Verzicht auf Eigentum und Grundbuchaustrag

2 Antworten

Wie denn, eine Haushälfte schenken und noch die Kosten tragen?

Ganz einfach, wenn der was will, dann soll er einen Notartermin machen und:

  1. ein Angebot machen das Eigenjkapital zu bezahlen

  2. den Zugewinn in der Zwischenzeit auszugleichen.

Komm nun der Einwand, der kann nicht zahlen?

Auch kein Problem. Der will das eventuell mal verkaufen, oder vererben.

Also, Du gibst deinen Eigentumsanteil auf, aber dafür wird zu Deinen Gunsten eine Grundschuld über Dein Eigenkapital und den bisherigen Wertzuwachs eingetragen.

Wenn das haus dann in einigen Jahren verkauft wird, kannst Du Dein Geld noch immer aus dem Kaufpreis bekommen.

Also Du selbst zahlst überhaupt nichts (Wenn Du meinem Rat folgen magst).

Ob Schenkungssteuer anfällt hängt von Wert un belastung ab.

Ggf. auch GrdESt.

habe mal eben etwas Kopfrechnen gemacht:

Annahme:

gekauft für 200.000,- und ihr hattet jede 20.000,- Eigenkapitla.

Nun ist das Haus 250.000,- Wert und die Restschuld ist 140.000,-..

  1. Beispiel:

Du überträgst den Anteil völlig ohne Gegenleistung:

125.000,- Wert den Du überträgst. 70.000,- Belastung auf Deiner Hälfte.

ist eine schenkung von 55.000,-. Freibetrag 20.000,-, steuerpflichtig 35.000,- * 30 % Steuer = 10.500,-

  1. Beispiel.

Du Überträgst für 125.000,- gegen Übernahme der Schulden. dann zahlt er auf die 70.000,- 6 % GrdESt = 4.200,- und der Rest könnte immer noch eine schenkung sein.

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@wfwbinder

Perfekte Antwort ! Ich würde dem Ex was husten. Er hat ein großes Interesse das Eigenheim zu behalten. Also Auszahlung !

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@HilfeHilfe

na ja, es steht schon das Interesse im Raum mit der alten Sache endgültig abzuschließen.

Aber die Sache hat eben auch eine steuerliche Komponente. Da ist Beratung notwendig.

Mindestens das Eigenkapital muss sich die fragerin zurück holen.

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@wfwbinder

Deine Angabene zu den Zahlen sind von den Begriffen etwas unklar.

wenn ich es richtig verstehe, war der Kaufpreis 50.000,-. was unklar ist, wurden 96.000,- Euro aufgenommen? scheint so zu sein, wenn es noch 90.000,- sind.

OK.

Aber wieviel war das Eigenkapital. möglichst aufgeteilt zwischen Dir und ihm.

Also, wieviel in Geld hast Du gelegt?

wieviel Geld hat er gelegt.

dazu denn 96.000,- Kredit.

Ohne diese Angaben kann man keine steuerlichen Folgen berechnen.

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Du meinst sicher nicht ernsthaft das was Du da schreibst, nämlich die Aufgabe des Eigentums:

http://dejure.org/gesetze/BGB/928.html

Was Du meinst, ist die Übertragung Deines Miteigentumsanteils auf den ehemaligen Partner. Das geht nicht ohne Notar und darüber, wer dessen Kosten trägt muß man sich einigen. Im Normalfall ist das der Erwerber.

Ob Schenkungsteuer anfällt hängt davon ab, welches Nettovermögen übertragen wird. Ab 20000 Euro ist der Beschenkte in diesem Falle in der Steuerpflicht.

Bimmi:

wfwbinder ist zuzustimmen.

Für den Fall, dass es trotz aller Ratschläge doch noch zur einer Übertragung deines Miteigentumsanteils an deinen Ex kommen sollte, noch zwei Anmerkungen:

Bei Immobilien-Verträgen besteht die Zweitschuldnerhaftung. Zahlt er nicht, bist du kostenpflichtig.

Lösung: Er hat vor der Beurkundung durch den Notar die Notar-und Gerichtskosten bei ihm zu hinterlegen.

Du unterschreibst den Vertrag vor dem Notar nur dann, wenn dir v o r h e r alle Grundpfandrechtsgläubiger schriftlich bestätigt haben, dass sie dich aus allen Darlehensverpflichtungen entlassen. Andernfalls könnten dich die Banken im Falle des Zahlungsverzugs deines Ex aufgrund deines persönlichen notariellen Schuldanerkenntnisses mit Vollstreckungsunterwerfung zur Zahlung heranziehen, obwohl er längst alleiniger rechtl. und wirtschaftl. Eigentümer ist.

Hallo zusammen, vielen Dank für die Ratschläge. Ich werde mich auf jeden Fall von der Bank absichern lassen und dann erst zum Notar. Kämpfen will ich nicht mehr, die Sache war zu hart und ich bin froh, wenn ich alles hinter mir habe. Ich habe zwar keinen cent seit damals an die Bank gezahlt, aber um mein Eigenkapital tut es mir leid. Das Haus hat unsaniert 50000,- gekostet, komplett finanziert mit 96000,- inkl. Sanierung. Ich habe erfahren, dass noch ca. 90000,- Schulden bei der Bank sein sollen, er hat sich sicher nicht um die Tilgung gekümmert. Soll er zahlen bis er alt und grau wird! Beträgt der hälftige Anteil nun 25000,- oder dem jetzigen Zeitwert? Wir haben es komplett saniert. Das kann sicher wieder nur ein Gutachter beurteilen. Ich habe die Verzichtserklärung unterschrieben mit Datum. Als Voraussetzung war, dass die Bank mich aus dem Vertrag entlässt. Das wurde mir seitens der Bank noch nicht bestätigt. In wie weit wäre, im Falle eines Falles, meine Verzichtserklärung bindend?

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@bimmi

Deine Angabene zu den Zahlen sind von den Begriffen etwas unklar.

wenn ich es richtig verstehe, war der Kaufpreis 50.000,-. was unklar ist, wurden 96.000,- Euro aufgenommen? scheint so zu sein, wenn es noch 90.000,- sind.

OK.

Aber wieviel war das Eigenkapital. möglichst aufgeteilt zwischen Dir und ihm.

Also, wieviel in Geld hast Du gelegt?

wieviel Geld hat er gelegt.

dazu denn 96.000,- Kredit.

Ohne diese Angaben kann man keine steuerlichen Folgen berechnen.

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Was Du hier schreibst, ist sehr gefährlich.

Es gibt zwei Aspekte:

  • die Gesamtschuldnerschaft bei der Bank

  • die Grundbucheintragung von Dir als Miteigentümer

Der erste Punkt begründet eine Haftung Deinerseits. Du solltest hier eine Entlassung aus dem Darlehensvertrag mit der Bank direkt klären. Du bist selbst hier Vertragspartner der Bank. Das überläßt Du NICHT dem Ex-Partner.

Der zweite Punkt belastet Dich nicht, sondern verbrieft ein Eigentum, d.h. einen Anteil am Sachwert des Hauses.

Der für Dich nachteiligste Fall wäre nun, wenn Du Dich aus dem Grundbuch streichen lassen würdest (was effektiv eine Schenkung der halben Immobilie an den Ex-Partner wäre, d.h. Schenkungssteuer provozieren wird) und die Darlehensverpflichtung bestehen bleibt.

Daher: zuerst muß die konkrete Vorgehensweise mit der Bank geklärt werden. Diese muß Dir zusichern, Dich aus der Schuldnerschaft zu entlassen. Vorher solltest Du auf keinen Fall den Grundbucheintrag ändern lassen! Das alles hätte eigentlich im Verlauf des Scheidungsverfahrens geklärt werden müssen.

Im Grund könntest Du sogar die Aufhebung der Bruchanteilsgemeinschaft verlangen, was im Extremfall zum Verkauf der Immobilie und dem Aufteilen des Erlöses führen würde.

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