Nebenkosten und Erbe

4 Antworten

Die Tatsache, dass eine Nebenkostenabrechnung nach § 566 (3) innerhlab eines Jahres zu stellen ist, ist Gesetzeslage.

Wenn es Hinderungsgründe im Zuge der Erbschaft gab, muss das der Mieter nciht gegen sich gelten lassen, sondern ist leider Pech für den Vermieter, der durch die Erbschaft in diese Rolle gekommen ist.

Was unklar ist, Deine Frau hat das Haus geerbt. Was sucht denn das Gericht noch nach einem weiteren Erben? Warum wird für Inventar und Schulden nach einem Erben gesucht? hat Deine Frau das nciht mitgeerbt? Oder handelt es sich um zwei verschiedene Erbschaften?

nach § 566 (3)

Korrektur: § 556

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Die Sachverhaltspräsentation ist so wirr, dass niemand eine vernünftige Antwort geben kann: Zuerst wird behauptet, die Frau sei Erbin und dann sucht das Amtsgericht noch nach dem Erben: Was denn nun? Wenn die Frau nicht Erbin ist, hat sie keinerlei mietrechtliche Ansprüche. Punkt, Schluß, Ende.

meine Frau hat (...) erst jetzt die mgl.die Nebenkosten von 2012 an den Mieter (...) weigert diese zu bezahlen

Völlig zurecht: "Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.", so regelt es § 556 III BGB ganz nach der Rechtsauffassung des Mieters :-O

handelt es sich nur noch um das Inventar und die Schulden der Verstorbenen.

Und inwiefern ist deine Frau da nicht ebengleich Rechtsnachfolgerin? Wurde das Haus per Vermächtnis zugesprochen?

Wie dem auch sein, wenn der Voreigentümer die Nebenkostenabrechnung auch nicht fristgerecht gestellt hat, was zu beweisen wäre, mangelt es demnach einem Forderungsgrund. Da braucht man das Nachlassgericht nicht behelligen :-O

G imager761

Erbrecht bei leiblichen und Stiefkindern mit Berliner Testament

Der Vater bringt drei Kinder mit in die Ehe, aus der noch zwei gemeinsame Kinder hervorgehen. Vater ist vor 30 Jahren verstorben. Beide hatten ein Berliner Testament erlassen. Kürzlich starb die Frau und hat ein Testament zugunsten "aller Kinder und Enkel" in gleicher Höhe hinterlassen. In diesem Testament wurden Stiefkinder nicht erwähnt. Es ist davon auszugehen, dass dem Amtsgericht der Sachverhalt der Stifkindsschaft nicht ersichtlich ist. Die älteste Tochter des Vaters ist inzwischen verstorben und hatte, wie die anderen vier Kinder/Stiefkinder zwei Kinder. Im Entwurf zum gemeinschaftlichen Erbschein werden die vier Kinder/Stiefkinder zu je 1/5-Anteil und die Kinder der verstorbenen ältesten Tochter des Vaters zu je 1/10-Anteil genannt. Alle anderen Enkel wurden nicht berücksichtigt.

Fragen:

1) Steht in diesem Fall den beiden Stiefkindern der Frau dieses Erbe zu? Gibt es evtl. einen Pflichtanteil? Oder gehen diese leer aus?

2) Steht den Kindern der verstorbenen Stieftochter ein Erbe zu? Warum wurden vermutlich nur diese im Entwurf zum gemeinschaftlichen Erbschein erwähnt und bedacht?

Vielen Dank für aussagekräftige Antworten!

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