistung.

Wenn du schon konkret ein Enddatum festlegst zu dem du ganz sicher das Geld verwenden willst, sind Wertpapiere, insbesondere Einzelaktien nicht unbedingt so mega sinnvoll.

Soll denn dort noch regelmäßig Geld zufließen oder nur das was drin ist arbeiten?

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buenavida 12.05.2017, 21:02

es soll kein Geld zufliessen, es sei denn ich gewinne unerwartet im Lotto.

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Dein Portfolio scheint mir eine Ansammlung von Wertpapieren zu sein, von denen Du mal gehört hast, dass die gut sind und sie Dir deshalb gekauft hast. Irgendeine Strategie, außer vielleicht "Streuung" kann ich darin nicht erkennen.

Die Frage ist doch: Was willst Du am Ende (=Rentenbeginn) haben und damit machen?

Rein strategisch würde ich weiteren Wertpapiere mehr kaufen, sondern z.B. ein Investment in eine verpachtete Solaranlage machen. Die 40 TEUR setzt Du als Eigenkapital ein (die Du im ersten Jahr schon als IAB zurückbekommst) und machst eine Gesamt-Finanzierung über 200 TEUR. Innerhalb von 15 Jahren bezahlt sich die Anlage dann selber und danach hast Du ca. 1000 € im Monat an Einnahmen aus diesem Investment.

Die 40 TEUR, die Du ja am Ende des ersten Jahres über die Steuererklärung wieder zurück bekommst, legst Du dann in ein gemanagtes Depot, so dass die sich dann in den 15 Jahren zusätzlich vermehren.

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Zappzappzapp 11.05.2017, 12:16

Was ist das denn für eine "Empfehlung"? Hast Du die Frage eigentlich gelesen? Das ist mit Sicherheit nicht das, was der Fragesteller will.

Er möchte

€ 40.000 mit mittlerem Risiko für 10 Jahre anlegen

und nicht

einen € 200.000 Kredit aufnehmen (der sich dann in 15 Jahren "selbst finanziert"), diesen in eine Solaranlage investieren und danach die € 40.000, nachdem er sie über die Steuererklärung vielleicht in einem Jahr zurück erhalten hat, für 10 Jahre anlegen.

Vielleicht sollte man sollte man für diese Rechnung auch vorher mal den Steuersatz des Fragestellers in Erfahrung bringen und nicht einfach den Höchstsatz rechnen.

So eine Investition mag mit einem seriösen (Steuer-)Berater unter bestimmten Voraussetzungen Sinn machen (hier sicher nicht), aber wenn man nicht höllisch aufpasst, landet man schnell in einem aufgewärmten "Bauherrenmodell", an dem nur die Berater verdienen.

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Privatier59 11.05.2017, 13:05
@Zappzappzapp

Wahrscheinlich hat jsch1964 so etwas gerade im Angebot. Erscheint mir aber auch eine sehr gewagte Anlageempfehlung. Wenn es nicht klappt, ist die Fragestellerin pleite. Ich persönlich würde mein Geld lieber in Baden-Baden verjuxen statt mir eine Solaranlage auf Kredit an den Hals zu hängen.

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jsch1964 11.05.2017, 14:53
@Zappzappzapp

Liebe Leute, ich habe sowohl ETFs und Fondssparpläne, als auch gemanagte Fonds-/Forex-/Futures-Depots und Sachwertanlagen, wie z.B. vermietete und vewaltete Eigentumswohnungen, Pflegeimmobilien und auch Solaranlagen im Angebot. Wer irgendetwas Sinnvolles mit Geld anstellen will, ist bei mir richtig, denn ich bin nicht auf ein einzelnes Gebiet festgelegt.

Wenn ich etwas empfehle, soll es aber auch passen und nicht nur meine persönlichen Vorlieben widerspiegeln, wie bei 99% der Kommentatoren hier.

Mir geht es immer darum, das bestmögliche für meine Kunden zu erzielen. In diesem Fall habe ich mich zugegebenermaßen mit meinem Vorschlag ein wenig weit aus dem Fenster gelehnt, aber ich wollte einmal aufzeigen, was alles möglich ist, wenn man die Altersvorsorge strategisch angeht, statt hier und da mal ein paar Aktien oder Fonds zu kaufen.

Da die meisten Kunden aber Laien sind und keinen Überblick über die Möglichkeiten des Marktes haben, bewegen sich deren Ideen meisten in sehr kleinen Rahmen. Da ist durchaus noch einiges An Aufklärungsarbeit zu leisten, was ich hier anhand eines Beispiels getan habe.

Außerdem: Ich mache keine Empfehlungen, die nicht klappen. Das kann ich mir nicht leisten. Die von mir vermittelten Solaranlagen sind verpachtet. versichert (incl. Ertragsausfall), werden regelmäßig gewartet und haben eine garantierte Einspeisevergütung über 20 plus 15 Jahre, bei denen die jährlichen Erträge mit 6% - nach Kosten - höher sind, als eventuelle Kreditraten. Solange morgens die Sonne wieder aufgeht, geht auch das Modell auf.

Bei der Frage geht es darum, bis zur Rente etwas zu schaffen, das monatlich die Einnahmen erhöht. Natürlich sind die meisten Leute einäugig und denken beim Anlegen von Geld entweder an Immobilien oder an Aktien/Fonds. Dem wollte ich etwas entgegen setzen - was ja wohl gelungen ist, wenn Ihr euch so auf den Schwanz getreten fühlt...

Selbstverständlich steht es Euch frei, weiter gerne jede Idee schlechtzureden, die nicht Eure ist. Was braucht Ihr Detailwissen , wenn Ihr schon eine feste Meinung habt...

Also weiter so, meckert ruhig über Ideen und Vorschläge, die ihr nicht kennt oder versteht.


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Zappzappzapp 11.05.2017, 16:46
@jsch1964

Du scheinst hier einiges nicht verstanden zu haben. Leider disqualifizierst Du Dich mit Deiner Antwort selbst.

Du verteidigst Dich, wo Du gar nicht angegriffen wurdest. Niemand hat Deine Kenntnisse und Fähigkeiten infrage gestellt oder unterstellt, Du würdest zu den unseriösen Anbietern gehören.

Dies würde ich mir auch nicht erlauben, da ich dazu viel zu wenig von Dir weiss. Du dagegen haust hier Pauschalurteile über andere in die Gegend, ohne auch nur im geringsten etwas über diejenigen zu wissen:

wie bei 99% der Kommentatoren hier

Natürlich sind die meisten Leute einäugig

Was braucht Ihr Detailwissen , wenn Ihr schon eine feste Meinung habt

meckert ruhig über Ideen und Vorschläge, die ihr nicht kennt oder versteht

Danke, Mr. Allwissend, Du scheinst ja wirklich viel über meine Kenntnisse zu wissen.

Trotz Deines überragenden Gesamtangebotes an Anlageempfehlungen:

Ich sehe in Deiner Antwort nur die Empfehlung zum Kauf einer Solaranlage mit einer Investition von € 200.000 auf Kredit als Antwort auf die Frage, € 40.000 anzulegen und nichts sonst.

Vorrangig geht es darum, die gestellte Frage zu beantworten:

Ich möchte bei mittlerem Risiko 40.000 € für ca. 10 Jahre anlegen

Wenn Du danach als Tipp noch eine weitergehende Empfehlung geben würdest, so wäre das natürlich legitim, aber ich bleibe dabei, erst recht nach Deiner äußerst agressiven Antwort:

Falschberatung!

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jsch1964 11.05.2017, 19:16
@Zappzappzapp

Ok, ich hätte meine Antwort mit "Ich halte die Frage schon für möglicherewise schlecht durchdacht und uninformiert" beginnen sollen.

Wenn Du oder ich heute Kunden fragen, dann wollen die immer "für nicht so lange" und "total sicher". Das weißt Du vermutlich genauso gut wie ich.

Wer da blind einfach das tut, was der Nichtfachmann aus Unkenntnis in den Raum stellt, der berät falsch und nicht zielführend. Er hat allerdings ein leichtes Leben, weil ihm offensichtlich die Kunden egal sind.

Es geht vor allem darum, zuerst einmal festzustellen, was der Kunde wirklich will. Hier war es eine sichere Anlage, die die Rente verbessert - versteckt hinter den beiden Pauschalaussagen.

Es gibt bestimmt auch noch andere Wege. Ich würde aber keinen Vorschlag einfach so aburteilen oder verwerfen, so wie Du, ohne die Details zu kennen.

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Gecko33 12.05.2017, 14:52
@jsch1964

Achja jsch, es gibt hier in diesem Forum leider eine Handvoll besonders cleverer Leute, mit denen ich mich auch schon auseinander setzen musste. Ich finde deine Idee gut, ist mal was anderes.

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Zappzappzapp 12.05.2017, 19:45
@jsch1964

Es ist wohl alles gesagt und genug ausgetauscht und Du hast ja mit @Gecko33 jetzt auch einen "Leidensgenossen" gefunden.

Ich kann uns allerdings eine Anmerkung nicht ersparen:

Ich würde aber keinen Vorschlag einfach so aburteilen oder verwerfen, so wie Du, ohne die Details zu kennen.

Ich finde in meinen Kommentaren zu Deiner Antwort nicht ein einziges Wort, mit dem ich Deine Anlageempfehlung als solche aburteile. Das würde ich mir, gerade weil ich die Details nicht kenne, nicht erlauben.

Ich habe lediglich wiederholt darauf hingewiesen, dass Dein Vorschlag (hoch kreditfinanzierte Geldanlage) keine passende Anlageempfehlung für den Fragesteller und dessen exakt geäußerten Wunsch ist.

Dessen Fragestellung (für das Forum hier ungewöhnlich präzise und mit allen zunächst wichtigen Details) sehe ich zudem nicht als "schlecht durchdacht und uninformiert". Ob er bisher alles "richtig" gemacht hat, sei dahingestellt, aber er hat sich sicher informiert und schon eine Menge Gedanken gemacht. Die grundsätzliche Aufteilung seiner Anlagen (ohne Einzelkritik und Münzen, na ja, nichts für mich), halte ich für durchaus sinnvoll. Das ist natürlich ausschließlich mein persönliche Meinung.

Und

Es geht vor allem darum, zuerst einmal festzustellen, was der Kunde wirklich will.

Genau, ich sehe nicht, dass Du ihn danach gefragt hättest, bevor Du ihm Deine Empfehlung gegeben hast (wenn Du wirklich meinst, dass er etwas anderes will als das, was er geschrieben hat).

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Zappzappzapp 12.05.2017, 19:53
@Gecko33

Ob die Idee gut ist oder Du sie gut findest, ist aber gar nicht die Frage.

Vielleicht hätte man @buenavida mal fragen sollen, ob er gerne "mal was anderes" möchte, nachdem man ihm seine Frage beantwortet hat. Das wäre m.E. der richtige Weg und hat nichts mit "besonders clever" zu tun, sondern mit seriöser Beratung.

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jsch1964 13.05.2017, 13:18
@Zappzappzapp

Ach Leute, lassen wir es gut sein.

Unsere Wahrnehmung scheint in dieser speziellen Frage zu weit auseinander zu gehen. Ich lese in der Frage etwas ganz Anderes als Zappzappzapp und dadurch ergeben sich einfach völlig unterschiedliche Ansätze.

Grundsätzlich vertrete ich die Auffassung,, dass ein Berater mehr wissen und weitergehende Ideen haben muss, als ein Kunde, sonst wäre der Berater überflüssig und man kann gleich einen Robo-Advisor dahinsetzen. Der setzt auch nur um, was der Kunde schon kennt und dementsprechend als Anforderung in den Raum stellt.

Auch beim angegebenen Depot erkenne ich nur, dass da jemand Tipps von Bekannten, Finanztest oder dem Internet umgesetzt hat, aber keine irgendwie geartete Planung oder Strategie dahinter steht. Ob die Zusammensetzung gut oder schlecht ist, ist dabei aus meiner Sicht egal. Die Vorschläge von Privatier sollte der Fragesteller aber auf jeden Fall einmal überdenken.

Übrigens: Wer in seinem Kommentar die Keule "Falschberatung" aus dem Sack holt, greift mich und meinen Vorschlag an - das kannst Du drehen und wenden, wie Du willst, es wird nicht besser.

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Für Deine Pläne braucht es mehr als ein paar Tipps. Was Du brauchst ist eine vernünftige Ruhestandsplanung mit Anlagevorschlag und daran anschließend verschiedene Auszahlungskonzepte. Es geht um Deine Zukunft. 

Zu Deinem Portfolio möchte ich meine Meinung nicht abgeben, da ich nicht Dein Verhältnis zu Chance und Risiko kenne.

Ich mache so etwas beruflich.



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