Ich glaube nicht, dass das Risiko bzw. die Chance eines unmittelbaren Verkaufs gerade gezeichneter und zugeteilter Aktien am Erstnotiztag einschätzbar ist. Das unterliegt vielen zufälligen Parametern.

Wenn Du Dir Facebook anschaust, dann war die Aktien nach IPO erst mal abgerutscht und hat sich später erst wieder gefangen. Dafür gibt es aber keine Garantie. Im Rückblick bin ich froh, die Aktie in der post-IPO-Delle unter 18 EUR gekauft und durch einen Stop-Loss bei knapp 160 EUR in 2018 dann wieder verkauft zu haben. Es hätte aber auch anders kommen können.

Blicke auf Groupon - da waren die Erwartungen auch etwas anders als die heutige Kurslage. Den IPO zu kaufen hat sich hier nicht so recht für die Anleger der ersten Stunde gelohnt.

Zalando lief ja erst mal ganz positiv, stürzte jedoch dann in 2021 heftig ab. Inzwischen liegt Zalando sogar unter dem Emissionspreis.

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Ein Giro- oder Tagesgeldkonto kann nicht "gewechselt" werden. Man kann jedoch die Salden vom einen Konto auf ein anderes übertragen.

  • Einrichtung eines neuen Giro- und Tagesgeldkontos bei einer neuen Bank: zwischen einem Tag und einer Woche
  • Überweisung des Saldos vom Girokonto bei der alten Bank auf ein neues Girokonto bei der neuen Bank: ein Bankarbeitstag (SEPA-Überweisung)
  • Überweisung des Saldos vom Tagesgeldkonto bei der alten Bank auf ein neues Tagesgeldkonto bei der neuen Bank: das muss normalerweise über die jeweiligen Girokonten abgewickelt werden, da Tagesgeldkonten nicht für den bankexternen Geldverkehr geeignet sind. Unter Umständen hat das neue Tagesgeldkonto eine IBAN, auf die man überweisen kann. Dauer daher: 1-2 Bankarbeitstage.
  • Übertragung des Aktiendepots: das hängt stark von den Verwahrstellen der einzelnen Wertpapiere ab. Aktien mit Sammelverwahrung bei Clearstream in Frankfurt sollten innerhalb weniger Tage übertragen sein. Aktien mit Verwahrung in anderen europäischen Ländern können auch mal zwei bis vier Wochen dauern. Aktien mit Verwahrung in nicht-EWR-Ländern (z.B. USA oder Hong Kong) können locker auch mal vier bis acht Wochen dauern, da hier z.T. Fax für die Übermittlung verwendet wird und die Prozesse sehr manuell sind.

Das gilt für einen Bankwechsel im SEPA-Raum. Wenn Deine neue Bank außerhalb des SEPA-Raums ist, dann solltest Du die SEPA-Laufzeiten durch SWIFT-Laufzeiten ersetzen (1-2 Tage werden dann ggf. zu bis zu einer Woche).

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Das liegt nicht nur an der Art der enthaltenenen Wertpapiere, sondern auch am Reporting des ETF. Wenn dieser nicht zusichert, die erforderliche Aktienquote zu erbringen, wird er als Fonds ohne Teilfreistellung behandelt.

Vergleiche dazu den Lyxor FTSE EPRA/NAREIT Global Developed UCITS ETF (LU1832418773), der die Klassifizierung als "Aktienfonds gemäß § 2 Abs. 6 InvStG" hat und damit die Teilfreistellung durchführt.

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Hier gibt es einige Fragen, die in Deinem Posting lauern. Ich versuche mal, die Punkte zu adressieren.

Sicherheit

Eine fondsgebundene Rentenversicherung hat zwar Fondsanteile als Vermögensposition, jedoch sind dies keine individuellen Fonds in einem Depot für den Kunden. Diese gehören der Versicherung, um ihre vertragliche Leistung den Kunden gegenüber zu besichern. Ein Fondsdepot bei einer Fondsbank wäre dagegen Sondervermögen des Kunden, da das Depot auf den Kunden lautet.

Die Versicherung müsste daher bei einer Insolvenz auf Protektor oder andere Auffangschirme bauen, während das Fondsdepot immer im Kundenbesitz bleibt.

Versicherungsleistung vs. Investmentergebnis

Eine fondsgebundene Rentenversicherung funktioniert so, dass

  1. laufend über die Jahre Beiträge eingezahlt werden, die sich in zusätzlichen Fondsanteilen niederschlagen
  2. abhängig von Marktlagen und der Nähe zum Zielzeitraum ggf. Umschichtungen zwischen Anlagen verschiedener Risiko- und Ertragsklassen erfolgen
  3. laufende Gebühren abgezogen werden, die das Fondsvermögen verringern (für das Management der zugrundeliegenden Fonds)
  4. laufende Gebühren abgezogen werden, die die Fondsanteile im Vertrag verringern (für die Verwaltung der Versicherung)

Die Besteuerung erfolgt nachgelagert. Wären die verwendeten Fonds also öffentlich handelbar, könntest Du durch ein Portfolio mit den gleichen Fonds dieses Modell nachbilden - oder durch die Verwendung von Fonds mit besserer Performance das Investmentergebnis der Versicherung schlagen.

Bei Fälligkeit tritt dann der Versicherungsanteil in Kraft, der mit dem angesparten Kapital eine monatliche Rente zahlt, die auf Basis von Erlebenswahrscheinlichkeiten zu Vertragsbeginn berechnet wurde. Da hierfür auch wieder Gebühren berechnet wurden, kommst Du beim Nachrechnen sehr wahrscheinlich auf einen sehr ungünstigen Renditewert, der unter der Zahl für ein rein selbstverwaltetes Portfolio liegt. Das liegt daran, dass Du in Deinem Portfolio das Altersrisiko nicht berücksichtigst, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass Du deutlich älter als im Mittel zu erwarten wirst.

Kostenstruktur

Die Kosten setzen sich für fondsgebundene Rentenversicherungen aus Einmalkosten und laufenden Kosten zusammen.

Die Besteuerung erfolgt nachgelagert mit der Auszahlung.

Die Einmalkosten beziehen sich auf die gesamte Vertragssumme und können daher eine beachtliche Höhe erreichen, wobei sie normalerweise über einige Jahre verteilt dem Vertrag belastet werden.

Die laufenden Kosten sind im wesentlichen

  • Kosten auf Fondsebene (meist gering, da es keine Publikumsfonds sind, aber dennoch nicht Null)
  • Kosten für Transaktionen (d.h. Umschichtungen zwischen Fonds, laufende Käufe und Verkäufe)
  • Kosten für das Anlagemanagement (d.h. Marktbeobachtung, Umsetzung der Strategie für die Versicherung)
  • Performanceabhängige Kosten (ERGO spezifiziert diese Position frecherweise als Kosten bei Übertreffen einer Benchmark).

Den signifikanten Teil macht dabei das Anlagemanagement aus. Das ist der Teil, der bei einem selbst verwalteten Portfolio bei einer Fondsbank nicht anfällt, da Du selbst Deine Entscheidungen triffst (besser oder schlechter als die Zuständigen bei einem Versicherer). Die Kosten für Transaktionen sind i.a. recht gering - auch bei einem eigenen Fondsportfolio (bei einer Fondsbank sind diese typischerweise Null). Die Kosten auf Fondsebene wirst Du nicht vermeiden können - höchstens durch die Wahl der Anlageklassen reduzieren.

Performance Fees für Versicherungsprodukte halte ich persönlich für eine akute Frechheit und würde niemals eine Gesellschaft wählen, die das als Option vorsieht.

Fazit

Eine genaue Zahl für die Kosten kann a priori nicht genannt werden, da ein Teil der Kosten sich ja in Reaktion auf Marktgegebenheiten und -entwicklungen bestimmt. Wenn es Dir nur auf ein Endkapital (und nicht die Rentenleistung bis zum Tod) ankommt, dann wirst Du wahrscheinlich mit dem eigenen Portfolio immer eine günstigere Lösung finden (vorausgesetzt, Deine Investmententscheidungen sind mind. so gut wie die der Versicherung). Dafür ist aber im heutigen Zinsgefüge eine Rentenversicherung auch nicht gemacht. Die Rentenversicherung lohnt sich, wenn Du heute signifikante Steuervorteile (in einer Phase der höheren Einkünfte und Besteuerung) mitnehmen kannst, womöglich sogar noch Zuschüsse bekommst, und später die Besteuerung in einer niedrigeren Quote durchführen kannst. Zusätzlich gibt es für langlebige Kunden den Vorteil der Rentenzahlung bis zum Tod.

Ich würde bei fondsgebundenen Rentenversicherungen von Kosten in Höhe von ca. 2% p.a. bei Laufzeiten von 10+ Jahren ausgehen. Bei einem selbst verwalteten Portfolio können die vergleichbaren Kosten deutlich unter 1% liegen.

Nur Versicherungen können den Mantel der Versicherung, die vor einer Besteuerung während der Vertragslaufzeit schützt, anbieten. In einem selbstverwalteten Fondsportfolio wird die Vorabpauschale bei entsprechenden thesaurierenden Fonds allerdings auch recht gering ausfallen. Transaktionen werden mit dem Verkauf von Positionen besteuert, was Gestaltungen für die Realisierung von Gewinnen und Verlusten eröffnet.

Prognosen sind letztendlich schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.

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Wie Herstellungs- bzw. Renovierungskosten für häusliches Arbeitszimmer bei erstmaliger Angabe desselben ansetzen (als Arbeitnehmer)?

Hallo zusammen,

für die Einkommensteuererklärung 2021 als Arbeitnehmer möchte ich mein Arbeitszimmer erstmalig angeben. Dort habe im Jahr 2021 ausschließlich und auch einen Großteil des Jahres 2020 gearbeitet, alle Anforderungen an ein häusliches Arbeitszimmer sind auch bekannt und erfüllt, bislang habe ich aber aus einer Mischung aus Unkenntnis und Nonchalance davon abgesehen, das Zimmer anzugeben.

Konkret geht es mir um die Herstellungs-/Renovierungskosten des Arbeitszimmers, das sich im eigenen Haus befindet und welches ich über die Jahre 2019 und 2020 zum größten Teil selbständig renoviert habe. Zuvor war in dem besagten Zimmer kein Arbeitszimmer eingerichtet.

Wie muss ich die Renovierungskosten nun in der Steuererklärung angeben? Das Zimmer wurde kernsaniert, alle Leitungen, der Fussboden und die Wände neu erstellt, sowie eine neue Tür eingesetzt - aber eben nicht im Kalenderjahr 2021 sondern in den Jahren davor. Ist das dann überhaupt möglich, wenn die Kosten in den Vorjahren angefallen sind? Und kann ich die Kosten für die Renovierung komplett auf einmal (also den kompletten Betrag aller Renovierungs-/Herstellungskosten auf einmal in der Steuererklärung für 2021) ansetzen oder greift da eine Abschreibungsregelung? Wie genau lautet diese? Es geht mir im Besonderen um die Kosten, die konkret für dieses Zimmer angefallen sind, die Renovierungskosten z.B. für den Außenputz sind meinem Verständnis nach dann ja anteilig anzurechnen.

Danke vorab!

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Renovierungskosten speziell für das Arbeitszimmer bzw. Kosten zur erstmaligen Herstellung eines solchen können vollständig als Werbungskosten angesetzt werden (in den Grenzen für die ggf. bestehende Deckelung der Geltendmachung). Dies ist allerdings nur in dem Jahr möglich, in dem die jeweiligen Kosten angefallen sind. Eigene Arbeitsleistung zählt nicht - nur in Rechnung gestellte Fremdleistungen.

Wenn also Deine Einkommensteuerbescheide aus den Vorjahren bereits rechtskräftig sind, wird sich hier nichts mehr machen lassen.

Also ist nur der aktuelle Stand mit einer anteiligen Abschreibung des Hauses nutzbar.

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Klar, vor allem, wenn man ein Netzwerk von Menschen hat, die einem Geld geben.

Schenkungen bis 20.000 EUR sind steuerfrei zwischen beliebigen Personen innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren. 50 Personen reichen daher schon aus, um ein Einkommen von 1 Mio EUR im Jahr über 10 Jahre zu erreichen.

Keine besonderen Tools erforderlich.

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Sparen wird i.d.R. mit der Anlage in verzinsliche Konten oder Wertpapiere ohne nennenswertes Risiko (z.B. Inhaberschuldverschreibungen Deiner Bank) verstanden. Dies ist natürlich in einem Niedrigzinsumfeld nicht sinnvoll, da der Kaufkrafterhalt der Anlage nach Steuern nicht gewährleistet ist. Wenn die über einen z.B. 5-10 jährigen Zeitraum gemittelte Inflationsrate größer als die Ertragszinsen abzüglich relevanter Steuern ist, verliert man Kaufkraft.

Langfristiges Investieren wird i.d.R. mit einer Buy-and-Hold-Strategie assoziiert, d.h. dem Erwerb von z.B. Aktien und langfristigen Halten dieser. Effektiv sollte das einen Inflationsausgleich erreichen bzw. sogar eine Überrendite ergeben, wenn die Aktien solide, nachhaltige Unternehmen mit guter Marktposition repräsentieren. Ein Vertreter dieser Strategie war Kostolany. Diese Strategie ist in einem sehr volatilen Börsenumfeld nicht zu empfehlen, da die Volatilität in Einzeltiteln das Risiko eines Investments in diese stark erhöht. Es kann viel mit einer Aktie passieren, während man die Schlafpille genommen hat.

Dagegen ist das Investieren mit langfristiger Perspektive sicher nicht aus der Mode gekommen, denn die beobachteten Veränderungen an den Kapitalmärkten sorgen nur dafür, dass man stärker bestimmten Prinzipien berücksichtigen muss:

  • Diversifikation - nicht Einzelwerte, sondern Fonds (oder ETFs) sollten gekauft werden, da sie das Einzelwertrisiko stark reduzieren und außerdem über Portfolios Einzelvolatilitäten herausmitteln. Man sollte alle Anlageklassen berücksichtigen.
  • Globale Investition - da man nicht weiß, wo Krisen, neue gesetzliche Regelungen, politische Veränderungen oder raketenhafte Aufsteiger entstehen, muss man überall investiert sein. Idealerweise gibt es eine Rebalancing-Strategie, um dann in gewissen Intervallen wieder auf die Ausgangsgewichtung zurückzukommen.
  • Regelmäßige Überprüfung - jedes Quartal oder jedes Jahr sollte man überprüfen, ob die Instrumente, die man für die Investition in bestimmte Anlagesegmente hat, noch geeignet sind. Manchmal stürzen Fonds ab, da ihre Strategie schlecht war. Man muss solche Instrumente tauschen.
  • Propheten wissen nichts besser - man sollte sich nicht auf Crash- oder Euphoriepropheten verlassen, da diese auch nichts besser wissen, sondern typischerweise nur ihre Bücher, Börsenbriefe oder Seminare verkaufen wollen. Manche wollen auch nur ihre unterirdischen Fonds an die Leute bringen. Angst, Gier und Panik sind schlechte Investmentratgeber. Wer alle Risiken eliminiert, wird auch alle Chancen los, d.h. der Kurs eines solchen Instrument liegt wie ein toter Frosch auf dem Boden und bewegt sich nicht mehr signifikant aus eigener Kraft.

Die Antwort auf Unsicherheit ist also Ruhe durch statistisches Mitteln und eine langfristige Perspektive. Die Antwort auf niedrige Zinsen ist die Investition primär in Aktien und ggf. andere höher profitable Anlagebereiche.

Aus meiner Sicht haben sich diese Parameter jedoch nicht verändert. Das waren auch schon vor 40+ Jahren die Maßregeln für ein erfolgreiches Investieren - nur waren die Märkte noch etwas weniger hektisch und informationsgetrieben, d.h. man kam mit trivialeren Strategien zu vernünftigen Ergebnissen. Kapitallebensversicherungen waren noch gut. Und wenn man noch etwas länger zurückgeht, dann erinnere ich mich an meine Sparbriefe mit 9,5% Zinsen p.a. Diese Zeiten sind erst mal vorbei.

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Die Gründe für eine Sperrzeit findest Du in §159 SGB III.

Für Dich relevant ist dabei erst mal nur Abs. 1 Nr. 1. Das ist der Fall, dass "die oder der Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben und dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe)".

Ein befristeter Vertrag kann nicht gekündigt werden. Er endet mit dem Ablauf der Befristung automatisch. Damit läufst Du in die Sperrfrist nur hinein, wenn Du mit dem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag schließen würdest, um das Arbeitsverhältnis vorzeitig auf Deinen Wunsch zu beenden.

Die "Entfristung" ist eine Änderung des bestehenden Arbeitsvertrags, d.h. ein neuer Arbeitsvertrag, der sich an den bereits bestehenden, befristeten anschließt. Lehnst Du diesen ab, ist dies Dein gutes Recht und stellt nicht eine Lösung des Beschäftigungsverhältnisses dar (das ja mit dem Ende der Befristung einfach regulär endet). Damit folgt keine Sperrzeit, wenn Du den befristeten Vertrag einfach auslaufen läßt und den neuen, unbefristeten Vertrag nicht annimmst.

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Man kann eine Testversion von Microsoft 365 für einen Monat kostenfrei testen. Danach wird das allerdings kostenpflichtig, wenn Du das Abo eingehst.

Ansonsten wirst Du diese Frage Deiner Schule stellen müssen, die i.d.R. Schülerversionen von Microsoft 365 bereitstellen können.

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Weniger als Erdogan Leute verklagt. Er hat wohl inzwischen mehr Verleumdungsklagen gegen irgendwelche Leute angestrengt, als er Tage im Amt hat.

Deine Frage ist zu unspezifisch.

  • Es ist zwischen strafrechtlichen und zivilrechtlichen Verfahren zu unterscheiden.
  • Es ist bei zivilrechtlichen Verfahren zwischen Arbeitsrecht (eher häufig), Kapitalmarktrecht (seltener, aber manchmal gehäuft), Marken- und Urheberrecht (bei den meisten Firmen eher selten), Haftungsfragen und Vertragsrecht (variiert sehr von Unternehmen zu Unternehmen), Kartellrecht (je nach Branche und M&A Aktivitäten mehr oder weniger), Steuerrecht, etc. zu unterscheiden.
  • Die Unternehmensgröße dürfte nur untergeordnet eine Rolle spielen, dagegen ist eher die Exposition in verschiedenen Märkten und Rechtsräumen wesentlich.

Deine Frage ist daher viel zu unspezifisch.

Hier ist die Statistik zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren (Strafverfahren) in 2020: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/08/PD21_408_2421.html

Nehmen wir mal

  • Wirtschafts- und Steuerstrafsachen, Geldwäschedelikte
  • Straftaten gegen die Umwelt
  • Korruptionsdelikte und Straftaten von Amtsträgern

zusammen, so kommen wir sehr wohlwollend auf ca. 185.000 Verfahren im Jahr.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/239418/umfrage/unternehmen-in-deutschland-nach-umsatzgroessenklassen/

Es gibt ca. 62.000 Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 10 Mio EUR im Jahr. Also ist das ein Strafverfahren auf jedes dritte Unternehmen pro Jahr.

Du kannst nun die Zivilklagenstatistik nehmen:

https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Justiz-Rechtspflege/Publikationen/Downloads-Gerichte/zivilgerichte-2100210207004.pdf

Anhand dieser lassen sich bestimmte Kategorien von Verfahren bestimmen, die in Beziehung zur Anzahl von Unternehmen gesetzt werden können.

Alles Unsinn, solange Du nicht sagst, was die Frage beabsichtigt.

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Ist das ein Teil Deines Haushalts?

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Es geht nicht um die Anzahl der gehandelten Papiere, sondern um die Anzahl von Transaktionen. Die Höhe der einzelnen Transaktionen und das Gesamtvolumen spielen keine Rolle.

Falsche Angaben stellen die Bank von einer Haftung ggf. frei.

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Man kann Dienstleistungen nicht warten. Man kann höchstens das Ergebnis einer Dienstleistung mit Wartung versehen.

Ich würde einen generelleren Kontext versuchen:

IT-Consulting und Softwarelösungen

Punkt 1 passt unter die Softwarelösungen. Die Differenzierung zu Punkt 2 habe ich nicht verstanden. Punkt 3 ist im IT-Consulting enthalten, denn das betrifft dann eben die Vermarkting. Punkt 4 ist Consulting. Würdest Du noch Schulungen durchführen, wäre das eben auch eine Form des Consultings. Dass zu Softwarelösungen neben Spezifikation, Erstellung und Testen auch die Wartung gehört, sollte jedem klar sein.

Wenn Du im Auftrag Software erstellst und durch Werbung Einnahmen generierst, dann ist das klar ein Gewerbe. Das IT-Consulting könnte ggf. (abhängig von Deinem Ausbildungshintergrund) auch als Freiberuf durchgehen.

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Rentenfonds Laufzeitfonds - Rendite verstehen? Wo kaufen?

Hallo,

ich interessiere mich für Laufzeitfonds und habe mir die Prospekte diverser Fonds angesehen. Nun bleiben mehrere Fragen offen.

Es geht um Produkte wie https://capinside.com/p/db-pwm-db-fixed-maturity-plan-2024-usd-tfd-lu2008779428.

(1) Wenn ich den Fonds bis zum Laufzeitende halte, was ist der Betrag, den ich zurück erhalte?

Ist dieser wie bei einer einzelnen Anleihe auf irgendeinen Wert (ggf. eine Art Net Asset Value aller im Fonds enthaltenen Anleihen) festgesetzt?

Ich kaufe ja gerade deshalb einen Laufzeitfonds, weil ich KEINE Kursschwankungen wie bei einem Fonds ohne Laufzeitende in Kauf nehmen möchte. Das bedeutet doch, der zurückzuzahlende Betrag beim halten bis zum Laufzeitende müsste bekannt sein?

Ich verstehe, dass dieser Betrag wegen möglichen Kreditausfällen nicht 100%ig festgesetzt ist. Nichts desto trotz müsste es einen fixen Betrag geben, der das Szenario annimmt, dass keine Kreditausfälle passieren, oder ggf. einen Betrag, der bereits realisierte Kreditausfälle zum derzeitigen Zeitpunkt berücksichtigt?

(2) Der gleichen Logik folgend müsste doch auch der zu erwartende Zinsertrag bekannt sein, wieder unter den selben Vorraussetzungen, dass keine Kreditausfälle passieren und der Fonds bis zum Laufzeitende gehalten wird?

(3) Zuletzt, ich suche noch nach dem richtigen Broker für meine Laufzeitfonds, da mein bisheriger Smartbroker die entsprechenden Produkte nicht anbietet. Falls Ihr hier Empfehlungen habt, freue ich mich sehr.

Danke vorab!

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Deine Logik stimmt an mehreren Stellen nicht.

Punkt 1: Rentenfonds

In einer Zeit, in der die Inflation hoch ist und Zinserhöhungen der Zentralbanken anstehen, sollte man sich keine Rentenfonds kaufen. Das Risiko weiterer Kursrückgänge ist hoch, da sich die Risikoprämien weiter verschieben werden.

Punkt 2: Bondwährung USD

Angesichts eines aktuell sehr niedrigen EUR/USD Kurses solltest Du eher auf EUR-Papiere in einem Rentenfonds setzen oder aber auf Bonds mit Währungen, die zukünftig gegen den EUR aufwerten könnten (z.B. Emerging Markets). Wenn Du der Meinung bist, dass der USD gegen den EUR noch weiter aufwerten wird und die Parität deutlich unterschreitet, bist Du mit einem Fonds mit USD-Papieren natürlich richtig.

Punkt 3: Fondswährung USD

Fonds sollten in der jeweiligen EUR-Anteilsklasse gekauft werden, denn ansonsten fallen noch Währungskonversionsgebühren an. Diese Spreads sind je nach Broker recht deutlich und mindern jede Einzahlung, jeden Ertrag und jede Auszahlung.

Punkt 4: Dieser Fonds?

Was genau hat Dich an diesem Fonds so begeistert, dass es dieser sein soll? Ere hat kein Morningstar-Rating und ist nur bei wenigen Brokern/Fondsbanken handelbar.

Warum möchtest Du einen Zielzeitfonds kaufen, der 2024 schon endet? Das ist gerade mal eine Periode von gut zwei Jahren.

Ein Laufzeitfonds ist nicht ein Ersatz für ein festverzinsliches Papier. Der Kurs zum Laufzeitende ist nicht von Anfang an klar, denn die Marktentwicklung spielt hier auch eine Rolle. Ein Laufzeitfonds investiert in bestimmte Anlagen und schichtet bis zum Laufzeitende langsam in risikoärmere Anlagen um, damit bestehende Gewinne gesichert werden können und sich das Risiko eines Rückschlags mindert. Die Verzinsung dieser neuen Anlagen ist jedoch nicht zum heutigen Zeitpunkt klar. Also ist das Ergebnis eines Zielzeitfonds weiterhin unklar. Es gibt natürlich auch Laufzeitfonds, die zur Auflage entsprechende Bonds kaufen und diese dann bis zum Ende halten. Bei solchen Fonds könntest Du tatsächlich ziemlich gut einen Endpreis bestimmen... und dann geschockt sein, da die Rendite insgesamt nach Steuern unter der Inflationsrate liegen wird.

Aufgrund der inhärenten Volatilitäten in Kapitalmärkten sollten Zielzeitfonds auf Perioden von mind. 5, besser 10 Jahren laufen. Es gibt auch Fonds, die noch deutlich länger laufen und damit eher eine Art Vermögensmanagement mit fest geplantem Auszahlungstermin darstellen. Die Qualität des Ergebnisses hängt dann von dem jeweiligen Fondsmanagement ab - man sollte daher beim gleichen Anbieter nach anderen Fonds des gleichen Teams schauen und diese mal im Markt vergleichen.

Das Ziel eines Investments muss sein, nach Steuern die Inflation auf Intervalle von 10+ Jahren zu schlagen.

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Die Angabe eines falschen Wohnsitzes führt zu einer falschen Besteuerung. Damit ist dies nicht nur ein Verstoß gegen die AGB des Vertrags mit dem Broker, sondern sorgt für den Straftatbestand der Steuerhinterziehung.

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Die "gewissen Unterlagen" müssen schon konkreter werden.

Der Vater hat als Vater ein Recht auf beispielsweise eine Geburtsurkunde. Wenn Du bei ihm leben wirst, gehen natürlich Schulzeugnisse und Impfbescheinigungen mit Dir mit und bleiben nicht bei der Mutter. Dein Pass oder Personalausweis gehört Dir.

Manche Unterlagen müssen einfach nur für den Vater neu ausgestellt werden. Andere sind Originale, die übergeben werden müssen.

Normalerweise hat Dein Vater eine anwaltliche Vertretung. Über diese wären solche Unterlagen entsprechend auch einzufordern.

Wenn Du volljährig sein solltest, dann erfolgt die Übergabe der Unterlagen an Dich, nicht an Deinen Vater.

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Das ist recht einfach. Gaz Capital S.A. aus Luxemburg steht nicht auf der Sanktionsliste. Die Deutsche Bank, die die Zahlungen abwickelt, steht auch nicht auf der Sanktionsliste. Die Auszahlung der CHF-Anleihe ist damit durchgegangen.

https://russland.ahk.de/informationen/uebersicht-sanktionen

Es stehen ja auch nur ausgewählte russische Banken auf der Sanktionsliste. Daher ist diese Form der Finanzblockade etwas verrückt, denn es gibt noch genügend Schlupflöcher - beispielsweise über China, Indien und die Türkei.

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Hast Du dem Typ auch die Zugangsdaten zu Deinem Bankkonto und die PIN Deines Mobiltelefons gegeben? Hat er auch gleich einen Schlüssel zu Deiner Wohnung erhalten?

Ei, ist Dir nun irgendwie klar geworden warum

  • Accounts jeder Art privat sind und nicht getauscht oder auch nur zeitweise jemandem mitgeteilt werden sollten?
  • etwas, in das man 1.400 EUR bereits investiert hat, irgendwie wertvoll ist und daher schützenswert?
  • Unternehmen, die Spielplattformen betrieben, das Tauschen von Accounts untersagen?

Leider hast Du die offensichtliche Regel nun auf die harte Weise gelernt.

Was Du zunächst jedoch mal erreichen kannst, ist dass Dein alter Account gesperrt wird. Das wird den, der von Deinem "Freund" diesen "gekauft" hat, mächtig ärgern. Vielleicht gibt es noch eine Recovery-Option. Das kann Dir jedoch der Support sagen. Daher: ANRUFEN!

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Madame Lagarde ist wahrscheinlich einfach in den Urlaub gefahren... das braucht sie auch mal bei ihrem stressigen Job.

In die Luft fliegen wird erst mal überhaupt nichts, denn allen Unkenrufen zum Trotz ist bisher noch kein Land spurlos im Erdboden verschwunden und keine der Weltwährungen wurde durch Bitcoin et al. ersetzt. Im Gegenteil - die Dinge beginnen sich wieder neu zu sortieren. Die Ausfallraten für Unternehmen sind weiterhin sehr niedrig im langjährigen Durchschnitt - das deutet auf eine durchaus post-pandemisch sich erholende Wirtschaft hin. Die Energiepreise werden ein neues Normal setzen und dann ist das auch einkalkulierbar - auf Dauer wird die Inflation nicht so hoch bleiben.

Wer allerdings als alter Sparfuchs weiterhin im Keller sitzt und darauf wartet, dass die Zinsen auf Guthaben steigen, damit man wieder hübsche Erträge bekommt, wird wohl auch für die nächsten Jahrzehnte enttäuscht werden. Diejenigen, die auf Zinsen setzen, jammern weiterhin, sollten sich aber eher mal überlegen, was es an Alternativen gibt, um Kaufkraft zu erhalten und zu mehren.

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Du musst hier sortieren, wer mit wem eine Vertragsbeziehung hat und was Ausgaben bzw. Einnahmen sind. Die USt. wird separat gerechnet.

Du kaufst für 100 EUR (netto) Artikel, die dem Endkunden für 160 EUR (brutto) angeboten werden [SKR03].

  • [3400] Wareneingang (mit 19% USt.): 100 EUR Kosten
  • [1576] Gezahlte USt. aus dem Wareneingang: 19 EUR
  • [4400] Warenerlös (mit 19% USt.): 134,45 EUR Erlös
  • [1776] Erhaltene USt. aus dem Warenverkauf: 25,55 EUR
  • [4760] Provision der Plattform (10% auf den Verkaufspreis netto plus fix 1,00 EUR): 14,45 EUR
  • [1576] Gezahlte USt. aus der Provision: 2,75 EUR
  • Auf dem Konto bei der Shopplattform befinden sich dann 134,45 + 25,55 - 14,45 - 2,75 EUR = 142,80 EUR
  • [4970] Nebenkosten des Geldverkehrs (3% auf den Auszahlungsbetrag): 4,28 EUR

Für das Ergebnis hast Du

  • Kosten von 100 EUR (Wareneinkauf) + 14,45 EUR (Provision) + 4,28 EUR (Auszahlungsgebühr) = 118,73 EUR
  • Erlöse von 134,45 EUR (Warenverkauf)
  • Gewinn somit 15,72 EUR (Marge auf die Nettopreise: ~11,7%)

Für die USt. hast Du

  • Gezahlte USt.: 19 EUR (Wareneinkauf) + 2,75 EUR (Provision) = 21,75 EUR
  • Erhaltene USt.: 25,55 EUR (Warenverkauf)
  • Abzuführende USt. daher 3,80 EUR

Ich hoffe, ich habe mich zu früher Stunde nicht verrechnet.

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