Wer haftet, wenn ein Containerfahrzeug auf einem privaten Grundstück zu Schaden kommt?

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3 Antworten

Geht es jetzt um den Schaden an der Grube oder am Container-LKW?

Anders wie impact bin ich der Meinung, dass für den Sachschaden durchaus auch die Betriebshaftpflicht der Container-Firma haftet.

Dem Grundstückseigentümer kann man eigentlich keinen Vorwurf machen. Schließlich kann man von ihm nicht verlangen, dass er weiß, wie schwer ein Container-LKW mit gefülltem Container ist - vom LKW-Fahrer aber schon.

Wenn sich auf einem privaten Grundstück ein Kanaldeckel befindet, der mit einem LKW überfahren werden soll, sollte es für einen Container-Fahrer Usus sein, zumindest nachzufragen, was sich darunter verbirgt. Versäumt er das, wäre meines Erachtens, der Tatbestand der Fahrlässigkeit bereits erfüllt. Folge: Betriebshaftpflicht tritt ein.

Ich erinnere mich an einen eigenen Fall. Vor Jahren wurden wir regelmäßig mit Heizöl beliefert. In unserer damaligen Hofeinfahrt befand sich auch ein (unscheinbarer) Kanaldeckel. Jedoch war das ein reiner Revisionsschacht für die Drainage - also keinerlei Gefahr. Trotzdem wurde ich bei jeder Lieferung vom Fahrer gefragt, ob der Deckel hält, bzw. was darunter ist? Beim ersten Mal hat der Fahrer sogar den Deckel aufgenommen um sich zu überzeugen, dass er problemlos überfahrbar ist.

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Das ist doch ein normaler Unfall eines LKWs. Da haftet die KFZ-Versicherung für alle Schäden. Am Fahrzeug die Vollkasko, für die Grube die Haftpflicht. Den Fahrer trifft doch keine Schuld. Allerdings wissen LKW-Fahrer wie schwer ihre Fahrzeuge sind und verlassen normalerweise nicht befestigte Wege und Straßen. Die Grube war ja nicht sichtbar.

"Wenn sich auf einem privaten Grundstück ein Kanaldeckel befindet, der mit einem LKW überfahren werden soll, sollte es für einen Container-Fahrer Usus sein, zumindest nachzufragen, was sich darunter verbirgt."

Völliger Unsinn. Es dürfen nur zugelassene Kanalschächte für 60t verwendet werden. Alles andere ist Pfusch.


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Kommentar von fredvred
23.06.2017, 14:00

Vielen Dank für deine Einschätzung. Der Schachtdeckel ist aus dünnem Metal, ca 60x60cm und war gut sichtbar. Da ist der Fahrer auch bewusst nicht drüber gefahren. Die Ausmaße der Grube waren nicht sichtbar. Ich glaube, dass die Belastbarkeit von Schachtdeckeln sehr unterschiedlich sein kann und es sicher für ein Privatgrundstück hierfür auch keine Mindestensbelastbarkeit oder Kennzeichnungspflicht gibt.

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Die lange Beschreibung ist doch überflüssig.

Es kann nur einen geben - und den weisst Du auch - oder hat hier ausser dem Bauherren noch jemand was mit dem Grundstück zu tun?

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Kommentar von RatsucherZYX
23.06.2017, 08:43

Ja, der Containerfahrer! Darum geht es doch.

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