Mit der Investmentsteuerreform werden ein paar Dinge vereinfacht. Besteuerungen benötigen ab 2018 nicht mehr die zahlreichen komplexen Daten aus dem Bundesanzeiger (bzw. WMDATEN, da nicht alle Kenngrößen im Bundesanzeiger berichtet werden), sondern können einfach anhand von Kursen berechnet werden. Dafür fallen Zwischengewinne und die Anrechenbarkeit gezahlter/fiktiver ausländischer Quellensteuer weg. Im Gegenzug erhält man jedoch auch Teilfreistellungen auf bestimmte Fondstypen.

Das Problem der fehlenden Berichtsdaten und den Weg über Schätzwerte bzw. Pauschalbesteuerungen für steuerintransparente Fonds gibt es damit nicht mehr. Man kann daher kaufen und verkaufen, wie die Marktlage dies erlaubt.

Auch das bisher bestehende Problem einer Doppelbesteuerung (ausschüttungsgleiche Erträge jedes Jahr, dann nochmals die akkumulierten ausschüttungsgleichen Erträge beim Verkauf, Zurückholen der doppelten Steuer per Einkommensteuererklärung im Folgejahr) fällt damit weg, denn die Depotbank übernimmt die Anrechnung der ggf. gezahlten Vorabpauschale.

Anleger sollten sich höchstens jetzt nochmals genauer überlegen, ob sie ausschüttende oder thesaurierende Anteilsklassen verwenden wollen. Unter dem Strich ist zwar der zu versteuernde Betrag gleich, aber thesaurierende Anteilsklassen werden tendenziell bei Kursgewinnen mit der über den Basiszins berechneten Vorabpauschale besteuert und dann komplett beim Verkauf, während ausschüttende Fonds bereits laufend mit den Ausschüttungen (und ggf. einer Vorabpauschale) und zum Verkaufszeitpunkt nur noch mit den Kursgewinnen versteuert werden.

Hat man im Freistellungsauftrag noch Luft, ist die jährliche (meist höher als die Vorabpauschale ausfallende) Ausschüttung zu besteuern besser, da dies steuerfrei passiert. Nur der abschließende Kursgewinn wäre beim Verkauf zu versteuern (und wird ggf. durch den Freistellungsauftrag im Verkaufsjahr noch abgedeckt).

Würde man stattdessen die thesaurierende Tranche nehmen, so wäre der jährliche Steuerbetrag geringer, jedoch die Steuerlast beim Verkauf höher und passt dann mit geringerer Wahrscheinlichkeit in den Freistellungsauftrag, um steuerfrei auszugehen.

Spekuliert man damit, zum Verkaufszeitpunkt per Günstigerprüfung oder mit einer dann vorhandenen NV-Bescheinigung weniger Steuern zahlen zu müssen, empfiehlt sich weiterhin eine thesaurierende Anteilsklasse von Fonds.

Ebenso empfiehlt sich für Kinderdepots die Verwendung ausschüttender Tranchen, da dann die Besteuerung in den jährlichen Freistellungsauftrag passt und die Ausschüttungen jeweils steuerfrei sind. Nach einer Phase mit Gewinnen kann man Fonds auch (bei Fondsbanken ohne Ausgabeaufschlag und Transaktionskosten kostenfrei) gezielt verkaufen und tagesgleich wieder kaufen, um Gewinne innerhalb des Freistellungsauftrags eines Jahres vorwegzunehmen. Damit ist die Steuerlast später geringer.

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Das sind eigentlich zwei Vorgänge, wenn es sich nicht um ADRs oder GDRs handelt.

  • Die AG gibt neue Aktien aus. Das passiert nicht in Bezug auf einen Handelsplatz, sondern beispielsweise durch eine Kapitalerhöhung generell. Dies wird durch das im jeweiligen Land anwendbare Gesetz für Aktiengesellschaften bzw. Kapitalgesellschaften geregelt.
  • Die AG führt ein zusätzliches Listing an einem anderen Börsenplatz aus. Dies wird dann nicht auf bestimmte Aktien begrenzt, sondern betrifft alle, die hier gelistet werden. Dies wird durch die Börsenregularien für das Listing von Wertpapieren durch die jeweilige Börse definiert.

Im Hintergrund muss man dann noch ggf. das Thema der Verwahrstellen bzw. Clearingstellen beachten. Im Prinzip sind jedoch Aktien mit der gleichen ISIN identisch handelbar. Man könnte also beispielsweise Aktien irgendwo kaufen (Verwahrstelle nicht notwendigerweise in Deutschland), auf eine Verwahrstelle in Deutschland (Clearstream) übertragen lassen, und dann diese Aktien wieder in Deutschland verkaufen.

Also wäre es hilfreich, zumindest zu wissen, wo die AG heute gelistet ist, und wo sie denn hin möchte. Außerdem stellt sich die Frage natürlich, was dieses Listing bewirken soll. Vielfach kann man heute über Broker ja bereits an verschiedensten Börsen handeln, die im Hintergrund sogar Übertragungen zwischen Clearstream und anderen Verwahrstellen ausführen.

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Nach dem 01.01.2018 werden alle Fonds in gleicher Art und Weise besteuert. Es greift das Verfahren der Vorabpauschale zum Jahreswechsel, wobei Ausschüttungen im Verlauf des Jahres berücksichtigt werden. Der große Vorteil gegenüber dem bisherigen Verfahren liegt darin, dass dafür deutlich weniger an publizierten Kennzahlen erforderlich sind, d.h. eine einfachere Besteuerung stattfindet. Das Domizil hat für die Besteuerung auf Anlegerebene keine Wirkung.

Wie die Vorabpauschale funktioniert und diese dann bei Veräußerungen von Anteilen berücksichtigt wird, kannst Du auf einschlägigen Seiten bei Banken, Brokern und dem BVI nachlesen.

Das Domizilland eines Fonds ist dann wichtig, wenn eine grenzüberschreitende Redomizilierung (z.B. ISIN von GB nach LU) stattfindet. Solche Fälle werden als Kauf und Wiedererwerb behandelt, d.h. Steuern werden i.d.R. durch Veräußerung von Fondsanteilen im Vorgang der Übertragung zu begleichen sein.

Die Besteuerung von Ausschüttungen erfolgt unmittelbar mit diesen. Einzig zu beachten ist hier, dass in manchen Ländern bereits eine Quellensteuer angewandt wird (z.B. in NL), so dass nur 85% von Ausschüttungen beim deutschen Anleger ankommen.

Willst Du also eine jährliche Minimalbesteuerung erreichen und die tatsächliche Besteuerung erst bei Veräußerung durchführen, wären thesaurierende Fonds (egal aus welchem Domizilland) das Mittel der Wahl. Nutzt Du Ausschüttungen für ein Rebalancing oder als laufendes Einkommen, so wären ausschüttende Fonds das Mittel der Wahl.

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Mal abgesehen davon, daß wir derzeit sicher keine Deflation haben, sondern eine wieder leicht anziehende Inflation, wäre die Frage relativ einfach zu beantworten. In einer Deflation fallen Preise, d.h. die Kaufkraft von Geldwerten nimmt zu.

Geldmarktfonds erzielen ihre Rendite durch kurz- bis max. mittelfristige Geldmarktanlagen. Deren Rendite orientiert sich an den risikofreien Zinsen und ggf. Aufschlägen darauf. Es gab jedoch auch schon negative Geldmarktzinsen... Damit wird angesichts der recht geringen Zinsen aktuell (und der Abzüge durch Management-Fees und Steuern bei Fondserträgen) klar, daß EUR-Geldmarktfonds nicht sehr sinnhaft sind. Auch die Anlage in Tagesgeld oder Festgeld auf nicht allzu lange Zeiträume wird vergleichbare Renditen ergeben und mit der Deflation mitschwimmen. Das sind ja effektiv auch Geldmarktanlagen.

Anders sieht es aus, wenn Du in einer Fremdwährung anlegst und dort auf hohe Zinsen (Türkei war mal populär) oder eine Aufwertung der Fremdwährung (z.B. USD) spekulierst. Das hat dann aber nichts mit Deflation zu tun, sondern mit dem Gefüge der Währungen und Zinsen in den beteiligten Währungsräumen.

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Die Besteuerung erfolgt für die Erträge/Gewinne, die Jahr der Vertragsauflösung entstehen. Erträge/Gewinne aus Jahren zuvor wurden dort versteuert. Insbesondere werden Zinserträge zu den jeweiligen Jahren, auf die sie sich beziehen, gerechnet.

Bleibt also ein Betrag übrig, so kann dieser nur auf eine von vier Arten gemindert werden:

- Freistelllungsauftrag bzw. NV-Bescheinigung, soweit anwendbar

- Reduktion des Steuersatzes

- Verrechnung der Gewinne mit anrechenbarer Quelllensteuer.

- Verrechnung der Gewinne mit Verlusten

Für den ersten Punkt wären Minderjährige gut, die keine Einkünfte haben. Da sind dann 8.354 EUR plus 801 EUR plus noch etwas mehr steuerfrei unterzubringen. Der Übertrag auf Kinder, Geschwister, Eltern etc. ist möglich.

Der zweite Punkt greift nur, wenn Dein persönlicher Grenzsteuersatz unter 25% liegt.

Für den dritten Punkt reichen die ausgewiesenen Quellensteuern meist nicht wirklich aus, so daß diese Option keine wirkliche ist.

Der vierte Punkt bietet jedoch eine Möglichkeit, gezielt Steuern zu verlagern. Dafür gibt es zwei Wege:

- Verkauf und gleichzeitiger Wiederkauf einer Position, die sich im Minus befindet. Dadurch werden Verluste realisiert und die Gewinne auf einen späteren Zeitpunkt verlagert (wo man vielleicht wieder ein Stück Freistellungsauftrag zur Verfügung hat). Ist man bei einer Fondsbank ohne Ausgabeaufschläge, läßt sich das sogar ohne Mehrkosten und sonstige Risiken machen.

- Kauf eines Rentenfonds mit einem hohen ausgewiesenen Zwischengewinn. Der gezahlte Zwischengewinn wird beim Erwerb als Verlust verbucht, d.h. kann dann gegen Gewinne gegengerechnet werden. Beim Verkauf des Fonds werden die Zwischengewinne allerdings wieder als erhaltene Beträge berücksichtigt. Auch dies verlagert also den Gewinn nur auf einen späteren Zeitpunkt.

Prüfe einfach was möglich ist.

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Schau Dir mal diese an:

- UBS (Lux) Bond Fund - Euro High Yield (EUR) P-dist

WKN: 988074  |  ISIN: LU0085995990

- Templeton Global Total Return Fund A (Mdis) EUR

WKN: A0HGTM  |  ISIN: LU0234926953

- ACATIS IfK Value Renten UI A

WKN: A0X758  |  ISIN: DE000A0X7582

- Candriam Bonds Euro Convergence D

WKN: 157146  |  ISIN: LU0157930669

- Swisscanto (LU) Bond Fund Secured High Yield H EUR A

WKN: A112CD  |  ISIN: LU1057798958

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Bis 31.12.2013 gab es den Begriff der regelmäßig Arbeitsstätte, die als "ortsgebundener Mittelpunkt der dauerhaft angelegten beruflichen Tätigkeit des Arbeitnehmers" definiert war. Jemand, der also primär im Home Office arbeitete, hatte somit nur Dienstreisen, die mit den gefahrenen Kilometern zu vergüten waren.

Seit 01.01.2014 gilt die Definition der ersten Tätigkeitsstätte, die einige Unklarheiten und Grauzonen der alten Formulierung beseitigte. Ein Home Office ist nie erste Tätigkeitsstätte, da es die Kriterien an eine solche nicht erfüllt. Daher bist Du wohl entweder als Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte (dann sind alles Dienstfahrten, d.h. mit den gefahrenen km anzusetzen) oder mit einer solchen am Standort Deines Arbeitgebers anzusehen (dann gilt die Entfernungspauschale). Da in Deinem Arbeitsvertrag wahrscheinlich der Standort des "Büros" vereinbart wurde, ist die Fahrt dorthin nur mit der Entfernungspauschale zu berechnen.

Die von Dir beschriebene Vorgehensweise des FA ist also konsistent mit der Gesetzesänderung zum 01.01.2014.

Das alles ist hübsch beispielsweise hier zusammengestellt: http://www.haufe.de/finance/steuern-finanzen/reisekosten-ab-2014\_190\_194734.html

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Der positive Teil:

  • Ein frühzeitiger Vermögensaufbau ist sinnvoll und irgendwann sollte man auch damit klein beginnen. Ich mache das für meine Kinder seit Geburt.
  • Es ist auch sinnvoll, in Fonds zu investieren, da man dadurch über sehr viele Werte diversifiziert, d.h. die Risiken einzelner Aktien und Anlageklassen ausgleicht.
  • Der Weg über Sparpläne ist auch sinnhaft, da man so schrittweise das Vermögen aufbaut und die Wertschwankungen über die Zeit ausgleicht. Google erzählt Dir gerne etwas zum "Cost-Averaging Effect".
  • Die genannten Fonds sind für sich sicher gut, wenn man auch nicht unbedingt gleich so viele benötigt und es auch andere gute gibt. Da wird es eine sinnvolle Auslese geben müssen.

Der negative Aspekt:

Du sagst, das Einkommen reicht nicht, um Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten, d.h. Du hast kein freies Einkommen im Monat. Im Gegenteil: Erspartes wird angegriffen. In dieser Situation ist ein so hoher Sparplan unsinnig, denn es handelt sich nicht um freie Überschüsse.

Da stellt sich für mich die erste Frage, wie viel von Deinen Ersparnissen Du im ungünstigen Fall benötigst, damit Du sicher Deinen laufenden Lebensunterhalt bis zum Berufseintritt (und ggf. noch etwas darüber hinaus) bestreiten kannst. Eine Rücklage von ca. drei Monatsausgaben (ggf. mehr, wenn noch ein Umzug oder andere größere Ausgaben anstehen) solltest Du immer auf einem Tagesgeldkonto halten, um für Risiken vorbereitet zu sein.

Warte also mal ab, bis Du eine Anstellung hast und Dein Leben planbarer wird, d.h. die laufenden Einnahmen tatsächlich für die Deckung der laufenden Ausgaben ausreichen. Wenn dann noch etwas übrig bleibt, kanst Du überlegen, wie das in Sparpläne investiert werden kann. Vielleicht ist jedoch auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Rentenversicherung oder eine betriebliche Altersvorsorge ein Baustein, den Du sinnvollerweise dann beginnst.

Wenn Dein Finanzleben dann mal stabil und abgesichert ist, kannst Du über eine kleine Auswahl von wenigen aktienlastigen Mischfonds (da reichen nämlich zwei oder drei für den Anfang) ab 25 EUR pro Monat das Sparplansparen beginnen. Das würde ich direkt bei einer Fondsbank tun. Fondsbanken bieten Fondskäufe mit deutlich reduzierten oder sogar ohne Ausgabeaufschläge an, d.h. Du gibst nicht von all Deinen zukünftigen Sparraten 2-6% an einen Vermittler ab, der nach der ersten Fondsauswahl sich nicht mehr blicken läßt. Das ist jedoch das letzte Stück Optimierung. Viel wichtiger ist die gute Fondsauswahl. Aus diesem Grund würde ich auch bei keiner Sparkasse Konsultation suchen, da dann nämlich die primär unterirdisch üblen Deka-Fonds angeboten werden - meist gepaart mit Inhaberschuldverschreibungen oder Banksparplänen.

Hilfe gibt es von unabhängigen Beratern. Tips findest Du auch hier. Investiere niemals in etwas, das Du selbst nicht verstehst und nachvollziehen kannst.

Und ja, die MLPs und anderen Vertriebe dieser Sorte belästigen mich seit Jahrzehnten und ich habe bei denen nie etwas abgeschlossen, da mich diese Art und Weise stört - und letztendlich solche Berater ihre Provision im Auge haben. Daher auch der hohe vorgeschlagene Sparbetrag für Dich. Lieber unabhängige Finanzberater (die es auch schon seit längerer Zeit gibt) konsultieren, die dann in Deinem Interesse eine langfristig kosteneffektive und solide Lösung zusammenstellen. Das bedeutet nämlich nicht nur, Fonds zu kaufen, sondern auch Versicherungen zu betrachten.

Letzter Punkt: mache Dich schlau. Befasse Dich mit Fonds und Geldanlagen selbst, damit Du selbst besser beurteilen kannst, was man Dir da verkaufen will. Letztendlich muß eine Geldanlage für Dich plausibel sein. Vertraue nicht nur auf Berater und sogenannte Experten - die kennen auch nicht zukünftige Entwicklungen, sondern können nur nach den Regeln der Kunst Portfolios zusammenstellen, die gewisse Diversifikationen und Robustheitsmerkmale haben. Alle kochen mit Wasser... manche haben mehr Erfahrung als andere.

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Das würde auf alle Fonds, also auch ETFs zutreffen.

Im Prinzip ist es ein neutraler Vorgang, denn ob die 15% beim Fonds oder beim Anleger abgezogen werden, spielt eigentlich keine Rolle und inländische Fonds nehmen ja bereits heute die Abzüge auf Fondsebene vor.

Das ganze Verfahren mit Steuerabzügen, Teilfreistellungen, Doppelbesteuerungen und der Berücksichtigung ausländischer gezahlter Steuern wird deutlich komplexer => das bedeutet höhere Verwaltungskosten bei Fonds.

Das ganze Verfahren wird jedoch eine ganz wesentliche Konsequenz für ETFs haben. Replizierende ETFs erhalten Ausschüttungen und müssen diese selbst versteuern. Das reduziert den NAV auf einen Wert, der dem versteuerten Index entspricht (Kursgewinne des ETF werden vorgetragen und auf Anlegerebene besteuert, Erlöse, Dividenden und Zinsen werden auf Fondsebene besteuert). Es wird also schwieriger, ein echtes Tracking herbeizuführen. Synthetische ETFs, die Swaps verwenden, werden diese Probleme nicht haben, da die Probleme sozusagen weggeswappt wurden :-)

Da hier auch die ausländischen Fonds betroffen sind, die nach dem Investmentsteuergesetz berichten müssen, um als Publikumsfonds in Deutschland zugelassen zu sein, wird hier ggf. das Angebot von Fonds kleinerer Gesellschaften schrumpfen, da diese den deutschen Steuermoloch nicht füttern wollen.

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Ei, ist Dir schon mal in den Sinn gekommen, daß es in der Bank unterschiedlichste Prozessketten gibt, da es ja auch unterschiedliche Geschäftsvorfälle gibt?

Eine Bank kann vom harmlosen Führen irgendwelcher Transaktionskonten über die Verwaltung von Kundendepots und die Kreditvergabe bis hin zu Investmentbanking alles mögliche tun... Da gibt es nicht einen einzigen Prozess, sondern eine Vielzahl davon - für jeden Bereich sogar mehrere, da es ja auch unterschiedliche Geschäftsvorfälle gibt.

Ich dachte, man lernt so etwas in der Berufsschule und muss das nicht noch mitbringen?

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Wenn Du die 4.000 EUR in die Lebensversicherung steckst, dann wird sich zwar nicht ein großer Ergebnisunterschied im Sinne eines Gewinns ergeben, wohl aber ist zu berücksichtigen, daß die Garantieverzinsung von wahrscheinlich über 3% p.a. greift und wenn die Versicherung Altbestand ist, dies sogar steuerfrei ausgezahlt würde. Eine andere Geldanlage wäre mit ihren Erträgen ja zu versteuern, d.h. müsste anstelle der 3% gut 4% für das gleiche Nettoergebnis liefern.

Wenn Du allerdings irgendwelche Schulden zu tilgen hast, würde ich die 4.000 EUR eher in diese Tilgung stecken, da sie dort mehr Effekt zeigt.

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Fallender Ölpreis: Puts auf den Ölpreis.

Steigende Ölpreisvolatilität: Call+Put auf den Ölpreis.

Ich mache das allerdings andersherum: vom fallenden Ölpreis profitiere ich durch sinkende Kosten für Kraftstoff für mein Auto. Vom steigenden Ölpreis profitiere ich durch entsprechende Rohstoff-ETC. Natürlich funktioniert das nur dann, wenn man auch in Hochs bzw. Seitwärtsbewegungen verkauft und somit Gewinne als Hedging für steigende Dieselpreise materialisiert. Gestern habe ich wieder eine Position in DE000SG9F3Z0 aufgebaut, denn für den Winter steigen die Preise erfahrungsgemäß (Futures laufen drei Monate voraus).

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Gehalt: 3.000 EUR p.m. => Gehalt in 13 Wochen von 9.000 EUR

9.000 EUR / 65 Arbeitstage * 5 Urlaubstage = 692,31 EUR

Ich weiß nicht, ob es hier Unterschiede zwischen Bundesländern gibt, aber grundsätzlich richtet sich das in meiner Firma nach den auch hier dargestellten Richtlinien:

http://www.darmstadt.ihk.de/recht_und_fair_play/Arbeitsrecht/bestehendeArbeitsverhaeltnisse/Urlaub/Urlaubsabgeltung/2552866

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Steuerklasse 2 ist für Alleinerziehende.

Steuerklasse 1 wäre nicht anzuwenden, wenn Du weiterhin alleinerziehend bist, d.h. mit keiner volljährigen Person, für die Du kein Kindergeld beziehst, in einem Haushalt lebst.

Steuerklasse 1 wäre anzuwenden, wenn das Kind, das noch in 2014 bei Dir lebte, nicht mehr bei Dir, sondern dem anderen Elternteil lebt. Dann bist Du zwar alleinstehend, aber nicht alleinerziehend.

Daher stellen sich Fragen:

- Welche Kinder gibt es?

- Wie alt sind die Kinder?

- Bei wem leben die Kinder?

- Was hat sich daran zwischen 2013 bis heute geändert?

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Studenten aus asiatischen Ländern, die nach USA oder Europa an eine Uni gehen, kehren zum größten Teil (über 80%) wieder in ihre Heimatländer zurück.

Studenten aus lateinamerikanischen, osteuropäischen oder afrikanischen Ländern, die nach USA oder Europa an eine Uni gehen, kehren größtenteils (über 80%) NICHT in ihre Heimatländer zurück.

Dies stellt einen tatsächlichen Verlust an Hochqualifizierten für die entsprechenden Länder dar.

Flüchtlinge orientieren sich primär an ihren neuen Lebensräumen und kehren nur zu einem verschwindend geringen Anteil in ihre Heimatländer dauerhaft zurück. Mit liegen aber keine Statistiken über die Qualifikation von Flüchtlingen vor. Den Ursprungsländern nach zu urteilen, dürfte es sich nicht um Facharbeitskräfte handeln. Solange es sich nicht um eine Massenflucht (wie z.B. aus dem Irak) handelt, bei der ein signifikanter Anteil der Bevölkerung migriert., dürfte die Auswirkung auf die Bevölkerungsstruktur jedoch sehr begrenzt sein. Eritrea hat generell eine sehr junge Bevölkerung, d.h. der Flüchtlingseffekt wird sich eher nicht wesentlich auf die Wirtschaft auswirken.

Solange nicht nachhaltig Verbesserungen bei Bildung, Gesundheitssystem und politischer Stabilität erfolgen bzw. durch Einwirkung von außen herbeigeführt werden, dürfte sich wenig in diesem Staat ändern. Das Land ist mit seinen ca. 6 Mio Einwohnern alleine nicht überlebensfähig und müßte sich mit Nachbarn stärker zusammenschließen, um eine nachhaltige Entwicklung zu beginnen. Mit den Nachbarn ist Eritrea jedoch eher verfeindet, d.h. das ist sehr unwahrscheinlich.

Aufgrund der Insignifikanz für die Weltwirtschaft fühlt sich wahrscheinlich auch kein Land wirklich berufen, diese Aufgaben mit zu initiieren und zu begleiten. Bis dahin ist die Frage nach einer Abwanderung für die Wirtschaft wesentlicher Personengruppen durch Flüchtlingsströme nach Europa sehr esoterisch, denn es gibt keine nennenswerte Wirtschaft bzw. keinen Willen zu einer wirtschaftlichen Entwicklung im Land.

Bei anderen Ländern ist die Lage ggf. anders, wenn man in den Westen Afrikas blickt, aber da muß man jedes Land für sich betrachten, da jedes Land seine eigenen Probleme, Beziehungen und Feindschaften, sowie Freunde in den Industrieländern (incl. China und Indien) hat. Schau doch mal, wo indische Gastarbeiter und chinesische Firmen schwerpunktmäßig in Afrika unterwegs sind.

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Was in einer Zeitung steht, kann höchstens eine Indikation sein.

Tatsächliche An- und Verkaufspreise hängen nicht nur von der Art des Goldes ab, sondern vom Händler. Banken und Sparkassen sind i.d.R. beim Ankauf deutlich ungünstiger als Scheideanstalten, d.h. professionelle Edelmetall-Recycler. Wer beim Ankauf günstig oder ungünstig ist, kann jedoch beim Verkauf ungünstiger oder günstiger sein - muß aber nicht.

Dann kommt es auf das Volumen an. Manchmal ist ein Trip nach Dubai lohnender als der Kauf in Deutschland.

Früher gab es mal Tagespreise... heute gibt es i.d.R. bei Händlern mehrere Fixingzeitpunkte an Handelstagen.

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Das Paar hat einen gemeinsamen Darlehensvertrag. Sie haften somit gesamtschuldnerisch für diese Verpflichtung. Die Grundbucheinträge sind damit konsistent.

Verstirbt der Mann, so gehen seine Rechte und Pflichten (sofern vererbbar) auf die Erbengemeinschaft über.

Im Grundbuch wird der Mann durch die Erbengemeinschaft ersetzt.

Die Verpflichtung aus dem Vertrag geht ebenso auf die Erbengemeinschaft über, d.h. sofern die Erben des Mannes nicht das Erbe ausschlagen.

Während für die Eigentumsverhältnisse durchaus Anteile festgelegt werden (50% die Frau, 50% zu gleichen Teilen aufgeteilt auf die erbenden Kinder), gibt es diese Aufteilung nicht bei einer Gesamtschuldnerschaft. Jeder einzelne steht für die gesamte Schuld ein (§421 BGB). Inwiefern einzelne Gesamtschuldner diese Schuld tilgen, ist eine Frage im Innenverhältnis der Gesamtschuldner. Somit haften die Frau und die Kinder für das Darlehen und müssen nun eine sinnvolle Regelung für die Bestreitung der Raten finden (§2058 BGB).

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Die Zählerstände sind ja wohl von Euch auch zu den relevanten Stichtagen dokumentiert und festgehalten worden, so daß das Nachrechnen sehr einfach sein dürfte.

Widerspruch gegen die Nebenkostenabrechnung einlegen und auf einer Verbrauchsabrechnung bestehen.

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Auch für Nicht-Germanisten lohnt sich die Anschaffung eines Duden. Der Plural von Status ist nicht Statuse oder Stati, sondern einfach Status: http://www.duden.de/rechtschreibung/Status

Es gibt da ein paar Illusionen in Deiner Darstellung:

- Du meinst wohl "Studentin bis Februar 2016".

- Studenten sind nicht in Bezug auf die Einkommensteuer begünstigt. Es gibt nur eine besondere Regelung für Sozialabgaben und Vorteile bei der Krankenversicherung.

- Die Einkommensteuer wird erhoben, wenn Dein zu versteuerndes Einkommen eine gewisse Grenze erreicht. Diese liegt derzeit bei 8.354 EUR plus Werbungskosten, die über 1.000 EUR hinausgehen.

Die Art der Position ist unerheblich. Der Vertrag und die Vergütung sind wichtig.

- Hast Du einen Werksvertrag (das ist nicht zu verwechseln mit einem Vertrag als Werkstudentin), so erstellst Du ein definiertes Ergebnis (das "Werk") und bekommst dafür eine Vergütung. Die Zahl der Stunden ist nicht klar definiert - geht zwar in die Kalkulation ein, wird jedoch nicht festgelegt. Das wäre i.d.R. unschädlich für Deinen Studentenstatus. Du bekommst also z.B. im Monat 120 *  10 EUR = 1.200 EUR. Da dies für den Rest des Jahres also noch fünf Monate sind, zahlst Du auf das Einkommen von 6.000 EUR in 2015 (wenn sonst nicht deutliche Einkünfte vorhanden sind) keine Steuern.

- Hast Du einen Vertrag auf Stundenbasis, so wären das mit 30 Stunden idealerweise in der vorlesungsfreien Zeit mehr als 20 Stunden und in der Vorlesungszeit (= Zeit für die Abschlußarbeit) max. 20 Stunden in der Woche. Damit kommst Du auf Aug bis Mitte Okt auf 40 Std/Woche und Mitte Okt bis Dez auf 20 Stunden = 30 Stunden/Woche im Mittel :-) Das sollte also mit dem begünstigten Status als Studentin auch zu vereinbaren sein, muss jedoch auch so aus Stundenaufschrieben hervorgehen. Der Betrag wäre hier wieder 6.000 EUR mit gleicher Besteuerung wie zuvor.

Die Besteuerung ist gleich. Sozialabgaben und Krankenversicherung wären als reguläre Arbeitnehmerin höher bzw. überhaupt erst vorhanden. Ich fände daher den Werkvertrag einfacher.

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Verluste aus dem Verkauf von Aktien wandern bei Deiner Bank in den Verlustverrechnungstopf für Aktien. Dort verbleibt der Betrag bis Du

- eine Verlustbescheinigung beantragst (z.B. um diese Verluste gegen Gewinne mit Aktien bei einer anderen Bank per Einkommensteuererklärung steuermindernd zu verrechnen)

- bei der gleichen Bank ein Gewinn aus Aktiengeschäften anfällt, der dann den Verlusttopf mindert (in diesem Fall sind Gewinne bis zur Höhe der vorigen Verluste ohne Steuerbelastung einzustreichen)

Da das häufig verwechselt wird: meinst Du wirklich Aktien, nicht Aktienfonds? Das würde die Verrechung nämlich ändern.

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Eine Prämie für eine Mitarbeiterempfehlung ist Einkommensbestandteil und daher vom Empfänger zu versteuern, ggf. fallen Sozialabgaben darauf an. Das setzt eine Grenze für die Weitergabe von Beträgen.

Das Unternehmen kann dafür keine Zweckbindung verlangen, sondern höchstens die Prämie nicht als Geldprämie, sondern als Sachprämie (z.B. namentlich gebundenen Einkaufsgutschein) ausgeben. In diesem Fall ist die Fungibilität etwas schwieriger, jedoch könnte der Empfänger selbst bei einer Einschränkung der Gutscheineinlösung mit einer anderen Person Einkaufen gehen und dann bezahlen. Andere Sachprämien können einfach weiter verschenkt werden.

Ethisch fragwürdig wären Absprachen zwischen Werber und Geworbenem, kurz nach Ablauf der Mindestanstellungsdauer, die für das dauerhafte Behalten der Prämie relevant ist, die Kündigung auszusprechen. Das wäre zum Schaden des Arbeitgebers und damit eine Verletzung der Treuepflicht des Arbeitnehmers.

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Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin sind nur Wertspeicher und liefern keine Erträge in Form von Zinsen, Dividenden etc. Damit ist klar, daß ein Goldinvestment sich nur lohnen kann, wenn der Preis aufgrund steigender Nachfrage infolge deutlicher Inflation oder erhöhter Risiken für andere Assetklassen steigt. In einer Deflation wird Gold verlieren und wenn es den Aktien- oder Anleihenmärkten gut geht, hast Du dort echte Erträge.

Betrachtest Du jedoch die letzten 100 Jahre der Kapitalmärkte, so wird klar, daß Gold entweder eine Spekulation auf einen deutlich höheren Preis oder eine nur wirklich sehr langfristige Absicherung gegen Kaufkraftverluste war. Eigentlich haben sich die Märkte ab 1930 nach jeder Krise innerhalb von max. fünf Jahren deutlich erholt. Blasen kamen zum Platzen, aber dagegen hilft auch Gold nicht. Wer sich verspekuliert ohne Absicherungen, der hat auch nicht die Geduld, auf Kursanstiege bei Gold zu warten.

Als der Goldpreis bei fast 2.000 USD/Oz stand, riefen die Psedo-Propheten nach Kursen von 2.500 USD und mehr. Kaufen hätte man sollen, als keiner Gold wollte. Momentan liegen wir zwar wieder auf relativ niedrigen Kursen, aber im Vergleich zu typischen Produktionskosten ist das immer noch 25% zu hoch.

Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund für harmlose Privatanleger, in physisches Gold zu investieren. Wer wirklich damit rechnet, eine Alternativwährung "Gold" im Keller (bei der Bank hilft das ja auch wenig) haben zu müssen, um im Notfall liquide zu bleiben, sollte sich lieber nach Wohn- und Ackerimmobilien umschauen und schon mal die Landwirtschaft erlernen.

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Eumex ist eine Telefonanlage. Euwax wäre die Börse, oder? :-)

Die Euwax hat - wie auch alle anderen Telefonanlagen - Broker - einen gewissen Service-Level, der zugesichert ist. Eine Verfügbarkeit von 99,9% (das dürfte die Eumex haben) bedeutet, daß das System ungeplant für knapp 9 Stunden im Jahr stehen darf, ohne daß irgendjemand einen Schaden geltend machen kann.

In Deinem Fall ist es sogar noch ungünstiger, denn die Verfügbarkeit von Brokern und deren Marktzugängen für Privatkunden liegt unter den 99,9%. Oftmals ist eine "Best-Effort-Klausel" in den AGB festgeschrieben. Weiterhin bist Du ja nicht an einen Ausführungsplatz gebunden, sondern kannst zwischen Stuttgart, Frankfurt und ggf. Tradegate oder L&S (Direkthandel) wählen. Wenn die Kurse nicht gestellt wurden, da die Emittentin auf keiner der Börsen Kurse stellte, dann ist das ein Problem der Emittentin, die sich jedoch generell vorbehält, Kurse nicht notwendigerweise fortlaufend zu stellen, sondern auch Pausen erlaubt.

Mit anderen Worten: nach Deiner Schilderung ist mir nicht klar, daß die Euwax überhaupt verantwortlich ist. Das klingt nach einem Emittentenproblem. In keinem Fall wirst Du einen Schadensersatz geltend machen können.

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Wenn Du einen Aktienfonds in 2015 kaufst und in 2045 verkaufst, dann gibt es verschiedene Fälle, die von der Art des Aktienfonds abhängen. In einem dieser Fälle gibt es Besonderheiten zu beachten, die Dich bei Nichtbeachtung viel Geld kosten können.

[*] Hinweis für unten: steuerfrei = mit einem Verlusttopf Allgemein,  anrechenbarer Quellensteuer, einem Restbetrag des Freistellungsauftrags oder im Rahmen einer NV-Bescheinigung zu verrechnen.

1. Fonds hat deutsches Domizil

Die Besteuerung findet jährlich für alle ausgeschütteten und thesaurierten Erträge statt. Sind diese Erträge in steuerfrei (siehe [*] oben), bekommst Du die von der Fondsgesellschaft gezahlten Steuern zurückerstattet, d.h. die volle Ausschüttung bzw. auch bei thesaurierenden Fonds die dafür gezahlten Steueranteile ausgezahlt.

Du musst also nur die Kursgewinne bei Veräußerung versteuern.

2. Ausschüttender Fonds hat ausländisches Domizil

Die Besteuerung findet mit den Ausschüttungen statt, d.h. egal ob monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich, die relevante Steuer wird von Ausschüttungen durch Deine Depotbank einbehalten. Bei bankenübergreifenden Verrechnungen im Rahmen der Verlagung zur Einkommensteuer kannst Du hier ggf. etwas zurückbekommen, z.B. wenn Veruste bei der einen Bank mit Gewinnen bei der anderen verrechnet werden oder bei der Aufteilung des Freistellungsauftrags auf mehrere Banken dieser bei einer nicht ganz ausgeschöpft wurde.

Bei Veräußerung werden nur die Kursgewinne besteuert.

3. Thesaurierender Fonds hat ausländisches Domizil

Die Besteuerung findet nicht automatisch statt. Du musst selbst für alle Fonds, deren Geschäftsjahresende in dem jeweiligen Steuerjahr liegt, aus dem Bundesanzeiger die anzuwendenden ausschüttungsgleichen Erträge bzw. anzurechnenden Quellensteuern heraussuchen, mit der zum Geschäftsjahresende relevanten Anzahl von Anteilen multiplizieren und als Korrekturbetrag in der Anlage KAP aufführen. Damit werden diese jedes Jahr korrekt besteuert.

Bei Veräußerung wird der gesamte Kursgewinn besteuert, was zunächst mal eine Doppelbesteuerung ist, denn ein Teil der Kursgewinne besteht ja aus den thesaurierten Erträgen der Vorjahre seit Kauf. Daher weist Du in Deiner Einkommensteuererklärung (Anlage KAP) dies aus und verwendest nun einen negativen Korrekturbetrag, der den Kursgewinnen plus den ggf. im Veräußerungsjahr angefallenen thesaurierten Erträgen entspricht. Der Rest ist ja schon versteuert. Damit kannst Du einen sehr deutlichen Anteil zurückerhalten.

Vermeidung der Doppelbesteuerung

Dafür gibt es ein paar einfache Mechanismen, die jedoch erfordern, daß Du Deine Ertragslage und die Fonds überblickst.

1. Schöpfe in jedem Jahr die Freistellungsaufträge, Verlusttöpfe, Quellensteuern aus! Fehlt noch etwas, verkaufst Du eine Fondsposition im Gewinn vor dem Jahresende und kaufst die gleiche taggleich wieder (natürlich idealerweise ohne Ausgabeaufschlag). Damit werden Gewinne realisiert und besteuert. Für die Folgejahre gilt dann jedoch der höhere Anschaffungspreis und damit sind die in Zukunft zu besteuernden Gewinne niedriger. Das lohnt sich natürlich nur so recht, wenn man bei der Depotbank keine Ausgabeaufschläge und sonstigen Transaktionsgebühren zahlt.

2. Vergiß nicht die jährliche Besteuerung der ausländischen thesaurierenden Fonds! Wenn ein Fonds jedes Jahr 800 EUR thesauriert, müsstest Du für 10 Jahre nichts versteuern (da im Freistellungsauftrag enthalten und angegeben) und wenn der Fonds dann letztendlich verkauft wird, bleiben nur die Kursgewinne übrig. Wird dies jedoch nichts angegeben, so fallen im 10. Jahr 8.000 EUR an Erträgen der Vorjahre (zzgl. Kursgewinne) an und Du musst davon grob 7.200 EUR versteuern (zzgl. Kursgewinne). Die Steuern auf diese 7.200 EUR wären zu vermeiden gewesen, wenn Du dies jährlich korrekt gemacht hättest.

3. Wähle bevorzugt ausschüttende Anteilsklassen in EUR oder thesaurierende Fonds mit Thesaurierungen von Null! Manche Fonds gibt es in mehreren Anteilsklassen, ausschüttend/thesaurierend, EUR/USD/CHF, hedged/unhedged, ... Manche Banken führen die Wiederanlage von Ausschüttungen gleich wieder durch, so daß dies auch einer Thesaurierung entspricht - aber einer nach Besteuerung. Damit liegst Du aufgrund des Steuerabzugs zwar leicht hinter dem reinen Thesaurieren auf Fondsebene, aber Du kannst ja einfacher in Kurstiefs auch ein paar Anteile nachkaufen. Fonds, die nur Kursgewinne ausweisen, sind natürlich auch ganz einfach, da es nämlich keine Doppelbesteuerung gibt und auch keine jährlichen ausschüttungsgleichen Erträge.

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Du sagst es ja selbst schon:

- Die Mitglieder der Erbengemeinschaft sind gegenüber dem ersten Erbfall berechtigt, entsprechende Anteile des Nachlasses zu beanspruchen. In Deinem Fall: 1/3.

- Verstirbt ein Mitglied der Erbengemeinschaft, so ist dies ein separater Erbfall. Die dann Erbberechtigten aus dem zweiten Erbfall treten an Stelle des Mitglieds der ersten Erbengemeinschaft. In Deinem Fall: 1/3 des Erbanteils des Verstorbenen, d.h. 1/9.

Steuerlich ist zu beachten, daß für den ersten Erbfall durchaus noch Erbschaftsteuern anfallen können, auch wenn dies bei einer anderen Reihenfolge des Eintritts der Erbfälle nicht so wäre, da der Erbanteil auf mehrere Erben aufgeteilt würde.

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Eine Geldanlage wird sich hier nicht wirklich empfehlen, denn bei einer so geringen Rente wird wohl der Restbetrag von 10 kEUR als Reserve dienen. Sie kann, wenn sie das planen kann, den Bedarf für 6-12 Monate ins Tagesgeld stecken und den Rest in einen gering volatilen Fonds, aber das wird auch nicht viel an Ergebnis bringen. Solange sie keine zusätzlichen oder generell höheren Einkünfte hat, wird sie das Geld liquide benötigen.

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Das ist die typische Sparkassen-Unsinn-Pseudo-Beratung, die eigentlich nur das Ziel hat, den Kunden irgendwelche pseudo-konservativen Fonds zu verkaufen, die dann unterirdisch performen.

Der EuroRent-Fonds hat in sechs Jahren 8% Ergebnis erbracht. Nicht pro Jahr, sondern insgesamt. Das bedeutet nach Inflation einen deutlichen Verlust, der außerdem aufgrund von positiven thesaurierten Erträgen ja noch ca. 3% zu versteuern hatte. All das führt zu einem deutlichen Kaufkraftverlust. In diesen Fonds hättest Du niemals einen sechsstelligen Betrag investieren sollen. Und es hat Dich nie gewundert, daß der Fonds nicht vom Fleck kommt? Uff...

Vergleiche mal die Immobilienfonds mit hausinvest (DE0009807016) oder dem RREEF grundbesitz Europa (DE0009807008). Finger weg von diesen Immobilienfonds. Abgesehen davon wirst Du Probleme haben, diese Fonds rasch wieder zu verkaufen, da es hier ja deutliche Beschränkungen gibt.

Vergleiche den EuroRent-Fonds mit einem Templeton Global Bond (LU0152981543), Kepler Europa Rentenfonds (AT0000722673), ISI International Bonds (DK0016258536) oder einem Kapital Plus (DE0008476250), Ethna Aktiv A (LU0136412771), MEAG EuroErtrag (DE0009782730) oder einigen anderen aus diesen Kategorien.

Deka ist unterirdisch. In Worten: SUBOPTIMAL. Du fütterst die Bank, mehrst nicht Dein Vermögen, mehrst das Vermögen der Spaßkasse.

Vergiß es einfach und wechsle zu einem wirklichen Berater. Dererlei gibt es viele und wenn Du einen sechsstelligen Betrag anzulegen hast, wirst Du gute Hilfe finden. Geiz ist nicht geil, sondern schadet, wenn Du selbst wenig Ahnung von der Geldanlage hast (was ich Dir nicht anlasten kann). Die schlechte Performance muß man Dir allerdings schon zum Teil anlasten, denn irgendwann in den letzten sechs Jahren hättest Du die Bremse ziehen müssen. Das Ergebnis ist einfach grottenschlecht.

Ach ja: ein Beratungsprotokoll bekommt man direkt nach der Beratung - also, bevor man das Gebäude verläßt. Auch die Empfehlungen bekommt man vollständig - nicht nur 60% und den Rest später. Das ist dafür nämlich gut, daß Du auch am nächsten Tag noch die Empfehlungen selbst anschauen kannst und anhand von Fondsvergleichen oder Foren wie diesem die Qualität überprüfen kannst.

PS: Und für diese Wahnsinnsempfehlung sollst Du dann noch mind. 5% Ausgabeaufschlag zahlen? Puh....

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Man kann. Allerdings kostet dies natürlich einen Zinsaufschlag. Der beträgt z.B. 0,02% p.m. für die Vorlaufzeit. Für vier Jahre im voraus wäre dies also fast 1% Aufschlag, was sich typischerweise eher nicht lohnt. Frage bei Deiner Bank, wie hoch die Zinsen wären.

Nimmt man ein mittleres Zinsgefüge an, so bekommst Du heute ein variables Darlehen für ca. 1,5%, ein 10-jähriges Baudarlehen für ca. 2%. Das Forward-Darlehen würde daher jetzt knapp um die 3% kosten.

Forward-Darlehen sind normalerweise im Bereich von bis zu max. zwei Jahren interessant, wenn der Zinsaufschlag nämlich max. 0,5% beträgt und somit das Zinsänderungsrisiko am langen Ende aufgefangen werden kann.

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1. Glaube ich nicht. Der Wert fiel von 16 EUR auf 4 EUR und dann unter 1 EUR. Irgendwo auf diesem Wege hätte Dir klar werden müssen, daß man nicht an Aktien als Unternehmensanteile hängen soll, sondern radikal verkauft, wenn ein Wert sich mal halbiert. Hast Du etwa keine Stop-Loss-Marken gesetzt? Und das bei einem chinesischen Wert? Puh! Es ist egal, was das Management unternimmt, auf die 16 EUR kommst Du nicht mehr so schnell wieder.... und daher hätte schon längst verkauft werden müssen.

2. Der Ruf nach Betrug und was auch immer wird nicht viel helfen, denn in China wird doch keiner ernsthaft versuchen wollen, ein derartiges Verfahren durchzusetzen. Das hat man bei Sino Forest und vielen anderen doch auch schon gesehen. Im schlimmsten Fall wird der Wert von der Börse verbannt.

Da Du jedoch hoffentlich der Regel gefolgt bist, nicht mehr als 1-2% Deines Portfolios pro riskanterem Wert zu setzen (und bei dieser geringen Marktkapitalisierung und dem Standort China ist das definitiv einer), d.h. Dein Portfolio so um die 250-500 kEUR groß ist, stört Dich das alles relativ wenig und Du verkaufst jetzt einfach, um den steuerlichen Verlust zu realisieren. Dann auf in neue Werte, die vielversprechender sind.

Falls Du diesen Grundsatz der Diversifikation nicht befolgt haben solltest, dürfte das in Zukunft angebracht sein, um derartige Verluste zu vermeiden. Überprüfe Dein Portfolio darauf, daß nicht zu hohe Anteile in einzelnen Werten konzentriert sind, die zudem noch Risikopositionen sind.

Hoffnung war noch nie ein guter Investmentratgeber. Du solltest Dir daher in Zukunft vornehmen, für alle Aktien Stop-Loss-Marken zu setzen. Die können mit Einstandskurs -20% angelegt werden, aber dann wäre zumindest eine Grenze für Verluste gesetzt.

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Es fehlt: Unternehmensbeteiligungen - beispielsweise an Deiner VR-Bank, an Solar- oder Biogasfonds von Gemeinden, an kommunalen Wasserkraftwerken.

Es fehlt auch: der Ertrag von Streuobstwiesen und aus anderem, nicht spezialisierten Anbau von Obst, Gemüse, Kräutern.

Mit den von Dir genannten Punkten stimme ich nicht so ganz überein, denn auch dabei gibt es z.T. deutliche Risiken und sehr unterschiedliche Sicherheitsfaktoren bzw. Unsicherheiten.

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"Politische Börsen haben kurze Beine."

Daher rechne ich mit Volatilitäten, aber nicht mit größeren Verwerfungen, denn dafür ist Griechenland schlichtweg zu klein und zu unbedeutend. Das Problem ist eher politischer Natur und wird sich herauswaschen, wenn der Herbst kommt und wieder reale Themen im Vordergrund stehen. Meine Meinung :-)

Ich glaube, daß die kommenden Zinserhöhungstendenzen in 2016 eher Auswirkungen haben dürften, d.h .wenn Du Umschichtungen vornimmst, dann wären das eher vorsichtig beobachtend solche in Vorbereitung darauf. Das wären Banken, Versicherungen, Industrie und Nicht-Basis-Konsumgüter, sowie die Länder/Regionen mit starkem Binnenwachstum.

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Zu spät. Du hättest das tun sollen, als der Bund-Future bei 160 Punkten lag. Da war klar, daß es nun irgendwie etwas zurückgehen musste. Inzwischen sind wir auf einem komfortablen Niveau, das sich wohl nicht so schnell ändern muss.

Sollte Griechenland eine Einigung erzielen, die teilweise zu Lasten der EU-Mitgliedstaaten geht, könnte der Bund-Future sogar wieder steigen, da Deutschland die paar Mrd EUR verkraften könnte, während andere Staaten da schon etwas enger aufgestellt sind. Es könnte also ein stärkerer Andrang auf sichere Bonds stattfinden.

Sollte Griechenland die Einigung nicht erzielen und tatsächlich ein Grexit geplant werden, könnte das kurzfristig Volatiliäten produzieren, mittelfristig wäre es aus meiner Sicht jedoch sogar positiv und könnte die EU gestärkt aus dem Schlamassel hervorgehen lassen. Deutschland als sicherer Hafen würde wieder profitieren.

Die ECB-Maßnahmen sorgen für eine Abflachung der Zinskurve am langen Ende. Deutsche Anleihen sind insbesondere prominent auch darunter. Es wäre daher eher nach Ende einer ECB-Maßnahme damit zu rechnen, daß Renditen wieder marktgerecht ausgerichtet sein werden.

Meine Meinung wäre daher, daß der Bund-Future vielleicht noch in den Bereich um 145 Punkte zurück gehen könnte, dann aber nicht deutlich stärker nachgibt. Die Veränderungen durch am langen Ende steigende Zinsen dürften in den Aktienmärkten deutlicher und schneller zu spüren sein (und sind es schon). Wenn überhaupt, dann würde ich eher auf steigende Volatilität im Bund-Future setzen, nicht jedoch mit dem genannten ETF auf fallende Kurse spekulieren.

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Im Prinzip ist das die Berechnung der Rentabilität eines entsprechenden Swaps.

Nimm ein Excel-Sheet zur Darstellung des Darlehens (Finanzierungsbedarf minus EK) und seiner Tilgung. Parameter wären Darlehensvolumen, fester Zins, Höhe der Raten (bzw. Tilgungssatz), ggf. Sondertilgungen zu gewissen Zeitpunkten.

Nimm ein zweites Excel-Sheet zur Darstellung des um einen Betrag X erhöhten Darlehens und des gewählten Anlageinstruments über den gleichen Zeitraum. Parameter wären der der Einmalanlagebetrag (X), ggf. Sparraten, der Bereich der Rendite p.a., ggf. Entnahmen für Sondertilgungen zu gewissen Zeitpunkten. Wählt man Sparraten, wird sich vielleicht auch der Tilgungssatz gegenüber der ersten Variante ändern müssen, um eine vergleichbare Gesamtbelastung zu erhalten. Durch die Betrachtung einer Risikobandbreite bekommt man hieraus mind. zwei Reihen (min, max, ggf. noch average).

Nun stellst Du beide Verläufe in Monatsintervallen in einem Chart dar... Voilá!

Keine Lizenzen. Nur Grundrechenarten... Zinsrechnung...

Ich verwende das zur Planung von Sondertilgungen.

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Das macht man nicht per Telefon, sondern schriftlich.

Deine Mutter setzt einen freundlichen Brief auf, setzt eine Frist und storniert ansonsten.

"Sehr geehrte Polsterfreunde, ich habe am 10.03.2015 Polstermöbel mit Auftrag XXXXX bei Ihnen bestellt. Die zugesagte Lieferfrist von sechs Wochen wurde nicht eingehalten. Erst auf meine telefonische Nachfrage am 18.05.2015 teilte man mir mit, die Lieferzeit betrage nun 10 Wochen. Nachdem diese Frist offensichtlich auch abgelaufen ist und ich bis heute keine weitere Information von Ihnen zu einem Liefertermin erhalten habe, fordere ich Sie auf, die versprochene Lieferung bis spätestens 15.06.2015 (Eintreffen der Ware bei mir) durchzuführen. Ansonsten storniere ich hiermit die Bestellung und fordere Sie auf, mir eine schriftliche Bestätigung der Stornierung zuzusenden. Meine Anzahlung von EUR xxx,xx ist dann auf mein Konto IBAN xxxxxxxxx bei der xxxxxx Bank bis 18.06.2015 zu erstatten.

Mit freundlichen Grüßen..."

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Es ist doch erstaunlich, daß trotz Ängsten vor Zinserhöhungen durch die relevanten Notenbanken die Bondmärkte in 2014 und auch in 2015 recht gut gelaufen sind :-)

Auch Emerging Markets Bonds laufen noch immer sehr gut, obwohl gerade massiv Kapital aus den Emerging Markets Aktien abgezogen wird - primär von US-Anlegern.

Die Retailzahlen aus USA verheißen nicht so viel Gutes. In der EUR-Zone ist gerade mal eine leicht steigende Inflation zu erkennen.

Kürzlich rutschte der Bund Future intraday über die 160, die rein rechnerisch für Idealanleihen das theoretische Maximum gewesen wäre. Der Bund-Future hat aufgrund einiger Eigenheiten in der Abwicklung einen theoretischen Maximalwert von knapp 164 Punkten. Man könnte sich auch negative Kupons vorstellen, d.h. der Maximalwert läge dann noch etwas höher. Das zeigte jedoch recht deutlich, daß eine Korrektur überfällig war.

Damit ist eigentlich klar, daß ein beherzter Schritt der Fed in 2015/2016 ein sehr kleiner Zinsschritt sein dürfte. Die ECB wird sich wahrscheinlich eher bis mind. 2016 noch Zeit lassen und dann auch keine heftigen Sprünge machen. Immerhin normalisieren sich die Sovereign Bonds in Europa ja erst gerade so langsam wieder. Ein Grexit könnte dieses Vertrauen zumindest kurzfristig jedoch wieder ins Wackeln bringen. Dann lauert 2016 noch ein möglicher Brexit... genug Stoff für Unsicherheiten.

In den Aktienmärkten werden nicht alle Branchen unter Zinserhöhungen leiden - nur die investitionsintensiven. Zunächst werden Banken und Versicherungen profitieren, da sie recht direkt von Maßnahmen der Zentralbanken beeinflusst werden. Die Sorge vor steigenden Zinsen würde auch Automotive, zyklische Konsumgüter, Investitionsgüter und das produzierende Gewerbe stimulieren, da man später mit höheren Kosten rechnen muss.

Die anderen Industrien werden ggf. die Möglichkeit nutzen, noch längerlaufende Bonds zu begeben, bevor die Finanzierung zu teuer wird. Hier kann es also im investment-grade Bereich, jedoch auch vor allem bei High-Yields zu einem Schub kommen, wenn sich eine Zinserhöhung abzeichnet.

Daher muß eine drohende Zinserhöhung nicht auf breiter Front zu einem Crash der Rentenmärkte führen, sondern Papiere mit einer kurzen Restlaufzeit bzw. hohen Risikospreads werden profitieren. Sie profitieren sogar zusätzlich dadurch, daß die wieder anspringende Wirtschaft Risiken reduziert und damit Spreads enger gefaßt werden können. Es dürfte also eine leichte Delle in Bond-Fonds geben, aber einen Crash halte ich für übertrieben.

Auf Sicht von zwei Jahren würde ich daher an einer aktuellen Anlagestrategie wenig in Bezug auf Bonds und entsprechende Fonds ändern. In Bezug auf Aktien würde ich im Zyklus etwas verstärkt auf Nicht-Basiskonsumgüter, Industrials und globale Marken setzen (das galt aber eigentlich schon seit Ende des letzten Jahres). Auf eine weitere Aufwertung der Währung würde ich höchstens bei China spekulieren wollen.

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Ei, und eine Schachtel Kekse gibt es dazu auch noch?

Ich suche meine Broker nicht danach aus, wer sich bei mir telefonisch meldet und das Blaue vom Himmel verspricht, sondern beurteile selbst und objektiv nach Kosten und Leistungen. Alleine die Tatsache, daß ein Doofie mich anruft und mir erzählen will, wofür ich mich jetzt entscheiden soll, würde schon reichen, um genau das nicht zu tun.

Ab in die Tonne. SPAM-Schild drauf. Vergiß es!

Sie haben Hunger? Wir haben lecker!

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Berufsunfähigkeit ist in §240 Abs. 2 SGB VI definiert. Diese Kriterien dürften erfüllt sein, denn max. zwei Stunden zumutbare Arbeit am Tag bedeutet auch, daß die Fähigkeit zur Berufsausübung  "[...] auf weniger als sechs Stunden [am Tag] gesunken ist". Das schließt jedoch nicht eine Aufsichtsratstätigkeit per se aus.

Erwerbsunfähigkeit ist in §43 Abs 2 SGB VI definiert. Die Kriterien dürften auch hier erfüllt sein, denn dafür ist erforderlich, daß es jemandem nicht möglich ist, "[...] mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein".

Einer Tätigkeit als Aufsichtsrat steht daher der gesetzlichen Grundlage nach nichts im Wege, wenn diese Tätigkeit nur punktuell zu Arbeitsaufwänden und dann auch nicht zu mehr als drei Stunden am Tag führen wird. Es könnten sogar ab und zu längere Zeiten an Tagen sein, denn das Gesetz spricht ja von einer regelmäßigen Arbeitstätigkeit.

Gründet jedoch die psychotische Erkrankung beispielsweise auf der Angst, Entscheidungen zu treffen, auf der Furcht vor Terminen, oder auf einer Unfähigkeit, sich auf ein bestimmtes Thema, das an die eigene, frühere Tätigkeit erinnert, zu konzentrieren, dann ist aus medizinischen Gründen eine Befähigung für diese Position nicht gegeben - auch wenn die Person in unverfänglichen Situationen durchaus klar und stressfrei sich zu praktisch den gleichen Fragen artikulieren kann. Die Situation von Meetings und der Frage nach Entscheidungen kann die Fähigkeit zur aufsichtsratlichen Tätigkeit verhindern.

Anstelle einer Aufsichtsratsposition würde ich daher eher vorschlagen, daß man der Person einen Beratervertrag gibt und sie jeweils konsultiert. Klappt das, kann man über die Aufsichtsratsposition nachdenken.

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1. Die Lkw sind historische Oldtimer und von besonderem Wert.

2. Wenn der Stadt ein schuldhaftes Verhalten nachzuweisen ist (Verletzung der "Verkehrssicherungspflicht"), das das Risiko des Umfallens des Baums bei einem stärkeren Wind deutlich erhöht, dann haftet die Stadt - unabhängig davon, was deren Versicherer sagt. Letztendlich ist die Stadt die Verantwortliche und ihre Versicherung ist nur da, um finanziellen Schaden der Stadt aufzufangen.

3. Im Fall außergewöhnlicher Wetterverhältnisse, die auch gesunde und ordnungsgemäß gepflanzte und gepflegte Bäume zum Astbruch oder sogar Umfallen bringen können, haftet die Stadt nicht. Es wäre dann die Teilkasko der Fahrzeuge.

4. Wäre von Dir festgestellt worden, daß der Baum bereits im Sturm kräftig schwankt und damit der Stadt dies mitgeteilt worden ("drohende Gefahr"), dann wäre die Stadt verpflichtet, angemessene Sicherungsmaßnahmen einzuleiten. Unterläßt sie dies, ist sie wiederum in der Pflicht, für Schäden aufzukommen.

Die wesentliche Frage ist also, ob jemand eine Sorgfaltspflicht verletzt hat. Falls nicht, behandeln Deine Versicherungen den Schaden - oder in Abwesenheit solcher eben nicht.

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Ich nehme an, daß die GmbH nicht zum Zweck "Herausgeber" gegründet wird, sondern aus einem anderen Grund. Sie kann durchaus als Herausgeber auftreten, wenn dies sinnvoll ist.

Bisher hält das Einzelunternehmen, das Herausgeber und Verlag in einem ist, die Rechte an der Publikation. Zukünftig wäre zwischen Herausgeber und Verlag zu trennen, d.h. die Rechte sollten an die neue GmbH lizenziert oder übergeben werden. Dann beauftragt die GmbH das Einzelunternehmen mit der Publikation. Ob die GmbH dafür eine Vergütung zahlt oder für die Verwertung eine Marge erhält, wäre vertraglich zu regeln. Nun ist aber ein Gesellschafter der GmbH auch der Einzelunternehmer, der den Auftrag bekommt.

Da wären dann §181 BGB (Insichgeschäfte) zu beachten und vertraglich sauber verdeckte Einlagen (z.B. die Rechte am Magazin) bzw. verdeckte Ausschüttungen (z.B. durch redaktionelle Mitwirkung der GmbH bei der Lieferung der Texte, jedoch Verzicht auf den Gewinn aus dieser Publikation) zu vermeiden.

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Paypal möchte Kreditkarten gerne validieren. Dazu hinterlegst Du die Karte und Paypal führt eine Gutschrift über ein paar Cent aus. Im Text steht dann ein Freischaltcode, den Du beim Paypal-Konto wieder eingibst, damit die Karte freigeschaltet ist.

Daher sollest Du genau prüfen

- Wird bereits beim einfachen Hinterlegen der Karte diese abgewiesen? In diesem Fall ist das eine Karte von einer nicht von Paypal akzeptierten Emittentin oder die Daten sind falsch (z.B. Expiration Date lautet anders, der Name wurde nicht wie auf der Karte aufgedruckt referenziert, es ist eine Prepaid-Karte, keine Credit Card).

- Hast Du die Karte hinterlegt und es läßt sich nichts dagegen buchen? Dann ist die Karte nicht freigeschaltet (siehe Vorgehensweise oben).

- Hast Du die Karte aktiviert, aber Buchungen können darüber nicht ausgeführt werden? Dann funktioniert die Transaktionsautorisierung nicht. Frage bei dem Kartenunternehmen nach, warum die Autorisierungsanfragen abgelehnt wurden. Vielleicht erfolgte die Buchung aus einem anderen Land über ein zentrales Clearing und dieses Land ist nicht für Buchungen auf Deiner Karte zulässig.

Viele Möglichkeiten. Prüfe Schritt für Schritt nach, was hier passiert.

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Diese Frage verstehe ich nicht.

Wenn Du ein Wechselkursrisiko zu einer bestimmten Währung per Hedging absichern willst, hast Du EUR und diese Währung. Also stellt sich keine Frage nach den Währungspaaren.

Wenn Du über ein Währungsrisiko im EUR-Raum sprichst, dann gibt es das nicht, denn der Austritt Griechenlands könnte ja eher positiv bewertet werden, d.h. EUR gegen USD wird steigen. Das Risiko wäre also das eines fallenden USD. Und damit sind wir wieder bei den bekannten Währungspaaren.

Vielleicht stellst Du mal klar dar, was Du genau vor hast. Ist es wirklich ein Hedging (gegen ein Risiko) oder willst Du eine einseitige Spekulation auf einen bestimmten Effekt unternehmen?

Letzteres scheint mir der Fall zu sein. Dafür ist es jetzt etwas spät.

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Wenn der Vertrag zum 01. Mai endet, bedeutet das wahrscheinlich, daß die Anteile im Portfolio des Vertrags zum 30.04. liquidiert werden. Also kannst Du (je nach Fonds) so rechnen:

- Bei Preisstellung t+0, Abrechnung t+2 und direkter Kontoauflösung nach Eingang wäre der Betrag wahrscheinlich am fünften Bankarbeitstag des Mai auf Deinem Konto.

- Bei Preisfeststellung t+2, Abrechnung t+3 und einer Bearbeitung für die Kontoauflösung (Berechnung von Verwaltungskosten etc.) wäre der Betrag tendenziell erst Mitte Mai auf Deinem Konto.

Bei Schecks solltest Du nochmals 2-4 Tage zurechnen, bis der Scheck gedruckt und verschickt ist.

Meine Vermutung wäre daher, daß der Betrag irgendwann im Mai zu Deiner Verfügung sein wird.

Warum fragst Du nicht Deine Versicherung nach dem konkreten Termin?

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1. Degiro

2. Es gibt keinen Broker, der Limits erst dann weiterleitet, wenn sie erreicht werden, denn das würde weitere Verzögerungen um mind. einen Tick bedeuten.

3. Ich weiß nicht, was Du da "auf den DAX" handelst, aber CFDs scheinen es bei der ING-Diba ja nicht zu sein. CFDs wären jedoch das Instrument, das auf Deine Beschreibung eher passen würde als Mini Futures und Optionsscheine.

Wundert mich, aber daß Du nicht selbst etwas findest.

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Es ist schwierig, derzeit nicht im Plus zu sein. Sogar mit den Deka-Fonds.

- Threadneedle European Smaller Companies: ok.

- BGF European Fund: eher LargeCaps, warum aber diesen? Es gibt bessere, z.B. von Comgest.

- Henderson Horizon Euroland: warum noch einer für Europa? Reichen die anderen nicht aus?

- Swisscanto Portfolio Fund Balanced: ok, diesen Fonds als "Rentenfonds", um nicht gleich einen Rentenfonds zu nehmen.

- JPM Asia Pacific Income: warum denn für APAC auch einen Mischfonds und nicht einen reinen Aktienfonds? Da gibt es ein paar sehr gute, die zudem in EUR notieren und nicht in USD.

- Deka.Convergence Aktien: blubb - nein. Performance reicht nicht.

- BGF European Special Situations: schon wieder einer für Europa? Was soll das?

- BGF Global Allocation A2: der Fonds ist ok, aber welche Ergänzung stellt dieser zum Swisscanto dar? Wie alt bist Du?

- BGF Japan Small&Midcap Opp.: meinetwegen für Japan. Wie in Deutschland steckt dort auch die Innovation in den Small&Midcaps. Die Fonds von Allianz oder Schroder wären hier meine Präferenz.

- BGF US Small&Midcap Opp.: yep, das ist einer von den Guten. Damit deckt man USA ab.

- BGF World Healthscience A2: der Sektor ist heißgelaufen. Da würde ich in diese Branche nicht zusätzlich einen Fokus setzen.

- BGF World Technologie A2: ok.

- JPM Russia-USD und UBS Russia-USD: was ist denn das nun? Zwei Russland-Fonds? Und nicht den DWS Russia im Topf? Verstehe ich nicht.

- JPM Europe Equity Plus: das ist einer der besten in diesem Bereich - aber schon wieder einer für Europa? Das ist nicht mehr Diversifikation, das ist Verzettelung.

- Dekaluxteam-Emerging-markets: blubb - nein. Performance reicht nicht.

Sinnvoll ist das nicht. Eher sehr unübersichtlich. Die Deka-Fonds sind nicht das Gelbe vom Ei. Daher:

- Ein bis zwei Europa-Fonds sind ok. Mehr zeugt von Unentschiedenheit.

- Industrieländer Welt hast Du mit USA abgedeckt. Ok.

- Asien würde ich über einen reinen Aktienfonds abdecken.

- Japan gibt es in besseren Fonds.

- Emerging Markets ist nicht sinnvoll besetzt.

- Russland würde ich über den DWS Russia abdecken und nur klein halten.

- China ist unterrepräsentiert.

- Die Branchenbeimischungen verstehe ich nicht so ganz. Da muß es einen guten Grund geben.

Mit anderen Worten: aus meiner harmlosen Sicht ist das deutlich verbesserungsfähig. Suche mal einen richtigen Berater, d.h einen, der nicht von der Sparkasse kommt.

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Es gibt keine Höchstgrenzen für Bareinzahlungen. Denke nur mal an Supermärkte und Kaufhäuser, die einen deutlichen Tagesumsatz in bar machen. Casinos und Wettbüros wären ein anderes, typisches Beispiel.

Bei Beträgen im 5-stelligen Bereich und höher liegt jedoch eine erhöhte Wachsamkeit der Banken vor, die auch gesetzlich motiviert ist ;-) Die Mindestanforderung ist daher ab ca. 5-stelligen Beträgen die Identifikation des Einzahlers mit Ausweis.

Letztendlich stellt aber alles kein Problem dar, wenn nachzuweisen ist, warum diese Einzahlung in bar erfolgen muß und woher das Geld stammt - insbesondere, ob das Geld aus legalen, versteuerten Quellen stammt.

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70% Market Coverage bedeutet, daß man mit einem Investment 70% des investierbaren Marktes abdeckt, wobei die einzelnen Titel im Markt z.B. nach Marktkapitalisierung gewichtet sind. Dafür gibt es verschiedene Wege.

  • Sind beispielsweise 70% bereits die LargeCaps, dererlei es wenige gibt, kann man sich einfach diese Aktien kaufen.
  • Man kann einen bestehenden ETF kaufen, der einen Index mit dieser Abdeckung abbildet.
  • Über einen Swap-Partner könnte man auch einfach über ein solides Rentenportfolio dessen Performance mit dem der 70% Südamerika tauschen.

Das ist eine typische Frage aus dem Indexing- oder Investmentgeschäft, bei der es darum geht, wie man eine gute Diversifikation und Abdeckung eines investierbaren Marktes erreicht. Oft wird dies kombiniert mit gezielten Stockpicks, so daß das Beta über das Basisinstrument auf den Markt kommt, das Alpha von den vermutlichen Outperformern oder anderen Instrumenten im Markt.

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Solange Du keine konkreten Fonds nennst, die schon im Portfolio sind, kann man doch nichts sagen...

Den RIV-Fonds finde ich persönlich wenig begeisternd. Da mögen andere Meinungen anders lauten.

Robeco Global Premium ist ein LargeCap-Fonds, der wahrscheinlich mit Deinem "Aktien global" Portfolioanteil Überlappungen haben wird.

JPM Global Focus hält sich ganz gut, wäre aber nicht meine Präferenz als globaler Fonds.

J O Hambro Global Select ist ganz nett und auch gut gelaufen, aber an diesem Fonds stört mich, daß er eine Performancegebühr hat und Europa fast schon ausklammert. Man kann diesen in das Segment "Aktien global" aufnehmen.

REITs sind wahrscheinlich bei Deinen Dividendenfonds schon enthalten. Ansonsten kannst Du IMHO darauf verzichten. Das muß nicht sein.

Rohstoffaktien sind schon eher interessant, da man hier antizyklisch einsteigen könnte. Auf Sicht von 5-10 Jahren gibt es da deutliches Potential.

Rentenfonds sind derzeit nicht wirklich spannend und auch von der Perspektive her nicht dringend notwendig. Mit Deinen Mischfonds hast Du wahrscheinlich schon mehr Rentenanteile als Dir lieb sein sollte.

Was hier wirklich noch fehlt, wäre das Segment Latin America.

Ebenso dürften die bisherigen Fonds eher LargeCap/MegaCap-Fonds sein, d.h. es fehlen Small/MidCaps.

Ohne die Positionen zu kennen, würde ich hier jedoch keine Hypothese wagen.

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Mischfonds machen gut ein Drittel des Portfolios aus. Das scheint mir zu viel. Der Rest kann aus meiner Sicht von der Allokation her durchaus passen. 10 Fonds für den von Dir genannten Betrag sind eindeutig zu viel, wenn Du ein Portfolio planst, aber da das ja längerfristig über Sparpläne weiter aufgestockt wird, ist die Zahl akzeptabel.

Blickst Du da jedoch wirklich durch und überprüfst auch die einzelnen Fonds auf ihre Sinnhaftigkeit in einer regelmäßigen Form?

Von Rohstoffen und Immobilien würde ich an Deiner Stelle die Finger lassen. Das ist nicht notwendig. Diversifikation ist nicht Verzetteln.

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Reine Panikmache - absoluter Quatsch.

Der Artikel ist plakativ und bedient die typischen Stammtisch-Klischees. Der Autor schafft es, in diesem kurzen Artikel so viel Unsinn zu schreiben, daß man schon einen Roman als Antwort benötigen würde. Ich versuche es mal sehr verkürzt.

Zunächst mal: die ECB kauft derzeit tatsächlich Anleihen am Markt auf. Schau aber mal, welche Anleihen von welchen Ländern das sind. Ist dem Autor klar, daß der Bund-Future in der aktuellen Lage sogar über 160 Punkt rutschen könnte und was das bedeutet?

Die Geldmittel der ECB sind keine mildtätige Spende für die Finanzmärkte, sondern sie werden zurückzuzahlen sein. Hat sich dadurch das Emissionsvolumen derjenigen Länder, die von den Anleihenkäufen betroffen sind, verändert? Mitnichten. Deutschland emittiert doch nicht deshalb mehr Schuldenpapiere, weil die ECB kauft. Das wäre das USA-Prinzip: der Staat emittiert munter weiter und sogar mehr als zuvor, während die Fed kauft.

Die Derivatemärkte erfüllen eine ganz andere Rolle als dargestellt. Geschäfte zwischen Banken werden abgesichert. Terminkontrakte sichern zukünftige Einkaufspreise oder Wechselkurse. Dies erfolgt über Derivate der verschiedensten Formen. Die in Masse vorhandenen Derivate sorgen also für eine Glättung von Volatilitäten, die Minderung von Risiken und eine bessere Planbarkeit in Banken und anderen Unternehmen.

Die europäische Wirtschaft hat sich deutlich erholt und zeigt insbesondere keine besonderen Probleme mit dem EURUSD, der von 1,30 auf um die 1,05 gefallen ist. Das waren mehr als -20%. Das liegt daran, daß der europäische Binnenmarkt ein sehr stabiler Faktor ist, der von externen Einflüssen weitgehend unberührt bleibt. Man hat das ja auch schon in den Jahren seit der EUR-Einführung sehen können, als der EURUSD zwischen 0,83 und 1,61 schwankte.

Es ist daher kompletter Unsinn zu postulieren, die 1 Bio EUR, die hier ausgegeben wird, würde ein Geldregen für die Finanzindustrie sein, während Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser darben. Natürlich könnten diese Einrichtungen auch Anleihen emittieren und die ECB könnte sie kaufen. Aber wer zahlt denn auf welcher Basis diese Anleihen wieder nach 5-10 Jahren zurück? Woher kommen die Zinserträge? Die 1 Bio EUR ist kein Geschenk, sondern nur geliehen. Man kauft sich kurz- bis mittelfristige Flexibilität, muß jedoch beachten, daß irgendwann die Anleihen fällig sind. Das können die Finanzindustrie und andere Unternehmen. Das können nicht die genannten Einrichtungen, deren Finanzierungsmodell komplett anders läuft.

Das war schon bei LTRO so und auch bei ELA sind es nur Liquiditätshilfen, die zurückzuzahlen sind. Die Politiker in Griechenland zeigen gerade, wie man dieses System ad absurdum führt, indem man einerseits gerne und umfangreich Hilfen der ECB in Anspruch nimmt, andererseits aber einen Schuldenerlaß fordert, der nämlich genau diese Hilfen als Geschenk und nicht als Leihgabe deklarieren würde. Wenn, dann sollte man gegen Länder wettern, die ihre Aufgabe in einer Staatengemeinschaft egoistischerweise nicht wahrnehmen, sondern immer mehr Schulden anhäufen, obwohl sie es vermeiden könnten. Das hilft nicht dem Land und schon gar nicht den Bürgern. Die Politiker Griechenlands werden seltsamerweise immer reicher und die superreichen Griechen haben das Land ja schon längst verlassen.

Es fehlt in diesem Artikel eigentlich nur noch die Forderung, daß Deutschland endlich wieder zur DEM zurückkehren solle. Das kommt wahrscheinlich nächste Woche in dieser Kolumne.

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Man handelt nicht wirklich mobil. Wenn da die Netzverbindung mal ein Problem macht oder einfach der Website nicht erreichbar ist, hat man ein Problem. Daher würde ich generell die Finger davon lassen, mobile Technologie für ein Trading einzusetzen. Das widerspricht sich aus meiner Sicht.

Dieser Punkt mag natürlich auch ein Grund dafür sein, daß Du recht wenige Broker findest, die das tatsächlich anbieten :-) Die seriösen Broker kennen ihre seriöse Clientel und wissen, daß man Unsinn nicht anbieten muß.

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Ganz einfach:

- Du leihst Dir von jemandem, der solche Anleihen hat, welche.

- Dann verkaufst  Du sie.

-  Laß sie im  Wert fallen

- Du kaufst die Anleihen zurück

-  Du gibst die Anleihen an den ursprünglichen Eigentümer zurück

So funktioniert Shorting - abgesehen davon, daß natürlich der Verleiher noch dafür gerne eine Sicherheit und eine Prämie hätte... und abgesehen davon, daß die Kurse nicht nur in die eine Richtung gehen können, d.h. massive Risiken bestehen, wenn die Kurse in die falsche Richtung laufen.

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Die Coba wird das Zertifikat so lange anbieten, wie es Leute gibt, die es kaufen. Wo der Ölpreis steht, ist dafür unerheblich, solange es genügend Käufer für das Zertifikat gibt, denn das Basisgeschäft ist abgesichert und die Bank verdient an Gebühren und Spreads.

Theoretisch kann das Zertifikat noch weiter fallen, jedoch kann es auch mangels Masse unrentabel werden, d.h. gemäß den Vertragsbedingungen gekündigt. Lies den Verkaufsprospekt dazu.

Wenn Du an steigende Ölpreise glaubst, dann solltest Du nicht mit diesem irren Faktorzertifikat darauf spekulieren, denn Dir sind wohl die Konstruktionen solcher Zertifikate nicht ganz klar. Ich werde das jetzt nicht wiederholen, da Du dazu im Internet viele Informationen finden kannst... z.B. hier: http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/derivate-nachteile-der-faktorzertifikate/6753970-2.html

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Die Pauschalen für Verpflegungsmehrkosten stammen aus den Beamtengesetzen, die Mehrkosten bei Dienstreisen abgelten sollten. Daher stammt auch die Aufteilung der Kosten in 20%, 40%, 40% für Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Historische Übersichten der Verpflegungskosten von Berufsbeamten findest Du beispielsweise im Preußischen Staatsarchiv.

Der Verpflegungsmehrkostensatz wurde ursprünglich aus der Beamtenalimentierung berechnet und wird inzwischen anhand von Verbraucherpreisindexen fortgeschrieben.

Eine Aufschlüsselung heutiger Sätze nach tatsächlichen Bedarfen (wie das beispielsweise bei ALG2 oder Kindesmindestunterhalt erfolgt) wäre mir nicht bekannt.

Wenn Du also die Ursprünge dieser Beträge recherchieren möchtest, solltest Du die Gesetze und Verordnungen aus den Anfängen des Berufsbeamtentums studieren. Dort wurden die Alimentierungen der Beamten, die im wesentlichen heute ja auch noch gelten, erstmalig festgeschrieben.

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1. Es reicht, eine Frage einmal einzustellen.

2. Sinnvollerweise sagt man präzise, was man will.

3. Gibt es etwas, das man versucht, sollte man darstellen, warum das nicht so funktioniert.

Für mich wäre der schnellste Weg, das Ziel zu erreichen:

- Lade eine Zeitreihe des Goldpreises in USD von einem einschlägigen Portal (z.B. ariva.de)

- Lade eine Zeitreihe des EURUSD von einem einschlägigen Portal (z.B. ecb.int)

- Stecke die Daten in ein Excel-Sheet und berechne jeweils für die Tage den Goldpreis in EUR und zeige den in USD an

- Erstelle das Diagramm.

- Genieße!

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Aha. Du kennst Dich mit Rentenfonds nicht aus und fragst Dich, was denn die generellen Auswirkungen der Marktlage sein könnten, legst Dich aber schon jetzt auf den genannten ETF fest? Das passt nicht.

Zunächst mal: seit mehr als zwei Jahren unken Leute, daß jetzt bald eine Zinserhöhung kommt und damit Rentenanlagen Unsinn seien. Dennoch war 2014 ein sehr interessantes Jahr für Renditen mit Anleihen. 2015 setzt daran an.

Der Theorie nach dürfte ein KBC Renta Long nicht gut gelaufen sein. Ist er aber :-)

Natürlich werden längerlaufende Anleihen leiden, wenn die Zinsen steigen. Darum wird man auch jetzt nicht einen Fonds nehmen, der primär in solche Risikoanleihen investiert, sondern vielleicht einen High-Yield-Fonds in EUR, einen globalen Bonds-Fonds oder Kurzläufer bis mittelfristige Anleihen.

- High-Yields haben einen höheren Spread zum risikolosen Zins und sind daher weniger von Zinserhöhungen betroffen.

- Globale Bonds-Fonds können diversifizieren und gezielt in Märkte gehen, die geringere Risiken bieten.

- Anleihen mit kurzen bis mittleren Laufzeiten haben geringere Kursrisiken als längerlaufende.

ETFs bilden enge Marktscheibchen ab, die Du kombinieren und schnell umschichten oder umgewichten kannst. Das wirst Du jedoch nicht tun. Du möchtest einen Fonds, der im Portfolio liegen kann. Das wäre kein ETF. Schon gar nicht im Rentensegment. Daher würde ich Dir raten, eher einen guten Fonds mit ein paar der oben genannten Kriterien zu suchen, um Dich gegen verschiedene konjunkturelle und zinsstrukturelle Risiken zu wappnen.

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Lustige Frage... hmm...

Man wählt Börsenplätze aus nach den Kriterien

  • Kosten: Transaktionskosten der Bank, Courtage der Börse

  • Spreads: zum Teil drastische Unterschiede zwischen den Börsen, auch zeitlich unterschiedlich, z.B. für Papiere, deren Heimatbörsen in anderen Zeitzonen liegen

  • Liquidität: wo sind tatsächlich mit höherer Wahrscheinlichkeit handelbare Volumen eingestellt und damit handelbar bzw. wo gibt es einen Emittentenhandel?

  • Notierung: wo ist das zu handelnde Papier notiert?

  • Handelsmodus: Teilausführungen? Komplettausführungen?

  • Verfügbare Orderzusätze

Das gilt natürlich alles auch in besonderem Maße für Stop-Loss-Orders, denn wenn Liquidität fehlt, kann die Ausführung einer solchen Order über ein kräftiges Gap-Down oder eine Spread-Ausweitung zu Lasten des Geldkurses zu sehr ungünstigen Ausführungskursen führen.

Damit ist die Auswahl des Handelsplatzes für jeden Trade individuell zu treffen. Meistens habe ich jedoch Tradegate oder Xetra für ETFs, Zertifikate und Aktien, den Emittentendirekthandel für Hebelprodukte, sowie die FFB für Fonds.

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Nach Übertrag hättest Du den Bestandsstatus mit den Einstandsdaten überprüfen müssen. Dann wäre klar gewesen, daß die Einstandsdaten von der übermittelnden Bank nicht vorlagen.

Grundlage der Anwendung der Pauschalmethode auf Basis einer Ersatzbemessungsgrundlage (in der üblichen Gewinnberechnung fehlt ja der Einstandswert) ist §43a Abs 2 Satz 7 EStG: "Sind die Anschaffungsdaten nicht nachgewiesen, bemisst sich der Steuerabzug nach 30 Prozent der Einnahmen aus der Veräußerung oder Einlösung der Wirtschaftsgüter."

Der gleiche §43a sagt in Abs 2 auch, wie denn Nachweise erfolgen müssen. Erfolgte der Übertrag von einer anderen deutschen Bank, so gilt Satz 3: "Überträgt der Steuerpflichtige die Wirtschaftsgüter auf ein anderes Depot, hat die abgebende inländische auszahlende Stelle der übernehmenden inländischen auszahlenden Stelle die Anschaffungsdaten mitzuteilen."

Mit anderen Worten: die ursprüngliche Depotbank muß nun nachträglich die Anschaffungsdaten übertragen und nachweisen. Damit werden die alten Abrechnungen korrigiert und Du bekommst eine korrigierte Jahressteuerbescheinigung. Ich hatte bei einem Übertrag zu comdirect das Problem, daß die Daten von meiner vorigen Bank nicht übermittelt wurden und diese noch nicht in der Lage dazu waren, dies zu tun. Das Finanzamt hatte dann eine Bestätigung der Altbank zu den Einstandsdaten zu dieser Übertragung anerkannt, die ich der Einkommensteuererklärung beigelegt hatte. Dies ist jedoch eigentlich nicht vorgesehen.

Sofern die Übertragung von einer anderen Bank aus einem EU/EWR-Staat kommt, kannst Du mit Satz 5 handeln: "Handelt es sich bei der abgebenden auszahlenden Stelle um ein Kreditinstitut oder Finanzdienstleistungsinstitut mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem anderen Vertragsstaat des EWR-Abkommens [...], kann der Steuerpflichtige den Nachweis nur durch eine Bescheinigung des ausländischen Instituts führen."

In diesem Fall kannst Du als Steuerpflichtiger also den Nachweis führen, indem eine Bescheinigung der ausländischen Bank vorgelegt wird.

Ansonsten greift Satz 6, der recht eindeutig ist: "In allen anderen Fällen ist ein Nachweis der Anschaffungsdaten nicht zulässig." Du hast also keine Chance, die tatsächlichen Einstandskurse dann nachzuweisen, so daß dies steuerlich anerkannt wird.

Consors handelt korrekt. Die wesentliche Frage ist daher: woher kam der Übertrag und warum wurden keine Einstandskurse übermittelt? Läßt sich das beheben (siehe oben)? Wenn nicht, dann bleibt auch die Pauschalbesteuerung bestehen.

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Das Problem mit solchen Ideen, die hier geäußert werden, ist, daß sie situativ sind, d.h. was heute gilt und vielleicht auch gute Entscheidungen der Vergangenheit beschreibt, ist für morgen unter Umständen nicht mehr der beste Weg. Auch langfristige Investments sind selten Positionen, die man kauft, 10 Jahre hält und dann wieder mit großem Gewinn verkauft. Man muß hier ggf. schlecht laufende Positionen wieder abstoßen oder umschichten, das Instrument im gleichen Markt wechseln, oder aber in Tiefs nochmals aufstocken. Statische Vorgehensweisen helfen selten weiter.

Gute Osteuropa-Fonds gibt es IMHO nur sehr wenige.

Man muß ja nicht nur Osteuropa betrachten. Interessanter waren doch die kurzfristigen Kursdellen in den Middle East Fonds :-) Gute Gelegenheit für Aufstockungen.

Zu bemerken ist auch, daß sich so langsam die Rohstoffaktien - insbesondere Mining Aktien - wieder erholen. Es wird wohl mit einer weiteren wirtschaftlichen Erholung gerechnet.

Die nachhaltigeren Wirtschaftsmodelle in den Emerging Markets fördern zudem neue Technologien. Daher laufen beispielsweise der Vontobel Clean Technology, KBC Eco Fund Water oder RobecoSAM Smart Materials auch ganz gut.

Weiterhin muß man manchmal wieder einen Blick auf ungeliebte Anlagebereiche werfen. Zu den in den letzten Jahren am besten gelaufenen Fonds in meinem Portfolio (aufgrund gezielter Aufstockungen in Tiefs) zählt auch der AXA WF Framlington Europe Real Estate Sec. Wirtschaftliche Erholung bedeutet ja auch zunehmenden Immobilienbedarf.

Spezifische Fragen liefern immer spezifische Antworten... manchmal ist eine gute Antwort aber die, nach der man gar nicht gefragt hat :-)

PS: und zu den geschlossenen Fonds, die hier immer wieder genannt wurden... in Osteuropa würde ich nicht in geschlossene Fonds investieren, da hier ein erhöhtes politisches und wirtschaftliches Risiko besteht. In soliden Ländern wäre das durchaus möglich, wenn man eine Vertrauensbasis zum Fondsmanagement hat. Nicht zum Verkäufer, zum Fondsmanagement :-)

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Vielleicht ist es Glück, aber ich schiebe es mal auf meine Strategie... meine bisherigen Trades sind in Summe in jedem Jahr positiv gewesen und zum Teil sehr deutlich positiv.

Der wesentliche Punkt ist dabei aus meiner Sicht, daß man sich zwar traut, Verluste zu machen (es kommt nicht auf jeden einzelnen Trade an, sondern auf die Summe der Ergebnisse), sondern niemals mehr Verlustrisiko akzeptiert als Gewinnchancen bestehen. Ohne diese Asymmetrie kann man dauerhaft nicht gewinnen.

Ich habe das mit drei Arten von Trades über Optionsscheine oder Mini Futures bisher gemacht

  • Mitnahme eines Trends (long oder short)

  • Absicherung einer anderen Position (put) und Verkauf der Absicherung vor/in der Erholung des Basisinstruments

  • Gewinne durch steigende Volatilität

Die meisten Gewinne hatte ich durch den ersten Punkt. An zweiter Stelle liegt der zweite Punkt. Spielchen mit Volatilität waren eigentlich vom Gewinn her unerheblich und daher lasse ich das eher sein.

Von den Gewinnen mit einzelnen Basiswerten her sind die Top-3 in dieser Reihenfolge klar Gold, DAX und Brent Crude.

Momentan bin ich allerdings beruflich sehr eingespannt und habe daher für Trades keine Zeit mehr. Zeit muß man nämlich reichlich dafür mitbringen.

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Den Preis kannst Du noch neutralerweise über Internet-Portale etc. bekommen, aber die Kapazitäten und Auslastungen wohl kaum. Damit ist die Ermittlung dieser Kennzahl praktisch nicht durchführbar. Nicht jedenfalls für Dich, wohl aber für eine Fluglinie oder ein Konsortium von Fluglinien wie z.B. OneWorld, StarAlliance etc.

Näherungsweise könntest Du von einer Standardauslastung ausgehen und die Linienflüge als zu findende Echtflüge in einem gewissen Zeitraum bestimmen. Da ist dann auch die Maschine angegeben, d.h. Du kannst die Kapazität annähern - zumindest für die Passage, für Fracht ist das eigentlich unmöglich.

Die Preise können dann aus Portalen entnommen werden, wobei ja zwei Dimensionen zu beachten sind: die Zeit, die man im voraus bucht, und das Preisspektrum für verschiedene Klassen (die sich die Kapazitäten der Maschinen teilen).

Spaßige Aufgabe... kannst Du nicht lieber die Preiselastizität von Orangen im Supermarkt um die Ecke bestimmen?

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Sie hat einen Unterhaltsanspruch für sich selbst und das Kind hat einen vorrangigen Unterhaltsanspruch gegen den Kindesvater.

Da das Kind sehr wahrscheinlich auch einen PKV-Vertrag hat, wird dieser Beitrag anteilig beim Kindesvater als Mehrbedarf zu holen sein (zusätzlich zum Kindesunterhalt).

Der Bedarf der Mutter (incl. PKV-Beitrag) wird durch die Unterhaltsforderung gegen den Kindesvater zu decken sein (sofern dieser mehr verdient als sie in Elternzeit).

Ansonsten wäre zu prüfen, die Elternzeit zu verkürzen, um den zusätzlichen Finanzierungsbedarf zu reduzieren. Es gibt immerhin Kitas, die Kinder ab 6 Monaten bereits betreuen, was wiederum vom Kindesvater mit zu tragen wäre, d.h. unter dem Strich könnte das sinnvoller sein.

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Suche doch mal ein Land, eine Branche oder ein Thema, das derzeit keiner haben will... so wie damals Facebook für 20 EUR, NASDAQ-100 in 2009 für 1.300 Punkte, Healthcare Ende 2012, Japan vor Abenomics... und so fort. Tech-Werte befinden sich in der Nähe von Höchstkursen, d.h. das riecht nach einer Korrektur. Langfristig ist es natürlich ziemlich egal, wo Du in diversifizierte Instrumente einsteigst, aber dennoch kann man es sich ja gemütlicher machen.

Du kannst jetzt gerne in einschlägigen Portalen einen Allianz Global Intellectual Capital (der übrigens nicht als Tech-Fonds klassifiziert wird), Henderson Horizon Global Technology, Janus Global Technology Fund suchen... es gibt noch mehr. Robotik findest Du ganz deutlich bei Amazon, die aber eher in Retail gehören. Es gibt auch Tech-ETFs, die sehr spezifisch Marktsegmente herausschneiden. Vielleicht hast Du in Deinem Portfolio aber auch schon in anderen Fonds versteckt diese Werte, so daß ein zusätzlicher Fonds nur Klumpenbildungen fördern würde... keine Ahnung. Das klingt nach Beratungsbedarf.

Vielleicht solltest Du aber auch mal selbst den Markt filtern und diejenigen 30 Aktien finden, die Dir global am besten in dieses Raster passen - und damit Dein eigenes Portfolio zusammenstellen. Selbst wenn Du es dann doch nicht real tust, wirst Du viel über die Unternehmen lernen und vielleicht Fonds finden, die solche Schwerpunkte in einer für Dich sinnhaften Form setzen. Denn es muß klar sein, daß es "beste Fonds" immer nur in Bezug auf eigene gesetzte Kriterien geben kann.

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Einen Verlustrücktrag gibt es seit Einführung der Abgeltungssteuer für Privatanleger nicht mehr.

Maßgeblich ist §20 Abs 6 EStG: "Verluste aus Kapitalvermögen dürfen nicht mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden; sie dürfen auch nicht nach § 10d abgezogen werden. Die Verluste mindern jedoch die Einkünfte, die der Steuerpflichtige in den folgenden Veranlagungszeiträumen aus Kapitalvermögen erzielt."

Mit anderen Worten: wenn Du Verluste erzielst und dann frustriert mit Kapitalanlagen aufhörst, bleibst Du auf den Verlusten sitzen, da diese als Verlustvortrag zwar weiter existieren, aber nur mit zukünftigen positiven Erträgen verrechnet werden können. Ein Rücktrag ist ausgeschlossen.

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Du beziehst Dich sehr wahrscheinlich auf dies: http://www.haufe.de/recht/weitere-rechtsgebiete/wirtschaftsrecht/banken-agb-bgh-kippt-erbscheinklausel_210_201920.html

Durch dieses Urteil werden die AGB nicht verändert, sondern eine ungültige Klausel wird an geltendes Recht angepasst. Dadurch werden Kunden nicht schlechter gestellt. Die bestehenden AGB wären auch weiterhin verwendbar - nur eben eine Klausel, die die Erbscheinpflicht vorschreibt, wäre ungültig. Das würde kein Sonderkündigungsrecht nach §314 BGB bedingen. Ebensowenig kannst Du ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen, wenn Du durch die Änderungen nicht belastet bist, d.h. die Änderungen zu Deinem Vorteil geändert werden.

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Die allermeisten Deka-Fonds (oder genauer: praktisch alle) sind unterirdisch in ihrer Performance. Damit man diese Performance nicht auf Anhieb erkennt, werden häufig Fonds nach einer gewissen Zeit verschmolzen oder neu aufgelegt. Idealerweise legt man Fonds in einer Markt-Tiefphase auf, so daß anschließend in der Erholung eine wundervolle Performance entsteht. Deka war außerdem diejenige Gesellschaft, die es gewagt hat, nach der Finanzkrise (und Tiefstständen von Fondspreisen) eine Performance-Gebühr einzuführen, um an der folgenden Erholung zu partizipieren. Anleger hätten also selbst bei einer Rückkehr der Indexstände auf Vorkrisen-Niveau nicht die ursprünglichen Fonds-Preise erreicht. Ja, und dann sind da noch die vielen Dachfonds, die wundervolle Namen und primär aber dann doch wieder die unterirdischen Deka-Fonds mischen und mit neuen Gebühren versehen... Hmm... dann fällt mir noch ein, daß es ja Garantiefonds gibt, die in ihrem Kursverlauf eher an eine Flatline erinnern, so daß sich die Anleger nach 10 Jahren über die Garantie, die dann greift, freuen - vergessen, daß aber die Garantie ja bereits zu 20-30% Verlust an Kaufkraft gegenüber den Anlagebeträgen führt.

So sind sie halt... das rote Tuch ist nicht umsonst in der Werbung. Deka ist für mich ein rotes Tuch!

Beurteile doch mal selbst die Verläufe der Fondspreise über die Zeit hinweg. Vergleiche mit entsprechenden Fonds anderer Gesellschaften. Was fällt auf?

Finger weg! Vergiß den Bankberater - das ist kein Berater, sondern ein Verkäufer, der Dir etwas andrehen will. Suche Dir einen echten Berater.

PS: Ja, mein Urteil über Deka ist vernichtend wie ich sonst über keine andere Fondsgesellschaft pauschal spreche, denn ich habe leider in der Familie und im Bekanntenkreis Leute erlebt, die auf der Basis solcher Beratungen ihr Vermögen kurz mal auf die Hälfte reduziert haben. Ja, und selbst dann rät ein "Berater" der Spaßkasse noch zu Ergänzungen des Portfolios wie z.B. über Alpha-Zertifikate auf Brent/WTI oder EUR/USD. Irgendwie muß man ja auch dem "Berater" die Provisionen generieren, oder? Nicht zu reden davon, daß ich weiß wie die manchmal unverhohlen direkt gemachten Beratungsvorgaben für Verkäufer der Sparkassen aussehen.

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Das Grundbuch sagt, wem welche Anteile gehören. In der Regel wird das eine gleichberechtigte Aufteilung und keine Bruchteilsregelung sein. Mit anderen Worten: es ist unstrittig, daß Dir die Hälfte des Hauses gehört.

Es ist eine Frage der persönlichen Lebensführung, wie Ihr als Gesamtschuldner die Last verteilt. Durch unterschiedliche Jobs, verschiedene Verteilung von Kinderbetreuung und kinderbedingten Verzicht auf Weiterbildung ergeben sich naturgemäß keine Symmetrien.

Selbst ohne Kinder wäre es eine Frage der Lebensplanung, wenn sich ein Ehepaar so aufteilt, daß der eine z.B. die Darlehen zahlt und der andere den laufenden Lebensbedarf.

Mit dem gleichen Argument könntest Du doch von ihm einen Ausgleich für die Kinderbetreuung verlangen :-) Sprich: Deinen Gehaltsausfall muß er ersetzen. Schon sieht es anders aus.

Dein Mann bestreitet, daß er neun Jahre lang wissentlich mehr für die Tilgung der Darlehen gezahlt hat als Du? Hast Du die Raten von im erpresst? Da wälze ich mich doch mal gleich vor Lachen auf dem Boden und bekomme einen Lachkoller :-)

Es kann sogar so sein, daß wenn im Fall einer Trennung die Kinder bei Dir bleiben, Ihr in der Ehewohnung bleiben könnt und per Gerichtsbeschluß der Ex-Ehemann die Darlehensraten weiter tragen muß, obwohl er im Haus gar nicht mehr wohnt, da Du mangels Leistungsfähigkeit diese nicht bedienen kannst. Das Stichwort heißt "gemeinsames Eigentum, aber Gesamtschuldnerschaft" und eine Gesamtschuldnerschaft kann auch so aussehen, daß nur ein Schuldner das komplette Darlehen bedient, der Grundbesitz dennoch im Eigentum beider Schuldner ist.

Ich nehme mal an, daß Du ebenfalls eine anwaltliche Unterstützung hast. Dein Anwalt wird Dich über die Unsinnigkeit solcher Forderungen informieren und diese zurückweisen. Laß Dich nicht unterkriegen!

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Die ECB wird Anleihen aufkaufen und damit zwei Dinge erreichen wollen (so die Märkte das zulassen):

  • Schwächung des EUR zur Belebung des Exports und der Reduktion von Schulden

  • Ankurbeln der Inflation, um in die Nähe der 2% zu kommen.

Es werden damit jedoch auch Rohstoffimporte teurer. Der Zeitpunkt für die ECB-Maßnahme ist gut gewählt, da wir derzeit ein Tief von Energierohstoffpreisen haben, d.h. die tatsächlichen Mehrkosten für Kraftstoffe und Energie fallen sogar momentan negativ aus.

Es wurde in der ECB-Pressekonferenz nicht genau dargestellt, welche Laufzeiten von Anleihen eingesammelt werden sollen. Vermutlich wird dies jedoch nach dem Vorbild des Fed-QE die langen Laufzeiten betreffen (10 Jahre).

Die Leitzinsen werden niedrig bleiben, d.h. Dein bestehender Baukredit bliebt zwar mit seinen Zinskonditionen bestehen, aber ein Neuabschluß in 2016 könnte auf dem aktuellen Niveau erfolgen.

Sorgen machen sollte einem der kleine Nebensatz von Draghi, wonach auch spezielle Kriterien für Anleihen von Ländern, die unter EU/IMF-Betreuung sind, gelten sollen. Damit ist die Tür für den Ankauf griechischer Anleihen offen, wobei Verluste auf ECB-Ebene vergemeinschaftet werden sollen. Da ich den griechischen Regierungen wenig gesunden Menschenverstand und EU-Denken zutraue, wird das wohl dazu führen, daß Reformen in Griechenland jetzt noch weniger auf die Reihe gebracht werden. Wir werden insgesamt in der EU einen Teil der Last zu tragen haben, die der Unverstand griechischer Haushaltspolitik produziert hat und wird.

Länder wie Deutschland und andere stark exportorientierten EU-Länder werden sich allerdings über das Geschenk der EUR-Abwertung freuen, denn damit wird ihre Wirtschaft jetzt noch stärker laufen. Wenn der Rohölpreis und Industriemetalle weiterhin auf niedrigen Niveaus bleiben, ist das auch für die schwächeren Südländer nicht so schlimm. Sollten Rohstoffpreise jedoch wieder deutlich anziehen, bleibt die Frage, ob die ECB-Maßnahme dort wirklich hilft, wenn zwar Schulden weiter aufgenommen werden können, d.h. Zeit erkauft wird, diese Zeit jedoch nicht für Reformen genutzt wird.

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Marktungleichgewichte müssen nicht rational begründet sein. Wenn jeder meint, jetzt Tulpenzwiebeln haben zu müssen, dann werden die Wahnsinnigen eben solche kaufen und damit für eine hohe Nachfrage bei vielleicht geringem Angebot sorgen. Also werden Preise steigen. Wenn auf dem Markt ein Überangebot an Rohöl ist, wird der Preis fallen, da Nachfrager ja den günstigsten Anbieter aussuchen können und damit die Preise (modulo Kartellbildung) frei unterboten werden können, um Geschäfte zu machen.

In Deiner Frage ist aus meiner Sicht der Denkfehler, daß der Preis die Ursache ist und die Lücke die Wirkung. Es ist andersherum. Die Nachfrage bzw. das Angebot werden durch die Marktteilnehmer bestimmt, wodurch eine Preisbildung stattfindet. Da jedoch Märkte nicht vollständig effizient sind, können Informationsvorsprünge, genauere Bewertungsmodelle für Ereignisse und deren Auswirkungen, sowie irrationale Meinungen von Marktteilnehmern durchaus zu Asymmetrien führen. Je illiquider ein Markt ist, desto mehr werden die Auswirkungen dieser Ineffizienz zu spüren sein.

Lies hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Effizienzmarkthypothese

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Diskussionen sind nicht das Ziel dieser Plattform. Da solltest Du zu wallstreet-online.de oder anderen Foren dieser Sorte gehen.

An Deiner Frage fallen mir ein paar Dinge auf:

  • Warum in deutsche Werte investieren? Harrys Gebot der Diversifikation sagt klar, daß man nicht alle Eier in einen Korb legen soll. Also verstehe ich die Frage so, daß Du generell nach der Sinnhaftigkeit von Aktieninvestments fragst und den DAX nur repräsentativ als ein Beispiel, das Dir gerade eingefallen ist, nennst. Wo sind Emerging Markets? Wo der Rest von Europa?

  • Warum den DAX investieren? Deutschland hat mehr als DAX-Unternehmen zu bieten und in der Tat sind die MDAX-Werte über längere Zeit besser gelaufen. Kein Wunder - dort findet man die Innovation und Flexibilität vieler Unternehmen, die den Kern der Exportstärke Deutschlands ausmachen. Warum müssen immer die großen Unternehmen für Investitionen herhalten? Die Branchenverteilung des DAX repräsentiert nicht die Exportkraft Deutschlands.

  • Warum in Werte aus einem Aktienindex investieren? Es gibt viele sog. Nebenwerte, die auch interessant sind. Es gibt auch DAX-Werte, die interessant sind. Daher würde man sich doch nicht auf die Konstituenten eines Index beschränken, sondern aus dem gesamten Anlageuniversum einer Zielregion die passenden Aktien heraussuchen.

  • Warum in Aktien investieren? Wenn Du solche Fragen stellst, dann ist ein Investment in Aktien aus meiner Sicht nicht sinnvoll, da nämlich zu riskant. Du solltest in Fonds investieren. Fonds diversifizieren und Du kannst sie kostengünstig in haushaltsgerechten Päckchen z.B. ab 25 EUR pro Portion erwerben. Das ermöglich Sparpläne.

  • Warum nur in Aktien investieren? Es gibt auch andere Anlageklassen, die ggf. interessant sind. Das solte man prüfen und nicht von vorneherein ausblenden. Idealerweise kauft man ja dann Papiere einer Anlageklasse, wenn sich kein anderer dafür interessiert und damit die Kurse niedrig sind.

  • Warum einige Jahre halten? Man legt zum Kaufzeitpunkt nicht fest, wie lange man ein Wertpapier halten möchte, sondern wartet und beobachtet. Ergibt sich ein Problem morgen, das dazu führt, daß das gerade erworbene Papier wieder alle Perspektive verliert, verkauft man es sofort. Läuft alles bestens und bekommt man laufend Ausschüttungen, über die man sich freut, hält man das Papier nicht einige Jahre, sondern vererbt das vielleicht noch den Kindern.

  • Warum ist ein Crash in der Zukunft relevant? Einen kleinen bis massiven Kursrückgang kann es immer geben... man muß darauf vorbereitet sein. Entweder erfolgt dies durch eine Auswahl krisenresistenter Fonds, oder aber dadurch, daß das Fondsmanagement recht schnell auf solche Marktlagen reagiert, oder aber Du stockst im Tief Deine Position weiter auf, so daß Du überproportional vom nachfolgenden Anstieg wieder profitierst. Auf jeden Crash folgt nämlich eine Erholung irgendeiner Art - und darauf sollte man sich konzentrieren.

  • Warum ist ein Hoch des DAX relevant? Schau Dir doch mal Eurostoxx 50 (hat unter der Bankenkrise gelitten und seine Hochs von damals immer noch nicht erreicht) und Stoxx Europe 600 (hat sich inzwischen mehr als erholt) an. Indexhochs oder -tiefs sind Indikationen - mehr nicht. Wesentlich ist nur, wie Dein Portfolio insgesamt verläuft und ob dort ein langfristiger Aufwärtstrend festzustellen ist. Ist das so, hast Du alles richtig gemacht.

  • Warum muß sich ein Index oben halten? Viel spannender ist doch ein Rückgang, denn dann kann man günstiger nachkaufen. Die Unternehmen verlieren doch nicht dadurch, daß ein Index sich etwas bewegt, plötzlich an Nachhaltigkeit, Geschäftsbasis oder Kunden. Das sind im Prinzip Ausdrucksformen einer Anlegermeinung. Mehr nicht. Oder hat sich durch die Ankündigung der SNB zum EURCHF ein Loch aufgetan, in dem Swatch und Richemont verschwunden sind? Mitnichten. Die Leute werden die Produkte weiter kaufen und die Unternehmen werden weiter existieren.

  • Wirtschaftsleistung korreliert mit Aktienkursen? Es ist immer irgendwelche Übertreibung oder Untertreibung in Wertpapierkursen enthalten. Schau Dir nur den Absturz des Rohölpreises an. Oder den Goldkurs, der von knapp 2000 USD/Oz auf unter 1200 USD/Oz wieder zurückfiel. Oder Unternehmen, die vom Markt ungeliebt einem Kursverfall ausgesetzt sind, nachdem sie zuvor hochgelobt und höchst bewertet wurden. Schönes Beispiel: die Deutsche Telekom. Aktienkursen sind das, was ein Anlegermarkt zahlen möchte. Man muß sich mit soliden Kriterien aufmachen und die Werte kaufen, deren erwartetes Rendite-/Kostenverhältnis zu den eigenen Zielen passt. Dabei kann man nur informiert vermuten und analysieren, nicht jedoch wissen. Es geht schließlich um die Zukunft.

Mit anderen Worten: nicht warten, investieren! Laufend aufstocken. Beobachten. Entscheiden. Nachdenken. Mehr entscheiden :-)

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Wie alt bist Du denn (§§106-113 BGB)?

  • Unter 7 Jahre: keine Chance

  • Ab 18 Jahre: kein Problem

  • Dazwischen: nur mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten

Es gibt den "Taschengeld-Paragraphen" §110 BGB, der eine beschränkte Verfügung Minderjähriger über kleinere Beträge ermöglicht, die ihm zur eigenen Verfügung überlassen wurden. Ein Sparbuch über 56 kEUR gehört sicher nicht dazu.

Also gibt es nun eigentlich drei Möglichkeiten:

  • Der nette Fall: Du sprichst mit Deinen Eltern, die das Geld auf ein Konto unter Deinem Namen anlegen (bitte kein Sparbuch, sondern ein Tagesgeldkonto) und von dort eine sinnvolle Geldanlage in robuste Fonds veranlassen. Ein Teil verbleibt als Reserve auf Deinem Tagesgeldkonto und Du kannst z.B. über eine Geldkarte darüber in kleinen Taschengeldportionen verfügen.

  • Der häßlicheFall: das Geld gehört Dir und Deine Eltern wollen es sich in böswilliger Absicht einverleiben. Es mag aus einer Erbschaft stammen oder von der Oma oder woher auch immer. In diesem Fall gehst Du zum hiesigen Jugendamt und stellst den Fall dar. Dort wird man klären können, ob das nun seine Richtigkeit hat oder wirklich ein Fall elterlichen Mißbrauchs des Kontos vorliegt.

  • Der dumme Fall: Du stellst diese Frage hier, um in einer Art und Weise über das Konto zu verfügen, das Dir zwar gehört, aber das Deine Eltern wohlweislich von Dir ferngehalten haben. Nun versuchst Du über das Forum, einen Weg zu finden, an das Geld zu kommen. Weit gefehlt! Keine Chance!

Die Eltern können im Prinzip über Dein Geld verfügen, indem sie treuhänderisch in Deinem Sinne handeln, auch wenn Du das selbst nicht so erkennst. Allerdings können sie auch nicht einfach Vermögen, das klar auf Deinen Namen läuft, einfach kassieren und für ihre eigenen Zwecke verwenden. Was hier nun genau vorliegt, kann man nicht sagen, zumal Du ja nicht einmal Dein Alter nennst. Je näher Du an den 18 Jahren bist, desto mehr würde man Dir ggf. einen vernünftigen Umgang mit dem Vermögen unterstellen können. Aber hier kennt Dich niemand und Du bist sehr sparsam mit Informationen.

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§20 SGB IV: "Eine Gleitzone im Sinne dieses Gesetzbuches liegt bei einem Beschäftigungsverhältnis mit einem daraus erzielten Arbeitsentgelt von 450,01 Euro bis 850,00 Euro im Monat vor, das die Grenze von 850,00 Euro im Monat regelmäßig nicht überschreitet; bei mehreren Beschäftigungsverhältnissen ist das insgesamt erzielte Arbeitsentgelt maßgebend."

Die 850 EUR sind die Grenze, d.h. ab 850,01 EUR wärst Du aus der Gleitzone heraus.

Kannst Du auch hier selbst rechnen: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/02_arbeitgeber_steuerberater/01_betriebspruefdienst/03_gleitzone/gleitzonenrechner.html

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Die DKB sagt aber auch "einmalige Bonuszahlung am Ende der vereinbarten Laufzeit auf alle erhaltenen Zinsen" in Staffelung nach Laufzeit (siehe Preis- & Leistungsverzeichnis).

Natürlich kann man vorab darüber verfügen, aber es steht im PLV: "Vorschusszinsen bei vorzeitiger Auflösung ....... 25% des aktuellen Guthabenzinssatzes"

Wer will denn zu solchen Konditionen sein Geld 20 Jahre lang binden, um 0,7% Zinsen zu erhalten und am Ende dann einen Bonus zu bekommen, der voll versteuert werden muß? die Inflation arbeitet bereits gegen Dich und wird mit 0,7% nicht kompensiert.

Und ja, der Stoxx Europe 600 hat aktuell eine Dividendenrendite jenseits der 2% :-)

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Versuche Dein Glück hier: https://www.captrader.com/de/

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Wenn Ihr das Häuschen (und damit das gesamte Grundstück) seit Fertigstellung selbst genutzt habt, dann ist meines Erachtens der Verkauf der gesamten Immobilie jetzt steuerfrei möglich. Also würde auch nach Teilung des Flurstücks in zwei Flurstücke der Verkauf des Teilgrundstücks steuerfrei möglich sein.

Habt Ihr das Häuschen vermietet oder anderweitig nicht selbst genutzt, so gilt die Erläuterung von blackleather.

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Wird der Nießbrauch bei einer voraussichtlichen böswilligen Schenkung trotzdem angerechnet?

Eltern hatten ein Berliner Testament mit Auflistung welche Immobilie für die Töchter A+B gedacht sind.Vater verstarb zuerst,und bevor die Mutter verstarb hat sIe Kind A 3 Immobilien geschenkt und sich ein Nießbrauch eintragen lassen. 2 weitere Immobilie hat sie ihrem Enkelkind (der Tochter von Kind A) geschenkt, sich ebenfalls Nießbrauch eintragenlassen und zusätzlich im Notarvertrag festhalten lassen, das diese 2 Immobilie eigentlich für ihr Kind A gedacht sind, aber aus steuerlichen Gründen und damit Kind A nicht ihr Freigrenze von 400.000€ überschreitet., auf das Enkelkind übertragen wurde. Es wird eine böswillige Schenkung hier vermutet, denn diese geschahen nur wenige Monate vor dem Tod der Mutter. Kind A und Kind B bilden nun eine Erbengemeinschaft. Nun verlangt Kind B die Erbauseinandersetzung und natürlich seinen berechtigten Erbanteil von 50%, auch von den vorab verschenkten Immobilien. Anzumerken ist, es sind auch noch andere Immobilien da, aber die sind alle gesamt, laut Gutachten, weniger wert als die verschenkten Immobilien. .Kind A will nun die geschenkten Immobilien gegenrechnen und verrechnen und meint, Kind B erhalte dann viel mehr, da die Geschenkten mit dem Nießbrauch belegt waren, welcher aber lt. Notarvertrag und Grundbucheintragungen mit dem Tod der Mutter endete. Und so glaubt Kind A sich die Immobilien minderwertig rechnen zu können. Nun meine Frage: Da Kind B ja die Hälfte erbt, die Schenkung der Mutter an Kind A in die 10 Jahresfrist fällt, und somit ausgleichpflichtig sind, kommt da der Nießbrauch überhaupt in Betracht? Denn Kind A will ein Haus, was lt. Gutachten 350.000€ Wert ist, durch den Nießbrauch, auf einen Schenkungsanteil von 128.305€ mindern. Über ein/jede Antwort freue und bedanke ich mich.

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Ich weiß ja nicht, wie gut oder schlecht die Beziehungen zwischen Kindern und Eltern in dieser Familie sind bzw. waren, aber es scheint da doch einiges im argen zu liegen.

Wenn nicht der testamentarischen Verfügung des Berliner Testaments die Schenkungen entgegenstehen, dann kann die Mutter diese Schenkungen ohne weiteres durchführen. Das ist nicht böswilllig, sondern einfach eine Verfügung über ihr Vermögen. Sie kann dafür natürlich einen Nießbrauch eintragen lassen, der gegen den Wert der Immobilien gegengerechnet wird und somit ggf. Schenkungssteuer "optimiert".

Wenn die Mutter anschließend verstirbt, dann sind die Schenkungen nicht rückabzuwickeln. Wohl aber werden die Werte der Immobilien angesetzt (ohne den nun ja erloschenen Nießbrauch). Der Nießbrauchsvorbehalt wird dadurch berücksichtigt, daß in der gleichen Art wie zur Schenkung der jährliche Wert dieses Vorbehalts berechnet und mindernd über die Jahre, in denen der Nießbrauch effektiv war, zum Ansatz gebracht wird. Da wohl seit Schenkung noch kein Jahr vergangen ist, wird der Nießbrauch praktisch unberücksichtigt bleiben.

Pflichtteilergänzungsansprüche sind Barausgleiche, d.h. es besteht kein Anspruch auf Herausgabe der Immobilien. Dies war wohl auch die Intention der Mutter durch die kurzfristige Schenkung, denn wenn der Pflichtteilergänzungsanspruch nur durch Verkauf der Immobilien befriedigt werden könnten, gibt es i.d.R. eine Stundung bzw. eine abweichende Regelung, die den finanziellen Möglichkeiten der Besitzer der Immobilien entspricht.

Im Zweifelsfall wird hier ein Anwalt zu Rate zu ziehen sein, wenn unter den Erben keine Einigung zu finden ist.

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Hmm... gute Frage. Ich plädiere allerdings für Hellas Wahnsinn, denn wenn wirklich die EUR-Skeptiker und -Ablehner die Oberhand bekommen und nationale Parteiinteressen über das EU-Prinzip stellen, dann sind neue Schuldenschnitte und einiges an Chaos weiter vorprogrammiert. Der einzige mir bekannte Griechenlandfond, Hellas Opportunities Fund (LU0920841326), läuft seit Auflage geringfügig besser als der ATHEX, aber wenn man sich anschaut, worin die Positionen bestehen, dann kommen Zweifel an der Investierbarkeit auf. 14% Coca Cola, 43% Banken (allen voran die National Bank of Greece mit ca. 12%) und dann noch ein paar andere Unternehmen der Telco-, Versorger- und Bauindustrie. Wenn es Probleme geben wird, trifft das die 43% Banken. Die Wirtschaft, die Griechenland eigentlich haben sollte (z.B. Versorger, Telcos, Bauwesen, Schifffahrt, Logistik, Öl- und Gasindustrie) sind nicht sehr prominent im Index vertreten. Selbst der Hellas Opportunities wagt keine wesentlich andere Schwerpunktgewichtung und der Fonds hat noch ein 20% Performance-Fee bezogen auf den ATHEX.

Wenn ich Türkei, Griechenland, Russland, Nordafrika und Sub-Sahara-Afrika nach überwiegenden Chancen (höchste Chancen zuerst) gewichten müsste, dann würde ich aktuell Sub-Sahara-Afrika, Türkei, Russland, Nordafrika, Griechenland wählen :-)

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Das kommt doch sehr auf das Geschäft und die beteiligten Länder an, sowie den Wert Deiner Vermittlung. Ein Bereich von 1-5% wäre normal, jedoch könnte bei sehr speziellen, marktengen Geschäften durchaus auch ein Wert bis vielleicht 20% des Auftragsvolumens drin sein... man kann hier nicht wirklich pauschale Angaben machen.

Daher wäre erst mal klar zu qualifizieren: welche Länder, welche Art von Geschäfte, um welche Beträge geht es pro Geschäft?

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Der DAX gewinnt 5 -10 %

Das Umfeld für den DAX und die darin enthaltenen Unternehmen dürfte in 2015 positiv sein, wenn Ölpreise und EURUSD niedrig, jedoch die deutschen Exportzahlen weiterhin hoch bleiben. Es wird ein gutes Dividendenjahr für deutsche Unternehmen erwartet.

Allerdings droht unklares Ungemach immer noch von der russischen Seite, von ISIS im Nahen Osten und auch durch Ebola, Boko Haram und andere politische Wirren in Afrika. Lateinamerika war ja ziemlich ruhig, aber in Brasilien brodelt es kräftig. Und schließlich will die Fed ja vielleicht schon mal üben, wie das mit dem Zinsen erhöhen funktioniert. Ich rechne daher auch mit einem volatilen Jahr 2015.

Der DAX könnte moderat zulegen, könnte jedoch auch leicht verlieren. Range also -5..+10%. Man kann auch extremer denken, wenn man sich die wilden Ideen von Steen Jakobsen anschaut, von denen jedes Jahr doch immer wieder etwas in Erfüllung geht, von dem man zu Beginn des Jahres eher denkt, daß das zu abenteuerlich wäre: http://www.fundresearch.de/Nachrichten/Top-Themen/Saxo-Bank-Zehn-provokante-Thesen-fuer-2015.html

In diesem Sinne ist es mir eigentlich egal, wo der DAX hingeht... auch wo die anderen Indices hingehen, denn langfristig werden die Ergebnisse positiv sein und für die kurzfristigen Spielchen gibt es Optionsscheine und andere Werkzeuge.

Manche Teilnehmer hier werden vielleicht auch mal einen Duden und eine Tastatur mit Großbuchstaben unter dem Weihnachtsbaum finden... der Beginn eines Forumdaseins ohne lästige Bemerkungen. Ich frreue mich schon im vorraus :-)

Daher wünsche ich auch gerne allen hier frohe Weihnachten, die nötige Erholung über die Feiertage bis ins neue Jahr, sowie in 2015 dann genügend überlegte Ruhe, um auch angesichts lustiger Kapriolen der Kapitalmärkte nicht in Panik zu verfallen oder plötzlich auf Ackerland und Gold umschwenken zu wollen. :-)

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Die Unterhaltszahlungen des Kindes sind nicht durch einen Sparplan gefährdet. Es handelt sich dabei um eine Schenkung bzw. um Gelegenheitsgeschenke in geringer Höhe.

Wenn Du auf 25 EUR erhöhst, bekommst Du einen Fondssparplan zusammen, um einen aktienlastigen Mischfonds monatlich mit dieser Summe anzusparen. Finger weg von der Sparkasse, auch eine VR-Bank wäre hier nicht das Mittel der Wahl. Ich würde idealerweise ein Kinderdepot im Namen des Kindes einrichten lasssen, damit auch der Betrag steuerlich dem Kind zugerechnet wird, d.h. keine Abgeltungssteuer anfällt. Wenn die Familienverhältnisse jedoch soi unklar sind, daß die Gefahr besteht, daß ein Elternteil eigenmächtig am Kind vorbei über das Geld verfügt, kannst Du das auch für das Kind separat anlegen und dem Kind zu einem bestimmten Alter dann übertragen.

Fonds gibt es einige hierfür. Ich würde einen aktienlastigen Mischfonds aufgrund einer gegenüber reinen Aktienfonds geringeren Volatilität empfehlen.

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Zunächst mal muß man wissen, daß Börsenhandelssysteme wie Xetra ja nicht kontinuierlich handeln, sondern in diskreten Schritten. Ein solcher Schritt ist ein Tick.

Wenn Du eine FOK-Order erteilst, dann wird diese Order nur dann ins Orderbuch übernommen, wenn die dazu passenden Gegenaktionen (Käufer bei einer Verkaufsorder, Verkäufer bei einer Kauforder) ausgeführt werden können. Die verfügbaren Angebote werden also beim nächsten Tick zu einer Erfüllung Deiner Order geführt haben. Da diese verfügbaren Stücke jedoch von verschiedenen Gegenparteien stammen können, kann dies zu Teilausführungen führen.

Auch eine IOC (Immediate or Kill) Order würde mit dem gleichen Mechanismus zu Teilausführungen führen, wobei hier nicht die gesamte Order abgewickelt werden muß, sondern nur, was du tatsächlich gehandelt bekommst. Der Rest verfällt sozusagen,

Wenn Du Teilausführungen vermeiden möchtest, sollte AON (All or Nothing) verwendet werden.

ING-Diba unterstützt zwar IOC und FOK, meines Wissens nach jedoch AON nur implizit im Direkthandel, da Tradegate AON unterstützt.

Die Banken rechnen Teilausführungen, die im gleichen Tick erfolgen, oft als eine Ausführung ab und nicht als Teilausführungen. Details findest Du bei Deiner Bank.

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Zunächst mal ist bei diesen Zertifikatskonstruktionen zu beachten, daß die Preisbildung undurchsichtig ist und die Formel für den Wert des Zertifikats strikt genommen nur für den Fälligkeitstag gilt.

Da ein Reverse Bonus Zertifikat im Kern eine Optionsstrategie implementiert, hängt hier natürlich die Volatiität mit drin und es werden Zeitwerte der involvierten Optionsscheine berücksichtigt. Der Put-Schein wird bei fallenden Kursen daher weniger verlieren, als der Up-and-Out Call (Barriere-Call) gewinnen. So kann in Zeiten steigender Volatilität der Kurs natürlich auch über den Bonusbetrag steigen, ohne daß man sich unterhalb des Bonusniveaus befindet.

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Insbesondere für Russland würde ich auf keinen Fall einen ETF nehmen, da dieser strikt einem marktkapitalisierten Index folgen wird bzw. gefolgt ist. Das Prinzip "das ist schon so gefallen, das kann gar nicht mehr weiter fallen" funktioniert nicht.

Allerdings würde ich momentan nicht einen reinen Russland-Fonds nehmen, sondern einen Osteuropa-Fonds. Seit längerer Zeit habe ich den Schroder ISF Emerging Europe und den BGF Emerging Europe Fund. Eine kleine Posiiton, die ich im Aberdeen Global - Eastern European Equity Fund begonnen habe aufzubauen, scheint sich auch ganz gut zu machen. Kauft man nicht einfach große Einmalpositionen, sondern stockt dynamisch in Kurstiefs weiter auf, so werden auch aus volatilen Seitwärtsbewegungen positive Ergebnisse. Die beiden erstgenannten Fonds sind in meinem Depot jedenfalls (noch) im Plus.

Gerade mit gewissen Risiken der Stabilität Russlands, der Verschuldungslage (viele Anleihen sind nicht in RUB begeben) und der Abhängigkeit von Weltmarkt-Energiepreisen würde ich auf keinen Fall einen ETF nehmen, sondern einen Fonds, der zur Not flexibel Russland untergewichten kann und später bei einer Erholung wieder aufstockt. Vergleiche die Fonds doch mal mit einem ETF auf den MSCI Russia oder andere einschlägige Russland-Indices.

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Damit ist wahrscheinlich nicht der Preis einer Aktie, sondern der Preis des ganzen Unternehmens gemeint.

Öh... äh... hmm... ist aber ganz einfach. Wenn alle Ask Kurse storniert bzw. durch ausgeführte Orders abgeräumt wurden, dann bleiben die irrsinnigen Zahlen eben übrig. Die Tatsache, daß nun kein Bid-Kurs angegeben wird, sollte für sich sprechen.

Man kann ja immer noch hoffen, daß es jemanden gibt, der eine unlimitierte Order in den Markt gibt.

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Generell sind Rahmenkredite eigentlich sinnvoll, da sie gegenüber den klassischen Dispokrediten zu einer Kostenreduktion führen. Es ist zwar nicht einzusehen, daß Disporahmen heute immer noch anders als die separaten Rahmenkredite (bei denen quasi das Guthabenkonto vom Darlehenskonto explizit getrennt wird) behandelt werden, aber das sei nun mal so. Man kann es ja nutzen.

Die einzige Gefahr, die ich sehe, besteht darin, daß man sich an den Rahmenkredit "gewöhnt" und die Flexibilität auch laufend ausschöpft. Dispositionsrahmen sind dafür da, kurzfristig Überziehungen eines Kontos zu ermöglichen, die dann ebenso kurzfristig im Verlauf von vielleicht max. einem Monat wieder zurückgeführt werden. Rahmenkredite institutionalisieren die Überziehung und suggerieren mehr Liquidität. Man muß sich also dann schon auch daran machen, die Rahmenkredite zurückzuführen und wieder auf Null zu reduzieren.

PS: Das Konto bei der Sparkasse, das sehr wahrscheinlich noch einen ungefähr dreistelligen Betrag an Kontoführungsgebühren p.a. kostet, könnte man dann ja auch gleich ablösen :-) Falls aufgrund von Darlehensverpflichtungen das Sparkassenkonto bestehen bleiben muß, empfiehlt sich folgendes: nach Eintreffen von Gutschriften werden die Salden auf das ING-Diba-Konto transferiert, so daß das Sparkassenkonto nur diese Buchungsposten aufweist. Auf dem ING-Diba-Konto führt man dann (kostenfrei) die ganzen Buchungen wie laufende Ausgaben, Lastschriften, Daueraufträge etc. durch.

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Man müßte nun wissen, ob Du die Begriffe korrekt wiedergibst oder ob hier eine sprachliche Unsicherheit besteht.

Stop-Loss Orders gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen:

  • Gewöhnliche Stop-Loss-Orders: es wird ein Preis unter dem aktuell gehandelten Kurs angegeben. Erreicht der Kurs des Wertpapiers diesen Wert oder einen Wert darunter, so wird mit dem nächsten Tick die Position "bestens" zum Verkauf gestellt. Setzt Du also eine Stop-Loss-Untergrenze bei z.B. 20 EUR, so wird beim Erreichen dieser Schwelle eine Verkaufsorder ausgelöst, die frühestens zum nächsten Tick ausgeführt wird. Liegt dann der Preis bei 19 EUR, verkaufst Du zu 19 EUR.

  • Stop-Loss mit Limit: dies ist der gleiche Mechanismus wie zuvor, jedoch wird die Verkaufsorder nicht "bestens" ausgelöst, sondern mit einem Limit. Ich nehme an, daß Du das gemacht hast. Sinn der Order ist, nach Erreichen einer gewissen Schwelle zu verkaufen, jedoch nicht billiger als das angegebene Limit.

  • Trailing-Stop-Loss: das funktioniert wie eine Stop-Loss-Order, jedoch wird die Untergrenze laufend nachgezogen und bleibt immer in einem definierten Abstand zum bisherigen Höchstkurs. Beispiel: Aktie steht bei 100 EUR. Du gibt eine Trailing-Stop-Loss Order auf mit einem Abstand von 5 EUR. Der Kurs steigt auf 105 EUR, die Untergrenze der Order wird auf 100 EUR nachgezogen. Der Kurs steigt auf 107 EUR, die Schwelle geht auf 102 EUR. Der Kurs fällt wieder auf 90 EUR, wenn er durch 102 EUR durchgeht, wird eine "bestens" Verkaufsorder ausgelöst.

  • Trailing-Stop-Loss mit Limit: wieder das Spielchen wie bei der Trailing-Stop-Loss-Order, jedoch wird die Verkaufsorder dann mit einem Limit aufgegeben.

  • OCO oder "one cancels the other" Order: dabei gibt man eine Stop-Loss-Order auf, die dafür sorgt, daß man bei Erreichen/Unterschreiten eines gewissen Mindestkurses automatisch "bestens" verkauft (Verlustbegrenzung). Man gibt jedoch zugleich eine limitierte Verkaufsorder auf, die bei Erreichen eines über dem aktuell Kurses liegenden Kurses auch verkauft (Gewinnmitnahme). In der Regel wird man Gewinne höher laufen lassen als die Verlustbegrenzung, damit die Wahrscheinlichkeiten verschoben werden.

Trägst Du also bei einer Stop-Loss-Order mit Limit die Grenze und das Limit identisch ein, so würdest Du nur dann verkaufen, wenn der Kurs die Grenze erreicht oder unterschreitet, und zwar so, daß nur zum Kurs der Schwelle oder höher verkauft werden kann. Das klingt für mich nach einer sehr seltsamen Konstruktion. Normalerweise würde man das Limit einer Stop-Loss-Order etwas unter der Grenze ansetzen, damit nicht beim zufälligen Berühren der Grenze die Aktie zu billig verkauft wird.

Bei einer OCO-Order sollte es gar nicht möglich sein, beide Limits gleich einzugeben, da das Verkaufslimit über dem aktuellen Kurs und die Stop-Loss-Schwelle unter dem aktuellen Kurs liegen müssen.

"Schlau" ist nun eine Frage, die man so nicht beanworten kann, ohne zu wissen, was Du damit erreichen wolltest. Für die meisten Zwecke und liquide Papiere ist eine gewöhnliche Stop-Loss-Order ausreichend.

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Die wesentliche Frage ist doch, wer damit Geld machen wird und wie viel. Bisher sieht es so aus, als wäre der Markt sehr zersplittert und die Mitspieler entweder selbst klein oder aber groß und der Bereich unbemannter Flugobjekte macht nur einen sehr kleinen Teil aus.

Das Investment würde daher momentan primär die Hersteller von Drohnen adressieren, die die jeweiligen Bereiche eher im Startup-Modus betreiben, aber auch die Unternehmen, die dadurch effizienter werden oder Kunden besser versorgen können.

Die beiden investierbaren Varianten hast Du schon genannt: Solactive Robotics and Drones Index (auf welches Modethema hat Solactive denn keinen Index?) http://www.solactive.com/de/indexing/indizes/equity/solactive-indizes/?index=DE000SLA0RD1 mit dem Zertifikat der UBS (DE000UBS0RD9), das jedoch recht teuer (hohe Spreads) ist, oder aber der ROBO-STOX® Global Robotics and Automation GO UCITS ETF (IE00BMW3QX54), der etwas günstiger aussieht, jedoch im Bundesanzeiger noch nicht gelistet ist und daher erst mal als steuerlich intransparent gilt.

Daher wäre der kosteneffektivste Weg ein direktes Investment in die passenden Firmen, sofern diese schon börsengelistet sind. Das sind Unternehmen wie IXYS, Ambarella, InvenSense, AeroVironment, Drone Aviation und die eher großen der Branche, bei denen das Thema nur am Rande eine Rolle spielt: Northrop Grumman Corporation, Lockheed Martin Corporation, SAIC, Textron und General Dynamics. Die zuletzt genannten kommen auch in allen Defense-Anwendungen vor, d.h. man hat hier sicher großes Investmentpotential generell. Aber auch Amazon, Fedex, Deutsche Post, Google und andere werden davon ja profitieren. Google hat ja gerade erst Titan Aerospace übernommen.

Aus meiner Sicht wäre es spannender, in die Unternehmen zu investieren, die auf Drohnen ihre neuen Geschäftsmodelle aufbauen.

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Verbraucherzentralen dürfen nicht eine Vermögensberatung anbieten. Hierfür wären einschlägige Zulassungen der entsprechenden Mitarbeiter bzw. der gesamten Institution erforderlich.

Das ist aber auch nicht nötig, denn man kann durchaus mit entsprechend qualifizierten Experten eine Prüfung von Vermögensanlagen, Vermögensanlagekonzepten oder Verträgen hierzu anbieten. Meines Erachtens ist genau dies auch die Dienstleistung der Verbraucherzentralen, die dafür ebenso Juristen und Bankfachleute einsetzen wie dies z.B. eine Haus&Grund bei der Beratung für Hauseigentümer tut.

Daher ist es unsinnig, zu einer Verbraucherzentrale gehen zu wollen und das Gebäude mit einer Liste empfohlener Fonds zu verlassen, die man dann kaufen soll. Man kann sehr wohl jedoch eine vorhandene Vermögensanlage oder ein Konzept hierfür überprüfen lassen.

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Walmart kauft man nicht wegen Gerüchten,sondern weil es sich um ein solides Unternehmen mit soliden Dividenden handelt. Das wäre ausnahmsweise mal ein langfristig sinnvolles Investment.

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Sortieren wir das doch mal.

Katzen sind Sachen. Katzenbesitzer sind nur sehr beschränkt für das Handeln "ihrer" Haustiere verantwortlich, da man davon ausgeht, daß Katzen nicht wie Hunde abgerichtet werden (können) und ihren eigenen Kopf durchsetzen. Motto: "dogs have owners, cats have staff".

Hundebesitzer sind für das Handeln ihrer Haustiere verantwortlich, da man von einer ordnungsgemäßen Ausbildung von Hunden und einer ausreichenden Sorgfalt der Hundebesitzer ausgehen muß.

Wenn die Katze nun also im Rahmen ihres eigenverantwortlichen Tuns in einen fremden Garten marschiert und von dem Hund, der diesen Garten als sein Territorium betrachtet, verletzt wird, dann handelt es sich nicht um eine Nachlässigkeit des Hundebesitzers (eingezäunter Garten), sondern um eine Nachlässigkeit der Katzenbesitzerin, die ihr Tier wissentlich gewissen Gefahren des Freilaufens aussetzt.

Somit sind Tierarztkosten und sonstige Ausgaben für den Rettungshubschrauber von ihr selbst zu tragen. Die Tierarztkosten des Hundes wären übrigens auch von Dir selbst zu tragen, da die Katzenhalterin nicht für das Handeln ihrer Katze verantwortlich ist.

Wäre ein Kind in den Garten gekommen, so hätte man sich überlegen müssen, ob hier eine vernachlässigte Aufsichtspflicht der Eltern des Kindes oder die Fahrlässigkeit des Hundehalters durch unzureichende Sicherung des Gartens vor unbefugtem Betreten, während dort ein Hund frei herumläuft, schwerer wiegt.

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Gute Fondsmanager können Risiken begrenzen und an Aufwärtsbewegungen partizipieren. Sie können insbesondere problematische Bereiche aus dem Portfolio entfernen, untergewichten oder umschichten. ETFs dürfen das nicht, da sie sich an eine klare Strategie halten müssen. Natürlich haben die auf Basis einer Marktkapitalisierung oder modifizierten Kriterien auch einen langfristigen Aufwärtstrend und die ETFs kosten letztendlich nicht viel, aber die Vorteile aktiv verwalteter Fonds überwiegen vor allem dann, wenn Anleger nicht ihre Portfolios ständig beobachten und auf Marktturbulenzen kurzfristig reagieren können.

Ich selbst verwende ETFs für Segmente, mit denen ich mich momentan nicht intensiv befassen kann oder für die einfach eine Basis-Indexperformance als Beimischung sinnvoll ist. Alle meine ETF-Positionen sind jedoch nach unten abgesichert und damit ist das Risiko gering gehalten. ETFs erfordern ein sehr aktives Management eines Portfolios.

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Nein. Das ist eine Frage der persönlichen Lebensführung. Die Immobilie gehört Euch beiden zu gleichen Teilen, jedoch muß nicht die Darlehensbelastung gleich oder numerisch fair verteilt sein, wenn Ihr eine andere Aufteilung vornehmt. Wie Du schon sagst, hast Du die Teilzeitstelle aufgrund der Kinderbetreuung, d.h. mit dem gleichen Argument könntest Du doch von ihm einen Ausgleich für die Kinderbetreuung verlangen :-)

Es kann sogar so sein, daß wenn im Fall einer Trennung die Kinder bei Dir bleiben, Ihr in der Ehewohnung bleiben könnt und per Gerichtsbeschluß der Ex-Ehemann die Darlehensraten weiter tragen muß, obwohl er im Haus gar nicht mehr wohnt.

Über diese Späße informiert Dich jedoch im Detail ein Scheidungsanwalt.

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Einer meiner langjährigen Favoriten ist der Templeton Global Total Return und auch den ACATIS IfK Value Renten habe ich schon länger. Man sollte hier natürlich aktiv beobachten und in Kursrückgängen ggf. nachkaufen.

Etwas exotischer, aber auch eine der sehr guten Positionen in meinem Portfolio ist der Candriam Bonds Euro Convergence.

Im High-Yield-Bereich kannst Du mal UBS (Lux) Bond Fund - Euro High Yield und AXA WF - Global High Yield Bonds anschauen.

Interesssant finde ich von der Gesellschaft und dem Fondskonzept her auch den Swisscanto (LU) Bond Invest Secured High Yield, aber irgendwie ist der seit Auflage noch nicht so recht in die Gänge gekommen. Mal sehen.

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Japan ist eine Industrienation. Würde man da die klassische Gewichtung nach Marktkapitalisierung vornehmen, wird das die Entwicklung der Region nur unzureichend widerspiegeln, da dann primär japanische Aktien präsent wären.

Asia-Pacific ex Japan ist daher ein Tiger-State-Mix, der die Emerging Markets Region besser reflektiert.

Japan, Australien, Südkorea und China haben andere Entwicklungen als die restlichen Länder.

Schau Dir daher auch mal ASEAN an, z.B. in Gestalt dieses Fonds: LU0048573645.

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Ich würde von den zweien klar den Comgest Growth Europe oder Invesco Europa Core Aktienfonds nehmen. Meinetwegen auch einen Invesco Pan European Structured Equity Fund.

Der Pioneer-Fonds wäre mir für diesen Zweck zu neu und er wurde in einer schlechten Marktlage aufgelegt, d.h. zeigt natürlich einen hübschen Start. Die Performance in 2014 ist jedoch weniger hübsch.

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Ein negatives Eigenkapital per se ist noch kein Grund für eine Insolvenz, denn das ist nur eine bilanzielle Rechnung. Die Verpflichtungen des Unternehmens sind höher als das vorhandene Vermögen. Das ist leicht möglich, wenn man in das operative Geschäft große Investitionen einbringen muß, um die weitere Zukunft zu planen, bevor jedoch der Return über Umsätze schon kommt. Das Unternehmen hat weiterhin einen akzeptablen Cashflow und verfügt über Liquidität.

Etihad brachte ja schon Geld zu Air Berlin und hält eine große Position Wandelanleihen. Damit und mit den Finanzspritzen jetzt gegen Jahresende sollte Air Berlin einen Neuanlauf zur Restrukturierung antreten können, um beispielsweise unprofitable Strecken zu reduzieren und stärker das Ferienfliegerangebot auszubauen. Einen Gewinn hat Air Berlin auch im letzten berichteten Quartal erreicht, wenn auch in Tendenz schrumpfend.

Etihad braucht Standbeine in Europa und da kommen Air Berlin und Alitalia ja gerade recht. Nur auf diese Weise kann Etihad den Zubringerdienst über Abu Dhabi für Asien, Middle East und Afrika auch für Europäer effektiv anbieten.

Darum: Air Berlin ist ein Wackelkandidat, wenn sie es aber nicht dumm anstellen, können sie über ihr Kerngeschäft und die Liaison mit Etihad einiges an Volumen vom Markt abschöpfen, um deutlich profitabler dazustehen als heute.

PS: Und ja, ich fliege immer noch lieber mit Air Berlin als mit Germanwings.

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Startups haben oft Bilanzverluste in ihrer Anlaufphase. Werden diese nicht durch die Investoren ausgeglichen, dann droht natürlich eine Insolvenz, da das Eigenkapital angegriffen werden müßte.

Bilanzverluste können alles mögliche bedeuten: sie können auf hohe Investitionen hindeuten (da wäre dann eine Kapitalerhöhung oder eine Neuemission von Aktien vielleicht angebracht), auf hohe interne Kosten für R&D oder Business Development (oft bei Unternehmen, die lange Entwicklungszyklen haben, z.B. in Pharma und Engineering), auf schlechtes Management (zu hohe Investitionen, die nicht zu Gewinnen führten), auf Neubewertungen von Assets und vieles mehr.

Wenn ein Unternehmen viel investiert, schreibt es i.a. im Geschäftsbericht darüber, da das ja eine positive Nachricht für die Investoren sein kann.

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Eher nicht. Bei einer VR-Bank geht das eingeschränkt.

Allerdings zahle ich bei der FFB für mein Portfolio überhaupt keine Ausgabeaufschläge (außer Kleinbeträge für ETFs), so daß sich dieses Problem bei geeigneter Wahl des Anbieters nicht stellt.

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Ich verstehe das nicht.

Die Neuregelung betrifft nur Kinder, die vor 1992 geboren sind.

Bisher gab es einen Entgeltpunkt, nach dem neuen Gesetz sollen es zwei sein. Also wird eine Zeit, die bisher geringer bewertet wurde, nun höher bewertet.

Ich verstehe nicht, wo da nun ein Abzug herkommen soll. Hast Du gleich wieder gearbeitet, dann war die rentenversicherungsfreie Zeit doch kürzer als die maximalen drei Jahre, d.h Dein Einkommen ist maßgeblich für die Punkte, die in dieser Folgezeit dann anfallen.

Welches Stück Information fehlt mir?

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