Frage von erika194246, 61

Wann ist ein normales Girokonto mit einem Kontoinhaber ein Treuhandkonto?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Bankrevisor, 45

Ein Treuhandkonto ist ein Konto, bei dem der Kontoinhaber selbst nicht wirtschaftlich Berechtigter des Guthabens ist. D.h. er verwaltet das Geld, das jemand anderem gehört.

Unterschieden wird hierbei zwischen offenen Treuhandkonten und verdeckten Treuhandkonten. Beim offenen Treuhandkonto besteht ein entsprechender Zusatz, der den wirtschaftlich Berechtigten des Geldes kennzeichnet.

Bei verdeckten Treuhandkonto findet sich keinerlei Hinweis darauf, dass das Geld nicht dem Kontoinhaber gehört. Verdeckte Treuhandkonten sind deshalb immer kritisch zu sehen, da der fremde Eigentümer des Geldes bspw. bei Tod oder auch "nur" Pfändung nicht ohne Weiteres ersichtlich ist und das Guthaben daher auch nicht vor dem Zugriff von Erben oder Pfändungsgläubiger geschützt wird.

Kommentar von erika194246 ,

Kann denn ein Gläubiger   vom Konto meines Mannes, worauf meine Rente überwiesen wurde  pfänden ?

Kommentar von Bankrevisor ,

Im Prinzip hat Privatier59 schon alles entsprechend beschrieben.

Selbstverständlich kann in das Konto gepfändet werden. Dieses ist vermutlich nach Bankauffassung (sofern, was nicht anzunehmen ist, kein expliziter Ausweis des wirtschaftlich Berechtigten besteht) weder ein offenes, noch ein verdecktes Treuhandkonto sondern ein ganz normales Girokonto. Dementsprechend können Beträge im Rahmen des gesetzlich möglichen (Zivilprozessordnung) gepfändet werden.

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