Kann man die Prämie beim Mitarbeiter-Empfehlungsprogramm teilen?

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4 Antworten

Eine Prämie für eine Mitarbeiterempfehlung ist Einkommensbestandteil und daher vom Empfänger zu versteuern, ggf. fallen Sozialabgaben darauf an. Das setzt eine Grenze für die Weitergabe von Beträgen.

Das Unternehmen kann dafür keine Zweckbindung verlangen, sondern höchstens die Prämie nicht als Geldprämie, sondern als Sachprämie (z.B. namentlich gebundenen Einkaufsgutschein) ausgeben. In diesem Fall ist die Fungibilität etwas schwieriger, jedoch könnte der Empfänger selbst bei einer Einschränkung der Gutscheineinlösung mit einer anderen Person Einkaufen gehen und dann bezahlen. Andere Sachprämien können einfach weiter verschenkt werden.

Ethisch fragwürdig wären Absprachen zwischen Werber und Geworbenem, kurz nach Ablauf der Mindestanstellungsdauer, die für das dauerhafte Behalten der Prämie relevant ist, die Kündigung auszusprechen. Das wäre zum Schaden des Arbeitgebers und damit eine Verletzung der Treuepflicht des Arbeitnehmers.

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Kommentar von gammonwarmal
24.07.2015, 23:07

Ich kenne das Thema auch. In dem Konzern, in dem ich beschäftigt war, gibt es auch eine Geldprämie bei Vermittlung. Die Prämie wird erst nach Ablauf eines Beschäftigungsjahres gezahlt. Die Entscheidung, ob ein Empfohlener eingestellt und weiterbeschäftigt wird, trifft ja das Unternehmen, nicht der Empfehlende.

Hintergrund dieses Verfahren ist, die hohen Kosten bei einer beauftragten Unternehmensberatung zu sparen. Deren Kosten stehen in keinem Verhältnis zu der gezahlten Prämie.

Natürlich spricht überhaupt nichts gegen eine Weitergabe der netto ausgezahlten Prämie. Warum man das allerdings machen sollte, erschließt sich mir nicht. Jemand, der nur aufgrund der hälftigen Beteiligung wechselt, wird wahrscheinlich schon die Probezeit nicht überleben.

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Ist schon ein etwas seltsamer Bereich.

Das Unternehmen sucht Mitarbeiter und ist bereit dafür Geld zu zahlen.

Teilen käme ja wohl nur in Frage, wenn man zufällig Jemanden kennen lernt, der einem sagt "ich will mich bei Euch bewerben" und man sagt, "lass mich das vermitteln, ich bekomme dafür 4.000,-, die können wir teilen."

Ohne diese Absprache hätte der Arbeitgeber das Geld gespart.

Ich sehe das aber nicht so scharf, wie z. B. bei Versicherungen, oder Kapitalanlagen, wo man ja ggf. versucht hat einen Vertragspartner zu ködern. Da ist es ja wohl verboten.

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Kommentar von solicitation1
24.07.2015, 07:41

Was soll daran seltsam sein? Das ist inzwischen in größeren Firmen gängige Praxis.  

Google mal nach "Mitarbeiterempfehlungsprogramm".

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Ich halte dieses MEP zwar auch für unangemessen und fragwürdig, aber das ist meine persönliche Meinung. Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter könnte die Firma mit Sicherheit auch günstiger bewerkstelligen. Wenn die Regularien des MEP’s die Prämienteilung nicht ausschliessen könnten sich der Werber und der Angeworbene die Prämie auch teilen, in welchem Verhältnis müssen die Beteiligten unter sich ausmachen. 

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Kommentar von gandalf94305
25.07.2015, 02:42

Das kommt sehr auf die Branche an. In vielen Sektoren werden gute Mitarbeiter händeringend gesucht. Da sind die Kosten für Headhunter etc. deutlich höher und können bis zu einem Jahresgehalt betragen. Wer Reinigungskräfte sucht, wird diesen Weg wohl weniger einschlagen.

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Überlege dir eine Teilung gut, denn du zahlst für den Gesamtbetrag die Einkommensteuer.


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Kommentar von gammonwarmal
25.07.2015, 11:11

Üblicherweise werden derartige Prämien mit dem Gehalt ausgezahlt, somit netto. Mit ein wenig IQ zahlt man dann davon die Hälfte...

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