Vom Partner haus geschenkt bekommen

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7 Antworten

Schenkungen müssen laut BGB in Schriftform erfolgen. Falls dies nicht der Fall war, kann dies durch die Durchführung der Schenkung geheilt werden.

Ein Grundstück kann aber nicht ohne notarielle Beurkundung übertragen werden. Der Schenker und der Beschenkte müssen dabei zum Notar und die Übertragung beurkunden lassen, und wenn der Notar nicht das Grundbuch verwaltet, dann muss man mit dem Zeug noch zum Grundbuchamt.

Wenn Du noch nie beim Notar warst, geschweige denn beim Grundbuchamt, dann hast Du auch kein Haus geschenkt bekommen.

Egal ob man etwas mit in die Ehe bringt oder erst währen der Ehe erwirbt. Eigentümer ist derjenige der es kauft. Eine Ehe begründet nicht automatische ein Miteigentum des anderen Ehegatten. Es wirkt sich höchstens auf den Zugewinnausgleich aus.

Wenn Du die Schenkung annimmst, hast Du ein Haus. Du musst es instand halten, die Grundsteuer zahlen und was ein Haus halt sonst noch so mit sich bringt.

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Engel:

Es besteht ein Widerspruch: Anfangs schreibst du, dass das Haus grundbuchlich auf dich überschrieben sei - dem muss ein notariell beurkundeter Schenkungs v e r t r a g zwischen deinem Freund und dir vorausgegangen sein, sonst wäre die Eigentumsumschreibung im Grundbuch nicht erfolgt – dann wiederum willst du wissen, welche Folgen es hat, wenn du die Schenkung - die längst vollzogen und im Grundbuch bereits gewahrt ist - annimmst. Was stimmt nun? Als Grundstückseigentümerin hast du das Recht auf Grundbucheinsicht und auf Erteilung einer vollständigen Fotokopie deines Grundbuchblattes. Hieraus kannst du entnehmen: 1) wann das Eigentum an dem Grundstück auf deinen Freund übergegangen ist - vor oder nach Eheschließung mit der Exfrau, 2) ob für die Exfrau und den Sohn ein Wohnrecht eingetragen ist, ob es zeitlich befristet ist oder lebenslang läuft, 3) ob und in welcher Höhe noch Grundschulden und Hypotheken bestehen.

Empfehlung: Nimm dir etwas Zeit und schau dir den Schenkungsvertrag nochmals genau an. In ihm dürfte das Wesentlichste enthalten sein. Anschließend betrage beim Grundbuchamt einen beglaubigten Grundbuchauszug neuesten Standes, um ganz sicher zu gehen.

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Kommentar von EnnoBecker
30.04.2013, 19:29

Hihi, da warst du etwas schneller :-)

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Dein Freund will es demnächst wohl so - aber Eigentümerin bist du erst, wenn du im Grundbuch stehst :-O Und dazu müsstest du erst einmal bei einem Noter einen Schenkungsvertrag unterschreiben.

Bevor du unterschreibst, solltst du wissen:

  1. Die Schenkung wäre erst nach 10 Jahren vollzogen. Bis dahin kann der Sozialhilfeträger bei Insolvenz, Pflegebedürftigkeit usw. die Schenkung widerrufen

  2. Hätten die gesetzlichen Erben einen degressiven Pflichtteilsergänzungsanspruch

  3. Trügst du alle Lasten (Steuern, kommunale Abgaben), Kosten (Instandsetzung) und Gefahren (Bodenvereuchung) allein und in voller Höhe

  4. Fiele erhebliche Schenkungssteuer von 30% oberhalb deines Freibetrages von 20.000 EUR an; bei einem Verkehrswert von 200.000 EUR wären das satte 54.000 EUR Steuern :-O

G imager761

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Kommentar von Engel0766
01.05.2013, 07:27

Du scheinst dich gut auszukennen. Daher meine frage , wäre es nicht ratsam für mich mal einen Notar auf zu suchen um heraus zu finden was an dem ganzen tatsächlich dran ist ? Ich weiß das meine fragen und Schilderungen etwas dämlich klingen, aber ich bin etwas verunsichert mit dem ganzen und irgendwie hab ich ein schlechtes Gefühl bei der Sache.

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Hallo Engel0766, wenn die Ex-Frau mit dem Sohn ein zeitlich befristetes Wohnrecht hat, müßte dies im Grundbuch eingetragen sein, hier kannst Du (als Eigentümerin) dann sicher Einsicht nehmen oder vorher Deinen Freund bitten, daß Du die entsprechenden Grundbucheinzüge einsehen darfst. Bei so einer großen Schenkung fallen sicher Steuern an (Schenkungssteuer), hier solltest Du Dich beim Finanzamt oder Steuerberater erkundigen bzw. beraten lassen. Schenkungen unter Freunden, da gibts sicher keinen so großen Freibetrag wie bei Ehegatten oder Eltern-Kind. Aber Du bekommst ein Haus - gratuliere! Ich hoffe Dein Freund hat sich die Schenkung gut überlegt, denn -sorry, daß ich das so schreibe- aber damit nimmt er seinem Sohn das Erbe weg, er hätte es später mal - zumindest zu Teilen bekommen. So was kann oft der Anfang von jahrzehntelangen Verwandtschaftsstreitigkeiten sein - und ich spreche da auch aus persönlicher Erfahrung.

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Nachdem das Wort Schenkung und Schenkungssteuer oft genug genannt wurde, beschäftige ich mich mal mit dem Zugewinnausgleich. Wert des Hauses am Tag der Heirat z.B. 150.000,- Euro. Wert des Hauses am Tag der Scheidung: 250.000,- Euro. Zugewinn 100.000,- Euro, davon 50% für die Ehefrau = 50.000,- Euro. Je nach dem wie der Güterstand vereinbart war und der restliche Zugewinn errechnet worden ist. Kann man dies so pauschal sagen? Unabhängig davon erschließt sich mir nicht der Sinn dieser Aktion bzw. was ist der Hintergedanke des Mannes?

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Also ich wäre da vorsichtig, völlig unklar ist, ob die Schenkung auch rechtskräftig wäre...

und da wäre noch die Schenkungssteuer, die ist nicht unerheblich.

Bei einer Immobilie muss man immer notariell übertragen, hoffentlich wirst da mal nicht enttäuscht....

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wie kann ich prüfen ob seine Angaben betreffs der Schenkung stimmen? (Plenk entfernt)

Eines verstehe ich nicht: Jeder Grundbuchakt dieser Dimension benötigt einen Notar. Das heißt, du musst mit beim Notar gesessen haben und die Schenkungsurkunde also kennen. Was ist dir da unklar?

Da er das Haus damals mit in die ehe gebracht hat ist und bleibt es wohl seines

Selbst wenn er es in der Ehe gekauft hätte, wäre es seines.

Und was hat es für folgen für mich wenn ich diese Schenkung annehme? (Plenk enfernt)

Die Schenkungsteuer auf der einen seite und natürlich die rechte und Pflichten aus dem Grundstück.

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Kommentar von Engel0766
30.04.2013, 19:50

Ich war nirgends mit. Habe auch nix unterschrieben. Auf Nachfrage wurde mir gesagt das ich warten müsse bis sein Sohn 18 ist. Seine exfrau muss aber etwas vom Notar bekommen haben , denn sie hat mich sofort kontaktiert und beschimpft.

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